Meditation und Enthaltsamkeit

:D

Nun ich würde mal vermuten, er holt sich so seine Aufmerksamkeit :D ... ;) oder es ist ein dezenter Hinweis an die Erwachsenen, dass sie ihm viel zu viel erklärt und gesagt haben, so dass er einfach sein Denken eingestellt hat und nun auf Input besteht ... ;) oder er hat zu viel Rappelkiste geschaut (Wer nicht fragt bleibt dumm - auch so ein saudummer Satz, gell).

Ich sag dann einfach: "Was meinst du, warum ?"

Also Bonobo, was meinst du, warum der Junge immer "Warum" fragt ?

Ich knuddel dich noch mal, ok ? :umarmen:


Hallo mara :)

Ich knuddel dich mal zurück :umarmen:

Ich denke, dass der Junge fragt, weil er etwas wissen möchte, eben warum etwas so gemacht werden soll, wie es ihm die Erwachsenen sagen.

Wenn die Erwachsenen es ihm vorleben würden, also authentisch wären, dann müßte er keine Verständnisfragen stellen, sondern könnte sich an ihrem Beispiel orientieren.

Was der Buddha in diesem Zusammenhang lehrte, erscheint im Tipi·aka wie folgt.
Nachdem wir etwas gelesen oder gehört haben, müssen wir es untersuchen, bis wir den Sachverhalt klar erkannt haben.
Wenn wir ihn noch nicht klar erkennen können, müssen wir ihn durchdenken und dann für eine Weile reifen lassen. Am Anfang sollten wir also nur das glauben und praktizieren, von dem wir klar erkannt haben, daß es so ist. Allmählich werden wir dann dahin gelangen, mit mehr und mehr Klarheit zu erkennen und zu glauben.
Dies ist eine sehr populäre Lehre des Buddha. Wenn euch jemand aus einem anderen Land darüber befragt, so erklärt sie aber auch richtig. Dem Tipi·aka nicht zu glauben, dem Lehrer nicht zu glauben, Berichte und Gerüchte nicht zu glauben und auf Logik basierenden Überlegungen nicht zu glauben - das hat eine verborgene Bedeutung. Wir müssen danach suchen. Nur einfach zu glauben ist töricht; nach klarem Erkennen zu glauben ist vernünftig. Das ist die buddhistische Haltung hinsichtlich des Glaubens: Nicht blind zu glauben, sich nicht nur auf andere Leute, Lehrbücher, Vermutungen, Überlegungen zu verlassen oder auf das, was die Mehrheit auch immer glauben mag, sondern vielmehr das zu glauben, von dem wir selbst klar erkennen, daß es so ist. So wird das im Buddhismus gehandhabt

Der Buddha lehnte es ab etwas zu lehren, was man nicht selber in Praxis umsetzen kann. Aber er ermutigte dazu das zu lehren, was man wirklich praktizieren kann. Der Buddha selbst hat der Menschheit auf diese Weise gedient. Andere zu unterrichten ist vorteilhaft, denn man lernt dabei auch selbst etwas über die Verwirklichung des Buddha-Dhamma, man kultiviert Wohlwollen und freundliche Gefühle (metta) und darüber hinaus wird auch der Intellekt entwickelt. Man sollte auch wissen, daß das die Verhaltensrichtlinie ist, welche der Buddha zur idealen Verhaltensweise erklärte. Ich fordere Euch daher auf, aus Mitgefühl, anderen bei ihrer Befreiung behilflich zu sein, indem Ihr ihnen den Weg so weit zeigt, wie ihr selber gelangt seid und Euch befreit habt.

aus:

Das buddhistische ABC, Dhamma-Prinzipien für kluge Leute
von Buddhadasa Bhikkhu
und
DER WEG ZUM BUDDHA DHAMMA1

So jetzt ist es gleich 10.17 Uhr.

Richtet euren Fokus auf all das, was immer ihr wünscht. Für das Wohl der gesamten Erde und Menschheit günstig sind positive Gedanken liebevoller Art.


Viel Spaß beim "positive Gedanken denken":kuesse:

und


Liebe Grüße

Bonobo
 
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Hallo mara :)

Ich knuddel dich mal zurück :umarmen:

Ich denke, dass der Junge fragt, weil er etwas wissen möchte, eben warum etwas so gemacht werden soll, wie es ihm die Erwachsenen sagen.

Wenn die Erwachsenen es ihm vorleben würden, also authentisch wären, dann müßte er keine Verständnisfragen stellen, sondern könnte sich an ihrem Beispiel orientieren.

Liebe Grüße

Bonobo

Hm. Das hört sich gut an, was du da schreibst, aber da fehlt noch was, denn vorleben tun sie dem kleinen Mann genau das, was sie ihm auch predigen und er fragt trotzdem "Warum" ...

So kommt es wohl auch darauf an, was dem jungen Mann vorgelebt wird und was man von ihm verlangt, was er leben und denken soll. Ich vermute, sein Warum ist also ein Protest dagegen, was er sieht und hört. In ihm scheint was anderes angelegt zu sein ...

*grübel* - mein Sohn fragt nie was - aber der redet wie ein Wasserfall - *grübel* :D ...
 
Hallo mara :)

Hm. Das hört sich gut an, was du da schreibst, aber da fehlt noch was, denn vorleben tun sie dem kleinen Mann genau das, was sie ihm auch predigen und er fragt trotzdem "Warum" ...

Ist das immer so, dass die Erwachsenen das Vorleben, was sie dem Kind predigen?

Nimm einmal die Kirche, die an ihre Mitglieder Forderungen bezüglich ihres Verhaltens stellt, sich aber selbst nicht immer daran hält.

Wenn die Erwachsenen sagen, mach das so oder so, damit du so oder so wirst, die Kinder aber dann sehen, dass dieses Verhalten keineswegs zu einem befriedigenden Zustand führt, dann ist doch klar, dass sie sich fragen, warum dieses Verhalten von ihnen gefordert wird, oder?

So kommt es wohl auch darauf an, was dem jungen Mann vorgelebt wird und was man von ihm verlangt, was er leben und denken soll. Ich vermute, sein Warum ist also ein Protest dagegen, was er sieht und hört. In ihm scheint was anderes angelegt zu sein ...

Der Protest rührt m.E. daher, dass das tatsächlich Wahrgenommene, sich nicht mit dem deckt, was ihm als Ergebnis, eines bestimmten Verhaltens in Aussicht gestellt wird.

Entweder weil das Verhalten an und für sich nicht sinnvoll ist oder das Verhalten zwar sinnvoll ist, jedoch nicht für Jeden und zu jeder Zeit und in jedem beliebigen Kontext.

Wenn du deinem Sohn ein bestimmtes Verhalten vorschlägst oder es gar von ihm einforderst unter der Vorgabe, es wäre sinnvoll für ihn, dann sollte er doch zumindest an deinem Beispiel erkennen, dass es tatsächlich die positive Wirkung hat, die du ihm als Begründung, für das eingeforderte Verhalten, angibst.

Kann er die positive Wirkung nicht erkennen wird er sicher nachfragen, warum du etwas von ihm verlangst, das für ihn offensichtlich nicht zu dem gewünschten und in Aussicht gestellten Ergebnis führt, oder?

*grübel* - mein Sohn fragt nie was - aber der redet wie ein Wasserfall - *grübel* :D ...

Dein Sohn redet sicher von seinen Erfahrungen die er gemacht hat, von dem was er beobachtet hat und zieht seine Schlüsse daraus, die er dann dir mitteilt.

Fragt dein Sohn wirklich NIE etwas?

Wie alt ist er denn?

Liebe Grüße

Bonobo
 
Du weißt ja, wie das mit dem Schreibstil ist. Man lernt immer dazu. Und irgendwann zeigen sich auch kleine spirituelle Fortschritte. Das macht das Leben dann etwas leichter und etwas angenehmer. Und vielleicht schafft man es sogar einmal, all die Dummheiten, besonders die Ungeduld und die Emotionalität zu kultivieren. Nein, das schafft bestimmt, wenn man sich darum bemüht.

Oft ist ein Menschenleben nicht lang genug, um die Auswirkungen unserer Dummheit zu verstehen und zu bereinigen. Doch, einige schaffen es.
Du weisst ja, es gibt nichts, das man ergreifen könnte, nichts das endgültig ist.
Wenn wir alle vorfabrizierten Vorstellungen loslassen, schaffen wir es.

opti schrieb:
Das Reisen scheint ja doch sehr anstrengend zu sein. Ich muss gestehen, ich träume zwar davon, die ganze Welt zu bereisen, aber zum Reisen selber habe ich gar keine Lust. Das ist mir alles viel zu mühsam. Meine Reise geht immer noch nach innen.

Richtig, wir müssen nirgendwohin gehen, um Buddhaschaft zu praktizieren.

LG D
 
Nein ich verstehe dich leider nicht.

Ich dachte mir, dass du mich nicht verstehen wirst. Das macht aber nichts.

Bonobo schrieb:
Wie kommst du darauf, dass du berechtigt wärst von meinem Nick auf meine Person zu schließen?

Es ist usuell, vom Nick auf die Person zu schliessen. Hätte ich gewusst, dass du mir die Berechtigung dazu versagst, wäre ich erst recht daraufgekommen.:) Ebenso schliesse ich daraus, dass du immer das letzte Wort haben willst.

Bonobo schrieb:

Ich kenne die Verhaltensweise der Bonobos.

Bonobo schrieb:
Vielleicht solltest du dich deiner Vorurteile enthalten, was meinst du?

Vorurteile? Ich stelle lediglich fest.

Bonobo schrieb:
Praktizierst du deine Vorgabe selbst, keinen Gedanken an Vorteile nachzuhängen?

Wen immer möglich hänge ich keinen Gedanken nach. Weder Gedanken über Vorteile oder Nachteile noch über Vorurteile, ausser ich habe es mit Menschen zu tun, die nichts anderes kennen. Wir sind mit unserer Umgebung verbunden, wir können uns nicht davon trennen.

Bonobo schrieb:
Welche Erfahrungen hast du damit gemacht?

Die wie eben beschrieben.



Bonobo schrieb:
Nein, erklär´s mir bitte.
Was soll das bringen?
Also, wie meinst du es, Dhyana?
Wenn es denn Vorteile hätte, dürfte ich dann nicht enthaltsam sein, weil es Vorteile hätte?

Da hast du mir noch keine Antwort darauf gegeben, sondern mich wegen meines Nicks beurteilt.
Tut mir leid, aber das hört sich alles nicht sehr schlüssig an, was du hier schreibst.
Wie sieht`s denn mit deinen eigenen Erfahrungen aus.
Kannst du etwas zum Thema beitragen?
LG B

Fragen über Fragen.
Doch, ich kann etwas zu deinen Fragen beitragen:

Feng kam zu seinem Meister und sagte:
Meister, ich habe eine Frage.
Der Meister: Wie schön, vergiss sie nicht.
F.: Aeh, ich meine, ich möchte etwas wissen.
M.: Ja, das habe ich gehört-und ich sagte: vergiss deine Frage nicht.
F.: Ah, du hast keine Zeit und willst sie mir vielleicht später beantworten.
M.: Nein, ich will sie dir gar nicht beantworten.
F.:..., aber dann bleib ich ja dumm, ich will doch von dir etwas lernen.
M.: Im Gegenteil mein Lieber, ganz im Gegenteil.
Wer Fragen hat ist offen für Antworten. Er sucht, und findet auf dem Weg zur Antwort einen ganze Menge. Kurz, er ist "offen", d.h. er ist lebendig. Wer eine Antwort hat, sucht nicht mehr, da ist nichts mehr offen.
F.: Aber es gibt doch Dinge, die ich nicht weiss...
M.: Gut, ich gebe zu, wenn du den Weg zur Toilette wissen möchtest, ist es hygienischer, ihn dir zu sagen.
F.: Nein, das meinte ich nicht. Es geht schon um eine Frage, die das-rechte- Leben-an-sich betrifft.
M.: Das dachte ich mir. Wenn ich dir auf einen solche Frage antworte, kann es sein, dass ich mich irre. Du hast deine Antwort, bist zufrieden und suchst nicht weiter- wäre das denn hilfreich?
F.: Nein, aber du irrst dich selten.
M.: Nun gut, nehmen wir an, ich irre mich nicht, sag dir aber aus meiner Sicht etwas, was für dich nicht angemessen ist. Sehr bald hiesse es überall: "Sieh, das kommt der Papagei des Meisters." Wäre das dann hilfreich?
F.: Nein,... wohl auch nicht...Ich sehe schon, ich werde mich selbst auf den Weg machen müssen, um meine Antwort zu finden.
M.: Siehst du, darum sagte ich: "Wie schön, vergiss sie nicht."
------Sag mal, was wolltest du denn Wissen?
F.::D

LG D
 
"Noch nie in meinem Leben - jedenfalls nicht seit ich berufstätig bin/war - habe ich so wenig Geld gehabt wie in den letzten 2 Jahren. Noch nie in meinem Leben bin ich so gut mit meinem Geld ausgekommen, wie in den letzten 2 Jahren.
Noch nie in meinem Leben, habe ich so wenig Geld gehabt wie in den letzten 2 Jahren. Noch nie in meinem Leben war ich so zufrieden, wie in den letzten 2 Jahren - außer vielleicht in meiner Kindheit. Da hab ich auch nix gebraucht und war mir selbst genug."

Diese Gedanken kamen mir heute so und ich teilte sie, wie ich so bin, direkt meinem Sohn mit, der dann meinte: "Ja, aber wenn wir jetzt ganz viel Geld hätten, dann könnten wir zum Beispiel in Urlaub fahren."

Ja klar. Wenn wir ganz viel Geld hätten, dann könnten wir dauernd in Urlaub fahren - ständig. So fahren wir alle 2 Jahre mal ans Meer und selbst wenn es nur ein Tag ist, entspannt uns das mehr als früher 3 Wochen am Stück. Wenn wir heute in ein Restaurant gehen, dann ist das für uns wie Weihnachten - etwas ganz besonderes und so benehmen wir uns auch. Wir sind ganz still und essen ganz bewußt und genießen und gönnen uns dann alles, was wir wollen ...

Enthaltsamkeit führt also zu Zufriedenheit, bei mir. Mir ist bei diesem Gespräch klargeworden, dass man sich auf diese Art und Weise selbst zufrieden machen kann. Wir suchen immer nach Aktion, nach dem Kick, nach diesem und jenem, was wir noch brauchen oder erreichen müssen und dann - ja - dann sind wir endlich zufrieden und glücklich, denken wir. Und dann fahren wir zuerst nach Holland, dann nach Frankreich oder Italien, nach Afrika oder Amerika und auch in Australien sind wir gewesen und auf Hawai und später dann fliegen wir zum Mond, weil wir nicht mehr wissen, wo wir noch suchen sollen nach dieser "Befriedigung" - aber anstatt zufrieden werden wir immer unzufriedener und unglücklicher.

Erst wenn wir uns enthalten, uns zurücknehmen, erst dann können wir wieder genießen. Wenn wir jeden Tag Sahnetorte essen können, dann kommt sie uns irgendwann an den Ohren wieder raus und wenn wir jeden Tag so oft Sex haben können, wie wir wollen, weil immer jemand "verfügbar" ist, dann wird es langweilig und wir suchen nach was neuem oder nach neuen Techniken oder Stellungen oder was weiß ich :) ... dabei ist das Gegenteil der Schlüssel zum Glück.

Weniger ist oft mehr. Und dazu müssen wir lernen uns zu beherrschen, zu verzichten, uns zurückzunehmen - um wieder genießen zu können. So empfinde ich meine Enthaltsamkeit.
 
"Enthaltsamkeit" ergibt sich meist von alleine. Sich zu Enthaltsamkeit zu zwingen, um irgendwas zu erreichen, halte ich nicht nur für sinnlos, sondern sogar für kontraproduktiv.

P.S.: Sag mal, Mara, erinnere ich mich richtig, dass wir voriges Jahr ein bisserl gequatscht haben? Damals hieß ich Klix, hab aber das Passwort vergessen und die Mailaddi nimmer. Wenn dus bist: Liebe Grüße.
:)
Hast nen Tipp, wie ich wieder zu dem alten Namen kommen könnte?
 
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