Mobbing Opfer/Täter

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Ja!! von den Nachfolgewirkungen haben wir ja noch nicht gesprochen...:umarmen:

Wenn man schon die Staerke besitzt sich nicht umzubringen (das ist keine Wertung!) dann ist in vielen Faellen eine chronische Krankheit bleibend und man leidet daran sein ganzes Leben...
Denn auch wenn man sich soweit erholt dass man dagegen wirken kann werden viele Opfer NIE wieder gesund!
Von den seelischen Narben rede ich da nicht mal.....
Und auswirkend nicht zu vergessen - die ganze Familie ist auch betroffen!!

Ja, glaube ich langsam auch, obwohl ich mir anfangs dachte, als es vorbei war, das wird wieder...
Aber irgendwie gibts ein "Ich-vorher" und ein "Ich-nachher"...hmm...

Zumindest mit deinem letzten Satz habe ich keine Probleme. *lol*
 
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Tja, das Problem des Wegschauens ist schon enorm...
Manche sind aber einfach hilflos oder kraftlos um dem Opfer zu helfen.

Habe ich alles durch. In der sechsten Klasse (Ich schon seit der vierten Klasse Außenseiter) wurde ne Klassenkameradin äußerst gemobbt. Ich fühlte mich schlecht deswegen, einmal weil ich sogar selten mitgemacht habe und auch, weil ich mich nicht dazu durchringen konnte etwas dagegen zu tun. Sie hat nach einem Jahr die Schule gewechselt.
Heute verstehen wir uns ganz gut, wenn man sich zufällig trifft ^^

Ich hingegen war ab der vierten Klasse zwar nur der seltsame Außenseiter gewesen. Dich in der siebten Klasse wurde dann auch ich gemobbt, da ich keinen Rückhalt hatte. Keine Freunde und zu Hause auch viel Stress. zu Hause gelernt, dass man nicht zu wiedersprechen hat usw. und so tat ich es auch nicht in der Schule. Habe es einfach über mich ergehen lassen. Schüler der ganzen Schule waren waren leider fast alle beteiligt. Das ging aber anstatt der oben 8 Jahre! genannten "nur" 5 Jahre lang. In der Zeit lernte ich dann auf alle anderen zu scheißen. Nicht mitzumachen. Meine eigene Meinung zu vertreten und einfach mich selber von anderen abzuschotten.

Mobbing ist für ein ein sehr trauriges Thema, alleine aus dem Grund, weil eine Person auf übelste fertig gemacht wird. Und viele zu Taten getrieben wurden, die echt übel endeten und die dann wie schon genannt ausgeblendet werden.

Das Mobbing endete mit etwa 17 1/2 Jahren bei mir. Ich habe angefangen wirklich keinen Wert drauf zu legen und mitzulachen oder selber Späße zu machen. War einfach freundlich und habe anderen in der Schule im Unterricht geholfen (z.B.: Mathe ^^), wenn etwas nicht vertsanden wurde. Es ebbte langsam ab, da ich der "obercoole" spielte, auf die Benimmregeln schiss und mein eigenes Ding drehte. Ich war zwar alleine, aber ich war stolz und chaotisch. Mit 18 Jahren dann hat sich alles verändert. Ich fand Freunde, ich ging raus und feierte, ich fing an ehrenamtlich zu arbeiten, ging auf ein berufliches Gymnasium. Fühlte mich gut. Genoss hier und da paar Rauschmittel und ich war/bin mein eigener Herr.

Was ich aber nicht verstehe ist, wieso dann viele anfangen Amok zu laufen oder sowas in der Richtung. Mir selber kam sowas nicht mal annähernd in den Sinn...
Naja. Ich wie gesagt. Ein trauriges Thema...

Und Familie? Die hat es nicht bemerkt ;) Da gab es keine Auswirkungen drauf. Schule und zu Hause waren für mich getrennt. Habe Bücher gelesen und tat meinen Kampfsport (Zwar halbherzig, aber immerhin 12 Jahre lang ^^ Nun seit ich 20 bin nicht mehr... )

Lieben Gruß, Tobie
 
Es gibt aber auch die Möglichkeit sich davon zu befreien in dem man losslässt und Eigenverantwortung übernimmt. Ich weiss das es nicht einfach ist aber ich weiss auch das es möglich ist.:)
ja, nach gründlicher aufarbeitung kann das gehen. aber für diese gründliche aufarbeitung braucht man sehr viel zeit....und die muss man sich erst einmal nehmen trauen...

und v.a. muss das umfeld stimmen, damit man überhaupt die möglichkeit hat,d ie entsprechenden gefühls- und gedankenprozesse durchzumachen.
 
Es gibt aber auch die Möglichkeit sich davon zu befreien in dem man losslässt und Eigenverantwortung übernimmt. Ich weiss das es nicht einfach ist aber ich weiss auch das es möglich ist.:)

Ja klar. Sag das mal einem Kind, das in der Schule von Lehrern und Mitschülern gleichermaßen auf die Mütze bekommt. Und sowas hat die Tendenz, einen das ganze Leben zu begleiten. Wenn heute im Job ein Anschiss ansteht oder eine schwierige Verhandlung in eigener Sache, kommt das Kind wieder zum Vorschein und das gleiche Bauchgrimmen, das ich auch in der Schule hatte.

Die Vernunft sagt dir, dass du inzwischen 30 Jahre älter geworden bist, aber der Bauch sagt etwas anderes. Ich glaube, dass das ungefähr so wie mit Mißbrauch ist. Ist ja letztendlich eine Art von Mißbrauch.
 
ja, nach gründlicher aufarbeitung kann das gehen. aber für diese gründliche aufarbeitung braucht man sehr viel zeit....und die muss man sich erst einmal nehmen trauen...


Aufarbeiten schön und gut. Aber ich ging mit 20 in psychatrische Behandlung (Erste große LIebe betrog mich mit guten Kumpel und ich fiel in ne Depression. Zumal aus der Zeit sie eine Totgeburt hatte. Nun weiß ich nicht. Wäre es mein Kind gewesen oder das von ihm... Aber schlimmer ist, ich weiß nicht wie es ihr nun geht. Das war der Auslöser meiner Exzesse in den letzten zwei Jahren)

Aber ja. Man muss loslassen können. Nicht verdrängen oder außer acht lassen. Auch nicht rationalisieren. Halt als Teil seines Selbst annehmen und so verstehen.
Ich bin so geworden wie ich nun bin und habe ne Menge Erfahrung daraus gewonnen. Ich habe es akzeptiert und es ist so gelaufen. War ne harte und traurige Zeit, aber die Zeiten jetzt waren wesentlich besser und nun sind die am Besten (bin von zu Hause draußen :D ).

Ich selber schaue nun gerne zurück um zu sehen, was ich alles geschafft habe :)

Spiele Gitarre und Bass. Habe ne Kampfsportart ausgeübt. Ich habe meine Fachhochschulreife in E-Technik und ein paar echt verdammt gute Freunde. Und noch viel mehr! Nun habe ich zwar meine Ausbildung unterbrechen müssen, aber im Sommer gehts weiter in der Erzieherausbildung. Freue mich schon :)

Gruß, Tobie
 
ja, es ist missbrauch. und zwar genau so übler missbrauch wie das, was man gewöhnlich darunter versteht.
 
ja, nach gründlicher aufarbeitung kann das gehen. aber für diese gründliche aufarbeitung braucht man sehr viel zeit....und die muss man sich erst einmal nehmen trauen...

und v.a. muss das umfeld stimmen, damit man überhaupt die möglichkeit hat,d ie entsprechenden gefühls- und gedankenprozesse durchzumachen.



ich bin absolut deiner Meinung - die Situation am Anfang zu erkennen kann noch etwas bringen
wenn man mittendrin ist, wars das

mir wurde von den Vrogesetzten gesagt - das bildest du dir ein - hehe
dann begann ich zu denken ich bin zu sensibel - haha
Fazit: das Ergebnis dieser jahrelangen Mobbingsituation - eine chronische Erkrankung - von der ich nicht weiss (auch nicht die Aerzte) wie sie sich weiter entwickelt - keine Lebensqualitaet mehr und die Angst vor dem Rollstuhl....
 
Wobei ich aber glaube, dass man als Erwachsener und "fertiger" Mensch noch eher die Chance hat, drüber wegzukommen, als wenn mans jahrelang als Kind ertragen musste.

Soll keine Wertung sein. Übel ist übel. Aber sozusagen vom sozialen Start weg ins Winkerl gestellt zu werden, gibt einem nicht einmal die Chance, positive Erfahrungen zu machen.
 
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Wobei ich aber glaube, dass man als Erwachsener und "fertiger" Mensch noch eher die Chance hat, drüber wegzukommen, als wenn mans jahrelang als Kind ertragen musste.

Soll keine Wertung sein. Übel ist übel. Aber sozusagen vom sozialen Start weg ins Winkerl gestellt zu werden, gibt einem nicht einmal die Chance, positive Erfahrungen zu machen.

bzw sie erst ziemlich verspätet zu machen. auf jeden fall sind leute,d enen das passiert, in ihrer psychischen und sozialen entwicklung stark beeinträchtigt und haben es dadurch in vielen bereichen schwerer.
 
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