Schön langsam wird es eng um die Heilmittelchen...

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Ich würde Leute nicht als Ärzte bezeichnen, die einen 4-wöchigen Kurs besucht haben. Ausserdem geht es in der Prüfung im wesentlichen darum, ernste von weniger ernsten Erkrankungen zu unterscheiden, damit gefährdete Personen zu einem richtigen Arzt geschickt werden können.

habe nicht alles bis zum ende gelesen aber zu diesen scheiß, möchte ich doch was schreiben.
4 wochen und dann los, frage mich woher du dein wissen hast, sicher aus ner statistik oder studie.
kennst du den witz, was ist schlimmer als ne lüge, ne statistik und.... nun mal ernst, ich war von beruf op-schwester und bin 3 jahre zur schule gegangen, um die amtsarztprüfung, denn die meintest du ja sicher, zu bestehen.
ist schon sehr lange her, aber bei uns wurde die prüfung vom amtsarzt , chirurgen, internisten und von heilpraktikern abgenommen.
diese zu bestehen erforderte viel arbeit, deshalb solltest du dir überlegen, was du da fürn scheiß von dir gibst.
gruß heike
 
stimme deinem beitrag voll zu.

Eine meinung bilden - entweder man hat erfahrung mit homöopathie, dann weiß man. Oder man hat keine und sollte sich dementsprechend auch neutral verhalten.

Wie würdet ihr reagieren, wenn euch ein blinder allen ernstes erklären würde, dass die farbe, die ihr heute anhabt, scheußlich ist? Würdet ihr mit ihm diskutieren und eine meinung suchen oder einfach eure kleidung ansehen?

Genau so kommt mir diese diskussion um die wirksamkeit von homöopathika vor.

Mir wäre es einfach zu peinlich, dinge abzuurteilen, von denen ich keinen blassen schimmer habe, sondern immer nur auf "studien" von anderen angewiesen bin, obwohl ich zugang zu einer eigenen erfahrung und eigenem wissen hätte.
Mir bleibt da jedesmal bei solchen diskussionen ein müdes kopfschütteln.
deiner meinung kann ich da nur voll und ganz zustimmen!!!
Heike
 
ich schrieb doch "keineswegs". Soweit ich informiert bin, gibt es allerdings einige d4-potenzen, die verschreibungspflichtig sind, weil sie nicht genug verdünnt sind.
http://de.wikipedia.org/wiki/hom%c3%b6opathisches_arzneimittel#verschreibungspflicht




warum das? Die hochpotenzen sind nachweislich unwirksam und sind völlig ungefährlich.
http://www.1023.org.uk/



wie kommst du auf so etwas?



Warum sollte das jemanden beeindrucken. Die bibel ist noch viel älter und enthält ebenfalls haarsträubenden unfug.



Würdest du auch schwere erkrankungen wie z.b. Krebs oder aids mit homöopathika behandeln lassen?

Gruß, schlucke.

zu deiner letzten frage antworte ich mal, ich mache den ganzen tag nichts ANDERES
Heike
 
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,371586,00.html

Was halten unsere Aushilfs-heiler hier, die Globuli etc. verherrlichen...:banane:

Was ich wirklich interessant finde ist, dass es ja hoch im Kurs steht "aufgeklärt" und "skeptisch" zu sein. Es wirkt rational und definitiv nicht naiv, wenn man z.B. die Wirkung von homöopathischen Mitteln anzweifelt. Der Witz ist aber, das der Glaube in die Schulmedizin meistens unerschütterlich bleibt, und das eine Medizin als seriös gilt, deren Versagen man überall vor Auge haben kann, das der Glaube an """wissenschaftlich-nachgewiesen""" und Statistiken (sehr interessantes Thema, wie man Statistiken von Anfang an in die gewünschte Richtung bringen kann) ebenfalls selten hinterfragt wird. Hinzu kommt dann der Glaube an unsere ach so sachlich, objektive, journalistisch saubere Presse. Wenn man das was ich hier andeute dann wirklich ausführlich beschreibt, heißt es z.B. schnell: Verschwörungstheorie. Auch das, also in etwas eine VT zu sehen, gilt wieder als rational, sachlich, aufgeklärt usw. Denn die Verschwörungstheoretiker sind ja "die Gläubigen". Aber es wird vollkommen vergessen was nun mal absolut wesentlich ist: Die Frage wie die Wahrheit denn nun aussieht. Und beim Thema Medizin, alternative Medizin, Pharmaindustrie, Medien, Wissenschaft... muss man die Augen wirklich nur einen Spalt aufmachen, damit man schon mal einen kleinen Eindruck davon bekommt, dass nicht die "Verschwörungstheoretiker" die Naiven sind.

In dem Zusammenhang wäre auch http://www.spiegelblog.net/ zu empfehlen. Wenn man das ein bisschen verfolgt wird klar, von welchen Lobbys der SPIEGEL geschmiert wird.

Und wie gesagt, ich bin selbst nicht von Homöopathie überzeugt, wobei ich allerdings gleichzeitig annehme dass da vieles wahrscheinlich noch nicht verstanden worden ist und mehr dahinterstecken könnte, da ich das von anderen alternativen Methoden sicherer weiß, was die "Wissenschaft" und die Schulmedizin ebenfalls nicht wahrhaben möchten. Die Bevölkerung würde nicht glauben was es schon alles gibt, aber ganz bewusst kleingehalten wird, gerade im Bereich der Medizin und alternativen Heilung. Es gibt sogar wissenschaftlich belegte Methoden, die in kleinem Rahmen ihre Effektivität unter Beweis stellen, deren Verfechter von der Presse aber in die Ecke der Scharlatanerie gestellt werden und auf vielerlei Arten versucht wird sie fertig zu machen.

Ich würde nie Skepsis kritisieren, aber wundere mich oft, warum viele Menschen nicht wirklich skeptisch sind und sorgfältig hinterfragen, anstatt immer nur das bestätigen zu wollen was sie unhinterfragt glauben.

VG,
C.
 
Ich würde Leute nicht als Ärzte bezeichnen, die einen 4-wöchigen Kurs besucht haben. Ausserdem geht es in der Prüfung im wesentlichen darum, ernste von weniger ernsten Erkrankungen zu unterscheiden, damit gefährdete Personen zu einem richtigen Arzt geschickt werden können.

Das z.B. ist auch Quatsch. Eine Freundin von mir macht gerade eine Ausbildung an deren Ende die HP-Prüfung steht. Und nicht nur durch sie, sondern noch von 2 anderen Bekannten weiß ich, dass das vom Umfang mit einem Studium vergleichbar ist.
 
Das z.B. ist auch Quatsch.

Du kennst Dieter Nuhr? Der sagte mal: "Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten!"
Ich habe bei einer kurzen Recherche vor einigen Jahren alles von 4 Wochen bis 2 Jahren gefunden, aber definitiv nichts, was auch nur ansatzweise mit einem Medizinstudium vergleichbar wäre.
Beispiel:
http://www.heilpraktikerschule-intensivkurs.de/heilpraktiker-intensivschule/orteUndZeiten.htm

Eine Freundin von mir macht gerade eine Ausbildung an deren Ende die HP-Prüfung steht.

Sollte sie einen von den 2-Jahres-(Abzocker)-Kursen erwischt haben? Ist klar, dass die Schulen das gern in die Länge ziehen. Das wirkt seriöser und bringt mehr ein.

Gruß, Schlucke.
 
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Du kennst Dieter Nuhr? Der sagte mal: "Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten!"
Ich habe bei einer kurzen Recherche vor einigen Jahren alles von 4 Wochen bis 2 Jahren gefunden, aber definitiv nichts, was auch nur ansatzweise mit einem Medizinstudium vergleichbar wäre.
Beispiel:
http://www.heilpraktikerschule-intensivkurs.de/heilpraktiker-intensivschule/orteUndZeiten.htm
Ich spreche nicht von der Dauer der Ausbildung, sondern dem Umfang dessen was da gelernt werden muss und der Tatsache das es unglaublich schwer ist. Die Durchfallquote ist ja nicht deshalb so hoch weil man den Schein mal eben machen kann, wenn man 4 Wochen lang jeden Tag mal ein bisschen lernt.

Abgesehen davon, aus Deinem Link: "Wir bieten einen 4-wöchigen Crash-Kurs an. Diese Ausbildung ist geeignet für HP-Anwärter, die bereits fundierte medizinische Kenntnisse oder Berufserfahrung haben wie z.B. Krankenschwestern, Physiotherapeuten und Sanitäter."


Sollte sie einen von den 2-Jahres-(Abzocker)-Kursen erwischt haben? Ist klar, dass die Schulen das gern in die Länge ziehen. Das wirkt seriöser und bringt mehr ein.
Du kritisierst also beides? Kurze Kurse zeigen Dir, dass der HP-Schein letztlich nichts Wert ist weil ihn jeder mal eben aus dem Ärmel schütteln kann, lange Kurse sind Abzockerei, weil es ja in kurzer Zeit auch funktioniert... So in etwa die Logik Deiner Argumentation?

Der wesentliche Punkt ist das, was ein HP-Schein-Anwärter alles lernen muss um die Prüfung bestehen zu können. Ich habe zwar weder Medizin studiert noch die HP-Ausbildung gemacht, aber ich kenne eben beide Berufsfelder schon aus der Nähe und den HP-Stoff kenne ich sogar wirklich recht gut, weil ich besagter Freundin von mir beim Lernen half, abfragte.

Wo ich Dir zustimmen würde ist: Der HP-Schein alleine macht wohl noch keinen guten alternativen Heiler aus jemandem. Aber in aller Regel ist es ja so, dass die HP-Anwärter z.B. eine Ausbildung in TCM (Akupunktur etwa) haben und den HP-Schein brauchen um eine Praxis eröffnen zu können.

Und bitte... komm mir nicht mit: Auch für TCM gibt es 4 Wochen Kurse. Die einzig relevante Frage ist doch: Funktioniert es? Ist der individuelle Heiler fähig, jemandem der krank ist auch zu helfen. Und das "individuell" sollte man dabei groß schreiben.

Ich kenne einen Heilpraktiker, der sich auf das Immunsystem spezialisiert hat, er ist ein absolut seriöser Wissenschaftler der international zu Kongressen eingeladen wird, in Russland Forschungen betrieben hat, erstaunliche Heilungen bewirkt hat bei Krebspatienten die aufgegeben worden waren. Und er heilt nach einer für deutsche Verhältnisse revolutionären Methode die das Immunsystem betrifft... und hier vollkommen ignoriert wird. Ich kann das hier nicht erklären, dazu fehlt mir das Wissen. Was ich aber damit sagen will: Unter denen die diesen Schein haben gibt es Leute, die der Wissenschaft näher stehen als mancher Schulmediziner, die so aufrichtig nach Effektivität streben, dass sie sie auch finden. Gleichzeitig ist es eben tatsächlich so, dass es Interessengruppen gibt, die solche Personen in den Dreck zu ziehen versuchen. Besagter Arzt verlor sogar seine Zulassung, die ihm aber nach einer Gerichtsverhandlung zusammen mit einer Entschuldigung und Schadenersatz wieder zurückgegeben wurde. Das ist nur eines von mehreren Beispielen, wo zum Teil sehr kontrolliert und teilweise leider auch mit Erfolg, versucht wurde sein Ansehen zu beschädigen.

Und wenn man sich einfach nur die eine wesentliche Frage anschaut: Wird Heilung erzielt? Ist effektiv was ein individueller Heiler tut? Hilft er Kranken? Oder ist das alles nicht der Fall? .... dann sollte man von oberflächlichem Geschwätz wegkommen. Nichts anderes zählt meiner Ansicht nach. Und daher denke ich, das die Tatsache, dass es unheimlich viele Menschen gibt, denen durch alternative Methoden geholfen wurde, zeigt, dass sowohl alternative Medizin wie auch dieser HP-Schein absolut berechtigt sind. Ich würde sogar sagen: Absolut notwendig, da aus dieser Richtung wichtige Fortschritte kommen. Das es unter all denen die eine Praxis haben schwarze Schafe gibt ist klar. Aber ich kann aus dem Stehgreif und aus eigener Erfahrung auch einige absolut unfähige Schulmediziner nennen die sich krasse Irrtümer geleistet haben. Daher ist meiner Ansicht nach eine offene Skepsis immer angebracht. Dieses Klischee-Denken über die ach so wissenschaftliche Schulmedizin und die unseriösen Heilpraktiker, die in einem Crashkurs den Schein machten und eine Praxis eröffnen, greifen da dann vielleicht etwas kurz.

Das kann Dich dann auch wieder zu Deinem Spruch von Dieter Nuhr bringen.
Der klingt ja wirklich cool, aber auch das ist etwas das man weniger oberflächlich behandeln könnte. Man könnte mit der Frage beginnen, ab wann man denn wirklich sicher sein kann Ahnung zu haben oder die Fresse halten zu müssen... Sollte man vielleicht für sich selbst klären, da man schnell ziemlich miese Karten haben kann, wenn man von der Ahnungslosigkeit anderer ausgeht, während man sich selbst als Experten wähnt.

VG,
C.
 
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