Pluto und die Jahrhundert-Konstellation

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Boah Rita, das hast du toll herausgearbeitet. Es ist alles drin in diesem Widder-Ingress, man muss es nur deuten können......wie du.:)

Danke, Gabi. Mir wäre es wirklich lieber, wenn es anders wäre und ich mich geirrt hätte.

Ich war heute im Städtchen, fast alle Geschäfte geschlossen, leere Straßen....traurig, und im TV Schockbilder wie sich Särge vorm Krematorium stapeln...noch trauriger...

Eben war ich auch noch in der City, um fürs Wochenende Lebensmittel zu besorgen. Es war surreal, eine ganz eigenartige Stimmung. Bissel traurig ist das schon, allerdings schwanke ich zwischen Fassungslosigkeit und Zorn, wenn ich lese, was Herr Söder verfügt hat:

Bewohner in Alten- und Pflegeheimen dürfen nur noch besucht werden, wenn sie im Sterben liegen. Besuche im Krankenhaus sind nur noch in drei Fällen erlaubt: bei Sterbefällen, für Eltern, die ihr krankes Kind sehen wollen, und für Väter, die ihr neugeborenes Kind und die Mutter besuchen.

Quelle: https://www.msn.com/de-de/nachricht...noch-aus-dem-haus-darf/ar-BB11sO16?li=BBqg6Q9

Nach 23 Jahren in der Kranken- und Intensivpflege haut mich nichts so schnell um, aber wenn ich an die Menschen in ihren Pflegebetten denke, die keinen Besuch bekommen und die auch von den dezimierten Pflegekräften überwiegend funktional versorgt werden, dann bin ich kurz davor, in Tränen auszubrechen. Es mag ja sein, dass man mit diesen Maßnahmen dafür sorgt, dass Gebrechliche etwas länger leben - aber mit welch einer Lebensqualität, wenn es zutrifft, dass die Beschränkungen etwa ein Jahr lang wirksam sein sollen? Für die Patienten in den Kliniken ist es nicht so entscheidend, man liegt höchst selten monatelang in einer Klinik, aber aus dem Pflegeheim kommt man in aller Regel mit den Füßen zuerst heraus, soll heißen, dort monatelang keinen Besuch bekommen zu dürfen, trägt zum Allgemeinbefinden sicher wenig bei. Und wie muss sich das anfühlen, wenn plötzlich doch Besucher zu einem vorgelassen werden - was dann nichts anderes heißt als das man zum Sterben ist?

Gruselig.

Liebe Grüße und halt die Ohren steif
Rita
 
Nach 23 Jahren in der Kranken- und Intensivpflege haut mich nichts so schnell um, aber wenn ich an die Menschen in ihren Pflegebetten denke, die keinen Besuch bekommen und die auch von den dezimierten Pflegekräften überwiegend funktional versorgt werden, dann bin ich kurz davor, in Tränen auszubrechen. Es mag ja sein, dass man mit diesen Maßnahmen dafür sorgt, dass Gebrechliche etwas länger leben - aber mit welch einer Lebensqualität, wenn es zutrifft, dass die Beschränkungen etwa ein Jahr lang wirksam sein sollen? Für die Patienten in den Kliniken ist es nicht so entscheidend, man liegt höchst selten monatelang in einer Klinik, aber aus dem Pflegeheim kommt man in aller Regel mit den Füßen zuerst heraus, soll heißen, dort monatelang keinen Besuch bekommen zu dürfen, trägt zum Allgemeinbefinden sicher wenig bei. Und wie muss sich das anfühlen, wenn plötzlich doch Besucher zu einem vorgelassen werden - was dann nichts anderes heißt als das man zum Sterben ist?

Das mit den Alten-/Pflegeheimen finde ich auch am schwierigsten. Ich wohne neben einem. Es gibt nur noch Besuche auf Anmeldung, nur bei bestimmten Bewohnern und nur für einen begrenzten Zeitraum. Im Grunde müsste jeder Mensch dort sein Einverständnis geben (sofern er dies noch kann), ob er Besuch wünscht und damit ggf. seinen Tod in Kauf nimmt. Grundsätzlich ist ja gerade für alte Menschen auch die körperliche Nähe elementar wichtig und ich behaupte mal, dass es noch schlimmer sein könnte, auf die wenigen Besuche von Angehörigen zu verzichten, die einen vielleicht mal berühren, als die Angst vor dem Tod durch Corona. Aber auch im Alter hängt jeder Mensch unterschiedlich am Leben bzw. kann sich gar nicht mehr dazu äußern....

Aber auch bei dem Thema oder speziell da, haben wir mit den aktuellen Konstellationen einen Hammerfaktor. "Selbstbestimmung im Alter" (sofern noch möglich) und "Pflegenotstand".
Hallo: die ganze "Krise" bringt doch laut schreiend die ganzen halbseidenen, profitorientierten, antiautoritären, lobbystützenden Entscheidungen der Regierungen in den unübersehbaren Vordergrund.
Es wird zu etwas führen, das ist sicher! Vertuschungen ade.
 
ergänzend zu #266

den Begriff Durchseuchung habe ich aus dem Interview genommen,
irgendwo zwischen 4. und 5. Minute:

 

also, zur Zeit (!) haben wir Auslastung von 80% der Intensivkrankenbetten... puh..
also es dürfen bundesweit maximal 5.600 Menschen schwer krank
(=beatmungsbedürftig) werden...

und in 8 bis 11 Tagen gar keiner mehr

 
Zuletzt bearbeitet:
also, zur Zeit (!) haben wir Auslastung von 80% der Intensivkrankenbetten... puh..
also es dürfen bundesweit maximal 5.600 Menschen schwer krank
(=beatmungsbedürftig) werden...

und in 8 bis 11 Tagen gar keiner mehr
Na, geh', es ist doch nicht so, dass die alle nie wieder ohne Beatmung auskommen. Es wird immer so kurz wie möglich beatmet, weil sonst die Lunge durch den Beatmungsdruck geschädigt wird und es mit zunehmender Beatmungsdauer schwieriger wird, die Patienten vom Respirator zu entwöhnen. Die Geräte werden also auch wieder frei für die erneute Verwendung. Und eine Auslastung der Intensivbetten von ca. 80% ist normal, gerade in der kalten Jahreszeit.

Und hätte man die Kliniken nicht kaputtgespart, dann könnten die meisten aus dem Stand ihre Beatmungskapazitäten verdoppeln. In unserer 500-Betten-Klinik konnten wir von nun auf jetzt statt 10 auch 20 Patienten beatmen und betreuen, das war Anno Domini 2001 noch möglich. Vermutlich kann man das jetzt nicht, da das Personal fehlt.

Der Lesch plappert nach, was alle plappern - echt schade, dass er sich dafür hergegeben hat. Ich denke angesichts der Musik im Video, die an bestimmten Stellen dramatisch anschwillt, dass dieses Video dazu dienen soll, so viele Menschen wie möglich "auf Linie" zu bringen und das Narrativ in die Köpfe zu hämmern. Klappt ja ganz gut, die Sprachregelungen sind in der Bevölkerung angekommen und werden fleißig angewendet.
 
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