Meditation und Enthaltsamkeit

Hi Opti.

Ich setze dieses Körpergewicht, dass ich habe oder nicht habe instinktiv mit "Leicht" oder "Schwer" sein - mit leichtnehmen oder schwernehmen - gleich ...

Ich habe mal 3 Wochen heilfasten gemacht und nicht ein Gramm dabei abgenommen, obwohl ich nichts gegessen habe, nur getrunken ... seither glaube ich nicht mehr an die Mähr, dass unser Gewicht nur vom Essen kommt. Es hängt aber dennoch zusammen.

Ich empfinde viele Nahrungsmittel als "schwermachend" - einfach weil sie mit dem Tod, mit Leid oder Schmerz in Berührung gekommen sind oder totgekocht wurden ... sie selbst sind aber meiner Meinung nach nicht ausschlaggebend, sondern die Resonanz, die sie in mir finden und ansprechen ist ausschlaggebend ...

Es soll Menschen geben, die Gift trinken oder essen können und es einfach wieder ausscheiden :) ...

Es gibt sicher viele Wege, diese Resonanz zu unterbinden - man kann einfach alles meiden, was sie wieder in mir zum Klingen bringen kann, man kann versuchen, es aufzulösen oder aber auch es einfach hinnehmen. Ich denke es sind alles Wege ...

Ich habe ja geschrieben, dass ich mir eine Zigarette gedreht und mich damit in die Felder gesetzt habe. Mir ging es ganz schön mies, den ganzen Abend und noch einen Teil des nächsten Tages ... Aber jetzt ist wieder alles gut, alles ist wieder wie es vorher war ... wo ist das Problem ? Ich habe lange Zeit auch krampfhaft versucht alles zu meiden, abzustellen und von mir fernzuhalten, weil ich nicht mehr leiden wollte. Dieses Gefühl nicht mehr haben wollte - aber dabei geht die Lebensfreude flöten. Das ist auch ok, wenn man das so haben will - aber mir fehlt da was ganz entscheidendes - das Gefühl am Leben zu sein.

Ich bin froh, dass ich jetzt meinen Bedürfnissen größtenteils nachgeben kann und weiß, dass es eben dann zu Störungen und Unwohlsein kommt, aber das ist nicht von Dauer - nix ist von Dauer. Ich bin davon überzeugt, dass alles von alleine kommt - auch der Tag, wo ich überhaupt kein Bedürfnis mehr nach diesen Dingen habe ... dann werd ich sie einfach sein lassen, ohne dass meine Lebensfreude dabei auf der Strecke bleibt. Und das ist mir wichtig...

Ich hab oft den Drang nach einem einfachen Butterbrot. Frisches Brot vom Bäcker und einfach ein bisschen Butter drauf, das genieße ich dann genauso wie heute abend den BigMac von McDoof - beides mit einer lustvollen Glückseligkeit :) ... nur dass mir nach dem Butterbrot das Glückseligsein erhalten bleibt, aber na gut. Sowas weiß ich eben vorher ...

Oh und Studentenfutter mag ich auch - total - da gibt es noch eine Variation hier bei uns, da sind noch Kokosstreifen dabei und getrocknete Früchte - hm ... lecker !

Das ist auch schon wieder eine Kunst, 3 Wochen Heilfasten und dabei nichts abzunehmen.

Aber ich bin natürlich kein Fastenexperte. Wenn ich einmal 1, 2, oder drei Tage faste, dann trinke ich nur Kräutertee (ich trinke auch sonst nur Kräutertee, mit etwas Traubenzucker und Kakao, ich weiß, eine etwas eigenartige Mischung), etwas Öko-Gemüsesaft und vielleicht esse ich auch ein klein wenig.

Ich glaube, das Wesentliche ist wohl, dass man sehr gesundheitsbewusst einkauft. Dazu zählen für mich z.B. einige Öko-Produkte wie Milch, Butter, Tomaten, Kartoffeln, Gemüse (tiefgefroren), Gemüsesaft. Ich kaufe also gar nicht so viele Öko-Produkte. Aber ich achte sehr auf das, was ich einkaufe.
 
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Hallo Dhyana :)

Woran machst du fest, dass ich die Vorteile der Enthaltsamkeit zu erlangen versuche?

Ich mache nichts fest. Du fragst nach Vorteilen der Enthaltsamkeit. Ob du Enthaltsamkeit zu erlangen versuchst, ist mir egal.:)

Bonobo schrieb:
Was bedeutet es für dich, sich einem Verlangen nach einem Vorteil zu enthalten?

Keinen Gedanken nach Vorteilen nachzuhängen.

Bonobo schrieb:
Wenn es denn Vorteile hätte, dürfte ich dann nicht enthaltsam sein, weil es Vorteile hätte?

Ich bezweifle, dass du Enthaltsamkeit ernst nimmst, geschweige denn praktizierst. Dein Nick spricht das Gegenteil.

Bonobo schrieb:
Also wenn ich dich jetzt richtig verstanden habe, sollte ich nach Dingen suchen, die mir Nachteile verschaffen..aber das kannst du auch nicht gemeint haben.

Du hast mich nicht richtig verstanden.
..würdest du aber nach Dingen suchen, die dir Nachteile veschaffen, wäre das die beste Schule, die du durchgehen könntest und es wäre ein grossartiges Geschenk an deine Mitmenschen.
Verstehst du das?

LG D
 
Ja...ihr müßt werden wie die Kinder.

Sag ich doch.

Warum fragt denn der Junge, den du kennst?

:D

Nun ich würde mal vermuten, er holt sich so seine Aufmerksamkeit :D ... ;) oder es ist ein dezenter Hinweis an die Erwachsenen, dass sie ihm viel zu viel erklärt und gesagt haben, so dass er einfach sein Denken eingestellt hat und nun auf Input besteht ... ;) oder er hat zu viel Rappelkiste geschaut (Wer nicht fragt bleibt dumm - auch so ein saudummer Satz, gell).

Ich sag dann einfach: "Was meinst du, warum ?"

Also Bonobo, was meinst du, warum der Junge immer "Warum" fragt ?

Ich knuddel dich noch mal, ok ? :umarmen:
 
Mach ich gerne, also:

Der Weg zur Umstellung war steinig, der Entschluß zur "Fress-enthaltung"
umso einfacher.

Meine Mutter ist alles andere als glücklich verheiratet.
Gut, sie könnte sich ja auch trennen von ihm, getrennt sind sie ja sowieso, aber er verdient das Geld und sie arbeitet nicht mehr weil sie nicht will und
als Ausrede ein paar schicke Krankheiten wie zb Rheuma vorzuweisen hat.
Die schmerzenden Krankheiten, die Überforderung ihrer Mutterrolle gerecht zu werden
und die Depri haben ihr gut zugesetzt. Und so hat sie angesetzt- 40 Kilo halt.

Dann vor ein paar jahren hatte sie auf diesen inneren Gesamtklumpen eine Erkenntnis.Sie hat nach innen geschaut und darum gehts ja.
Nur muß der Leidensdruck offensichtlich immer riesengroß sein, bis man es wagt nach innen zu schauen.

Sie hat gesehen warum sie das alles in sich reinstopft und sich so lieblos behandelt. Also hat sie gehandelt, obwohl es ja eher ein passives Handeln wahr.
Keine Diet, Diät...was weiß ich.
Sie hat in einem relativ großen Ausmaß gesehen, das sie die Verantwortung für ihr Leben trägt. Sie leidet nicht,weil ihr Mann sie scheiße behandelt, sondern weil Sie sich das immer noch gibt, einfach nur weil sie sich ihre Zukunft ohne ihren Mann noch schwärzer vorstellt, als sie bereits ist.Unter anderem.
Scheiß Vorstellungen!
Machen einem immer einen Strich durch die Rechnung.

Da ist sie richtig aufgeblüht, nachdem sie sich gefühlt hatte.
Ist lockerer geworden, hat wie gesagt abgenommen....
Nur danach gehandelt hat sie nicht.
Wenn man eine Erkentnis hat, ist das unglaublich wichtig sie auch umzusetzten. Sonst schläft das gesehene Wissen wieder ein und das ganze
Schlamasel fängt von vorne an.
Eine Erkenntnis ohne Handeln reicht da nicht.

Ich fange einmal mit den zwei Punkten an, die mir am stärksten aufgefallen sind. Du sagst, dass viele Menschen meistens erst dann handeln, wenn der Leidensdruck eine gewisse Größe erreicht hat. Ich glaube, da ist etwas dran.

Und im selber Moment stelle ich mir natürlich die Frage, warum andere (Kranke), die denselben Leidensdruck haben, nicht ebenso handeln. Zum Leidensdruck muss vielleicht noch ein gewisser Mut, eine gewisse Erkenntnis und ein gewisses Bewusstsein hinzukommen.

Der zweite Punkt, der mich angesprochen hat, ist die Aussage, dass deine Mutter sich ein Leben ohne ihren Mann als noch schwärzer vorgestellt hat. Ich glaube, dass sehr viele Frauen einerseits in einer sozialen und auch in einer emotionalen Abhängigkeit zu ihrem Mann stehen. Dazu tragen die Frauen allerdings auch selber ein wenig bei.

Aber ehrlich gesagt, verstehe ich nicht so recht, was da bei deiner Mutter geschehen ist. Du sagst sie hat das lieblose Verhalten und die Abhängigkeit von ihrem Mann erkannt, hat sich aber nicht von ihm getrennt und ist aber trotzdem aufgeblüht.

Ach, so, jetzt verstehe ich. Der entscheidende Punkt war also, dass sie selber die Verantwortung für ihr Leben übernommen hat. Ich glaube, das ist ein sehr schwerer und langwieriger Weg.
 
Ich mache nichts fest. Du fragst nach Vorteilen der Enthaltsamkeit. Ob du Enthaltsamkeit zu erlangen versuchst, ist mir egal.:)



Keinen Gedanken nach Vorteilen nachzuhängen.



Ich bezweifle, dass du Enthaltsamkeit ernst nimmst, geschweige denn praktizierst. Dein Nick spricht das Gegenteil.



Du hast mich nicht richtig verstanden.
..würdest du aber nach Dingen suchen, die dir Nachteile veschaffen, wäre das die beste Schule, die du durchgehen könntest und es wäre ein grossartiges Geschenk an deine Mitmenschen.
Verstehst du das?

LG D

Nein ich verstehe dich leider nicht.

Wie kommst du darauf, dass du berechtigt wärst von meinem Nick auf meine Person zu schließen?

Kennst du mich?

Vielleicht solltest du dich deiner Vorurteile enthalten, was meinst du?

Praktizierst du deine Vorgabe selbst, keinen Gedanken an Vorteile nachzuhängen?

Welche Erfahrungen hast du damit gemacht?

..würdest du aber nach Dingen suchen, die dir Nachteile veschaffen, wäre das die beste Schule, die du durchgehen könntest und es wäre ein grossartiges Geschenk an deine Mitmenschen.
Verstehst du das?

Nein, erklär´s mir bitte.

Was soll das bringen?

Also, wie meinst du es, Dhyana?

Wenn es denn Vorteile hätte, dürfte ich dann nicht enthaltsam sein, weil es Vorteile hätte?

Da hast du mir noch keine Antwort darauf gegeben, sondern mich wegen meines Nicks beurteilt.

Ich bezweifle, dass du Enthaltsamkeit ernst nimmst, geschweige denn praktizierst. Dein Nick spricht das Gegenteil.

Tut mir leid, aber das hört sich alles nicht sehr schlüssig an, was du hier schreibst.

Wie sieht`s denn mit deinen eigenen Erfahrungen aus.

Kannst du etwas zum Thema beitragen?

LG B
 
Na, Dhyana, wieder zurück in Frankreich? Warst du nicht erst in den USA? Wie wars? Wie fühlt man sich so als Weltreisender in Sachen Spiritualität?
 
Ja, und wieder hier im Forum, mit all den lieben Kinderlein.

Opti, ich bin beeindruckt von deinem Schreibstil. Tja, Uebung macht den Meister.

Allein auf weiter Flur.:)

LG D

Du weißt ja, wie das mit dem Schreibstil ist. Man lernt immer dazu. Und irgendwann zeigen sich auch kleine spirituelle Fortschritte. Das macht das Leben dann etwas leichter und etwas angenehmer. Und vielleicht schafft man es sogar einmal, all die Dummheiten, besonders die Ungeduld und die Emotionalität zu kultivieren. Nein, das schafft bestimmt, wenn man sich darum bemüht.

Das Reisen scheint ja doch sehr anstrengend zu sein. Ich muss gestehen, ich träume zwar davon, die ganze Welt zu bereisen, aber zum Reisen selber habe ich gar keine Lust. Das ist mir alles viel zu mühsam. Meine Reise geht immer noch nach innen.
 
Ja...ihr müßt werden wie die Kinder.

Sag ich doch.

Warum fragt denn der Junge, den du kennst?

Kinder sind wie Inder.

Sag ich doch.

Da ist ja kein Wunder, dass er sich mit Sat Naam inne Haare liegt, der "das wahre Wort" heisst und der indische Gruss HalloDu ist.
Ja so zuckerhaft wie der opti schreibt- ich krieg einen solchen Hunger, ich geh jetzt kochen, mein Magen wurde optimal angehallodut, vielen Dank.:clown:
 
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Ich fange einmal mit den zwei Punkten an, die mir am stärksten aufgefallen sind. Du sagst, dass viele Menschen meistens erst dann handeln, wenn der Leidensdruck eine gewisse Größe erreicht hat. Ich glaube, da ist etwas dran.

Nicht ganz.
Ich sagte nicht handeln sondern hinschauen.

Handeln tun wir ja dauernt und ständig.
Die Frage ist doch aus welcher Motivation wir handeln.
Aus Angst oder aus Liebe.

Zum Leidensdruck muss vielleicht noch ein gewisser Mut, eine gewisse Erkenntnis und ein gewisses Bewusstsein hinzukommen.

Sie hat die "Fehler" plötzlich bei sich gesucht.
Warum ist sie so wie sie ist. Warum sieht ihr Leben so aus wie es ist?
Die Fragen stellt sich wohl jeder.
Die Antworten darauf sind in der Regel nix weiteres als Schuldprojektionen.
Mir gehts scheiße, weil die Gesellschaft so und so ist oder weil mein Partner mich wie Dreck behandelt...whatever.
Seinen eigenen Part an der ganzen Geschichte übersieht man da zu leicht.



Der zweite Punkt, der mich angesprochen hat, ist die Aussage, dass deine Mutter sich ein Leben ohne ihren Mann als noch schwärzer vorgestellt hat. Ich glaube, dass sehr viele Frauen einerseits in einer sozialen und auch in einer emotionalen Abhängigkeit zu ihrem Mann stehen. Dazu tragen die Frauen allerdings auch selber ein wenig bei.

Hehe, nicht nur Frauen, auch Männer...aber das ist eine andere Geschichte und soll ein anderesmal erzählt werden.:)


Aber ehrlich gesagt, verstehe ich nicht so recht, was da bei deiner Mutter geschehen ist. Du sagst sie hat das lieblose Verhalten und die Abhängigkeit von ihrem Mann erkannt, hat sich aber nicht von ihm getrennt und ist aber trotzdem aufgeblüht.

Siehste, da kommt das Handeln ins Spiel. Der Gott-Vertrauen-Test, könnte man sagen.
Wenn man eine Sicht/Erkenntnis auf die eigenen Verhaltensmußter hat, dann
lockert sich der Strick, der einem die Kehle zuschnürt, ein wenig.
Bezogen auf das Beispiel mit Mudda wäre die Konsequenz zb ausziehen.
Neustart eben. Aber es sollte nicht so sein...Sie ist wieder ein wenig "eingeschlafen".

Ach, so, jetzt verstehe ich. Der entscheidende Punkt war also, dass sie selber die Verantwortung für ihr Leben übernommen hat. Ich glaube, das ist ein sehr schwerer und langwieriger Weg.

Jein.:)
Der entscheidene Punkt war, das sie durch ihre unbewußte Angst Entscheidungen getroffen und verworfen hat, die sie direkt in ihr Leid hineinkatapultiert haben. Und somit konnte sie zeitweilig sich selbst vergeben-
und somit auch den "anderen" - ihre Projektionsfläche.
Und wenn man das kann weil man sieht, dann wird es still im inneren und man ist allein...mit sich in bester Gesellschaft.
 
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