Meditation und Enthaltsamkeit

Hass entsteht durch unverarbeitete seelische Verletzungen. Darum kann man den Hass nur beseitigen, wenn man sich diesen seelischen Verletzungen, die sich in der Regel auch psychosomatisch ausdrücken, stellt. Und das bedeutet Leid. Man muss bereit sein, dieses Leiden anzunehmen. Solch ein Prozess kann viele Jahre dauern.

Man kann leider auch in diesem Leid drin stecken bleiben...

Liebe IST immer.

Man kann sie dann leider nicht wahrnehmen,zulassen...die Liebe...

Für mich ist wichtig,auch durch das Leid hindurch zu gehen,auch wenn´s weh tut...

lieben Gruß

Nenharma
 
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Man kann leider auch in diesem Leid drin stecken bleiben...

Das ist die Ausrede der Menschen, die nicht den Mut haben, sich diesem Prozess zu stellen. Und das ist die große Mehrheit aller Menschen. Die flüchten sich dann in die Vorstellung von "Liebe". Wie die "Liebe" aber wirklich aussieht, erkennt man allzu schnell. Sie ist unecht und gespielt.
 
Das ist die Ausrede der Menschen, die nicht den Mut haben, sich diesem Prozess zu stellen. Und das ist die große Mehrheit aller Menschen. Die flüchten sich dann in die Vorstellung von "Liebe". Wie die "Liebe" aber wirklich aussieht, erkennt man allzu schnell. Sie ist unecht und gespielt.
Eben, opti - da redest du dich selbst hier in fast allen Threads schon die ganze Zeit selber raus - da du immer nur von anderen redest (nie von dir selbst), und nur andere zitierst oder auf sie verweist.
 
Wo Hass ist, da ist keine Liebe.
Dieses ist ein weitverbreiteter Irrtum. Und deshalb um so bedauerlicher. Solange wer noch glaubt, er müsse Haß bekämpfen, um Liebe zu erhalten, solange wird er Haß bekämpfen. Und die schmerzhafte Liebe, die sich im Haß verbirgt, nicht erkennen, weil er ihn ja bekämpft.

Solange nicht klar ist, daß Gegensätze immer ineinander enthalten sind, solange geht dieses Spielchen immer weiter im Kreis.
 
Hass hat mit der Liebe überhaupt nichts zu tun meiner Ansicht nach.
Die Angst und die Liebe sind die beiden ersten Ur-Gefühle.
Und erst aus der Angst entwickelt sich der Hass.

Wenn ich also alle Ängste ablege,bemerke ich plötzlich dass ich garnicht mehr hassen kann. :banane:

Und was bleibt übrig?
Liebe


Grüsse vom Narren
 
Hass hat mit der Liebe überhaupt nichts zu tun meiner Ansicht nach.
Die Angst und die Liebe sind die beiden ersten Ur-Gefühle.
Und erst aus der Angst entwickelt sich der Hass.

Wenn ich also alle Ängste ablege,bemerke ich plötzlich dass ich garnicht mehr hassen kann. :banane:

Und was bleibt übrig?
Liebe

Grüsse vom Narren

Ich denke schon, dass Hass und Liebe etwas miteinander zu tun haben. Dort wo Hass ist, kann keine Liebe sein. Seien wir doch ehrlich. Der Hass sitzt so tief in uns, er hat sich so sehr in uns verfestigt, dass wir sehr darunter zu leiden haben. Und diesen Hass können wir nicht so eunfach abschütteln. Uns vom Hass zu befreien, ist ein sehr schmerzvoller und langwieriger Prozess.

Natürlich gibt es auch Momente, in denen wir unseren Hass in all seinen Schattierungen nicht so stark empfinden, wo wir nicht so stark unter ihm zu leiden haben. Und sicherlich gibt es auch Momente, in denen wir sehr liebevoll sein können. Aber das sind eher vorübergehende, flüchtige Momente, die genau so schnell wieder vergehen, wie sie gekommen sind. Wir haben die Liebe in uns nicht verwirklicht. Ich glaube, Liebe hat man erst verwirklicht, wenn man den Hass vollkommen abgelegt hat. Dann handelt man nicht mehr aus taktischen Gründen, sondern selbstlos. Und dann geschieht Liebe nicht mehr aus Berechnung, sondern sie ist Bestandteil unseres Wesens. Davon aber sind wir doch alle weit entfernt.

Natürlich kann sich die Liebe entwickeln, wenn ich die Ängste ablege. Aber das ist ja gerade der springende Punkt. Dazu muss ich erst einmal den Mut haben, sich mit den Ängsten auseinander setzen. Dazu hat aber kaum einer den Mut. Die Menschen belügen sich doch pausenlos selber, nur um nicht die Wahrheit sehen zu müssen. Sie wehren sich doch mit Händen und Füssen dagegen. Sie flüchten sich lieber in irgendwelche Religionen und esoterischen Heilslehren, in Drogen, Tabletten, Alkohol usw. um ja nicht der Wahrheit ins Gesicht sehen zu müssen.
 
Wenn ich also alle Ängste ablege,bemerke ich plötzlich dass ich garnicht mehr hassen kann. :banane:

Und wenn ich es so recht bedenke, dann hängen Angst und Sexualität sehr eng zusammen. Wenn ich pausenlos meine sexuellen Energien für kurzfristigen sexuellen Genuss vergeude, dann entziehe ich dem Körper genau die Hormone, Eiweisstoffe, Mineralien und Botenstoffe, die er benötigt, um sich wohl zu fühlen. Auch daraus entsteht Angst. Ein rein physiologisches Phänomen und vielleicht sogar die Hauptursache für unsere Angst.
 
opti,ein schöner Text von dir.
Ich bleibe dennoch dabei,dass wir erst die Angst ablegen müssen,um den Hass zu verlieren.

Ich denke schon, dass Hass und Liebe etwas miteinander zu tun haben. Dort wo Hass ist, kann keine Liebe sein.

Sicher haben Hass und Liebe etwas miteinander zu tun,das streite ich nicht ab.
Denn es gibt die Hass-Liebe.
Und die kann sehr real sein.
Somit kann auch da wo Hass ist,Liebe sein.
Nur fragt sich dann was für eine Liebe das ist.

Aber wo Hass aus Angst entsteht,da kann keine richtige Liebe sein,das stimmt.
Nur denke ich,ist der Hass ein Produkt der Angst.

Grüsse vom Narren
 
Unser Geist ist ungezogen und verspielt. Er hüpft herum zu den Augen, den Ohren, der Nase, der Zunge und dem Körper und sammelt Sinnesobjekte ein. Sobald wir diese hereingelassen haben, sind wir auch noch dumm genug, den unwissenden dhammas (Dingen) die Steuerung zu überlassen und schon gibt es nur noch Ergreifen und Festhalten, “Ich“ und “Mein“.

“Still sein“ bedeutet, den Sinnesobjekten keinen Eintritt in den Geist zu gewähren, damit zufrieden zu sein, dass sie sich wie Wellen an der Küste des Geistes brechen und in sich zusammenfallen. Sieht zum Beispiel das Auge eine Form und es handelt sich nur um reines Sehen, nennt man das: “sichtbare Formen nicht in den Geist treten lassen“. Könnt Ihr das nicht, und Gefühle von Zufriedenheit oder Unzufriedenheit steigen auf, dann haltet hier ein. Fangt nicht an, entsprechend dieser Gefühle zu begehren.

Wenn die Welle hier endet, hat der Geist noch eine Chance, still zu sein. Wenn Ihr aber dem Gefühl erlaubt sich auszuweiten und Ihr darauf reagiert, werden “Ich“ und “Mein“ einen Moment später auftauchen und dukkha (Leid) wird entstehen. Das nennt man: “nicht still sein“. Es ist ein schlecht erzogener Geist, der sich weigert still zu werden.

Das “still sein“ der Zen Meister bezieht sich auf genau die Übung die der Buddha lehrte: erkennen, dass nichts, was immer es auch sei, im Sinne von “Ich“ und “Mein“ ergriffen und festgehalten werden sollte. Wenn es rein gar nichts gibt, an dem man sich festhalten könnte, welchen möglichen Zweck könnte dann unsere Geschäftigkeit haben? Welchen Sinn hat es, in uns selbst Verwirrung zu stiften, Dingen nachzujagen und ein Durcheinander zu verursachen? Sollten wir nicht vielmehr “still sein“?

Wir müssen nach suññata (der Leere in unserem Geist) Ausschau halten, sie allein ist unser Sehnen und Bestreben wirklich wert. Die Aussage, dass es eine Form der Leerheit gibt, die Verlöschen, Reinheit, Klarheit oder Frieden aufsteigen lässt, ist immer noch eine Sprachkonvention. Genau genommen gibt es nichts ausser der Leerheit. Und die Leerheit ist auch nicht die Ursache von irgend etwas. Sie ist Buddha; sie ist Dhamma; sie ist Sangha; sie ist der Weg. Sie ist Reinheit, Klarheit und Frieden. Alle diese Dinge sind in suññata (der Leere) mit inbegriffen.

Der Weg, um aus dieser Lehre Nutzen zu ziehen, besteht darin, das Bedingte Entstehen nicht stattfinden zu lassen. Eine Methode, das zu tun, ist es, diesen Prozess unmittelbar im Moment des Sinneskontakts abzuschneiden. Verhindert die Entwicklung von vedana (Gefühlen) , lasst es nicht zu, dass Gefühle von Zufriedenheit oder Unzufriedenheit aufsteigen. Wenn keine Gefühle erzeugt werden, kommt es nicht zu Begehren und Festhalten und nicht zur Geburt von “Ich“ und “Mein“. Die Geburt der Illusion von “Ich“ und “Mein“ liegt genau hier begründet: im Verlangen und Anhaften. Solange es nur die Sinneskontakt gibt, aber keine Gefühle entstehen, haben “Ich“ und “Mein“ keine Möglichkeit im Geist aufzusteigen. Dann gibt es keine spirituelle Krankheit und kein Leiden.

Das Kernholz des Bodhibaums
 
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