Soll Griechenland raus aus Euro...

Griechenland raus aus Eurozone?

  • Ja

    Stimmen: 72 66,1%
  • Nein

    Stimmen: 23 21,1%
  • Weiß nicht

    Stimmen: 14 12,8%

  • Umfrageteilnehmer
    109
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Von den Analysen her sind einige in der AfD gut... die haben ja auch relativ exakt vorhergesagt was zu was führen wird. Aber ihre Antworten wären totaler Neoliberalismus. Löhne runter um Wettbewerbsfähigkeit stärken, soziale Kosten senken bis wir bei griechischen Verhältnissen sind usw. Das sind die totalen Zahlenfetischisten.

Und der Rest ist zu deutschnational...
Das Grundprogramm der AFD lese ich gerne, was momentan abgeht, weniger.
Wahlprogramm 2013

Bis morgen.
 
also ich bin da eher Optimist, liegt wohl auch an meiner funktionalistischen Sichtweise. ich denke es gibt eine Art logischen Handlungszwang, dem man sich fügen muss, wenn man nicht extrem riskante Politik betreiben will. Die EU ist in vielen Bereichen schon sher stark integriert, dennoch mcht ie rede vom Austritt irgendwo noch Sinn, wenn auch eher bei den Populisten und auch nur in der Krise.

Die Krise wird ja nicht enden. Das ist die ökonomische Dynamik die dann auch logischen Handlungszwang bringen wird. Aber genau das zerreisst ja die EU.

Nimm etwa das Verhalten der EZB in der letzten Zeit. Es gibt im Grunde nur zwei Deutungen:

1. Pro: Die EZB bügelt das aus was die Politik nicht hinbekommt. In der Griechenland-Frage hat alleine die EZB überhaupt das Geld bereit gestellt um die Zeit bis jetzt zu überbrücken. Dabei übertritt sie spätestens jetzt definitiv ihr Mandat, m.A.n. tut sie das sowieso. Aber man kann sagen: Würde sie anders agieren wäre es schon vorbei gewesen...

2. Contra: Die EZB enteignet die Sparer, betreibt Insolvenzverschleppung, rettet Banken durch die Hintertür indem sie verdeckt Staatsfinanzierung betreibt, denn sie kauft ja Schrottpapiere. Sollten die Staaten dann Richtung Insolvenz schlittern, ergibt sich schon wieder ein Rettungszwang alleine deshalb, damit die EZB nicht auf dem Müll sitzen bleibt.

Das Problem dabei ist: Wie auch immer man das deutet, das führt vor die Wand. Es gibt dann nur noch eine Lösung... und das ist ein Ultra-weicher-Euro... Inflation. Aber dann reden wir nicht mehr von 2% pro Jahr, sondern von Entschuldung über Inflation. Und meine Generation, also jene die jetzt zwische 30 und 40 ist... wie sorgt man denn noch fürs Alter vor? Und woher sollen in 30 Jahren noch Renten kommen? Das wird wirklich übel. Bzw. hoffe ich ja, das es bis dahin nen Crash und danach nen "Neuanfang" gegeben hat weil das Siechtum ist schlimmer wie ich finde.


P.S.: Und die EZB ist nur ein Teil der Gesamtdynamik... sehr bedeutend natürlich, trotzdem gibts viel krassere Bruchstellen.
 
Mit dem Geld, was der ganze Beamten- und Mitarbeiterapparat der EU kostet, könnten wir vermutlich viele Griechenländer retten.
Das ist aber ziemlich klein-klein gedacht.
Ich denke zwar auch, dass die EU zuviele Kompetenzen hat und sich viel zu oft in innerländische Angelegenheit mischt aber man sollte nicht vergessen, dass so ein starker europäischer Verbund mit einer Währung viele Vorteile für die Staaten hat.
Eine EU ist nun mal ein ganz anderer Verhandlungspartner z.b. für Amerika oder China als ein einzelnes kleines Land.
 
Gabi0405 schrieb:
Das ist aber ziemlich klein-klein gedacht.
Ich denke zwar auch, dass die EU zuviele Kompetenzen hat und sich viel zu oft in innerländische Angelegenheit mischt aber man sollte nicht vergessen, dass so ein starker europäischer Verbund mit einer Währung viele Vorteile für die Staaten hat.

Aber auch viele Nachteile, wie man eben sehen kann.

Gabi0405 schrieb:
Eine EU ist nun mal ein ganz anderer Verhandlungspartner z.b. für Amerika oder China als ein einzelnes kleines Land.

Man könnte das anders organisieren. Ich habe ja nicht gesagt, dass man die EU wieder in ihre Einzelbestandteile zerlegen soll. Aber weniger Zwang, mehr Freiwilligkeit, mehr Hilfe untereinander ohne dem anderen vorzuschreiben, was er zu tun und zu lassen hat etc.pp.
 
Habs schon im NSA-Thread verlinkt, dass Wikileaks Dokumente über Abhöraktionen der gesamten Bundesregierung rausgebracht hat, aber für diesen Thread ist das hier interessant:

Abhörprotokoll der Kanzlerin über Griechenland in 2011:

Darin heißt es: „Angela Merkel räumte ein, ratlos zu sein in der Frage, welche Optionen – ein weiterer Schuldenschnitt oder eine Transferunion – am besten geeignet wäre, um mit der Situation umzugehen.“ Merkels Befürchtung gehe dahin, „dass Griechenland selbst bei einem weiteren Schuldenschnitt nicht in der Lage wäre, seine Probleme zu überwinden, weil es die übrigbleibenden Schulden nicht bewältigen könne.“

Vertraulichste Informationen, politische Erwägungen der Kanzlerin, die die USA so abfingen.

Weiter heißt es in dem veröffentlichten Gesprächsprotokoll: „Mehr noch bezweifelte sie auch, dass die Entsendung von Finanzexperten nach Griechenland besonders hilfreich wäre, um das Finanzsystem dort unter Kontrolle zu bringen. Innerhalb des deutschen Kabinetts unterstützt allein Finanzminister Schäuble weiter stark einen Schuldenschnitt, trotz Merkels Bemühen, ihn einzuhegen.“

Die Enthüllungen sind brisant, auch weil Kanzlerin Merkel bisher nie öffentlich geäußert hat, dass sie Zweifel an der Entsendung von Aufsehern nach Athen habe.

In den Unterlagen von „Wikileaks“ befinden sich offenbar auch Protokolle und Berichte über ein weiteres Telefonat Merkels aus dem Jahr 2011 – mit ihrem europapolitischen Berater Nikolaus Meyer-Landrut.

In dem Bericht über das Gespräch heißt es: „Meyer-Landrut glaubt, dass die Privatwirtschaft mehr dazu beitragen muss, die Griechenlandkrise zu lösen.“ Anders als die Kanzlerin war Meyer-Landrut offenkundig der Meinung, dass „ein Team nach Athen geschickt werden sollte, um die Situation zu überwachen.“

http://www.bild.de/politik/ausland/...zu-griechenland-gesagt-hat-41600958.bild.html




Wikileaks beweist Timing! :D
 
Simpsons Breaking News :D

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.....stört der natürliche Umverteilungsmechanismus. Den wirst du aber mit einerm anderen politischen System nicht unterwandern können.

Dieser natürliche Umverteilungsmechanismus ist das was man heute gerne als "Kapitalismus" von Linker Seite aus bezeichnet.
Das sozialistische Gedankengut will sich mit dieser "natürlichen Umverteilung" nicht abfinden weil es in ihren Augen und vielleicht auch real unmoralisch ist.
Die Natur an sich kennt allerdings keine absolute Moral.Denn die menschliche Moral ist nicht das nonplus Ultra im universelllem Sinne.
Sozialistisches Gedankengut bedient sich bei der Natur nur dann wenn die Natur dem sozialistschem Gedankengut entspricht.
Hier müssen wir aber unterscheiden zwischen (linken) internationalem Sozialismus und (rechtem) Nationalsozialismus.Denn wärend der linke Sozialismus die Natur nur dann bemüht wenn die Natur in das Konzept des linken Sozialismus passt ist der rechte Nationalsozialismus letztlich nur auf Sozialdarwinismus aufgebaut,auch nur ideologisch ist weil der auf Sozialdarwinismus aufgebaute Nationalsozialismus die Natur und somit das Potenzial der Natur in seiner Gänze nicht berücksichtig,sondern letztlich auch nur ideologisch ist wie der linke internationale Sozialismus.
Beide Ideologien wollen eine natürliche Umverteilung in ihre ideologische Vorstellung pressen,ob in Form von scheinbarer menschlichen Moral,wie bei Links,oder in Form von Sozialdarwinismus in Form von Rechts.

Politik ist dazu da die Gesellschaft in eine bestimmte Richtung zu lenken und vorallem unter gegenwärtigen und somit temporären menschlich-moralischen Aspekten.
Doch sollte man niemals vergessen dass die moralischen Aspekte des Menschen niemals eine absolute und letztliche Gültigkeit haben!!!
Das Problem im Sozialismus ist,egal ob rechter oder linker Seite,der Anspruch auf eine absolute und somit letztendliche Gültigkeit.Die es aber niemals gibt.

Dieser "natürliche Umverteilungsmechanismus" basiert auf das natürliche Bedürfnis des Menschen nach Individualität und somit nach Egoismus.
Dieses Bedürfnis im Menschen ist selbst wieder natürlich und kein politisches System kann dem Menschen dieses Bedürfnis wirklich aberziehen.

Im bereits gescheiterten "real existierendem Sozialismus" linker Prägung gab es neben der wirtschaftlich-offiziellen Version eben eine Schattenwirtschaft welche dem natürlichem Umverteilungsmechanismus entsprach in Form von natürlichem Angebot und Nachfrage.
Ironischer Weise kann man tatsächlich sagen dass im sogenannten "real exisierendem Sozialismus" der natürliche Umverteilungsmechanismus in Form von Angebot und Nachfrage perfekter klappte,damals,in der Schattenwirtschaft, als im sogenannten "Westen" der von sich behauptete rein marktwirtschaftlich zu sein.

Wirtschaft kann nur dann seiner wirklichen Natur entspechen wenn Politik sich herraus hält.
Die Menschheit unterliegt aber einer durch eine seid Jahrtausende prägenden religiösen Moravorstellung,welche sich auch politisch und vorallem auch machtpolitisch immer wieder zeigt.Politik und Religion war niemals trennbar.
Die Esoterik,nach meinem Verständnis,fordert allerdings auf in diesem Bezug eine Trennung zu vollziehen um Politik,Religion und Wirtschaft getrennt zu betrachten.
 
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