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Spirituelle Liebe

Dieses Thema im Forum "Religion & Spiritualität" wurde erstellt von anadi, 27. August 2014.

  1. anadi

    anadi Sehr aktives Mitglied

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    3.5 Spirituelle Liebe

    Wenn die anziehenden Eigenschaften des "Objektes" der Zuneigung weiter bestehen und noch verstärkt auftreten,
    und man hat weiter Gemeinschaft mit dem "Objekt" der Zuneigung
    dann wächst die Zuneigung und wird zu Anhaftung,
    oder Teil des Bewusstseins (z.B. Krishna Bewusstsein).

    Das Bewusstsein ist laut dem Transzendentalen Wissen der Sitz der Anhaftungen, Überzeugungen oder Liebe.

    Die Spirituelle Liebe ist die intrinsische Natur der Seele. Sie ist durch das Praktikum von Sadhana-Bhakti erweckt
    wie Rupa Gosvami schreibt in Bhakti Rasamrita Sindhu

    kṛti sādhya bhavet sādhya / bhāvā sa sādhanābhidhā

    Das was getan wird, um das Ziel (des Lebens) zu verwirklichen - kṛti sādhya sādhya
    was als der Zustand Erwachung der Spirituellen Liebe (bekannt ist) - sa bhavet bhāvā
    heißt die Praxis (der spirituellen Hingabe) - ābhidha sādhana

    Dieser bhava ist ewig existierend in der Seele, und manifestiert sicht, oder wird erweckt
    wen man die Praxis - Sadhana bhakti folgt. Ohne Sadhana Bhakti zu praktizieren,
    wird die spirituelle Liebe nicht erweckt, wie Krishna Das Kavi-raj Gosvami schreibt in Caitanya-caritamrita (Madhya lila 22.107):

    nitya-siddha kṛṣṇa-prema 'sādhya' kabhu naya
    śravaṇādi-śuddha-citte karaye udaya


    Die ewige, vollkommene Liebe für Krișna - nitya-siddha prema kṛṣṇa
    ist nicht etwas was man bekommen kann (sie existiert in nicht manifestierten Zustand im Herzen) - naya sādhya kabhu
    Angefangen mit dem Hören (über die Spiele des Transzendentalen Herrn) - ādi śravaṇa
    wird das Bewusstsein gereinigt und (die Liebe) erweckt - citte śuddha karaye udaya

    nitya siddhasya bhāvasya / prākatyam hṛdi sādhyatā

    Durch diese (sadhana - Praxis), wird sich die ewige, vollkommene Liebe - asya nitya siddhasya bhāva
    im Herzen als Verwirklichung manifestiert - hṛdi sādhyata prākatyam

    Das Subjekt der Spirituellen Liebe ist Șri Krișna oder einer Seiner Transzendentalen Formen
    In der Spirituelle Welt gibt es keine Erscheinungsweise der Materiellen Natur wie die der Leidenschaft oder Dummheit und somit
    - keine negative Änderungen der Eigenschaften des Geliebten, Transzendentalen Krishna oder
    - Änderungen eigenes Bewusstseins = Liebe,

    Das ist der Ebene der Reinen Tugend (shuddha sattva), nicht der Tugend der materiellen Welt.
     
  2. anadi

    anadi Sehr aktives Mitglied

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    3.5 Spirituelle Liebe

    Der Geist nach Vrindavan-Krishna richten um Seine Liebevolle Spiele zu verinnerlichen

    In Gaudiya-Bhakti so wie er von Sri Caitanya gepredigt wurde, ist das Hören über die Spiele Șri Krishna in Vrinda-van bevorzugt,
    um eben auf die Meditations-Praxis - raga-anuga-sadhana – vorzuschreiten, wenn man die dementsprechende Qualifikation erreicht hat.

    Sri Rupa Gosvami präsentiert die Grundlage der Raganuga sadhana in drei Haupt-slokas. Der erste lautet:

    kṛṣṇaḿ smaran janaḿ cāsya preṣṭhaḿ nija-samīhitam
    tat-tat-kathā-rataś cāsau kuryād vāsaḿ vraje sadā (Bhakti-rasämrita-sindhu 1.2.294)

    Erinnere dich an Krishna zusammen mit Seinen sehr lieben - kṛṣṇaḿ smaran ca asya preṣṭhaḿ
    (ewige) Gefährten die man selber bevorzugt (wählt) - janaḿ nija-samīhitam
    Und auf diese Weise von bestimmten Spiele angezogen - cāsau tat-tat-kathā rataś
    sollte man immer in Vrindavan leben - kuryād sadā vraje vāsaḿ

    In seiner Erläuterung zu dieser sloka sagt Sri Jiva Gosvami :
    “In Vrindaban oder Vraja-mandala zu leben ist das Beste; aber, wenn das nicht möglich ist, sollte man versuchen da im Geist zu leben.”

    Sriman Mahaprabhu (Sri Krishna Caitanya) sagte:
    “mora mona vridaban” – Mein Geist ist Vrindaban.
    Daher, wo auch immer der Herr sich aufhielt, war Vrindaban mit Ihm, in seiner Vertiefung in Krishna’s Vrindavan lila.
     
    Zuletzt bearbeitet: 26. November 2019
  3. anadi

    anadi Sehr aktives Mitglied

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    3.5.1 BHAVA – das Erwecken der spirituellen Liebe

    Findet statt wenn in Bewusstsein (citta) einen spezifischen Reinen Tugend, vişeşuddha-sattva,
    nämlich eine spezifische Form spiritueller Zuneigung, sich manifestiert
    und dann erscheint am Horizont der Seele die Sonne der spirituellen Liebe,
    und das Herz wird durch eine Mischung der Geschmäcker der Liebe geschmolzen.

    Diese Definition wurde von Rupa Gosvami, in seinem Buch „Der Nektar-Ozean der Geschmäcker der Spiritutellen Hingabe - Bhakti Rasa-amrita Sindhu (1.3.1) verfasst:

    śuddha-sattva-viśeṣātmā / prema-suryāḿśu-sāmyabhāk
    rucibhiś citta-māsṛṇya kṛd asau bhāva ucyate


    Diese Geschmäcker der spirituellen Liebe wird auf das wahre Objekt der Liebe Krişna in Vrindavan bezogen.

    Der innere Geschmack der vorherrschenden / dauerhafte Gefühle der göttlichen Liebe (stayi-bhava) gemischt mit dem
    Geschmack welche die Geliebten und die Ingredienzien, welche die vorherrschende Gefühle der Liebe stimulieren, (welche zusammen als Vibhavas bekannt sind), gemischt mit dem
    Geschmack welche die sichtbare Aktionen, welche die spirituellen Emotionen darstellen, (Aktionen welche als anubhava bekannt ist) gemischt mit dem
    Geschmack der spirituellen Ekstase, welche aus der Reinen Tugend bestimmter Art der liebevollen Gefühle (vishudha sattva) entstanden sind (Gefühle bekannt als sattvika-bhavas) gemischt mit dem
    Geschmack der Gelegentlichen Emotionen welch im Ozean der vorherrschenden / dauerhafte Gefühle der göttlichen Liebe erscheinen (bekannt als vyabhicari-bhavas)
    Erzeugen einen außergewöhnlichen Geschmack direkt in der Seele bekannt als Bhakti Rasa.
     
  4. anadi

    anadi Sehr aktives Mitglied

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    3.5.2 PREMA – die spirituelle Liebe

    Prema, wird gemäß Rupa Gosvamis, welche einer der Bevollmächtigten Sri Caitanyas war, in seinem Buch - Bhakti rasamrita sindu 1.4.1 definiert:
    samyaṇ masṛṇita-svānto / mamatvatiśayaṇkitaḥ
    bhāvaḥ sa eva sāndrātmā / budhaiḥ premā nigadyate


    Bhava, welche das Herz noch mehr (als in der anfängliche Stufe) schmelzt - samyaṇ masṛṇita-svānto
    welche das Gefühl der transzendentalen Ekstase vergrößert und - bhāvaḥ sa eva sāndrātmā
    ein mächtiges Besitzergefühl (für Krishna) erweckt - mamatvatiśayaṇkitaḥ
    wird PREMA (Spirituelle Liebe) von den Intelligenten genannt." - budhaiḥ premā nigadyate

    3.5.2.1 Die Herrschende liebevolle Gefühle - sthayi-bhava

    Die Gefühle der Spirituellen Liebe oder der seelische Zustand
    welche über alle andere Gefühle herrscht,
    welche diesem Zustand antagonistisch sein können oder nicht,
    Zustand welche über alle andere Gefühle wie ein mächtiger König regiert,
    und verleiht eine Dauerhaftigkeit der Gefühle,
    heißt der Vorherrschende Gefühl der Spirituellen Liebe oder sthayi-bhava.

    Die Spirituelle Liebe ist die Essenz der inneren Energie Krishnas,
    bekannt auch als ananda oder hladini, die Energie der göttlichen Ekstase.
    Als diese Energie, in fünf Arten von verschiedenen Geweihten Krishnas manifestiert,
    erscheint sie in fünf Arten von vorherrschenden spirituellen Gefühle der Liebe,
    bekannt als Spirituelle Liebe vorherrscht bei folgenden Gefühle:
    - Spirituelle Frieden - shanta rasa
    - Spirituelle Dienerschaft – dasya rasa
    - Spirituelle Freundschaft – sakya rasa
    - Spirituelle Elternschaft oder Schutz – vatsalya rasa
    - Spirituelle Eheliche / Außereheliche Liebe– madhurya rasa
     
  5. anadi

    anadi Sehr aktives Mitglied

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    Komponente der Geschmäcker der spirituellen Liebe

    2. Das Mittel wodurch die Liebesgefühle sich verbreiten -
    vibhava

    2.1 Die Träger
    Sind die Personen, welche die Liebesemotionen erleben werden Träger - alambanas genannt.
    · das “Objekt” der Liebe – vishaya alambana – welcher immer der Transzendentale Herr ist (als Krishna, oder einer Seiner Erweiterungen, oder das Spirituelle Paar, wie z.B. Radha-Krishna/ Sita-Raam / Lakshmi-Narayan).
    · die/der Verliebte, welche(r) die vorherrschende Liebesemotionen (sthayi-bhava) erlebt - ashraya alambana – der Geweihter

    2.2 Die Reize

    Sind die Umstände/ Objekte, welche die Liebesgefühle der Protagonisten anreizen, werden Reize - udipanas genannt beziehen sich auf all die Dinge, die die Erinnerung an Sri Krishna, wie sein Kleid und seine Ornamente, die Frühlingssaison, die Ufer der Yamuna, die Waldhaine, die Kühe, die Pfauen, Seine Flöte und so weiter, hervorrufen.

    Siehe auch 1. Sthayi-bhava


     
  6. anadi

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    Vibhava in Shanta-Rasa
    Shanta-Rasa - Liebe geherrscht vom Gefühl des transzendentalen Friedens

    1. Der Zufluchtsuchende (ashraya alambana) Der Geweihter

    Es gibt zwei Arten der Gottgeweihten in Shanta Rasa,
    deren Gefühle der spirituellen Liebe durch die inneren seelischen Ausgeglichenheit - sama - charakterisiert sind:

    - Atamarama - die in sich selbst das Glück finden,
    Sie sind von jeglichem Gefühl des Besitztums (sowohl materiell wie auch spirituell für den
    Transzendentalen Herrn) frei,
    Sie haben aber volles Vertrauen im Transzendentalen Herrn (Bhagavan nishta).

    - Tapasvi-gana - welche den Pfad der Entsagung folgen
    Sie Verehren den Transzendentalen Herrn (durch bhagavat-bhajan), wohl wissend, dass ohne Bhakti, die Befreiung (mukti) nur eine vorübergehende Zustand sein wird.
    Sie haben Vertrauen in das Praktizieren von Bhakti (Bhakti-Sadhana) nur weil es ihnen dadurch den Wunsch nach Befreiung erfüllt wird.
    Solange sie die Bhakti Praxis nur zu Erfüllung ihres Wunsches nach Befreiung akzeptieren,
    wird das herrschende Gefühl der Liebe im transzendentalen Frieden,
    so wie es in der spirituellen Welt Vaikuntha anwesend ist, in ihrem Bewusstsein nicht manifestieren können.

    2. Das Liebesobjekt - der Transzendentale Herr (vishaya alambana)
    ließ mehr unter Vibhaava in Shanta-Rasa
     
  7. anadi

    anadi Sehr aktives Mitglied

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    3.5 Die Natur der Spirituellen Liebe 1

    Wenn die anziehenden Eigenschaften des "Objektes" der Zuneigung weiter bestehen und noch verstärkt auftreten,
    und man hat weiter Gemeinschaft mit dem "Objekt" der Zuneigung
    dann wächst die Zuneigung und wird zu Anhaftung,
    oder Teil des Bewusstseins (z.B. Krishna Bewusstsein).

    Das Bewusstsein ist eine Funktion des Geistes, welches laut dem Transzendentalen Wissen sich als Anhaftung, Überzeugung oder Liebe ausdrückt.

    Die Spirituelle Liebe ist eine intrinsische Natur der Seele.
    Sie ist durch das Praktikum von Sadhana-Bhakti erweckt
    wie Rupa Gosvami schreibt in Bhakti Rasamrita Sindhu

    kṛti sādhya bhavet sādhya / bhāvā sa sādhanābhidhā

    Das was getan wird, um das Ziel (des Lebens) zu verwirklichen - kṛti sādhya sādhya
    was als der Zustand des Erwachen der Spirituellen Liebe (bekannt ist) - sa bhavet bhāvā
    heißt die Praxis (der spirituellen Hingabe) - ābhidha sādhana

    Dieser bhava ist ewig existierend in der Seele, und manifestiert sicht, oder wird erweckt
    wenn man die hingebungsvolle Praxis - Sadhana bhakti folgt. Ohne Sadhana Bhakti zu praktizieren,
    wird die spirituelle Liebe nicht erweckt, wie Krishna Das Kavi-raj Gosvami schreibt in Caitanya-caritamrita (2.22.107):

    nitya-siddha kṛṣṇa-prema 'sādhya' kabhu naya
    śravaṇādi-śuddha-citte karaye udaya


    Die ewige, vollkommene Liebe für Krișna - nitya-siddha prema kṛṣṇa
    ist nicht etwas was man bekommen kann (sie existiert in nicht manifestierten Zustand im Herzen) - naya sādhya kabhu
    Angefangen mit dem Hören (über die Spiele des Transzendentalen Herrn) - ādi śravaṇa
    wird das Bewusstsein gereinigt und (die Liebe) erweckt - citte śuddha karaye udaya

    nitya siddhasya bhāvasya / prākatyam hṛdi sādhyatā

    Durch diese (sadhana - Praxis), wird sich die ewige, vollkommene Liebe - asya nitya siddhasya bhāva
    im Herzen als Verwirklichung manifestiert - hṛdi sādhyata prākatyam
     
    Zuletzt bearbeitet: 10. Juli 2020
  8. Samana Johann

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    ...spirituell bedeuted nur selten Ursache von Leiden zu erkennen, sie zu beheben, sonder bestrebt zumeist dazu Unvermögen zu Tugenden zu machen...

    So speziell in Bezug auf Pema, Liebe:


    Pema Sutta: Liebe

    „Bhikkhus, diese vier Dinge sind geboren. Welche vier? Liebe, geboren aus Liebe. Haß, geboren aus Liebe. Liebe, geboren aus Haß. Haß, geboren aus Haß.

    „Und wie ist Liebe aus Liebe geboren? Da ist der Fall in dem ein Wesen ein (anderes) Wesen erfreut, anzieht und liebreizt. Andere behandeln diese Wesen erfreuend, anziehend und liebreizend, und das andere denkt: ‚Diese Wesen ist erfeuend, anziehend und liebreizend für mich. Andere behandeln dieses Wesen erfreuend, anziehend und liebreizend.’ Er gibt ihnen Anlaß zum Aufkommen von Liebe. Das ist wie Liebe aus Liebe geboren ist.

    “Und wie ist Haß aus Liebe geboren? Da ist der Fall in dem ein Wesen erfreuend, anziehend und liebreizend zu (anderen) Wesen ist. Andere behandeln das Wesen unerfreuend, ablehnend und nicht liebreizend, und das andere denkt: ‚Dieses Wesen ist erfreuend, anziehend und liebreizend für mich. Andere behandeln dieses Wesen unerfreuend, ablehnend und nicht liebreizend.’ Er gibt ihnen Anlaß zum Aufkommen von Haß. Das ist wie Haß aus Liebe geboren ist.

    “Und wie ist Liebe aus Haß geboren? Da ist der Fall in dem ein Wesen unerfreuend, unanziehend und nicht liebreizend zu (anderen) Wesen ist. Andere behandeln das Wesen unerfreuend, ablehnend und nicht liebreizend, und das andere denkt: ‚Dieses Wesen ist unerfreuend, ablehnend und nicht liebreizend für mich. Andere behandeln dieses Wesen unerfreuend, ablehnend und nicht liebreizend.’ Er gibt ihnen Anlaß zum Aufkommen von Liebe. Das ist wie Liebe aus Haß geboren ist.

    “Und wie ist Haß aus Haß geboren? Da ist der Fall in dem ein Wesen unerfreuend, unanziehend und nicht liebreizend zu (anderen) Wesen ist. Andere behandeln das Wesen erfreuend, anziehend und liebreizend, und das andere denkt: ‚Diese Wesen ist unerfreuend, unanziehend und nicht liebreizend für mich. Andere behandeln dieses Wesen erfreuend, anziehend und liebreizend’ Er gibt Anlaß zum Aufkommen von Haß. Das ist wie Haß aus Haß geboren ist.



    “Bhikkhus, das sind die vier Dinge die geboren sind.

    “Nun, für den Fall, in dem ein Bhikkhu völlig zurückgezogen von Sinnlichkeit, zurückgezogen von ungeschickten (mentalen) Qualitäten, in die erste Sammlung (jhana) eintritt und verweilt – Entzüchen & Freude geboren aus Zurückziehen, begleitet von zielgerichtete Gedanken und Abwägung – dann kommt jede Liebe in ihm, die aus Liebe geboren ist, nicht zustande. Jeder Haß in ihm, der aus Liebe geboren… jede Liebe in ihm, die aus Haß geboren… jeder Haß in ihm, der aus Haß geboren, kommt nicht zustande.

    “Im Falle, daß ein Bhikkhu in die zweite Sammlung eintritt und verweilt… in die dritte Sammlung eintritt und verweilt… in die vierte Sammlung eintritt und verweilt, dann kommt jede Liebe in ihm, die aus Liebe geboren, nicht zustande. Jeder Haß in ihm, der aus Liebe geboren… jede Liebe in ihm, die aus Haß geboren… jeder Haß in ihm, der aus Haß geboren, kommt nicht zustande.

    “Im Falle, daß ein Bhikkhu durch Beenden von mentalen Gärungen, in die gärungsfreie Bewusstseins-Auflösung & Einsichts-Auflösung eintritt und verweilt, dieses von ihm selbst richtig im Hier und Jetzt erkannt und abgesichet, dann ist jede Liebe in ihm, die aus Liebe geboren, abgelegt, seine Wurzel zerstört, zu einem Palmyra Stumpf gemacht, der Bedingung von Entstehung entzogen, für eine späteres Aufkommen nicht mehr ausgerichtet. Jeder Haß in ihm, der aus Liebe geboren… jede Liebe in ihm, die aus Haß geboren… jeder Haß in ihm, der aus Haß geboren, ist abgelegt, seine Wurzel zerstört, zu einem Palmyra Stumpf gemacht, der Bedingung von Entstehung entzogen, für eine späteres Aufkommen nicht mehr ausgerichtet.

    “Dies sagt man, sei ein Bhikkhu der nicht anzieht, der nicht abstößt, der nicht glost, der nicht flakert, der nicht brennt.

    “Und wie zieht ein Bhikkhu an? Da ist der Fall in dem ein Bhikkhu Form als das Selbst annimmt, oder das Selbst Form besitzend, oder Form als im Selbst enhalten, oder das Selbst als in Form. Er nimmt Gefühle als das Selbst an, oder das Selbst als Gefühle besitzend, oder Gefühle als im Selbst enthalten, oder das Selbst als in Gefühlen enthalten. Er nimmt Vorstellung als das Selbst an, oder das Selbst als Vorstellung besitzend, oder Vorstellung als im Selbst enthalten, oder das Selbst als in Vorstellung enthalten. Er nimmt (mentale) Konstruktionen als das Selbst an, oder das Selbst als Konstruktionen besitzend, oder Konstruktionen als im Selbst enthalten, oder das Selbst als in Konstruktionen enthalten. Er nimmt Bewußtsein als das Selbst an, oder das Selbst als Bewußtsein besitzend, oder Bewußtsein als im Selbst enthalten, oder das Selbst als in Bewußtsein enthalten. Das ist wie ein Bhikkhu anzieht.

    “Und wie zieht ein Bhikkhu nicht an? Da ist der Fall in dem ein Bhikkhu nicht Form als das Selbst annimmt, oder das Selbst Form besitzend, oder Form als im Selbst enhalten, oder das Selbst als in Form. Er nimmt nicht Gefühle als das Selbst an… nimmt nicht Vorstellung als das Selbst an… nimmt nicht Konstruktionen als das Selbst an… nimmt nicht Bewußtsein als das Selbst an, oder das Selbst als Bewußtsein besitzend, oder Bewußtsein als im Selbst enthalten, oder das Selbst als in Bewußtsein enthalten. Das ist wie ein Bhikkhu nicht anzieht.

    “Und wie stoßt ein Bhikkhu ab? Da ist der Fall in dem ein Bhikkhu mit Beleidigung gegenüber jemanden der ihn beleidigt hat reagiert, mit Ärger gegenüber jemanden der ihm Ärger entgegen bringt, mit jemanden streitet der ihn streitend entgegen getreten ist. Das ist wie ein Bhikkhu der abstößt.

    “Und wie stößt ein Bhikkhu nicht ab? Da ist der Fall in dem ein Bhikkhu nicht mit Beleidigung, gegenüber jemanden der ihn beleidigt hat, reagiert, nicht mit Ärger gegenüber jemanden, der ihm Ärger entgegen bringt, nicht mit jemanden streitet, der ihn streitend entgegen getreten ist. Das ist wie ein Bhikkhu der nicht abstößt.

    “Und wie glost ein Bhikkhu? Da ist der Fall in dem ‚Ich bin’ aufkommt, ‚Ich bin hier’ aufkommt, ‚Ich bin wie jenes’… ‚Ich bin Schlecht’… ‘Ich bin gut’…‘Ich könnte sein’… ‘Ich könnte hier sein’… ‚Ich könnte wie jenes sein’… ‚Ich könnte anders sein’… ‘Möge ich sein’… ‘Möge ich hier sein’… ‘ Möge ich wie jenes sein’… ‚Möge ich anders sein’… ‘Ich werde sein’… ‘Ich werde hier sein’… ‘Ich werde wie jenes sein’… ‘Ich werde anders sein’, aufkommt.

    “Und wie glüht ein Bhikkhu nicht? Da ist der Fall in dem ‚Ich bin’ nicht aufkommt, ‚Ich bin hier’ nicht aufkommt, ‚Ich bin so’… ‚Ich bin Schlecht’… ‘Ich bin gut’… ‘Ich könnte sein’… ‘Ich könnte hier sein’… ‚Ich könnte so sein’… ‚Ich könnte anders sein’… ‘Möge ich sein’… ‘Möge ich hier sein’… ‘ Möge ich so sein’… ‚Möge ich anders sein’… ‘Ich werde sein’… ‘Ich werde hier sein’… ‘Ich werde wie jenes sein’… ‘Ich werde anders sein’, nicht aufkommt.

    “Und wie flackert ein Bhikkhu auf? Da ist der Fall in dem ‚Ich bin deshalb (oder: aus diesem Grund)’ aufkommt, ‚Ich bin deshalb hier’ aufkommt, ‚Ich bin deshalb so’ aufkommt, ‚Ich bin deshalb anders’… ‚Ich bin deshalb schlecht’… ‚Ich bin deshalb gut’… ‘Ich könnte deshalb sein’… ‘Ich könnte deshalb hier sein’… ‚Ich könnte deshalb so sein’… ‚Ich könnte deshalb anders sein’… ‘Möge ich deshalb sein’… ‘Möge ich deshalb hier sein’… ‘ Möge ich deshalb so sein’… ‚Möge ich deshalb anders sein’… ‘Ich werde deshalb sein’… ‘Ich werde deshalb hier sein’… ‘Ich werde wie deshalb jenes sein’… ‘Ich werde deshalb anders sein’, aufkommt.

    “Und wie flackert ein Bhikkhu nicht auf? Da ist der Fall in dem ‚Ich bin deshalb (oder: aus diesem Grund)’ nicht aufkommt, ‚Ich bin deshalb hier’ nicht aufkommt, ‚Ich bin deshalb so’ nicht aufkommt, ‚Ich bin deshalb anders’… ‚Ich bin deshalb schlecht’… ‚Ich bin deshalb gut’… ‘Ich könnte deshalb sein’… ‘Ich könnte deshalb hier sein’… ‚Ich könnte deshalb so sein’… ‚Ich könnte deshalb anders sein’… ‘Möge ich deshalb sein’… ‘Möge ich deshalb hier sein’… ‘ Möge ich deshalb so sein’… ‚Möge ich deshalb anders sein’… ‘Ich werde deshalb sein’… ‘Ich werde deshalb hier sein’… ‘Ich werde wie deshalb jenes sein’… ‘Ich werde deshalb anders sein’, nicht aufkommt.

    “Und wie brennt ein Bhikkhu? Da ist der Fall wo eines Bhikkhu’s Einbildung ‚Ich bin’, nicht abgelegt, seine Wurzel nicht zerstört, nicht zu einem Palmyra Stumpf gemacht, der Bedingung von Entstehung nicht entzogen, nicht für eine späteres Aufkommen nicht mehr ausgerichtet. Das ist wie ein Bhikkhu brennt.

    “Und wie brennt ein Bhikkhu nicht? Da ist der Fall wo eines Bhikkhu’s Einbildung ‚Ich bin’, abgelegt, seine Wurzel zerstört, zu einem Palmyra Stumpf gemacht, der Bedingung von Entstehung entzogen, für eine späteres Aufkommen nicht mehr ausgerichtet. Das ist wie ein Bhikkhu nicht brennt.​
     
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  9. anadi

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    Spirituell bedeutet transzendental und somit jenseits der materiellen illusorischen Welt
    welche zyklisch manifestiert, erhalten und zerstört wird.
    Spirituell bedeutet sat cit ananda - ewig, voll Wissen und ekstatisch - die Natur der Rei.nen Tugend - shuddha sattva - die einzige Substanz der spirituellen Objekten
     
  10. Samana Johann

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    Wie bereits erwähnt... als wäre Dünkel "Ich bin rein" eine bedingungslose Zuflucht, nicht dem Vergehen, Leiden unterworfen.
     
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