Soll Griechenland raus aus Euro...

Griechenland raus aus Eurozone?

  • Ja

    Stimmen: 72 66,1%
  • Nein

    Stimmen: 23 21,1%
  • Weiß nicht

    Stimmen: 14 12,8%

  • Umfrageteilnehmer
    109
Du sagst also einfach mal, dass nachweislich 12,5 Mrd. in die Wirtschaft investiert werden sollen aber weißt nicht wirklich woher das Geld kommen soll.

Da Du offenbar nicht wirklich weißt wovon Du sprichst, kläre ich Dich mal auf. Es ist das was ich sagte... Das Geld soll aus den Privatisierungen kommen:

Wie der Fernsehsender Mega TV berichtet, umfasst der Privatisierungsfonds ein Volumen von 50 Milliarden Euro. Davon wird ein Großteil, rund 25 Milliarden Euro, für die Sanierung der Banken verwendet. Weitere 12,5 Milliarden fließen in den Schuldenabbau, ebenfalls 12,5 Milliarden sollen für Investitionen verwendet werden.
http://www.focus.de/finanzen/news/s...-tsipras-nun-schnell-umsetzen_id_4812517.html


Wer das aber glaubt, glaubt auch an den Weihnachtsmann. Das wird nie passieren! Die letzten 5 Jahre sollten schon 50 Mrd privatisiert werden und es kamen 3 Mrd. zusammen. Erstens wüsste Griechenland doch gar nicht woher sie 50 Mrd Staatsbesitz nehmen sollen und dann nicht, wie sie das zu angemessenen Preisen verkaufen sollten. Und es wäre auch komplett irre... Denk Dir, Du hättest 10.000 Euro Schulden bei mir aber nen kleines Auto das eigentlich ca. 3000 Euro wert ist. Würdest Du es für 200 Euro verkaufen um dann nur noch 9.800 Euro Schulden zu haben?

DAS IST AUGENWISCHEREI!!!

Soweit ich das verstehe muss Griechenland Staatsvermögen als Sicherheit in diesen Fond einzahlen. Klar ist das so, als würde man einen Wertgegenstand ins Pfandleihhaus bringen. Dort wird es dann geparkt, bis es wieder auslösbar ist. Es kommt nun darauf an, von welcher Seite Du das begutachtest. Aus Sicht des Schuldners mag das fiese sein, aber aus Sicht des Gläubigers ist etwas Sicherheit vieleicht besser als gar keine Sicherheit.

Lippenbekenntnisse haben bisher jedenfalls nicht geholfen und auch die gefälschten Bilanzen nicht, die GR vorlegte.

Natürlich werden so die Konditionen immer schlechter, wenn man geliehenes Geld braucht. Und GR braucht das Geld, darf es aber zukünftig nicht einfach versenken.

Dennoch ist das Ziel diese Bonitäten via dann Krediten in die Wirtschaft einfließen zu lassen und 12,5 Mrd. wären da nicht wenig. Das geht natürlich nicht so, wie GR das z.B.2012 mit seinen Bauern gemacht hat: einfach hunderte Millionen von Euro an "Subventionen" reinkübeln und nicht überprüfen, was mit dem Geld wirklich gemacht wurde.

Wenn Du mich fragst, ist mein Eindruck, dass die griechische Regierung, um Unruhen bei ihren Bürgern zu vermeiden, seit langer Zeit Geld reinkübelt, um es zu beruhigen. Das Volk nimmt, gibt aber nicht gerne was davon zurück. Zu sehen an der Steuerhinterziehung, die dort als Sport betrachtet wurde seit sehr langer Zeit. Grundweg sehe ich GR nicht als ein Land an, das wirtschaftlich viel zu bieten hat und selbst die Öl- und Gasvorkommen würden nur zu dem enormen Preis von Umweltzerstörung anzuzapfen sein. Und was meinst Du, was los ist, gibt es da mal eine Umweltkatastrofe? Andere Länder und Konzerne wie BP sind leider schon dabei, dort Rohstoffe zu fördern. Dann kannst Du dem Tourismus und den Meeresbewohnern getrost Adieu sagen. Und den Einnahmen durch Tourismus.

Lg
Any
 
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Um die Rückzahlung der restlichen Schulden wird sich gedrückt wie ein Kleinkrämer... obwohl auch Griechenland zu den Ländern gehörte die sowohl Schuldenerlass als auch Streckung erlaubten.

ein kleines, aber nicht unwesentliches Detail am Rande: BRD zahlte an die überlebenden Konzentrationslagerhäftlinge in Polen eine pauschale Entschädigung. So bekam mein Onkel (erster Transport 1940 nach Auschwitz bis Befreiung in Ebensee 1945) 600 DM, irgendwann um 50/60 Jahre Wende. Eine stolze Summe.
 
Manchmal erweist sich ein vermeintlicher Rückschritt ein Fortschritt.

Was sich bei GR m.E. so beisst, ist einerseits der Stolz in der Mentalität (sie lassen sich nicht gern befehlen, stand neulich irgendwo in einer Zeitung) - andererseits aber der Wunsch, in der EU bzw. der Eurozone bleiben zu wollen. Entweder müssen sie Abstriche machen, oder Prioritäten setzen, mit allen Konsequenzen.

Das Volk ist kapitalistisch verblendet. Also, weisste, wenn mir praktisch die Oliven ins Maul wachsen, es genügend Wasser, Öl, Häuser, Ärzte... und gleichzeiti 26 Millionen, junge arbeitslose Menschen bei genügend Rohstoffen gibt, fiele mir aber was anderes ein, als mich von Finanzhaien verhökern und verspeisen lassen.

Wenn Tsipras hier Verstand und Herz genug hätte, könnte er das Volk gerade jetzt mobilisieren den Schreckensschritt in die Unabhängigkeit zu tun. DAS ist DIE Gelegenheit... mit dem Volk im Rücken.... ;)
 
Condemn schrieb:
Du hast ein echt schickes Bild von Deutschland. Es wird aber auch darauf aufmerksam gemacht, dass Deutschland nur deshalb dort steht wo es steht, weil trotz der grausamen Verbrechen im zweiten Weltkrieg, die anderen Länder halfen. Es gab den Marshall-Plan und es gab Schuldenerlässe. Um die Rückzahlung der restlichen Schulden wird sich gedrückt wie ein Kleinkrämer... obwohl auch Griechenland zu den Ländern gehörte die sowohl Schuldenerlass als auch Streckung erlaubten.

Ja,wir helfen ebenfalls. Und wie. Wir sind sogar – was die Beiträge an Spenden anbelangt –die „Spendenweltmeister“. Schau dir doch ganz einfach mal bei Google an, wie viel die Bürger bei Unglücken weltweit gespendet haben. Ob für Japan, Haiti oder sonst wo. Und dann schau z.B. was andere Länder spendeten. Die BRD jedenfalls spendet – pro Kopf der Einwohner - mehr als jedes andere Land. Die Deutschen haben nämlich durchaus Mitleid; was sie jedoch nicht verknusen, ist selbstverschuldete Misswirtschaft, Korruption und Bestechlichkeit und dann noch die Forderung, sie sollen dafür geradestehen.

http://www.faz.net/aktuell/wirtscha...tschland-ist-spendenweltmeister-12724488.html


Dazu kommt, dass Deutschland auch deshalb steht wo Deutschland steht, weil hier eine Billig-Lohn-Ideologie durchgesetzt wurde, die dazu führt das Steuerzahler die Gehälter subventionieren müssen. Unternehmen dürfen dicke Gewinne machen, Menschen für sich arbeiten lassen, brauchen aber nicht angemessen bezahlen. Das ist natürlich total super um sich hinterher wegen der Wettbewerbsfähigkeit auf die Schulter zu klopfen, aber es schadet sowohl Deutschen Arbeitern als auch anderen Staaten.

Wie ich dir gestern bereits geschrieben hatte, bin ich durchaus nicht stolz, was in der Wirtschaft zum Teil abgeht. Denn das ist vielfach nicht fair. Aber was haben unsere internen wirtschaftlichen Zustände damit zu tun, dass andere veranlasst, auf D draufzuhauen? Ist das die Wut, weil es im eigenen Land - im Vergleich zu D – dort viel saumäßiger aussieht? Ist es leichter, die dortige Korruption einfach zu negieren und sich ein Land zu suchen, an dem man seine Wut auslässt, weil das ja so viel leichter ist, als die eigene Sch…….aufzuarbeiten?


Ich könnte Dir ne ganze Menge zu Deinem Stolz auf Deutschland schreiben und wie oberflächlich das ist... Aber bisher kam das ja nicht an, also erspare ich mir den Rest.

Was du immer mit Stolz hast. Ich kann Ungerechtigkeiten und ja, ich kann Dummheit nicht ab! Das solltest du bereits bemerkt haben. Viele Menschen scheitern bereits an einer einfachen IST-Bestandsaufnahme: Warum geht es uns schlecht im Gegensatz zu dem oder dem?…..Warum suchen wir stets Entschuldigungen? Warum suchen wir einen Sündenbock für unsere hauseigenen Zustände stets bei Ländern, denen es besser geht?




Lg
U.
 
Zuletzt bearbeitet:
Fiory schrieb:
Das wäre beispielsweise eine zentrale Lösungsmöglichkeit. Ist klar, dass das zunächst wirtschaftlich DritteWelt-Niveau bedeuten würde, nur, wen juckt das noch, wenn der Rubel einmal rollt. Zwei Staatsbanken einführen, zwei Währungen, zeitlich limititierte interne Kommunisten-Insel .... über den Tourismus liesse sich einiges wieder aufbauen. Desweiteren mag Griechenland sich vielleicht ja mal lieber nach Solidarität mit/von den Schwächsten dieser Welt umschauen...

Der grösste Fortschritt ist der, sich von der EU zu emanzipieren. Das meine ich nicht nur auf GR bezogen.

Varoufakis beschwert sich über die Einigung
Griechenland wird zum „Vasallen“ der anderen Euro-Staaten: So sieht es der ehemalige Finanzminister Giannis Varoufakis. Er greift die Einigung mit harten Worten an.

Griechenlands ehemaliger Finanzminister Giannis Varoufakis hat die Einigung der Eurogruppe mit Griechenland harsch kritisiert. In einem Blogbeitrag vergleicht Varoufakis das neue Dokument mit dem Vertrag von Versailles, dem Friedensvertrag nach dem ersten Weltkrieg, der von manchen Historikern als eine Ursache für den Aufstieg des Nationalsozialismus gesehen wird.

Varoufakis kritisiert seinen Nachfolger Euklid Tsakalotos und Ministerpräsident Alexis Tsipras nicht offen. Mit einer Beurteilung warte er, bis er die Einigung von beiden erklärt bekomme. Doch seine Worte sind hart.

"Nie zuvor hat die Europäische Union eine Entscheidung getroffen, die die europäische Integration so fundamental untergräbt“, schreibt er in dem Beitrag. Die Einigung lese sich wie ein Dokument, das Griechenlands Kapitulation zu Papier bringt. Griechenland werde zum "Vasallen" der Eurogruppe.

Mit dieser Kritik entwickelt sich Varoufakis immer weiter zum Gegner von Ministerpräsident Alexis Tsipras. Am Montag sagte er in einem Interview, dass er die Option eines Euro-Ausstiegs als Plan B auf dem Tisch hatte. Tsipras hatte das während der Verhandlungen vermieden.

Varoufakis richtet auch eine Warnung an die übrigen Europäer: Das Dokument zeige eine komplette Auslöschung der nationalen Souveränität, ohne dass gleichzeitig eine übernationale souveräne politische Einheit geschaffen werde.

Der ehemalige Finanzminister bezieht sich auf Warnungen von Ökonomen aus der Zeit vor der Euro-Einführungen, die sagten, dass eine Währungsunion ohne politische Union Europa trennen statt vereinen werde. „Die Mächte in Brüssel, Berlin und Frankfurt haben sich verschworen, um zu beweisen, dass sie Recht hatten.“

http://www.faz.net/aktuell/wirtscha...schwert-sich-ueber-die-einigung-13702320.html
 
Das Volk ist kapitalistisch verblendet. Also, weisste, wenn mir praktisch die Oliven ins Maul wachsen, es genügend Wasser, Öl, Häuser, Ärzte... und gleichzeiti 26 Millionen, junge arbeitslose Menschen bei genügend Rohstoffen gibt, fiele mir aber was anderes ein, als mich von Finanzhaien verhökern und verspeisen lassen.

Wenn Tsipras hier Verstand und Herz genug hätte, könnte er das Volk gerade jetzt mobilisieren den Schreckensschritt in die Unabhängigkeit zu führen. DAS ist DIE Gelegenheit... mit dem Volk im Rücken.... ;)

Ich wäre sehr gespannt auf das Syriza-Experiment. Schlechter als die Sippen-, Cliquenwirtschaft mit der Korruptionswelle würde es nicht werden. Schade.
 
Fiory schrieb:
Das Volk ist kapitalistisch verblendet. Also, weisste, wenn mir praktisch die Oliven ins Maul wachsen, es genügend Wasser, Öl, Häuser, Ärzte... und gleichzeiti 26 Millionen, junge arbeitslose Menschen bei genügend Rohstoffen gibt, fiele mir aber was anderes ein, als mich von Finanzhaien verhökern und verspeisen lassen.

Wenn Tsipras hier Verstand und Herz genug hätte, könnte er das Volk gerade jetzt mobilisieren den Schreckensschritt in die Unabhängigkeit zu führen. DAS ist DIE Gelegenheit... mit dem Volk im Rücken.... ;)

Sehe ich genauso, irgendwie sind sie schon recht bequem. Sie leben nicht, so wie die Deutschen, um zu arbeiten, sondern sie arbeiten, um zu leben. Und jetzt rennen ihnen die Euros UND die jungen Menschen davon.

Ehrlich gesagt, ich bin nicht sicher, ob Tsipras das durchstehen würde. Eine Vision zu haben ist das eine, aber sie auch umzusetzen mit all den Schwierigkeiten, die sich jetzt ergeben, und ohne jegliche Polit-Erfahrung, was ganz anderes.
 
Ja,wir helfen. Und wie. Wir sind sogar – was die Beiträge an Spenden anbelangt –die „Spendenweltmeister“. Schau dir doch ganz einfach mal bei Google an, wie viel die Bürger bei Unglücken weltweit gespendet haben. Ob für Japan, Haiti oder sonst wo. Und dann schau z.B. was andere Länder spendeten. Die BRD jedenfalls spendet – pro Kopf der Einwohner - mehr als jedes andere Land. Die Deutschen haben nämlich durchaus Mitleid; was sie jedoch nicht verknusen, ist selbstverschuldete Misswirtschaft, Korruption und Bestechlichkeit und dann noch die Forderung, sie sollen dafür geradestehen.




Wie ich dir gestern bereits geschrieben hatte, bin ich durchaus nicht stolz, was in der Wirtschaft zum Teil abgeht. Denn das ist vielfach nicht fair. Aber was haben unsere internen wirtschaftlichen Zustände damit zu tun, dass andere veranlasst, auf D draufzuhauen? Ist das die Wut, weil es im eigenen Land - im Vergleich zu D – dort viel saumäßiger aussieht? Ist es leichter, die dortige Korruption einfach zu negieren und sich ein Land zu suchen, an dem man seine Wut auslässt, weil das ja so viel leichter ist, als die eigene Sch…….aufzuarbeiten?




Was du immer mit Stolz hast. Ich kann Ungerechtigkeiten und ja, ich kann Dummheit nicht ab! Das solltest du bereits bemerkt haben. Viele Menschen scheitern bereits an einer einfachen IST-Bestandsaufnahme: Warum geht es uns schlecht im Gegensatz zu dem oder dem?…..Warum suchen wir stets Entschuldigungen? Warum suchen wir einen Sündenbock für unsere hauseigenen Zustände stets bei Ländern, denen es besser geht?

Lg
U.

Natürlich helfen Deutsche, Österreicher gern - uneigennützig helfen ja Einzelpersonen aus eigenem Geldbörsel, die aufs Elend, Leid schlicht emotionell berührt solidarisch reagieren. Die Spenden der offiziellen Stellen kommen genauso vom Bürger, also heben sich die Spender im Grunde auf unsere Kosten aufs Podestl.
 
GrauerWolf schrieb:
Hallo? Wieso sollte man mit einem fremden Staat solidarisch sein (was immer bedeutet, jede Menge Geld rauszurücken)?
Merke: Wer von Solidarität redet hat nur eines im Sinn: Seinem Gegenüber tief in die Tasche zu greifen und ihn auszunehmen.
Alternativ: Wenn Sozialisten von Solidarität reden, haben sie nur im Sinn, arbeitende Menschen auszunehmen und das abgepreßte Geld großzügig an ihre Klientel zu verteilen.
Wenn Kommunisten von Solidarität anfangen, wollen sie einen möglichst enteignen...
Bleib mir bloß mit "Solidarität" vom Leib, da habe ich meine Erfahrungen hinter mir...

Tja, dein Pech. Vielleicht liegt's einfach auch an deiner Einstellung. Man zieht immer das an, was man aussendet. :D

Ich kenne Solidarität als respektvolles und wenn nötig hilfreiches Miteinander. Und nein, da muss es nicht um Geld gehen.
 
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