Lehre oder Abitur? Umfrage!

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Dein Kind will eine Lehre machen - obwohl es die Fähigkeit zu Abitur und Studium hat, was machst du?

  • Ich freue mich, dass mein Kind schon weiß, was es beruflich machen will und unterstütze es.

    Stimmen: 9 39,1%
  • Ich erkläre meinem Kind die Vorteile von Abitur und Studium, lass es aber selbst entscheiden.

    Stimmen: 12 52,2%
  • Ich rede meinem Kind seinem Plan aus, und schaffe es auch.

    Stimmen: 1 4,3%
  • Ich verbiete es meinem Kind! Keine Widerrede!

    Stimmen: 1 4,3%

  • Umfrageteilnehmer
    23
Naja irgendwann...irgendwann... relativiert sich das ^^



Nun ja es gibt genug Studierte, die im Grunde auch nur eine Fließbandarbeit haben. Da spielen ganze viele unterschiedliche Punkte mit.
Ja, das kenne ich auch, aber es ändert sich aktuell fulminant.
Man kann tatsächlich sagen, dass man in wenigen Jahren mit fast jedem Studienberuf beste Chancen haben wird - der studierte Taxifahrer ist wirklich Geschichte.
 
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es kommt schon auch sehr auf die Berufswahl und noch mehr auf die Firma an.
... und ob man nach einigen Jahren Berufstätigkeit noch mal einen ganz anderen Weg einschlägt.
Es ist ja nicht mehr so wie früher, dass man bei ein und dem selben Unternehmen nach 30, 40 Jahren in Rente geht.
 
Ich arbeite mein ganzes Berufsleben lang in einer Psychiatrie (im Studium als Krankenschwester, später dann entsprechend), aber so wenig hat auch damals niemand Vollzeit verdient, selbst Jahrespraktikanten hatten deutlich mehr.
War das eine halbe Stelle? (1300 netto kommt exakt für eine halbe Stelle zu dieser Zeit hin)
Nein, Vollzeit. Sagen wir einfach, der Arbeitgeber war ein Geizkragen und ich noch voller illusorischer Ideale, von wegen "Geld ist irrelevant, wenn man etwas tut, was einem Spaß macht und dabei noch anderen helfen kann". Heute bin ich nicht mehr ganz so blöd:X3:... Nur noch ein bisschen, vielleicht auch bisschen mehr als ein bisschen:LOL:
 
Es gibt zur Zeit extrem viele Quereinsteiger, also Menschen, die nicht Lehramt, aber dafür Biologie/ Chemie o.ä. studiert haben, die werden in aller Regel nicht verbeamtet.
Jemand mit klassischem Lehramtsstudium wird in aller Regel verbeamtet (NRW).

aber eben nicht überall
Da Bildung in Deutschland Ländersache ist, unterscheiden sich auch die Regelungen zur Verbeamtung von Lehrer /-innen von Bundesland zu Bundesland. Zum einen sind die Altersgrenzen in jedem Bundesland anders (siehe Tabelle 1) und auch nicht in jedem Bundesland werden Lehrer /-innen verbeamtet. In Berlin, Thüringen und Sachsen hat man sich dazu entschieden, Lehrer /-innen nicht zu verbeamten.

aus https://karriere.unicum.de/berufsorientierung/branchencheck/verbeamtung
 
Nein, Vollzeit. Sagen wir einfach, der Arbeitgeber war ein Geizkragen und ich noch voller illusorischer Ideale, von wegen "Geld ist irrelevant, wenn man etwas tut, was einem Spaß macht und dabei noch anderen helfen kann". Heute bin ich nicht mehr ganz so blöd:X3:... Nur noch ein bisschen, vielleicht auch bisschen mehr als ein bisschen:LOL:
Sozialpädagogik ist hier ein Fachhochschulstudium und wird nach drei Jahren mit dem Bachelor abgeschlossen, ein Master bringt (so sagen zumindest Kollegen, die diesen Beruf haben) wenig.
Das ist natürlich ein Unterschied zu einem Universitätsstudium, aber 1300 netto ist wirklich unterirdisch, da hat jede Krankenschwester, jede Erzieherin deutlich mehr (Vollzeit auf jeden Fall über 2000 netto).
Es muß ein sehr spezieller Arbeitgeber gewesen sein, grusel.^^
 
Du kannst die Gehälter/ Löhne googeln.
Aus meinem Umfeld weiß ich, dass Maler und Lackierer deutlich unter 2000 netto liegen (und auch im Alter in einem kleinen Betrieb die 2000er Grenze kaum knacken), Mechatroniker ebenfalls, aber da kommt es stark auf den Betrieb an (große Firmen zahlen mitunter deutlich mehr), bei Schlossern scheint es nicht anders zu sein (alles Steuerklasse 1) - noch schlimmer ist es bei typischen "Frauenberufen" wie Arztsekretätin, Verkäuferin, Bäckereifachverkäuferin - 1500 netto sind eher schon die obere Spitze nach 20 Jahren Berufserfahrung (ebenfalls Steuerklasse 1).

Das Einstiegsgehalt eines Lehrers liegt deutlich über 3000 netto und steigert sich noch massiv nach Verbeamtung und ein paar Jahren Berufserfahrung, - ein "normaler" verbeamteter Lehrer (GyGE) kommt immer über 4000 netto, unsere Assistenzärzte liegen meist noch drüber (mit Diensten, also einem normalen Klinikgehalt), Schuldirektoren, Fachärzte, gar Chefärzte ... darüber mag ich gar nicht nachdenken.
Klinische Psychologen (angestellt) liegen einkommensmäßg unter Ärzten, aber ein Wirtschaftpsychologe kann mitunter locker das Doppelte eines Arztes verdienen, je nachdem, wo er tätig ist.

Bei BWLern mit Master gibt es nach oben kaum Grenzen, allerdings kann man "nur" mit einem Bachelor schon Pech haben und anfangs nur so viel verdienen wie ein Handwerker, bei Juristen ist es total unterschiedlich (aber selbst als Fachanwalt für Familienrecht, also das Schlechtbezahlteste in diesem Sektor, in einer kleinen Kanzlei verdient man mehr als ein Handwerker), ein Richter kann allerdings im fünfstelligen Bereich liegen - monatlich!
Ein Feuerwehrmann (Brandmeister+Notfallsanitäter) liegt bei 2300 Einstiegsgehalt netto.

Letztendlich bleibt es die Frage - was kann man sein Leben lang machen, auch, wenn die Gesundheit nicht mehr so mitspielt, schafft man es, dauerhaft bei Wind und Wetter draußen zu arbeiten (Dachdecker, Landschaftsgärtner, Tierpfleger u.ä.), was für einen Arbeitgeber hat man, welche Aufstiegschancen gibt es usw. ...
Handwerker werden auch gebraucht. Oder andere Berufe ohne Matura/ Abitur. Es kommt auch nicht nur aufs Geld an. Manch einer ist glücklich in seinem Beruf.
Ich z.B
Und ich hätte die Zensuren fürs Studium gehabt, war aber politisch nicht korrekt.
 
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Bei mir wars so, dass von den ElternIchs her (xd) gar keine Alternative zum Abitur und auch Studium ernsthaft in Erwägung gezogen wurde. Trotzdem hab ich natürlich etwas rebelliert in der 9./10. Klasse…
Den Deutschunterricht in der Oberstufe, sowie Philosophie, dann Kunstgeschichte im Studium möchte ich heute aber keinesfalls missen.

Ich selbst wäre mit einer Modisten- oder Stukkateur-/Tischlerlehre bestimmt auch gut gefahren.
Nun mache ich Kunst, vermittle Techniken und Theorien, wobei dann das Handwerk wieder einen intellektuellen und historischen BildungsHintergrund hat und haben muss. Hand und Kopp.

Irgendwie schließt sich der Kreis immer.
 
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