Meditation und Enthaltsamkeit

Bedeutet nicht auch Enthaltsamkeit sich der Vorurteile/Bewertungen der Sexualität gegenüber zu enthalten? Nur das ist wahre Enthaltsamkeit. Doch viele die enthaltsam leben tun das nicht. Stattdessen versuchen sie ihr Verhalten zu begründen ...

Entweder sie lehnen das Sexuelle selbst ab oder sie entwickeln eine Abneigung gegen das Weibliche. Sie trennen die angeborene Sexualität von sich ab, als wären sie ein toter Gegestand und hätten damit nichts zu tun ... als wäre es unrein und unmenschlich, nicht gottgegeben. Das ist aber ein großer Irrtum, der auf sie selbst zurückfällt. Sie schicken nämlich negative Energie/Gedankenschwingungen in diese Sache hinein, die auf sie wieder zurückkommen werden und müssen ... denn was wir säen das ernten wir. Die Gesetze wirken.

Das Interessante ist jetzt: Wer die Sexualität ablehnt ist GENAUSO in ihr verhaftet wie jemand, der sie bevorzugt zur Anwendung bringt.

lg
Topper
 
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Bedeutet nicht auch Enthaltsamkeit sich der Vorurteile/Bewertungen der Sexualität gegenüber zu enthalten? Nur das ist wahre Enthaltsamkeit. Doch viele die enthaltsam leben tun das nicht. Stattdessen versuchen sie ihr Verhalten zu begründen ...

Entweder sie lehnen das Sexuelle selbst ab oder sie entwickeln eine Abneigung gegen das Weibliche. Sie trennen die angeborene Sexualität von sich ab, als wären sie ein toter Gegestand und hätten damit nichts zu tun ... als wäre es unrein und unmenschlich, nicht gottgegeben. Das ist aber ein großer Irrtum, der auf sie selbst zurückfällt. Sie schicken nämlich negative Energie/Gedankenschwingungen in diese Sache hinein, die auf sie wieder zurückkommen werden und müssen ... denn was wir säen das ernten wir. Die Gesetze wirken.

Das Interessante ist jetzt: Wer die Sexualität ablehnt ist GENAUSO in ihr verhaftet wie jemand, der sie bevorzugt zur Anwendung bringt.

lg
Topper
Jo so isses. Nicht mehr und nicht weniger.

Liebe Grüsse,

Caya
 
Wenn alle, die nichts von Enthaltsamkeit verstehen, schweigen würden, wäre es hier sehr ruhig. Und das wäre mir nicht einmal unangenehm.
 
Wenn alle, die nichts von Enthaltsamkeit verstehen, schweigen würden, wäre es hier sehr ruhig. Und das wäre mir nicht einmal unangenehm.

Dein Seelenheil ist nicht das aller.
Unterschiedliche Bewusstseinsstufen bedingen verschiedene Sichtweisen, je nachdem, von welcher Position heraus gedacht und betrachtet wird.

Warum fällt es dir schwer, mitzulesen, wie sich im Gedankenaustausch einiges erhellen lässt und zur Meinungsfindung einzelner beitgetragen werden kann?
Mit deinem letzten Satz machst du u. U. andere mundtot und verhinderst durch eintretendes Schweigen Entwicklungsmöglichkeiten. Ist das das Ziel, was du anstrebst?
 
Wenn alle, die nichts von Enthaltsamkeit verstehen, schweigen würden, wäre es hier sehr ruhig. Und das wäre mir nicht einmal unangenehm.

das ist schön für dich opti :)

dann schweig still und les mehr mit und lerne :blume:

liebe grüsse,
wyrm
:firedevil


(p.s. weiss jemand wo iazpel steckt? ... da kommen erinnerungen bei mir
auf, chrchrchr :lachen: )
 
Wenn alle, die nichts von Enthaltsamkeit verstehen, schweigen würden, wäre es hier sehr ruhig. Und das wäre mir nicht einmal unangenehm.
Das würdest du Selbstgespräche führen, was du im Grunde ja bereits schon die ganze zeit machst. Das ist aber bei Leuten die den absoluten durchblick haben vollkommen normal - Die haben alle einen neben sich herlaufen. Mit dem reden die dann laufend - weil die sonst eben keinen mehr haben.
 
Das würdest du Selbstgespräche führen, was du im Grunde ja bereits schon die ganze zeit machst. Das ist aber bei Leuten die den absoluten durchblick haben vollkommen normal - Die haben alle einen neben sich herlaufen. Mit dem reden die dann laufend - weil die sonst eben keinen mehr haben.
hahaha lol, genau. deshalb empfehle ich auch nicht einen rechts und/oder einen links, sondern sex in sich drin :-) Det löst det Probleeeeeem. AUF. Weil dieder links und derdie rechts gar nicht mehr so auffallen.
Ach Gott ja, und der siebte da unten zwischen den Beinen, der ist doch natürlich, der Kleine, lassen wir den halt so natürlich wie er ist. DAS ist Enthaltsamkeit.

:banane:
 
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Zitat Bonobo

Vorerst habe ich mich mit dem Interview mit Swami Chidananda befasst.

Swami Chidananda wurde 1916 als ältester Sohn einer orthodoxen Brahmanenfamilie in Südindien geboren. Schon als Kind fühlte er sich von hingebungsvollen Liedern und Geschichten aus den hinduistischen Schriften sehr angesprochen. In den Jahren seines Studiums erweckten die Biographien und Lehren von modernen Heiligen wie Sri Ramakrishna, Swami Vivekananda, Ramana Maharshi oder Swami Ramdas in ihm eine glühende Sehnsucht nach dem spirituellen Leben.

Zweifellos ein Mann, den man durchaus beneiden könnte, um seine innere Ruhe und Spiritualität.

Also, das Enthaltsamkeit Vorteile haben kann, möchte ich nicht bezweifeln.

Die Frage ist warum, welche Vorteile sie hat und, vor Allem, unter welchen Umständen sie Vorteile hat.

Welche Vorbedingungen machen also Enthaltsamkeit zu einer lohnenden Vorgehensweise?

Was sagt Swami Chidananda dazu?

Zitat:
Im alten Indien, erklärte er, wurde ein Menschenleben mit hundert Jahren angesetzt und in vier Phasen geteilt. Die erste Phase war die Zeit als Schüler, die Zeit von Brahmacharya, wo vom jungen Menschen erwartet wurde, dass er sich intensiv seinen Studien widmete, seinen Körper gesund und kräftig machte und sich in jeder Hinsicht auf das darauf folgende Leben als Erwachsener vorbereitete. In diesem Abschnitt war Enthaltsamkeit geboten.

Der zweite Abschnitt war das Leben als verheirateter Mensch in der Familie, wo die Ausübung der Sexualität Voraussetzung und legitimer Teil des Lebens des Menschen ist; es wurde als die fundamentale Pflicht einer Familie betrachtet, Nachkommen zu haben, die dann die nächste Generation bilden würden.

"Der dritte Lebensabschnitt war die Zeit des Lebens in Abgeschiedenheit, wenn das Ehepaar die Pflicht zum Erwerb des Lebensunterhalts in die Hände der Kinder legte und den Geist auf Höheres richtete", erklärte Swamiji. Nun wurde die Praxis von Brahmacharya wieder Teil ihrer Sadhana.

"Dann, im vierten Abschnitt, wurde das Leben gänzlich Gott gewidmet. Man wurde Sannyasin, Mönch, und dann war das Zölibat natürlich automatisch.

Wenn ich richtig verstanden habe, dann fing der "enthaltsame Weg" erst nach Abschluß des zweiten Lebensabschnitts an.

Warum?

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Antwort opti.

Warum solch ein Verhalten, wie es Swami Sivananda besessen hat, von Vorteil ist, dürfte doch wohl offensichtlich sein. Du sagst ja selbst, ein Mann den man beneiden könnte. Das sagt doch eigentlich alles.

Die Vorbedingungen, warum sich jemand zur Enthaltsamkeit entschließt sind individuell. Allen dürfte gemeinsam sein, dass sie mit ihrem Leben nicht glücklich sind.

Der enthaltsame Weg fing bereits als Kind an. Etwa ein Drittel aller indischen Kinder, meistens aus der gehobenen Schicht, gingen meist schon im frühen Kindesalter zu einem Yogi, der oft mit einer Frau zusammenlebte, um dort zu lernen.

Sie lernten die täglichen Dinge des Lebens, halfen bei den anfallenden Arbeiten, beim Saubermachen, bei der Tierhaltung, beim säubern der Ställe, beim Sammeln von Brennholz, lernten aber auch Yoga, Meditieren und wurden in den Heiligen Schriften unterrichtet. Brahmacharya war selbstverständlich, sowohl beim Yogi und seiner Frau, als auch bei den Schülern.

Der einzige Lebensabschnitt, in dem Sexualität toleriert wurde, war die Zeit der Ehe. Aber auch dort wurde das intime Zusammensein eigentlich nur geduldet, um Kinder zu zeugen. Wenn die Eheleute die Absicht hatten, ein Kind zu zeugen, so wurde ihnen empfohlen, einmal im Monat miteinander intim zu sein. War der Kinderwunsch abgeschlossen, so wurde den Eltern empfohlen, enthaltsam zu leben.

Nach der Zeit der Elternschaft, bereiteten sich die Erwachsenen darauf vor, sich ganz auf Gott zu konzentrieren. Wie das im einzelnen ausgesehen hat, kannst du bei yoga-vidya.de sehr gut nachlesen.
 
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