In dem Sinn sollte man Trennen, zwischen Sinneswahrnehmung und Wertung (im Verstand)
Was die Sinneswahrnehmung angeht, da wird es noch viel lustiger.
Beispielsweise wurde hier im Thread eine Menge über Intuition geschrieben.
In der Regel leben wir in einer Alltagstrance, die eigentlich verhindert, dass wir zu viele Sinneswahrnehmungen haben.
Genau das führt dazu, dass wir retrospektiv so etwas wie Intuition (für eine "richtige" Entscheidung) wahrnehmen.
In Wirklichkeit waren wir uns nur nicht der Trance bewusst und denken: Wow, ich habe es doch geahnt.
Das ist wie die berühmte Schlange an der Kasse, bei der man sich ja immer an die anstellt, an der es lange dauert.
Das ist falsch, in Wirklichkeit blenden wir nur die zahlreichen schnellen Kassen, die wir in Trance durchliefen, aus
Deswegen schrieb ich ja das Aufmerksamkeit nicht Achtsamkeit ist.
rein technisch gesehen funktionieren unsere Sinne ja immer und ohne
Ausnahme.Dummerweise hat das Gehirn eine Verarbeitungsgeschwindigkeit,
die nicht ausreicht um alles zu verarbeiten.Also werden per se Prioritäten
gesetzt.Die Kleidung die wir tragen, wird fast vollständig ausgeblendet.Der
alltägliche Lärm,und der normale Wind,das was nicht im normalen
Sichtfokus liegt. Und noch einiges mehr.
Am besten man stellt sich eine Skala vor, auf dem ein Punkt wandert.
Ruht der Punkt auf der Skala,egal an welcher Stelle, empfinden wir dies
früher oder später als Normal-Zustand. Er wenn der Punkt nach einer
Seite wandert , stellen wie eine Änderung fest und richten unsere
Aufmerksamkeit drauf. Je stärker,schneller die Veränderung ist und
je mehr Sinne davon betroffen sind,um so aufmerksamer sind wir.
In Großen Fabrikhallen müssen Warnsignale nicht laut sein,aber anders.Häufig
ist der Rhythmus und Frequenz außerhalb des Hintergrundlärms.Was aber
vollkommen ausreicht, damit man sie bemerkt.Die Blinden-Ampel die
"TickTick" macht und nicht "MÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖP!!!!" Der 40 Tonner
der beim rückwärtsfahren "Beep Beep Beep" macht. Es muss nur anders sein.
Und weil Aufmerksamkeit ein kurzfristiger Fokus auf die Wahrnehmung ist und
man einen Fokus nicht teilen kann, liegen die Werbeprospekte beim
Discounter an der Kasse,damit man beim blättern nicht merkt,wie lange
man eigentlich herumsteht. Der Arzt hat 2 Wartezimmer, oder man wird
schon mal "reingerufen", damit gibt es eine Unterbrechung in der Wartezeit.
Und der Patient ,der zwar 30 Minuten im Wartezimmer gewartet hat, aber nur
5 Minuten im Arztzimmer, denkt sich..hey das ging aber heute schnell.Und
Kinder können nicht gleichzeitig in der Nase poppeln und Mathe lernen
Die Werbung im Fernsehen ist doppelt so laut wie der Film.Werbe-Plakate
haben eine sehr hohen Farbkontrast oder es sind Personen drauf die man
erkennt und in Museen sind die Ausstellungstücke immer heller beleuchtet
als die Umgebung. Das alles sind Sachen die unsere Aufmerksamkeit
erwecken.Deswegen funktioniert Benetton Werbung mit Aids Kranken genau
so gut wie mit nackten Menschen.
Achtsamkeit ist gegenüber dem Fokus eher der Weitwinkel,so viel wie möglich
bewusst wahr nehmen.Man kann diesen Sprung zwischen Achtsamkeit und
Aufmerksamkeit übrigens super bei klassischer Musik bemerken.
Man spürt den Unterschied ob man das Musikstück als Ganzes erfasst,oder
nur bestimmte Instrumente.Ich persönlich finde jede Musik, die als Ganzes
erfassbar ist als gut. Unabhängig davon ob sie Klassisch ist , Techno oder
Heavy Metal..