Pluto und die Jahrhundert-Konstellation

Hier einige Eindrücke aus Bergamo, was es bedeutet, an einem Beatmungsgerät zu hängen. Die Bilder stammen keineswegs aus der Intensivstation, wo die schwersten Fälle liegen, diese ist nämlich voll. Sondern sie sind aus der Notaufnahme, welche eigentlich für, naja, "gewöhnliche Notfälle" vorgesehen ist. Viel Spass beim Gucken.
 
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ok
ist doch gut, dass man es anspricht, und sich eine/r findet, der die
"nachgeplapperten" Zahlen einordnen kann
:)

d a n k e !
Mit "nachplappern" meinte ich ausdrücklich nicht dich. :)

Um noch einmal konkreter zu werden: Intensivmediziner gehen von einer 10- bis 14-tägigen Beatmungsdauer bei sehr schweren Fällen aus. Das heißt, in einem Intervall von ca. 14 Tagen - rein rechnerisch - könnte man jeweils 25000 Menschen beatmen.

Was ich noch ergänzen möchte: Eine Beatmung ist ein massiver Eingriff und durch die Schläuche von Gerät zu Patient, deren Befeuchtung und das regelmäßige Absaugen des Bronchialsekretes (die Patienten können ja nicht selbst abhusten) via Katheter kann man durchaus zusätzliche Infektionen setzen oder erhalten.

Das erklärt zu einem Teil die Situation in Italien: Dort gibt es nämlich viel mehr Infektionen durch multiresistente Keime in Kliniken als hier - das heißt, die Lungenentzündungen lassen sich kaum noch durch Antibiotika behandeln (Deutschland 0,4%, Italien 26,8%, Quelle: https://atlas.ecdc.europa.eu/public/index.aspx?Dataset=27&HealthTopic=4 )
 
ich finde es angesichts Situation nicht angemessen mit dem Spass
@Walter, schaue mal bitte hier nach
Der Spass ist selbstverständlich zynisch gemeint. Es scheint viele Leute zu geben, die nicht annähernd eine Vorstellung haben, was so eine Beatmung bedeutet. Das Video räumt auf eine sehr klare Weise mit der Idee auf, das sei so eine bloss bisserl unangenehme Sache, so als ob man mal kurz eine Spritze verabreicht kriegt.

Ich empfinde es eben als zynisch, wenn im Angesicht solcher Bilder Leute argumentieren, da würden irgendwie die Freiheitsrechte von Menschen eingeschränkt, weil man jetzt nicht mehr draussen ein Gläschen Wein trinken dürfe. Und dann, freilich ohne je die Dinge klar beim Namen zu nennen, irgendwie unterschwellig suggeriert oder impliziert wird, der Shutdown und die Beschränkung der Freiheitsrechte müsse ja jemandem einen Nutzen bringen. Oder wenn argumentiert wird, schlimmer als eine Grippe könne das ja nicht sein. Oder wenn argumentiert wird, man hätte halt früher was anders machen sollen. Selbst wenn das stimmen mag, was zum Geier nützt das jemandem, der an einem solchen Gerät hängt?
 
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Mit "nachplappern" meinte ich ausdrücklich nicht dich. :)

Um noch einmal konkreter zu werden: Intensivmediziner gehen von einer 10- bis 14-tägigen Beatmungsdauer bei sehr schweren Fällen aus. Das heißt, in einem Intervall von ca. 14 Tagen - rein rechnerisch - könnte man jeweils 25000 Menschen beatmen.

Was ich noch ergänzen möchte: Eine Beatmung ist ein massiver Eingriff und durch die Schläuche von Gerät zu Patient, deren Befeuchtung und das regelmäßige Absaugen des Bronchialsekretes (die Patienten können ja nicht selbst abhusten) via Katheter kann man durchaus zusätzliche Infektionen setzen oder erhalten.

Das erklärt zu einem Teil die Situation in Italien: Dort gibt es nämlich viel mehr Infektionen durch multiresistente Keime in Kliniken als hier - das heißt, die Lungenentzündungen lassen sich kaum noch durch Antibiotika behandeln (Deutschland 0,4%, Italien 26,8%, Quelle: https://atlas.ecdc.europa.eu/public/index.aspx?Dataset=27&HealthTopic=4 )
Und hier sind wir endlich wieder bei der Sachlichkeit angelangt.

Ich verstehe nicht ganz, wie du die 25000 Menschen errechnet hast. Kannst du das erklären?

Leider verlassen wi aber die Sachlichkeit auch gleich wieder, wenn du die multiresistente Keime ins Spiel bringst. Hast du irgendwelche Belege, dass die derzeit in Italien mit Covid-19 erkrankten Toten durch multiresistente Keime gestorben sind, und NICHT an den direkten Folgen der Krankheit selbst?
 
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