spiritualitaet und sex

  • Ersteller Ersteller armagoddon
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Hallo Opti,

Mich würde auch interessieren, was passierte, daß Du "rückfällig" wurdest. Oder anders gefragt, auf was sollte jemand Acht geben, der/die sich in einer solchen Situation befindet, um nicht wieder "drauf reinzufallen"?

Kaji

Ich sagte bereits, dass höhere sprituelle Zustände so außergewöhnlich sind, dass es nicht einfach ist, damit umzugehen. Man schwebt derart über den Wolken, dass man die Möglichkeit des Absturzes nicht mit einkalkuliert. Man kann sich nur vor diesem Absturz bewahren, wenn man den einmal als richtig erkannten Weg strikt beibehält. Dieses erkennt man eventuell erst, wenn es zu spät ist, weil man zuvor glaubte, man sei gegen alle Gefahren immun.
 
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jetzt hat der opti aber von vielen Seiten eins auf die Rübe bekommen.

Was soll man mit solchen Leuten aus diskutieren. Sie sind an einer wirklichen

Ich habe einen Freund, der Tai Chi, Qi Gong, TCM praktiziert
und wie ich sich mit Magie, Mystik theoretisch und praktisch auseinandersetzt.
IM Gegensatz zu mir war er bereits ein Weltenbummler und hat seine Geschichten. Das haben wohl viele 68er.

Er hat ein leibliches Kind und dann noch einige Kinder adoptiert.
Er ist auch Befürworter der Transformation der sexuellen Energie.
Er macht es jetzt schon lange Zeit und er hat mir schon über die Schwierigkeit dessen berichtet. Er respektiert meine Entscheidung mich in meinen jungen Jahren noch auszuleben. Ich würde auch diesen Weg gehen, wenn ich nicht in einer Beziehung wäre. Das ist für mich zwar keine Entschuldigung,
aber es war eine bewusste Entscheidung. Wir lieben uns.
Dazu gehört die Zärtlichkeit und das Verschmelzen.

Das Problem mit der eigenen Meinung ist, dass man Sie den anderen gerne als absolut verkauft. Ich weiß, dass dies nicht wichtig ist, diese Form der Transformation. Aber es ist begünstigend!
Es ist wie mit den Fleischessern und Vegetariern.
In meiner bewussten vegetarischen Zeit lebte ich auch bewusster.
Und doch war alles etwas einseitig.

Als ich erleuchtet wurde, wußte ich plötzlich das alles unsinnig war und ich habe mich als mein eigener Richter erlebt, der sich praktisch gekreuzigt hat.
Man sieht mit einem Schlag alle Illusionen für die man gelebt hat.

Daher liegt hier einfach Niemand falsch.
Jeder muss leben wie er es für richtig hält, aber mit Konsequenz!
Das ist meine Meinung.
Das ist eben gelebte Spiritualität, der Grad der Bewusstmachung.

Gruß

Ich denke, du weißt sehr wohl, dass das, was ich sage, richtig ist. Einerseits bist du sehr ehrlich, aber andererseits hast du nicht die Kraft und den Willen, dich der sexuellen Lust zu entziehen. Wenn du ehrlich bist, musst du zugeben, dass sie dich gefangen hält. Und weil du in diesem Zwiespalt bist, knüpfst du dir ein Geflecht, mit dem du dein Handeln rechtfertigen möchtest. Ich kenne alle diese Spielchen zur Genüge.

Du sprichst davon, dass du erleuchtet warst. Wie sah diese Erleuchtung aus und wie ist es dazu gekommen? Was hat sich konkret in deinem Leben verändert? Welche Einstellung hattest du zur Sexualität, als du erleuchtet warst?
 
Opti, ich höre Dir gern zu, Deiner Sicht der Dinge und Deinem Lebensmodell und möchte Dich auch nicht verändern, weil ich leb unter dem Motto: jeder, wie er kann. Du wirst besser verstanden, wenn Du nicht zu missionieren versuchst, sondern, wie im vorletzten Post, nur Deine Sicht darstellst. Und Angriffe kannst Du dann locker abwehren.

Ich kenne eine Zwillingfrau. Kennengelernt hab ich sie, als sie eine äußerst erfolgreiche und sehr bekannte Boutiquebesitzerin in der Wiener City gewesen ist. Locker, lustig, fröhlich. Dann bekam sie ein Kind, der dazugehörige Mann ließ sie während der Schwangerschaft sitzen, scheinbar grundlos, wollte noch keine Familie, das Kind, das sie sich sehr gewünscht hat, starb einjährig. Zwillingfrau brach zusammen, erholte sich nicht, liquidierte ihr Geschäft, und trat den Zeugen Jehowas bei. Sie fand seelische Zuflucht und für sie nötigen Trost bei diesem Verein. Sonst bei niemand, weder bei Schwester, noch bei Mann, noch bei Freunden, noch bei katholischer Kirche. Nirgends. Ist bis heute in der gemeinde, jetzt Mitte Siebzig. Nicht mehr so lustig wie früher, aber sie lebt zufrieden. Und nur das zählt.
 
P.S.

ich bin kein Mitglied dieser Gemeinde, nicht mal Sympathisantin. Ich treffe Zwillingsfrau nur so einmal im Jahr, wir gehen gemeinsam spazieren, im Wienerwald.

Es sollte nur ein gelebtes Beispiel für Leben und Leben Lassen sein. meinerseits.
 
Opti, ich höre Dir gern zu, Deiner Sicht der Dinge und Deinem Lebensmodell und möchte Dich auch nicht verändern, weil ich leb unter dem Motto: jeder, wie er kann. Du wirst besser verstanden, wenn Du nicht zu missionieren versuchst, sondern, wie im vorletzten Post, nur Deine Sicht darstellst. Und Angriffe kannst Du dann locker abwehren.

Ich kenne eine Zwillingfrau. Kennengelernt hab ich sie, als sie eine äußerst erfolgreiche und sehr bekannte Boutiquebesitzerin in der Wiener City gewesen ist. Locker, lustig, fröhlich. Dann bekam sie ein Kind, der dazugehörige Mann ließ sie während der Schwangerschaft sitzen, scheinbar grundlos, wollte noch keine Familie, das Kind, das sie sich sehr gewünscht hat, starb einjährig. Zwillingfrau brach zusammen, erholte sich nicht, liquidierte ihr Geschäft, und trat den Zeugen Jehowas bei. Sie fand seelische Zuflucht und für sie nötigen Trost bei diesem Verein. Sonst bei niemand, weder bei Schwester, noch bei Mann, noch bei Freunden, noch bei katholischer Kirche. Nirgends. Ist bis heute in der gemeinde, jetzt Mitte Siebzig. Nicht mehr so lustig wie früher, aber sie lebt zufrieden. Und nur das zählt.

Ich habe wirklich besseres zu tun, als Angriffe abzuwehren.

Ich möchte einmal einen Satz herausgreifen:

Nicht mehr so lustig wie früher, aber sie lebt zufrieden.

Ich denke, die Zwillingsfrau könnte wesentlich glücklicher und zufriedener sein und bräuchte auch den Halt an die Zeugen Jehovas nicht, wenn sie den Mut und die Kraft gehabt hätte, sich ihren Schmerzen, ihrer inneren Verletzungen, zu stellen. Die Hinwendung an die Zeugen Jehovas ist vermutlich nichts anderes als eine Flucht vor dieser schmerzhaften Auseinandersetzung, eine Flucht, vor den eigenen falschen Idealen, mit denen man sein Leben zementiert. Es ist die Akzeptanz einer Lebenslüge, nämlich der Lebenslüge, dass Gott einem das Leid nehmen würde, von dem man glaubt, es selber nicht bewältigen zu können. Ich kann das Verhalten dieser Frau sehr gut verstehen. Viele Gläubige verhalten sich ähnlich. Sie flüchten in die Religion und erhoffen sich von der Hinwendung zu Gott, dass dieser ihnen das Leid nimmt. Dabei erkennen sie nicht bzw. sie wollen es nicht erkennen, dass nur sie selber sich von diesem Leid befreien können. Und ich glaube, über die Unehrlichkeit der Zeugen Jehovas brauchen nicht weiter zu reden.

Und natürlich soll sie Leben, wie sie will. Aber sie sollte dann auch erkennen, welchen Preis sie dafür bezahlt.
 
Ich möchte einmal einen Satz herausgreifen:

Ich denke, die Zwillingsfrau könnte wesentlich glücklicher und zufriedener sein und bräuchte auch den Halt an die Zeugen Jehovas nicht mehr, wenn sie den Mut und die Kraft gehabt hätte, sich ihren Schmerzen, ihrer inneren Verletzungen, zu stellen. Die Hinwendung an die Zeugen Jehovas ist vermutlich nichts anderes als eine Flucht vor dieser schmerzhaften Auseinandersetzung, eine Flucht, vor den eigenen falschen Idealen, mit denen man sein Leben zementiert. Es ist die Akzeptanz einer Lebenslüge, nämlich der Lebenslüge, dass Gott einem das Leid nehmen würde, von dem man glaubt, es nicht selber bewältigen zu können. Dieses Leid kann man allerdings nur selber beseitigen. Dabei wird einem kein Gott helfen. Ich kann das Verhalten dieser Frau sehr gut verstehen. Viele Gläubige verhalten sich ähnlich. Sie flüchten in die Religion und erhoffen sich von der Hinwendung zu Gott, dass dieser ihnen das Leid nimmt. Dabei erkennen sie nicht bzw. sie wollen es nicht erkennen, dass nur sie selber sich von diesem Leid befreien können. Und ich glaube, wir brauchen nicht darüber reden, wie unehrlich die Zeugen Jehovas sind.

Hallo Opti,

ich denke es ebenso. In meinem Bekanntekreis ist auch eine Frau, kaum älter als ich, die sich ganz und gar dem Glauben zugewendet hat. Sie ist voll von alten Verletzungen und ich sehe es ihr an, spüre es so deutlich. Wenn sie bereit wäre endlich sich selber aufzuarbeiten, könnte sie frei leben und müßte sich nicht an die Bibel und ihren Inhalt klammern ...

Den Weg zu sich selber kann jeder nur alleine finden .... Glaube nimmt oft eher den Weg zu sich und lenkt ihn in andere Bahnen ... also von sich weg, hin zu Gott (wenn es ihn gibt) hin zu biblischen Werten.
 
Hallo Jogurette und Opti,

ich messe mir kein Urteil zu. ich hab Zwillingsfrau im tiefsten Schmerz erlebt, davor, ich erlebe sie jetzt. Sie lebt und hat ihren Platz unter Menschen, die ihr wohlgesonnen sind, sie benennt ihre weltlichen Aufgaben, ihre Zugehörigkeit, ihre Geborgenheit. Sie hat niemand im Leben wissentlich Schmerzen zugefügt. Ihre Familie und Ex-Freunde lästern und rümpfen die Nase über sie, verletzt sind sie nicht, können auch nicht, nach der Weltanschauung, die sie ihre eigen nennen.
Vielleicht war dies die Aufgabe in ihrem Leben, vielleicht hat sie alles souverän erledigt.
Übrigens, Jogurette, sie strahlt eher heitere Gelassenheit aus heute, ist nicht mehr so hype, wie zur Zeit vor dem Crash in ihrem Leben.
 
Hallo Jogurette und Opti,

ich messe mir kein Urteil zu. ich hab Zwillingsfrau im tiefsten Schmerz erlebt, davor, ich erlebe sie jetzt. Sie lebt und hat ihren Platz unter Menschen, die ihr wohlgesonnen sind, sie benennt ihre weltlichen Aufgaben, ihre Zugehörigkeit, ihre Geborgenheit. Sie hat niemand im Leben wissentlich Schmerzen zugefügt. Ihre Familie und Ex-Freunde lästern und rümpfen die Nase über sie, verletzt sind sie nicht, können auch nicht, nach der Weltanschauung, die sie ihre eigen nennen.
Vielleicht war dies die Aufgabe in ihrem Leben, vielleicht hat sie alles souverän erledigt.
Übrigens, Jogurette, sie strahlt eher heitere Gelassenheit aus heute, ist nicht mehr so hype, wie zur Zeit vor dem Crash in ihrem Leben.

Ich glaube Menschen, die diesen Weg gehen, haben meist niemandem anderen Leid zugefügt. Sie verschließen ihr innerstes und leben mit Gott. Es ist bestimmt kein schlechter Weg. Wenn sie Heiterkeit und Gelassenheit ausstrahlt, wird sie sich wohl mit sich im Reinen sein.

Meine Bekannte strahlt keine heitere Gelasseneheit aus. Eher etwas verhärmtes, trauriges, enttäuschtes.
 
I
Du sprichst davon, dass du erleuchtet warst. Wie sah diese Erleuchtung aus und wie ist es dazu gekommen? Was hat sich konkret in deinem Leben verändert? Welche Einstellung hattest du zur Sexualität, als du erleuchtet warst?


Deine Argumentation ist wieder nicht griffig. Sie basiert auf Vermutungen.
Du verstehst meinen Bedarf nicht. Ich kämpfe nicht mehr.

Meine Erleuchtung geschah morgends während einer Meditation,
in der ich alles aufgelöst habe. Es war eine Reise in mein Herz, in das Herz des Universums. Ich bin symbolisch gesehen vor den Toren Gottes gestanden und mich durchrauschte urplötzlich eine innere Freude, die durch meinen ganzen Körper zog. Sie hatte einen gewaltigen Druck.
Das Resultat waren Kundaliniähnliche Zustände, Tränen in den Augen und ein Alleswissen. Das hielt den ganzen Tag an. Gedanken hatte ich immer noch, aber Sie griffen nicht. Daher habe ich garnichts gedacht und Sexualität und auch anderes waren unwichtig. Es ist ein Loslassen, aber kein Erzwingen.
Daher kannst du nur für dich loslassen, wenn du es aufrichtig willst.
Jede Form von Zwang blockiert. Auch der Glaube man müsse Sex loslassen um frei zu sein ist wieder eine Falle.

Aber mir scheint, du willst nicht dazu lernen.
Dieses Problem hat mein Freund auch.
Er lebt es bereits zu lange und kann sich daher nicht mehr so einfach von den Dingen lösen. Ich habe absolute Klarheit wo ich hin muss. Mehr habe ich dir jetzt auch nicht mehr zu sagen. Lebe enthaltsam und gut ist.

Gruß
 
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Deine Argumentation ist wieder nicht griffig. Sie basiert auf Vermutungen.
Du verstehst meinen Bedarf nicht. Ich kämpfe nicht mehr.

Meine Erleuchtung geschah morgends während einer Meditation,
in der ich alles aufgelöst habe. Es war eine Reise in mein Herz, in das Herz des Universums. Ich bin symbolisch gesehen vor den Toren Gottes gestanden und mich durchrauschte urplötzlich eine innere Freude, die durch meinen ganzen Körper zog. Sie hatte einen gewaltigen Druck.
Das Resultat waren Kundaliniähnliche Zustände, Tränen in den Augen und ein Alleswissen. Das hielt den ganzen Tag an. Gedanken hatte ich immer noch, aber Sie griffen nicht. Daher habe ich garnichts gedacht und Sexualität und auch anderes waren unwichtig. Es ist ein Loslassen, aber kein Erzwingen.
Daher kannst du nur für dich loslassen, wenn du es aufrichtig willst.
Jede Form von Zwang blockiert. Auch der Glaube man müsse Sex loslassen um frei zu sein ist wieder eine Falle.

Aber mir scheint, du willst nicht dazu lernen.
Dieses Problem hat mein Freund auch.
Er lebt es bereits zu lange und kann sich daher nicht mehr so einfach von den Dingen lösen. Ich habe absolute Klarheit wo ich hin muss. Mehr habe ich dir jetzt auch nicht mehr zu sagen. Lebe enthaltsam und gut ist.

Gruß

Gut, du hattest ein sehr schönes Erlebnis. Ich würde es aber nicht unbedingt als Erleuchtung betrachten, sondern eher als so etwas wie ein Satori, die plötzliche Erkenntnis vom universellen Wesen des Daseins, gewissermaßen ein kurzfrister Flash, deren Ursache dir offensichtlich unbekannt ist.

Ich würde dagegen behaupten, dass die Erleuchtung ein sehr kontinuierlicher Vorgang ist, deren Veränderungen man sehr deutlich am eigenen Körper spürt. Man spürt z.B. sehr deutlich, wie sich Blockaden lösen. Und zwar nicht nur vorübergehend, sondern für immer.

Vielleicht war das, was du erlebtest, auch so etwas wie ein "Kundalinieffekt", den viele Menschen erleben, die sich auf dem spirituellen Weg befinden. Nur sind diese meistens sehr unangenehm, weil sie in der Regel mit sehr starken Ängsten und Schmerzen verbunden sind. Warum sollte dieser "Kundalinieffekt" nicht aber auch positive Wirkungen zeigen?

Ich würde deiner Erfahrung, so angenehm sie auch gewesen sein mag, aber nicht allzu große Bedeutung beimessen. Sie ging genau so schnell, wie sie kam. Bei der Erleuchtung geht es aber um permanente Veränderungen und nicht um vorübergehende.

Und wer unterliegt wohl dem Zwang, derjenige, der vollkommen frei von sexuellem Begehren ist oder derjenige, der sich nicht von der sexuellen Begierde lösen kann?
 
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