Bisher wurden von ihm aber noch keinerlei Reformvorschläge unterbreitet - sind wohl auch nicht vorgesehen - also, keine "Suppe" da, in die man ihm hätte spucken können.....Von daher?...........
Lg
Das ist einfach falsch! Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, wie es immer wieder zu solchen Aussagen kommen kann. Die Griechen haben zig Reformlisten vorgelegt. Hier kannst Du eine der frühesten nachlesen:
http://im.ft-static.com/content/images/55b27a7e-d87c-11e4-ba53-00144feab7de.pdf
Und noch was: Das, woran am allermeisten von der Troika herumgemosert wurde, ist gleichzeitig das, wo Griechenland von eigentlich allen (IWF, USA, Frankreich usw.) Recht gegeben wird: Das es eine tragfähige Lösung der Schuldenlast braucht! Und die sind u.a. deshalb so hoch weil die ganze Rettungspolitik, die maßgeblich aus Deutschlands "Strategie-"Abteilungen kommt, absoluter Bullshit war.
Die griechische Regierung hat sicherlich einige Fehler gemacht, aber ökonomisch stehen deren Vorschläge auf weit festerem Boden als Merkel und Co. Ist es z.B. ökonomisch sinnvoll, eine Wirtschaft dadurch ankurbeln zu wollen indem die MWST erhöht wird? Ist es ökonomisch wohl sinnvoll in einem Land, das gerade im Tourismus stark ist, Steuern auf Hotellerie und Gastronomie zu erhöhen? Eigentlich würde man denken: Nein! Das schadet der Wirtschaft. Und so ist es auch. Das wird aber trotzdem gefordert und die neueste Meldung dazu ist:
"Aus den neuen Sparplänen der griechischen Regierung sind erste Details durchgesickert. Nach Informationen der Athener Finanzpresse sieht das Paket erhebliche Mehrbelastungen für die Tourismusbranche vor. So soll die Mehrwertsteuer im Bereich Hotellerie auf 13 Prozent verdoppelt werden und im Gastronomiebereich von 13 auf 23 Prozent steigen."
http://www.stern.de/panorama/medien...besteuern-und-fruehrenten-kippen-6338996.html
Das machen die nicht weil es vernünftig ist und auch nicht weil sie das so wollen. Das machen sie, weil das gefordert wird.
So sah es mal zwischendurch aus:
Griechische Unternehmer sehen schwarz
(...)
Seit Montagnacht liegen nun die neuen Reformvorschläge der griechischen Regierung vor - sie bestehen vor allem aus Kürzungen, zum Beispiel bei Renten und bei Rüstungsgütern sowie aus Steuererhöhungen. Die griechische Wirtschaft empfindet sich als Leidtragende des Reformpaketes. Die Steuer für Unternehmensgewinne soll von 26 Prozent auf 29 Prozent erhöht werden. Auf Jahresgewinne von über 500 Millionen Euro will die Regierung in Athen eine Sondersteuer von 12 Prozent erheben. Und auch der Mehrwertsteuersatz für Cafés, Restaurants und Hotels soll steigen: angeblich auf 23 Prozent.
Sosehr man sich als Wirtschaft eine Vereinbarung mit den Kreditgebern gewünscht habe, "diese Steuererhöhungen werden die Konjunktur stark hemmen" ist sich Kostas Michalos sicher. Der Präsident des Dachverbands der griechischen Industrie- und Handelskammern (ESEE) sieht als Opfer der Maßnahmen vor allem die kleineren Betriebe. Sie hätten nicht nur höhere Steuern zu erwarten, sie müssten auch die Steuervorauszahlungen zu hundert Prozent leisten. Wie er der Deutschen Welle sagte, werde das zu mehr Unternehmenspleiten führen. Schon jetzt gehen einer Studie zufolge täglich 600 Betriebe in die Insolvenz. Statt der angedachten Maßnahmen solle die griechische Regierung die Kreditgeber davon überzeugen, dass die Bekämpfung der Schattenwirtschaft und ein besser funktionierendes Steuereinnahmesystem mehr Geld in die Kassen spülen würde.
http://www.dw.com/de/griechische-unternehmer-sehen-schwarz/a-18536451
So kriegt man eine Wirtschaft total kaputt.... also im Grunde genau das was die letzten 5 Jahre schon mit Griechenland gemacht wurde, und weshalb sie mittlerweile höhere Schulden gemessen am BIP haben als vor 5 Jahren, obwohl hunderte Milliarden reingeflossen sind. Aber Merkel und Schäuble sollen richtig liegen und Tsipras falsch... Das ist der größte Propaganda-Müll den unsere Politiker und Medien in die Köpfe gerammt haben.