Das hat wenig mit "Glaube" zu tun und ich denke Du weißt das. Bisher konnte keine einzige dieser Hochpotenzen einen Wirkungsnachweis erbringen. Die logische Folge: Es gibt keine.
Ich weiß allerdings, dass Logik nicht gerade ein Ding der Homöopathie-Anhänger ist.
Ich bin ganz sicher kein Homöopathie-Anhänger und habe solche Dinger auch nie genommen. Nur denke ich vielleicht sogar doch ein bisschen logischer. Und dass man keinen wissenschaftlichen Wirkungsnachweis erbringen konnte heißt nun mal gar nichts. Es gibt vieles das Wirkung zeigt, die man direkt erfahren kann, die aber nicht objektivierbar ist, bzw. objektiv nachweisbar ist. Ich sage Dir mal eine einfache Formel: Etwas das wahrgenommen wird, hat Wirkung. Das sagt noch nichts darüber aus wie es wirkt, das sagt nichts darüber aus wie intensiv diese Wirkung ist. Aber es hat nicht keine.
Und die Philosophie der Homöopathie ist ja im Grunde eine esoterische, auf dem Konzept aufbauend das alles Schwingung/Information sei. Dieses Weltbild wird von vielen Physikern geteilt. Und wenn ich mich richtig erinnere, geht es darum Information zu transportieren, mittels dieser kleinen Pillen. Die Materie, also das was nachweisbar ist, bei höherer Potenz dann offensichtlich nicht mehr, ist lediglich der Ausdruck der Information um die es geht. Es geht in der Grundidee, zumindest meines Wissens nach, um die Information, nicht wirklich um den materiellen Stoff.
Klar, das bleibt zuerst mal etwas woran man glauben kann oder auch nicht. Aber zu glauben, dass etwas stofflich nachweisbar sein muss, damit Wirkung entfaltet werden kann, ist eben auch nur Glaube und m.A.n. sogar ein sehr naiver Glaube. Ich kann ja sogar mit meinen Worten bei Dir recht gezielt und kontrollierbar gewisse Wirkungen erzielen. Wenn Du sie physikalisch untersuchen willst, wird es Dir wiederum schwer fallen den Stoff zu finden der die Wirkung auslöst.
Es gibt reichlich Studien zu dem Thema. Da hilft's auch nicht, wenn man drüber nachdenkt. Ich glaube, Du willst nur ablenken...
Das was Du als Ablenken deutest würde ich als auf das Wesentliche hinweisen deuten. Was sagt Dir z.B. Dein Argument mit den Studien? Geh die Dinge doch mal wirklich wissenschaftlich an. Überdenk mal sorgfältig das Thema "Studien". Und gibt es nicht auch Studien, die der Homöopathie nachweislich Wirkung bescheinigen? Aber ja... Und dann gibt es wieder andere die das relativieren. Und so geht es weiter. Ist es nicht naiv zwischendurch überhaupt zu sagen: "Dann muss es ja SO sein!" und einfach zu glauben? Wäre es nicht klüger und effektiver dann doch selbst etwas tiefer zu denken?
Recht einfach heutzutage mit doppelt verblindeten Tests. Weißt Du das nicht?
Wie gesagt... denk etwas tiefer. Damit Doppelblind-Studien wirklich funktionieren, müsste ja auch ausgeschlossen werden das irgendwie anders noch Wirkung erzielt werden könnte. Möglicherweise erzielt ja z.B. die Erwartungshaltung der Wissenschaftler auch eine Wirkung? Möglicherweise funktioniert die Idee der Homöopathie so perfekt, dass genau diese Erwartungshaltung keine Wirkung zu erzielen in die Mittel hineingebracht wird. Klar, dieser Gedanke scheint auf den ersten Blick vielleicht verrückt und unwissenschaftlich. Der Witz ist aber: So zu denken ist wissenschaftlich und da Du Studien ja sehr schätzt: Es gibt ganz wissenschaftliche Studien dazu, das Gedanken und Absicht, Einfluss auf Materie nehmen. Es gibt Versuchsreihen mit radioaktivem Zerfall, der sozusagen telekinetisch gesteuert, hochsignifikante Ergebnisse erzielt worden sind.
Was ich damit sagen will ist: Der Glaube, etwas müsse materiell nachweisbar sein, damit eine Wirkung erzielt werden kann, ist.... Glaube. Der Glaube, alles was materiell möglicherweise da sein könnte, mit heutigen Mitteln auch schon nachweisbar sei, woraus dann folgt, das etwas das nicht nachgewiesen werden kann, nicht da sein könne, ist..... Glaube.
Stell' Dich doch nicht dumm! Lies doch einfach die Publikationen der Personen, die solche Tests durchgeführt haben.
Und da erfahre ich dann was? Du siehst ja das mein Anspruch an Wissenschaftlichkeit offensichtlich deutlich höher ist als dieser Wissenschaftsaberglaube.
Die richtige Medizin übersieht die Psyche? Du schreibst Unsinn.
Es mag zu ausschließlich formuliert sein, aber grundlegend ist es schon noch so, das wenn Du in einem Krankenhaus liegst oder zu einem Arzt gehst, Deiner Psyche wenig Rechnung getragen wird. Ich gebe Dir ein schulmedizinisches Beispiel: Es ist bekannt, das im Vergleich mit anderen westlichen Ländern, deutsche Mediziner extrem sparsam mit Morphinen sind. Diese Vorsicht ist vor allem durch die Angst vor dem Abhängigkeitspotential dieser Stoffe begründet. Es ist aber eigentlich allgemein bekannt, dass die Freiheit von Schmerzen einen schnelleren Heilungsprozess begünstigt. Ganz geschweige natürlich eben von psychologischen Unterschieden. Schmerzen können auf längere Sicht psychologisch extrem destruktiv wirken. Ich kenne mich da auch praktisch aus, aus eigener Erfahrung. Ich kenne Schmerztherapeuten die wirklich Ahnung haben und ich kenne normale Ärzte die sich mit dem Thema auskennen. Ich kenne auch Ärzte, die einem Krebskranken (Bekannter) im Endstadium Novalgin anstatt Morphium verschrieben haben, weil M. ja abhängig mache. Ich hatte schon mit einer Ärztin zu tun, die mir ein Mittel das ich zu dem Zeitpunkt nahm (Tramal) nicht mal verschreiben wollte, obwohl sie wusste das ich es regelmäßig nahm, und ein apruptes Absetzen zu Entzugserscheinungen führen würde. Warum? Nicht weil sie dachte, ich sei nur ein kleiner Junkie der eigentlich gesund ist. Sondern weil ihrer Meinung das was ich habe keine Schmerzen verursachen sollte.
Ich will mit diesem Schmerzmittel-Beispiel nur sagen: Der Psyche wird teilweise nicht mal da wirklich Rechnung getragen, wo sie klare Tendenzen hat sich physisch auszuwirken. Und während in Deutschland viele davon überzeugt sind, wir seien medizinisch fortschrittlich, ist es in vielen Gebieten eher so das wir einem Entwicklungsland entsprechen. Hier ist alles sehr sauber und steril und es gibt sehr ausgefeilte Geräte. Aber die Mediziner selbst, die medizinische Forschung... sollten lieber nicht an einer Pisa-Studie teilnehmen glaube ich.
Sofern es harmlose Erkrankungen sind, wie z.B. ein Schnupfen, dann schadet es vielleicht nicht. Aber ca. 90 % aller Krankheiten heilen nunmal von selbst. Das machen sich z.B. die Hersteller homöopathischer Mittel zunutze.
Das ist schon wieder so etwas, wo Du mal irgendwas gelesen und unhinterfragt übernommen hast. Wenn Du sorgfältig darüber nachdenkst, dann würde Dir z.B. schon mal aufgehen das es ein Witz ist, wenn man sagt: Es heilt "von selbst." Richtiger wäre zu sagen: Die Ursache der Heilung ist unbekannt. Wenn man dann überdenkt, dass die Wissenschaft offensichtlich noch nicht sagen kann: "Diese Krankheit wird ohne medizinische Eingriffe jedweder Art heilen", oder "Diese Krankheit wird definitiv nicht ohne medizinische Hilfe irgendeiner Art heilen." kannst Du den Rest doch schon in die Tonne kloppen. Und wie man herausgefunden haben will, das v.a. diejenigen zu Homöopathen rennen, deren Krankheiten auch "von selbst" wieder heilen würden, ist mir auch etwas schleierhaft.
Ich glaube, dass Dir eines nicht ganz klar ist: Studien werden in aller Regel nicht gemacht um etwas herauszufinden, sondern um Vermutungen zu bestätigen. Menschen sind Dogmatiker, und Dogmatiker wollen bestätigen was sie glauben. Und wenn die Studie der einen Gruppe sagt: "Ja, Homöopathie hat Wirkung... eine signifikant hohe Gruppe von Patienten wurde durch homöopathische Therapie gesund." kommt die andere Gruppe mit einer Studie die sagt: "90% von denen wären auch ohne jede Therapie gesund geworden." Und wenn man Wissenschaftler an Studien setzt die eine Studie über Studien machen sollen, dann wirst Du herausfinden das 100% aller Studien fehlerhaft sind, wenn sie das gerne wollen. Möglicherweise finden sie auch nur Fehler bei denen, wo ihnen die Ergebnisse nicht in den Kram passen. Kommt irgendwie immer auf den Ansatz an...
Es gibt auch sehr viele Menschen, die behaupten dass Elvis lebt oder die Erde erst 6000 Jahre alt sei.
Ziemlich unpassender Vergleich. Wenn jemand behauptet: "Ich war krank und bin jetzt gesund und DAS hat mir geholfen.", dann zieht da derjenige der am dichtesten dran Schlüsse aus seiner eigenen Erfahrung. Und es ist nicht nur arrogant, sondern extrem dumm zu glauben, man selbst oder wer auch immer könne da definitiv mehr wissen. Abgesehen davon, wenn Du das mal durchdenkst, was sagt Dir das dann über Studien ganz allgemein? Hat es überhaupt noch Aussagekraft wenn ein Patient sagt: Es geht mir besser? Oder ist es objektiver, wenn z.B. Blutwerte das sagen? Und was ist, wenn die Blutwerte sich verbessert haben aber der Patient sagt, das es ihm schlechter geht?
Die Fragen lautet eher: Woher weiß das Wasser, welche Informationen es speichern soll. Die homöopathischen Mittelchen enthalten zum Teil kein einziges Molekül einer "Wirksubstanz" mehr.
Warum interessieren sich Homöopathen nicht für die negativ verlaufenen Studien? Ist das nicht verantwortungslos?
Warum sind die Briten, die sich kürzlich alle einer Überdosierung aussetzten, noch nicht alle schwer krank?
Ich behaupte nicht, das Homöopathie wirksam sein muss. Aber ich würde auch nicht das Gegenteil behaupten. Und wenn ich richtig informiert bin, dann ist der homöopathische Ansatz eben einer mit Informationen. Das Informationen wirken ist sicher. Ob man Informationen objektiviert und isoliert in Form von einem Mittel in den Körper schleusen kann, wodurch eine bestimmte Wirkung erzielt werden kann... daran zweifle ich. Was aber nicht gegen die grundlegende Idee einer solchen Methode spricht, sondern es erklärt sogar warum jemand der davon überzeugt ist das es nicht wirken kann, auch keine Wirkung erzielen kann. Dann wäre es so, das er die Information schlicht verändert. Hört sich vielleicht für "wissenschaftliche Ohren" wieder mal ziemlich wild an... Aber es ist nun mal ziemlich wissenschaftlich, wenn man davon ausgeht, das die Psyche nicht nur auf den eigenen Körper wirkt, sondern eben auf alles... im Bereich von Informationen. Wenn Du Dich wirklich tiefer und v.a. aufgeschlossener mit solchen Themen auseinandersetzt (muss ja nicht Homöopathie sein), wirst Du feststellen, dass es nicht vieles gibt das vollkommener Blödsinn ist. Aber es gibt auch verdammt wenig, und die Wissenschaft gehört nun mal dazu, die nun wirklich vollkommen Bescheid wüsste was Ursachen ganz allgemein betrifft.
Da kann man drüber streiten, klar...
Allerdings hört der Spaß auf, wenn mit Placebos allein Krankheiten wie Aids oder Krebs geheilt werden sollen.
Mach Dir einfach nur klar, dass Du Deine persönlichen Überzeugungen formulierst und Dein Wissen zur Thematik Grenzen hat. Das ist eine Gemeinsamkeit zu denen, deren Meinung Du teilst wie auch denen deren Meinung Du nicht teilst.
Natürlich kann das untersucht werden. Wird es auch ständig. Richtige Medizin muss diesen Wirknachweis sogar erbringen, um zugelassen zu werden.
Die Psyche kann man doch gar nicht rauslassen. Sie ist bei jedem Schritt mit dabei. Und selbst wenn sie es nicht wäre, so wäre sie es wieder bei der Interpretation der Ergebnisse. Wie soll auch nur irgendwas objektiv sein, wenn es niemanden gibt der fähig zu objektiver Interpretation sein kann?
Ich habe den Eindruck, dass Dir überhaupt nicht klar ist, was Logik bedeutet.
Denk vielleicht noch mal über die Frage nach auf die Du nicht geantwortet hast. Bisher erzählst Du mir nur Dinge die Du einfach so glaubst weil Du sie irgendwo gelesen hast.
Ein kleiner Kurs in Logik: Kann bewiesen werden, dass DAS HIER, also diese Realität ....KEIN Traum ist? Egal wer da träumt... Kann bewiesen werden, dass diese Welt objektiv und unabhängig von dem der sie wahrnimmt existiert?
Und wenn das nicht der Fall sein sollte... Was kann dann objektiv bewiesen werden?
Weder Newton, noch Einstein, noch Heisenberg haben irgendetwas mit Esoterik zu tun. Warum kramt Ihr die immer wieder aus? Soll das Seriosität verleihen?
Worauf gründest Du diese Aussage? Erklär mir mal bitte, warum Du sicher bist das z.B. Quantenphysik KEINE Argumente für ein esoterisches Weltbild liefert. Wenn Du mir aber jetzt mit Zitaten von GWUP kommst, die das behaupten, komme ich mit Zitaten von sehr bekannten Wissenschaftlern die anderes behaupten. Und wenn wir schon an dem Punkt sind, dass wir sagen können: Nicht mal die größten Wissenschaftler sind sich da einig, sondern offensichtlich unsicher wie diese Erkenntnisse eigentlich interpretiert werden müssen, was sich daraus eigentlich ergibt... wofür spricht das wohl? Dafür das alles so objektiv ist?
So? Dann hinterfrag' doch mal die Behandlung eines Diabetikers mit Insulin oder die mittels Antibiotikum an jemandem mit einer Kieferentzündung.
Ich denke Dir dürfte ansatzweise klar geworden sein, das ich deutlich skeptischer bin, weniger einfach mal so glaube, als z.B. Du.
Nimm einfach nur das Traumbeispiel. Das Interessante ist nämlich, das Gläubige da nicht denken wollen. Sie wollen weiterhin einfach glauben. Sie sagen dann lieber: "So ein idiotischer Gedanke... die Realität könnte ein Traum sein... Du musst verrückt sein..." Wer aber wissenschaftlich denkt, der überdenkt auch das. Wenn diese Möglichkeit rein theoretisch besteht, darf sie nicht ausgeklammert werden. Und wenn sie nicht widerlegt werden kann, bleibt diese Möglichkeit bestehen. Und wenn diese Möglichkeit bestehen bleibt, ist nichts von dem sicher was Du als bewiesen ansiehst.
Selten so viel Geschwafel gelesen...
Genau so was meine ich... Gläubige wollen nicht hinterfragen.
VG,
C.