Mobbing Opfer/Täter

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warum gibt es keine aufklaerung, kein konfliktmanagement.

Weil es als unnötig erachtet wird.

Und weil es wohl kaum Lehrer gibt, die so was rüberbringen könnten. Ich weiß nicht wie es jetzt in der Schule ist, aber in meiner Zeit waren da zum Großteil psychische Grenzfälle als Lehrer tätig. Entweder Leute, denen man ansah, dass ihnen alles am Arsch vorbeiging oder Boßnigel, denen es Spaß machte, Schüler zu quälen oder ein paar, die richtige Angst vor den Schülern hatten.

Ich kann mich eigentlich nur an zwei Lehrer erinnern, die ich auch aus heutiger Sicht respektieren würde.

Warum sollte sich diese Negativ-Auswahl geändert haben?

Und auch Politik und Wirtschaft wollen funktionierende und nicht denkende Menschen.
 
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weisst du und genau da werde ich sauer auf unser schulsystem
wir malen und wir basteln und wir stricken.....
das sind wichtige faecher!!!!
warum gibt es keine aufklaerung, kein konfliktmanagement, mobbingaufklaerungen, usw...
was man fuers leben braucht
wer braucht kochen, haekeln....?

rein theoretisch gibt es das. zumindest an der schule meines sohnes. nur als es drauf an kam nicht mehr, also praktisch. außer das der lehrer meinte: wenn man selbst ne große fresse hat braucht kind sich nicht zu wundern wenn er eine auf die fresse bekäme. und das ohne sich ein bild machen zu wollen. 4 gegen einen der sich aus angst verbal wehrte wurde dann ein: 4 jungen können nicht lügen. klar, is ja normal das einer allein gegenüber 4 jungen 2 jahrgangsstufen höher ne große lippe aus spaß riskiert wo die chance auf körperliche überlegenheit so gut wie ausgeschlossen ist.

sein vater versuchte x mal die klassenlehrerin zu erreichen die sich dann x mal melden wollte und nicht tat. letztendlich haben die kinder dann selbst eine lösung gefunden und es kehrte zum glück wieder ruhe und ein vernünftiges miteinander ein. aber es war ein schreckliches gefühl auf taube ohren und desinteresse zu stoßen.
lg jessey
 
warum gibt es keine aufklaerung, kein konfliktmanagement, mobbingaufklaerungen, usw...


konfliktmanagement wird mittlerweile in den schulen betrieben. ich weiß allerdings nicht genau, in welchen schultypen.

meine tochter besucht eine handelsakademie und in dieser schule gibt es ein mediatorenteam, bestehend aus 2 prof. und einigen schülern. meine tochter arbeitet in diesem team mit sehr viel begeisterung mit und die konnten wirklich schon sehr viel bewirken und konfliktlösungen in den klassen einleiten.
ich finde dieses system - schüler für schüler - sehr gut und finde es schade, dass nicht mehr schulen so eine einrichtung anbieten.
 
Ja, gerade in den Schulen ist das Thema aktueller als man glaubt. Im Schulwesen (bei den Lehrern) ist das Thema aber genauso. Der Fall, den ich Euch vorher geschildert habe (von meinen Lebensgefährten) hat sich in einer Schule abgespielt - er war Lehrer.
Das große Problem ist, das man - wenn man helfen will - oft alleine da steht. Und leider nicht jeder hat soviel Zivilcourage wie Hagall, dass er versucht auf die Seite der "Mobber" einzureden. Und gerade in Schulen entwickelt sich so wahnsinnig schnell eine Eigendynamik, die man fast nicht mehr stoppen kann. Wenn du als Lehrer dann nicht extrem schnell schaltest, kann das fatala Folgen haben. Wir können nur alle versuchen unseren Kindern ein nettes und freundliches Miteinander beizubringen, Rücksicht nehmen und den schwächeren zu helfen. Ich glaube mehr kann man als Eltern/Lehrer nicht machen.
 
konfliktmanagement wird mittlerweile in den schulen betrieben. ich weiß allerdings nicht genau, in welchen schultypen.

meine tochter besucht eine handelsakademie und in dieser schule gibt es ein mediatorenteam, bestehend aus 2 prof. und einigen schülern. meine tochter arbeitet in diesem team mit sehr viel begeisterung mit und die konnten wirklich schon sehr viel bewirken und konfliktlösungen in den klassen einleiten.
ich finde dieses system - schüler für schüler - sehr gut und finde es schade, dass nicht mehr schulen so eine einrichtung anbieten.

ich finde es toll das es auch praktisch so umgesetzt wird und nicht nur als aushängeschild dient. wäre wünschenswert wenn mehrere mit dieser einstellung arbeiten und eine sinnvolle aufgabe darin sehen würden statt unbequemlichkeiten.
lg jessey
 
weisst du und genau da werde ich sauer auf unser schulsystem
wir malen und wir basteln und wir stricken.....
das sind wichtige faecher!!!!
warum gibt es keine aufklaerung, kein konfliktmanagement, mobbingaufklaerungen, usw...
was man fuers leben braucht
wer braucht kochen, haekeln....?

in meiner letzten grundschulklasse wurde "gemeinschaftserziehung" als verpflichtender freigegenstand so irgendwie neu erfunden ...
doch alles was da gefruchtet hat war wieder bei 0
als ich in eine höhere schule weiter ging... und es gab wieder mobbing usw.

lg daway
 
Meiner Meinung nach ist der häufigste Grund, dass einem heute beigebracht wird, nur noch die Ellenbogen einzusetzen. Oder das gute alte nach oben buckeln, nach unten treten.

Mh,

ich muss sagen ich hab durch die Erlebnisse im letzten jahr eher das Gefühl bekommen, dass es falsch ist, die Ellenbogen nicht einzusetzen, einer mobbenden Person gegenüber.
(Menschen, die aus tiefstem Herzen gerne mobben, benutzen sowieso ihre Elllenbogen, beigebracht oder nicht und andere machen das einfach nicht, unabhängig von dem, was sie eventuell gelernt haben mögen)

So ganz sicher bin ich aber auch nicht. Im Nachhinein dachte ich, hätt ich sie mal bloßgestellt - also alle ihre Taten im zu Plattform gehörendem Forum mal offen gepostet - später war ich froh über meine Ruhe und es hat sich für die betroffenen auch halbweg wieder eingerenkt.
Es ist das erste mal, dass ich mich durchweg machtlos gefühlt habe und es kein "die Gerechtigkeit siegt" gab, aber überhaupt nicht, macht mir bis heue Probleme.

LG, Mila

p.s. in der Grundschule gabs mal so Tendenzen, ansonsten habe ich die ganze restliche Schulzeit hindurch gar kein Mobbing erlebt, da wäre dann auch kein Konfliktmanagement angebracht gewesen, weil wir keine Probleme hatten :confused: scheint sehr unterschiedlich zuzugehen
 
...ab diesem zeitpunkt hat keiner von ihnen mehr etwas gehört oder gesehen. selbst, wenn es sich direkt vor ihrer nase abgespielt hat. :rolleyes:

ich frage mich, ob solche menschen auch wegsehen, wenn in ihrer direkten umgebung jemandem körperliche gewalt angetan wird.

oder ist zivilcourage wirklich schon eine aussterbende eigenschaft?

Ich hatte in dem Fall in unserer Firma den Eindruck dass die Nichtgemobbten aus drei Gründen wegsahen:

1. insgeheim dachten einige von ihnen "wenn sie mir nichts tut dann liegt das vielleicht daran dass ich mich richtig verhalte und die anderen was falsch machen". Also in die Richtung "na ja, wer weiß was die getan haben um das Verhalten der Mobberin rauszufordern" Erst wenn diese Kollegen dann auch in die Schußlinie der Mobberin kamen, stellten sie entsetzt fest dass sie gemobbt wurden, obwohl sie doch nichts getan hatten.

2. die Hoffnung dass sie verschont bleiben wenn sie sich ruhig und "brav" gegenüber der Mobberin verhalten

3. das Mobbing gar nicht wahrnehmen also gar nicht glauben dass eine Kollegin gemobbt wird. So nach dem Motto "ich versteh mich auch nicht mit allen und rede nicht gleich von Mobbing" oder "so schlimm wirds schon nicht sein" usw.
 
Tja, die Erfahrung habe ich auch mal gemacht, obwohl ichs vorher nie für möglich gehalten hätte.
Eineinhalb Jahre lang bin ich gemobbt worden, nicht in der Schule von Kindern, sondern in einer Umschulung des AMS.
Auch nicht von den Kollegen, sondern von den Trainern direkt.....

Anfangs gabs eine andere auf die man es abgesehen hatte, die relativ rasch rausflog, und irgendwann wars dann ich.

Das fing an bei Beschuldigungen dass ich bei Tests schummeln und abschreiben würde, bis hin zu "10 Augen Gespräche" (ich, und 4 "Trainer" gegen mich) weil ich "ständig zu spät kommen würde" (wobei ich sagen muss, es war Winter, ich hatte einen um die 20 km Anfahrtsweg, und es kamen nahezu alle ständig zu spät, da sie jeden 2. Tag entweder mit dem Auto wo liegenblieben, oder die Öffentlichen Verkehrsmittel nicht mitspielten.
Bei anderen war dies egal, man machte sogar noch Witze darüber...ich wurde regelmässig ins Büro zitiert, wobei man mir zu den zu-spät kommenenden Tagen auch noch einige Tage dazuzählte die gar nicht stimmten...und ich keinerlei Beweise hatte, das dem nicht so war...

Nach den ersten 2 malen reichte es mir, ich sagte der Trainerin sie wäre präpotent bis geht nicht mehr...und sie solle mir nichts unterstellen was nicht stimmen würde, ansonsten würde ich handeln.
Ja, gehandelt hat nur eine Partei...die Trainer....und es wurde noch schlimmer....wo sollte man sich in so einer Situation auch hinwenden?

Denn dazu noch die ständige Drohung rausgeworfen zu werden, die über einem schwebt, was dazu geführt hätte, kein Geld mehr zu bekommen, und wovon lebt man dann??? Ende- - -

Damals sagte ich mir Anfangs, gut, da muss ich durch, die sitzen am längeren Ast.

Und traurig ist es, dass es die meisten Mobber schaffen, den Gemobbten einzureden, es wäre ja tatsächlich so, er/sie wäre schuld daran....
Ich glaubte das nach einer Zeit auch.

Bekam in dieser Zeit Depressionen, Schlafstörungen, Angstattacken,....und alles mögliche, ich bins bis heute nicht los und werde es wohl auch nie, obwohl es schon Jahre her ist...

Mit der Zeit distanzierten sich auch viele Mitschüler von mir, sie mobbten nicht, aber blickten auch dezent weg wenn etwas war.
Gegen Ende wurde eine andere ebenfalls ins Büro gerufen.
Es ging um eine Freistellung wegen eine Operation, die sie nicht bekam....
Die war um einiges älter als die meißten Trainer, und ich...und während der gesamten Ausbildung im Grunde sooo... eine große Klappe hatte...sich nichts gefallen lies.
Sie kam zurück, heulte fast, und sagte in der Pause... "ich dachte immer... xxx übertreibt... aber wirklich nicht, die machten sogar mich da drinnen derart fertig...."

Ja, einmal bei ihr...x mal bei mir...


Nachdem ich das hinter mir hatte...sah ich erst richtig was da drinnen ablief...und heute noch...denke ich mir oft...würde ich einen von diesen Menschen heute auf der Straße begegnen...ich würde ihm ins Gesicht spucken...
Und ich denke mir oft...schade, das es bis jetzt noch nicht dazu gekommen ist...
Verzeihen und aus dem Gedächtnis streichen, kann man sowas nicht mehr.
 
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1-2 tage lang ist in ein paar wenigen fächern gemeinsam ein bisserl reflektiert worden, und das wars dann.

Ich kann dich gut verstehen, und warum du dann reagiert hast , wie du hast.
Manchesmal vermutlich ist es schwer ein Mobbingopfer zu erkennen, ich meine eines das wirklich eines ist und sich nicht so darstellt. Verstehst du , was ich meine ??

Wenn ich dich fragen darf- ich vermute 1-2 Tage können eigentlich nicht reichen um so etwas zu verarbeiten, oder? Wie gehts dir damit heute `?? Konntest du für dich da Hilfe finden??

Alles Liebe dir !

LG:)

Isis, nicht "vertreiben" lassen, wäre schade ...

LG:)
 
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