Meditation und Enthaltsamkeit

Und du meinst, du tust dir damit etwas Gutes an? Da esse ich lieber eine schöne Scheibe Schwarzbrot oder einen Apfel. Ich glaube, wenn man sich bewusst ernährt, dann kauft man dieses ganze süße Zeugs gar nicht mehr. Mir schmeckt es nicht einmal mehr. Es macht außerdem nur die Zähne kaputt und schlank macht es auch nicht gerade. Ich habe z.B. schon seit Monaten keine Chips mehr gegessen. Die kommen mir gar nicht mehr ins Haus. Wer weiß, was da alles für Zusatzstoffe drin sind. Und außerdem machen sie nur fett. Aber ich muß gestehen, ich bin anfällig für Schokolade. Zuletzt habe ich aber nur noch Öko-Schokolade gekauft. Aber das wird leider auch immer sehr schnell zur Sucht. Also esse ich jetzt auch keine Schokolade mehr. Und eigentlich vermisse ich sie auch nicht.

Also wenn ich mir was "Gutes" tue, dann esse ich genau das, was mir in den Sinn kommt und dann wenn es mir in den Sinn kommt (und gerade erreichbar ist) ... Fazit - ich esse selten was, manchmal vergesse ich es den ganzen Tag was zu essen ...

Wenn man mal bedenkt, jetzt, dass zb. SchokiEssen eine Ersatzbefriedigung ist, jedenfalls meine ich das, dann sagt mir mein Bedürfnis nach solcher Ersatzbefriedigung doch nur, dass mir was fehlt.

Wenn ich nun die Ersatzbefriedigung auch noch wegrationalisiere - das ist ja wie mit der Warnleuchte an der kaputten Gefriertruhe, die ich rausschraube und sage: "Jippieh - alles ist gut."

(ich war übrigens rauchen :) ... und bin immer noch Nichtraucher. Jetzt überzeugter denn je ! :3puke: )


Opti, ich denke es geht gar nicht darum die Enthaltsamkeit zu brechen, sondern darum sich einzugestehen, dass man immer noch Bedürfnisse hat, aber vernünftig genug ist, diszipliniert genug ist, ihnen nicht nachzugeben oder vll. auch einfach sich selbst einzugestehen, dass man Angst hat ... ??? Oder sich das eigene Unvermögen einzugestehen (das ist mir in meinem Fall klargeworden) und sich dann zu enthalten halte ich nicht für unklug, sondern für sehr weise :D ...

Also ich lerne viel hier in diesem Thema. Total ... :blume:
 
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Also wenn ich mir was "Gutes" tue, dann esse ich genau das, was mir in den Sinn kommt und dann wenn es mir in den Sinn kommt (und gerade erreichbar ist) ... Fazit - ich esse selten was, manchmal vergesse ich es den ganzen Tag was zu essen ...

Wenn man mal bedenkt, jetzt, dass zb. SchokiEssen eine Ersatzbefriedigung ist, jedenfalls meine ich das, dann sagt mir mein Bedürfnis nach solcher Ersatzbefriedigung doch nur, dass mir was fehlt.

Wenn ich nun die Ersatzbefriedigung auch noch wegrationalisiere - das ist ja wie mit der Warnleuchte an der kaputten Gefriertruhe, die ich rausschraube und sage: "Jippieh - alles ist gut."

(ich war übrigens rauchen :) ... und bin immer noch Nichtraucher. Jetzt überzeugter denn je ! :3puke: )


Opti, ich denke es geht gar nicht darum die Enthaltsamkeit zu brechen, sondern darum sich einzugestehen, dass man immer noch Bedürfnisse hat, aber vernünftig genug ist, diszipliniert genug ist, ihnen nicht nachzugeben oder vll. auch einfach sich selbst einzugestehen, dass man Angst hat ... ??? Oder sich das eigene Unvermögen einzugestehen (das ist mir in meinem Fall klargeworden) und sich dann zu enthalten halte ich nicht für unklug, sondern für sehr weise :D ...

Also ich lerne viel hier in diesem Thema. Total ... :blume:

Ehrlich gesagt, ich mag einfach eine schöne Scheibe Schwarzbrot mit Käse lieber, als all das süße Zeug. Und zwischendurch esse ich gerne einmal etwas Studentenfutter. Früher, als ich noch der erotischen Sinneslust fröhnte, da konnte ich essen, was ich wollte. Ich bleib immer schlank. Offenbar verbrennt der Sex eine ganze Menge an Kalorien. Heute muss ich leider etwas mehr aufpassen. Aber ich mache ja auch jeden Tag Sport und etwas Yoga. Und ich muss gestehen, ich habe immer die schlanken Yogis bewundert. Und so versuche ich auch zu werden, ich bin es eigentlich schon fast.
 
Hallo Opti :)

Vielleicht können wir ja noch mal auf meine Fragen zurückkommen?

Also, das Enthaltsamkeit Vorteile haben kann, möchte ich nicht bezweifeln.


Die Frage ist warum, welche Vorteile sie hat und, vor Allem, unter welchen Umständen sie Vorteile hat?

Welche Vorbedingungen machen also Enthaltsamkeit zu einer lohnenden Vorgehensweise?


Der Fragesteller scheint eine Krämerseele zu sein.:)

LG D
 
Enthaltsamkeit bedeutet unter anderem, sich dem Verlangen nach Vorteilen zu enthalten.

LG D

Hallo Dhyana :)

Woran machst du fest, dass ich die Vorteile der Enthaltsamkeit zu erlangen versuche?

Was bedeutet es für dich, sich einem Verlangen nach einem Vorteil zu enthalten?

Wenn es denn Vorteile hätte, dürfte ich dann nicht enthaltsam sein, weil es Vorteile hätte?

Also wenn ich dich jetzt richtig verstanden habe, sollte ich nach Dingen suchen, die mir Nachteile verschaffen..aber das kannst du auch nicht gemeint haben.

Wie meinst du es denn dann?

Liebe Grüße

Bonobo
 
Ehrlich gesagt, ich mag einfach eine schöne Scheibe Schwarzbrot mit Käse lieber, als all das süße Zeug. Und zwischendurch esse ich gerne einmal etwas Studentenfutter. Früher, als ich noch der erotischen Sinneslust fröhnte, da konnte ich essen, was ich wollte. Ich bleib immer schlank. Offenbar verbrennt der Sex eine ganze Menge an Kalorien. Heute muss ich leider etwas mehr aufpassen. Aber ich mache ja auch jeden Tag Sport und etwas Yoga. Und ich muss gestehen, ich habe immer die schlanken Yogis bewundert. Und so versuche ich auch zu werden, ich bin es eigentlich schon fast.

Hi Opti.

Ich setze dieses Körpergewicht, dass ich habe oder nicht habe instinktiv mit "Leicht" oder "Schwer" sein - mit leichtnehmen oder schwernehmen - gleich ...

Ich habe mal 3 Wochen heilfasten gemacht und nicht ein Gramm dabei abgenommen, obwohl ich nichts gegessen habe, nur getrunken ... seither glaube ich nicht mehr an die Mähr, dass unser Gewicht nur vom Essen kommt. Es hängt aber dennoch zusammen.

Ich empfinde viele Nahrungsmittel als "schwermachend" - einfach weil sie mit dem Tod, mit Leid oder Schmerz in Berührung gekommen sind oder totgekocht wurden ... sie selbst sind aber meiner Meinung nach nicht ausschlaggebend, sondern die Resonanz, die sie in mir finden und ansprechen ist ausschlaggebend ...

Es soll Menschen geben, die Gift trinken oder essen können und es einfach wieder ausscheiden :) ...

Es gibt sicher viele Wege, diese Resonanz zu unterbinden - man kann einfach alles meiden, was sie wieder in mir zum Klingen bringen kann, man kann versuchen, es aufzulösen oder aber auch es einfach hinnehmen. Ich denke es sind alles Wege ...

Ich habe ja geschrieben, dass ich mir eine Zigarette gedreht und mich damit in die Felder gesetzt habe. Mir ging es ganz schön mies, den ganzen Abend und noch einen Teil des nächsten Tages ... Aber jetzt ist wieder alles gut, alles ist wieder wie es vorher war ... wo ist das Problem ? Ich habe lange Zeit auch krampfhaft versucht alles zu meiden, abzustellen und von mir fernzuhalten, weil ich nicht mehr leiden wollte. Dieses Gefühl nicht mehr haben wollte - aber dabei geht die Lebensfreude flöten. Das ist auch ok, wenn man das so haben will - aber mir fehlt da was ganz entscheidendes - das Gefühl am Leben zu sein.

Ich bin froh, dass ich jetzt meinen Bedürfnissen größtenteils nachgeben kann und weiß, dass es eben dann zu Störungen und Unwohlsein kommt, aber das ist nicht von Dauer - nix ist von Dauer. Ich bin davon überzeugt, dass alles von alleine kommt - auch der Tag, wo ich überhaupt kein Bedürfnis mehr nach diesen Dingen habe ... dann werd ich sie einfach sein lassen, ohne dass meine Lebensfreude dabei auf der Strecke bleibt. Und das ist mir wichtig...

Ich hab oft den Drang nach einem einfachen Butterbrot. Frisches Brot vom Bäcker und einfach ein bisschen Butter drauf, das genieße ich dann genauso wie heute abend den BigMac von McDoof - beides mit einer lustvollen Glückseligkeit :) ... nur dass mir nach dem Butterbrot das Glückseligsein erhalten bleibt, aber na gut. Sowas weiß ich eben vorher ...

Oh und Studentenfutter mag ich auch - total - da gibt es noch eine Variation hier bei uns, da sind noch Kokosstreifen dabei und getrocknete Früchte - hm ... lecker !
 
Hallo Dhyana :)

Woran machst du fest, dass ich die Vorteile der Enthaltsamkeit zu erlangen versuche?

Was bedeutet es für dich, sich einem Verlangen nach einem Vorteil zu enthalten?

Wenn es denn Vorteile hätte, dürfte ich dann nicht enthaltsam sein, weil es Vorteile hätte?

Also wenn ich dich jetzt richtig verstanden habe, sollte ich nach Dingen suchen, die mir Nachteile verschaffen..aber das kannst du auch nicht gemeint haben.

Wie meinst du es denn dann?

Liebe Grüße

Bonobo

Ach Bonobo, du bist richtig niedlich :kuss1: - du erinnerst mich an einen kleinen Jungen, den ich kenne, der fragt bei allem, was man sagt: "Wahhhrummmm ?" und schaut dann so niedlich, dass man ihn einfach gern haben muss :) ...
 
Bow, 40 Kilo, tolle Leistung. Kompliment für deine Mutter. Ich mag Menschen, die solch einen starken Willen haben. Und es macht mich natürlich neugierig, warum deine Mutter zuvor so viel genascht hat und wie sie die Verhaltensumstellung geschafft hat.

Mach ich gerne, also:

Der Weg zur Umstellung war steinig, der Entschluß zur "Fress-enthaltung"
umso einfacher.

Meine Mutter ist alles andere als glücklich verheiratet.
Gut, sie könnte sich ja auch trennen von ihm, getrennt sind sie ja sowieso, aber er verdient das Geld und sie arbeitet nicht mehr weil sie nicht will und
als Ausrede ein paar schicke Krankheiten wie zb Rheuma vorzuweisen hat.
Die schmerzenden Krankheiten, die Überforderung ihrer Mutterrolle gerecht zu werden
und die Depri haben ihr gut zugesetzt. Und so hat sie angesetzt- 40 Kilo halt.

Dann vor ein paar jahren hatte sie auf diesen inneren Gesamtklumpen eine Erkenntnis.Sie hat nach innen geschaut und darum gehts ja.
Nur muß der Leidensdruck offensichtlich immer riesengroß sein, bis man es wagt nach innen zu schauen.

Sie hat gesehen warum sie das alles in sich reinstopft und sich so lieblos behandelt. Also hat sie gehandelt, obwohl es ja eher ein passives Handeln wahr.
Keine Diet, Diät...was weiß ich.
Sie hat in einem relativ großen Ausmaß gesehen, das sie die Verantwortung für ihr Leben trägt. Sie leidet nicht,weil ihr Mann sie scheiße behandelt, sondern weil Sie sich das immer noch gibt, einfach nur weil sie sich ihre Zukunft ohne ihren Mann noch schwärzer vorstellt, als sie bereits ist.Unter anderem.
Scheiß Vorstellungen!
Machen einem immer einen Strich durch die Rechnung.

Da ist sie richtig aufgeblüht, nachdem sie sich gefühlt hatte.
Ist lockerer geworden, hat wie gesagt abgenommen....
Nur danach gehandelt hat sie nicht.
Wenn man eine Erkentnis hat, ist das unglaublich wichtig sie auch umzusetzten. Sonst schläft das gesehene Wissen wieder ein und das ganze
Schlamasel fängt von vorne an.
Eine Erkenntnis ohne Handeln reicht da nicht.
 
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Ach Bonobo, du bist richtig niedlich :kuss1: - du erinnerst mich an einen kleinen Jungen, den ich kenne, der fragt bei allem, was man sagt: "Wahhhrummmm ?" und schaut dann so niedlich, dass man ihn einfach gern haben muss :) ...

Ja...ihr müßt werden wie die Kinder.

Sag ich doch.

Warum fragt denn der Junge, den du kennst?
 
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