Meditation und Enthaltsamkeit

Mir geht gerade die Frage durch den Kopf, ob die Enthaltsamkeit des Essens oder sich der Süssigkeiten zu enthalten, nicht sogar noch schwerer ist, als die sexuelle Enthaltsamkeit.

Ich habe nämlich gerade gelesen, dass die thailändischen Mönche zuletzt mittags um 11.30 Uhr etwas essen. Danach essen sie den ganzen Tag nichts mehr. Sie trinken gegen 17 Uhr noch ein wenig und danach, so viel ich weiß, trinken sie nichts mehr.

Sexuell enthaltsam zu leben, damit hat man nach einer gewissen Zeit (die kann allerdings auch etwas länger dauern) eigentlich keine Probleme mehr. Dagegen bereitet mir die Enthaltsamkeit bezüglich des Essens wesentlich größere Probleme. Aber zum Glück habe ich es doch hinbekommen, eine schlanke Figur zu bewahren. Aber einfach ist das nicht.

Hin und wieder habe ich es sogar geschafft, auf das Abendessen zu verzichten. Auch gelegentlichen Fasten fällt mir eigentlich nicht so schwer. Aber Abends schaut man doch immer wieder verstohlen in den Kühlschrank, ob da nicht noch eine Kleinigkeit zu finden ist. Zum Glück bin ich so vernünftig und kaufe keine Süssigkeiten mehr ein. Aber mein Laster ist der Kakao.
 
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hallo opti,
:clown: schön Dich zu sehen.

Sag ein mal, mir fiel ein für Dich:


hast Du den Begriff "Enthaltsamkeit" eigentlich ein mal global betrachtet? Also ein mal ganz konsequent auf alles angewendet, das Du erlebst? Das finde ich ganz spannend, weil da dann nur ein Ein ziger Weg für den gesamten Tag übrig bleibt. So als ob man ein Ant wäre. Für Ameisen ergeben sich ja auch alle Wege auf Seine Weise. Durch pures Dienertum.

tschööken

:liebe1:
 
Hin und wieder habe ich es sogar geschafft, auf das Abendessen zu verzichten. Auch gelegentlichen Fasten fällt mir eigentlich nicht so schwer. Aber Abends schaut man doch immer wieder verstohlen in den Kühlschrank, ob da nicht noch eine Kleinigkeit zu finden ist. Zum Glück bin ich so vernünftig und kaufe keine Süssigkeiten mehr ein. Aber mein Laster ist der Kakao.
haha, lol, das ist wirklich Zucker :kuss1:
 
Mir geht gerade die Frage durch den Kopf, ob die Enthaltsamkeit des Essens oder sich der Süssigkeiten zu enthalten, nicht sogar noch schwerer ist, als die sexuelle Enthaltsamkeit.

Jeder der mich kennt weiß, das ich wohl,wenn ich mich entscheiden
müste, die Süßigkeiten vorziehe!:lachen:
Gerade hab ich mir noch ein Snickers reingezogen.:)
 
Jeder der mich kennt weiß, das ich wohl,wenn ich mich entscheiden
müste, die Süßigkeiten vorziehe!:lachen:
Gerade hab ich mir noch ein Snickers reingezogen.:)

Und du meinst, du tust dir damit etwas Gutes an? Da esse ich lieber eine schöne Scheibe Schwarzbrot oder einen Apfel. Ich glaube, wenn man sich bewusst ernährt, dann kauft man dieses ganze süße Zeugs gar nicht mehr. Mir schmeckt es nicht einmal mehr. Es macht außerdem nur die Zähne kaputt und schlank macht es auch nicht gerade. Ich habe z.B. schon seit Monaten keine Chips mehr gegessen. Die kommen mir gar nicht mehr ins Haus. Wer weiß, was da alles für Zusatzstoffe drin sind. Und außerdem machen sie nur fett. Aber ich muß gestehen, ich bin anfällig für Schokolade. Zuletzt habe ich aber nur noch Öko-Schokolade gekauft. Aber das wird leider auch immer sehr schnell zur Sucht. Also esse ich jetzt auch keine Schokolade mehr. Und eigentlich vermisse ich sie auch nicht.
 
Aber um noch einmal auf das Verhalten der Mönche zurückzukommen, die zuletzt um 11.30 Uhr mittags etwas essen. Ich bewundere die Menschen, die solch eine Disziplin besitzen.

Vielleicht haben die Mönche auch den Vorteil, dass sie keine eigene Küche haben, wo sie mal eben etwas naschen können. Würde ich es z.B. schaffen, abends nichts mehr zu essen, dann wäre ich bestimmt auch ein wenig stolz auf mich. Aber ich habe meistens morgens keinen Hunger und esse deshalb morgens meistens nichts.
 
Und du meinst, du tust dir damit etwas Gutes an? Da esse ich lieber eine schöne Scheibe Schwarzbrot oder einen Apfel. Ich glaube, wenn man sich bewusst ernährt, dann kauft man dieses ganze süße Zeugs gar nicht mehr. Mir schmeckt es nicht einmal mehr. Es macht außerdem nur die Zähne kaputt und schlank macht es auch nicht gerade. Ich habe z.B. schon seit Monaten keine Chips mehr gegessen. Die kommen mir gar nicht mehr ins Haus. Wer weiß, was da alles für Zusatzstoffe drin sind. Und außerdem machen sie nur fett. Aber ich muß gestehen, ich bin anfällig für Schokolade. Zuletzt habe ich aber nur noch Öko-Schokolade gekauft. Aber das wird leider auch immer sehr schnell zur Sucht. Also esse ich jetzt auch keine Schokolade mehr. Und eigentlich vermisse ich sie auch nicht.

Aber hin und wieder ein Stück Schokolade...:)
Solange es nicht zum Frußtfressen mutiert ists OK.
Meine Muter hat seeehhr gerne genascht und aus dem Naschen wurde schnell ein Fressen. - Frustfressen.
Sie hat dann tatsächlich den eigendlichen Grund für ihr Süßigkeitengefuttere rausgefunden und schwups...40 Kilo runter.
Da war es kein Zwang mehr abzunehmen.
Sie hat sich mit Freude von etwas enthalten, wenn Du so möchtest.
 
Zitat Bonobo

Vorerst habe ich mich mit dem Interview mit Swami Chidananda befasst.



Zweifellos ein Mann, den man durchaus beneiden könnte, um seine innere Ruhe und Spiritualität.

Also, das Enthaltsamkeit Vorteile haben kann, möchte ich nicht bezweifeln.


Die Frage ist warum, welche Vorteile sie hat und, vor Allem, unter welchen Umständen sie Vorteile hat?

Welche Vorbedingungen machen also Enthaltsamkeit zu einer lohnenden Vorgehensweise?


Was sagt Swami Chidananda dazu?



Wenn ich richtig verstanden habe, dann fing der "enthaltsame Weg" erst nach Abschluß des zweiten Lebensabschnitts an.

Warum?

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Antwort opti.

Warum solch ein Verhalten, wie es Swami Sivananda besessen hat, von Vorteil ist, dürfte doch wohl offensichtlich sein. Du sagst ja selbst, ein Mann den man beneiden könnte. Das sagt doch eigentlich alles.

Die Vorbedingungen, warum sich jemand zur Enthaltsamkeit entschließt sind individuell. Allen dürfte gemeinsam sein, dass sie mit ihrem Leben nicht glücklich sind.

Der enthaltsame Weg fing bereits als Kind an. Etwa ein Drittel aller indischen Kinder, meistens aus der gehobenen Schicht, gingen meist schon im frühen Kindesalter zu einem Yogi, der oft mit einer Frau zusammenlebte, um dort zu lernen.

Sie lernten die täglichen Dinge des Lebens, halfen bei den anfallenden Arbeiten, beim Saubermachen, bei der Tierhaltung, beim säubern der Ställe, beim Sammeln von Brennholz, lernten aber auch Yoga, Meditieren und wurden in den Heiligen Schriften unterrichtet. Brahmacharya war selbstverständlich, sowohl beim Yogi und seiner Frau, als auch bei den Schülern.

Der einzige Lebensabschnitt, in dem Sexualität toleriert wurde, war die Zeit der Ehe. Aber auch dort wurde das intime Zusammensein eigentlich nur geduldet, um Kinder zu zeugen. Wenn die Eheleute die Absicht hatten, ein Kind zu zeugen, so wurde ihnen empfohlen, einmal im Monat miteinander intim zu sein. War der Kinderwunsch abgeschlossen, so wurde den Eltern empfohlen, enthaltsam zu leben.

Nach der Zeit der Elternschaft, bereiteten sich die Erwachsenen darauf vor, sich ganz auf Gott zu konzentrieren. Wie das im einzelnen ausgesehen hat, kannst du bei yoga-vidya.de sehr gut nachlesen.

Hallo Opti :)

Vielleicht können wir ja noch mal auf meine Fragen zurückkommen?

Also, das Enthaltsamkeit Vorteile haben kann, möchte ich nicht bezweifeln.


Die Frage ist warum, welche Vorteile sie hat und, vor Allem, unter welchen Umständen sie Vorteile hat?

Welche Vorbedingungen machen also Enthaltsamkeit zu einer lohnenden Vorgehensweise?


Die Antwort, die du mir hier gegeben hast erscheint mir nicht schlüssig, da sie nicht für alle Buddhisten gleichermassen gelten kann:

Die Vorbedingungen, warum sich jemand zur Enthaltsamkeit entschließt sind individuell. Allen dürfte gemeinsam sein, dass sie mit ihrem Leben nicht glücklich sind.

Bedeutet das, dass man erst unglücklich sein muß, um erfolgreich enthaltsam leben zu können?

Sexuell enthaltsam zu leben, damit hat man nach einer gewissen Zeit (die kann allerdings auch etwas länger dauern) eigentlich keine Probleme mehr.(...)

Also esse ich jetzt auch keine Schokolade mehr. Und eigentlich vermisse ich sie auch nicht.

Was bedeutet für dich eigentlich keine Probleme zu haben bzw. eigentlich nichts zu vermissen?

Eine ganz wichtige Frage zum Buddhismus allgemein ist die, nach der Reinheit der Lehre.Gibt es so etwas, wie den Buddhismus und Verhaltensregeln, die für ALLE Buddhisten gelten oder gibt es dort auch etliche verschiedene Strömungen, mit dementsprechend anderen Verhaltensregeln?

Wenn es verschiedene Regeln geben sollte, inwieweit unterscheiden sie sich und wie werden die Unterschiede begründet?

Liebe Grüße

Bonobo
 
Und du meinst, du tust dir damit etwas Gutes an? Da esse ich lieber eine schöne Scheibe Schwarzbrot oder einen Apfel. Ich glaube, wenn man sich bewusst ernährt, dann kauft man dieses ganze süße Zeugs gar nicht mehr. Mir schmeckt es nicht einmal mehr. Es macht außerdem nur die Zähne kaputt und schlank macht es auch nicht gerade. Ich habe z.B. schon seit Monaten keine Chips mehr gegessen. Die kommen mir gar nicht mehr ins Haus. Wer weiß, was da alles für Zusatzstoffe drin sind. Und außerdem machen sie nur fett. Aber ich muß gestehen, ich bin anfällig für Schokolade. Zuletzt habe ich aber nur noch Öko-Schokolade gekauft. Aber das wird leider auch immer sehr schnell zur Sucht. Also esse ich jetzt auch keine Schokolade mehr. Und eigentlich vermisse ich sie auch nicht.
:lachen: paaaah opti,heh, Du bist echt die Programmierung des Herrn. Schön Dich zu kennen, nach wie vor.

Weisst Du, wenn keiner in Dich reinkotzt, dann bist du für mich wie ein weisser Kristall, da bist du mit diesem Schreibfluss, den ein opti hat, auch gar nicht zu toppen.

Ich frag mich nur- also das frag ich mich jetzt ehrlich als Mensch, der schreibfliesst unter seinen Namen, auch im Leben- wann zerspringt das Christuskind opti denn mal?

Weil dann würd ich mich waaahnsinnig mit dir freuen. und könnte Dir anders begegnen, so wie DU bist.

Warum schreibt in Dir immer nur dudu, opti? Wo ist DuDu, wo ist DUDU? Und ich höre immer nur IchIch. niemals ichich- niemals ist gelogen, ich lese es zwischen den Zeilen. Die Stimme von ICHICH delegierst Du fein säuberlich in Texte anderer, damit Du nicht angefeindet wirst- das ist feige.

Das Selbst zurück zu halten empfinde ich in der Kommunikation als eine selbstverständliche Übung in meinem Leben. Ich weiss sehr gut, wie es ist, von diesen ganzen Selbstempfundenen Dingen, die andere auf einen Projizieren, umgeben zu sein. Dieses "Kristalldrama", so will ich dieses Erleben mal nennen, zerspringt z.B. im Faust, zwischen ihm und Mephisto. Der Zorn des Herrn liegt in Goethes Faust, nicht wahr?!

Und doch wissen wir beide sehr gut, dass sich auf Erden nur etwas wandeln wird, wenn wir alle unsere inneren Dramen überwinden und ablegen. Und Du offenbarst mit Deinem Text hier ein fortdauerndes Drama und ich unterstelle Dir Bewusstheit für Deine Worte. Weisst Du, Du erinnerst mich an eine Ameise. Ich sehe Dich durch Deine Wohnung krabbeln von Kühlschrank zu sonstigen Bedürfnissen und sehe Dich, wie Du dich beobachtest, was Deine Verlangen und Gelüste sind.

Daran ist nix Schlechtes, ganz im Gegenteil, das mache ich ganz genauso- sicher mit einem etwas anderen Fokus. Eine ununterbrochene Bewusstheit eben- "EIN DING" machen. Eine qualitativ sehr hochwertige Vorgehensweise.

Mir ist nur immer wieder mal die Frage gekommen: warum versteht der opti nicht, was Enthaltsamkeit ist? Warum hat er da Verständnisschwierigkeiten, denn sonst wäre es ja nicht sein Thema. Wo sind die Momente, wo er sich in seinem Lernen blockiert und deshalb nicht gänzlich erfährt, was Enthaltsamkeit ist, so dass es zu diesen thematischen Wiederholungen kommt, die einige für Besessenheit halten?

Manchmal habe ich den Eindruck, Du verweigerst Dich gegenüber Deiner eigenen Lernerfahrung. Weil du ja immer wieder in Gedanken gegen das, was Deine Augen sehen, vorgehst.

Dabei ist das Bild der Augen noch immer das Einzige, was uns der Herrgott gegeben hat. Und einige Laute hat er uns gegeben, viel mehr ist da nicht.

Also wo ist Problem mit opti und Enthaltsamkeit?

:liebe1:
 
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Aber hin und wieder ein Stück Schokolade...:)
Solange es nicht zum Frußtfressen mutiert ists OK.
Meine Muter hat seeehhr gerne genascht und aus dem Naschen wurde schnell ein Fressen. - Frustfressen.
Sie hat dann tatsächlich den eigendlichen Grund für ihr Süßigkeitengefuttere rausgefunden und schwups...40 Kilo runter.
Da war es kein Zwang mehr abzunehmen.
Sie hat sich mit Freude von etwas enthalten, wenn Du so möchtest.

Bow, 40 Kilo, tolle Leistung. Kompliment für deine Mutter. Ich mag Menschen, die solch einen starken Willen haben. Und es macht mich natürlich neugierig, warum deine Mutter zuvor so viel genascht hat und wie sie die Verhaltensumstellung geschafft hat.

Hin und wieder etwas Schokolade ist natürlich in Ordnung.
 
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