Willkommen im grössten und ältesten Esoterik-Forum!
Hier findest Du alles zu Astrologie, Lenormand und Tarot, Karten legen, Feng-Shui, Traumdeutung, Religion und Spiritualität, Engel, Familien-Aufstellung, Gesundheit, Reiki
Registriere Dich kostenlos, dann kannst du eigene Themen verfassen und siehst wesentlich weniger Werbung

Lebensziele

Dieses Thema im Forum "Religion & Spiritualität" wurde erstellt von Evatima, 8. August 2020.

  1. Evatima

    Evatima Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. Februar 2019
    Beiträge:
    3.259
    Werbung:
    Synchronisiere Deine linke mit Deiner rechten Gehirnhälfte, damit sie im Einklang miteinander arbeiten! z. B. durch schöne Erinnerungen der Selbstwirksamkeit.

    Gunnar Schuster - Du brauchst nur 5 Minuten - Dr. BRUCE LIPTON (deutsch) Träume verwirklichen - Mentaltraining

     
  2. Evatima

    Evatima Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. Februar 2019
    Beiträge:
    3.259
    Ich bin dankbar, einen Traum verstanden zu haben, der mir aufzeigen wollte, dass es nicht darum geht, möglichst viel zu wissen, sondern in die Tiefe des Erlebens zu gehen. Im Traum wurde mir das Fenster zugesperrt, ich ließ mein Latein-Buch kraftlos fallen, obwohl ich doch gern noch so viel hätte erfahren wollen in meiner Wissbegier. Stattdessen versank ich in mich, das fühlte sich so schwer verdaulich an.

    Nach diesem Traum suchte ich nach der Bedeutung. Es war mir bewusst, weshalb meine Gesundheit es nicht zuließ, dass ich weiterhin derart viel Aufwand betrieb, um immer mehr zu wissen. Es ging einfach nicht mehr. Mein Körper setzte mir harte Grenzen. Der bekannte Coach Boris Grundl, gelähmt im Rollstuhl, wurde mein Vorbild. Immer wieder betonte er, dass man in die Tiefe gehen muss, nicht weiter, höher, schneller, sondern tiefer. Es geht darum, sein Thema wirklich zu vertiefen. Lieber weniger wissen, aber dafür das ganz tief und mehrdimensional. Es geht darum, zu fokussieren und alles, was davon ablenkt, loszulassen. Genau das ist auch die essentielle Lektion der Stoiker und der Minimalisten.

    Wenn ich heute den Fensterladen öffne und länger nach draußen schaue und die Szenerie beobachte, sehe ich in den Alltagsszenen weitaus mehr Tiefe als vorher. Der Zeit-Thread hat mir einiges über die Zeitdimension aufgezeigt, was ich nun lebe. Und ich denke, dass ich damit und mit den Lektionen im Stoizismus-Thread meinen Bereich abgesteckt habe und nicht mehr so viel Wissen anhäufen werde. Meine eigene Handlungsanleitung, die ich intuitiv entwickelte, passt auch wunderbar dazu, was zeigt, dass es eine runde Sache ist und für mich ausreichend vollständig. Ich wiederhole mich sonst nur. Und diesmal habe ich es genug vertieft und in mir verankert, damit es keinen Rückfall gibt.

    In letzter Zeit habe ich über meine Fehler nachgedacht, die mein Leben gesundheitlich einschränkten. Es lag vielfach an mir und das wurde mir heute wieder besonders klar. Das erkenne ich erst mit 50. Ist schon irgendwie bitter, vor allem weil ich schon jahrelang an mir arbeite. Doch war es offensichtlich zu wenig, obwohl ich haufenweise Fachliteratur dazu las und ich mich auch alternativ umsah. Doch die Verbindung zu meinem Körper blendete ich weiterhin aus, um damit auch meine Schmerzen zu unterdrücken. Doch war das ein Fehler, so arbeitete ich nicht daran. Meine Erkenntnis heute nach sehr vielen Jahren Lesen und medizinischen Therapien: Es muss über den Schmerzkörper gehen. Gerade dort, wo es weh tut.

    Mir wurde durch die wissenschaftliche Recherche für meinen Dimension-der-Zeit-Thread bewusst, dass man möglichst haptisch im Alltag bleiben muss, um die Kraft und das Feuer nicht zu verlieren. Abstrakte Tätigkeiten am PC (wie Geometrie) verschlingen viel Zeit und geben zu wenig Energie zurück. Aus diesem Grund wechsle ich nun die abstrakte Arbeit am PC mit körperbezogenen Aufgaben ab und es hilft mir wirklich und kräftigt mich spürbar. Das Couch-Leben ist schlichtweg handlungsblockierend. Auch dazu gibt es einiges im Zeit-Thread. Der Flow muss erhalten bleiben, sonst führt das zum bekannten Blues.

    Die Schriften der Stoiker gestalteten sich anfangs eher als archäologische Fragmente der Vergangenheit, hab dann die besten Bilder als metaphorische Zitate für mich adaptiert, die meinen Weg markieren. Nun kommt der Flow wie ein Film, indem ich den Kutscher als Ringer in mir auf dem Berg sehe, wie er sich den Weg bis zur Küste bahnt, sich dort ein Schiff baut und dem Sturm bis zum angepeilten Hafen trotzt und das Ziel in stoischer Gelassenheit erreicht.

    Nachdem ich die metaphorischen Bilder von Marcus Aurelius Antonius und meine von Seneca inspirierten Zeit-Erkenntnisse zu einer Geschichte verknüpfte mit den Stationen Ringer - Berg - Kosmos - Weg - Schiffbau - Sturm des Lebens - Seelenruhe, legte ich meine eigene Handlungsanleitung, die ich intuitiv entwickelte, daneben und merkte, dass sie Satz für Satz, Abschnitt für Abschnitt wie angegossen dazu passt, weil es sich folgerichtig natürlich so ergibt. Das ist eine feine Sache und freut mich!

    Erstaunlicherweise passt auch mein Leben zu diesem Muster: Nachdem ich hart in den Boxring des Lebens geworfen wurde, als meine Mutter schwer erkrankte, trat ich vom Berg aus, wo meine Mutter starb und das kosmische Fenster nach Drüben weit offen stand, einen neuen Lebensabschnitt an. Mein Weg führte mich an einen Ort mit der Tramstation Schiffbau in Zürich. Mein Leben verlief danach wirklich sehr stürmisch, worauf ich über den Minimalismus und Stoizismus zur stoischen Seelenruhe gelangte. Das alles träumte ich zudem noch voraus, bevor ich diesen Weg antrat, was mir bei der Orientierung half.

    Der Stoizismus selbst weist dieses Muster tatsächlich auch auf, gerade bei Marcus Aurelius Antonius, der kein verweichlichtes Leben führte, sondern großen Herausforderungen gegenüberstand, sodass er sein Leben auf das essentiell Wesentliche herunterbrach und fokussierte, um daraus seine Energie zu ziehen. Auch er ging nicht in die Weite, sondern in die Tiefe des Erkenntnisgewinns, denn jeder Tag konnte der letzte sein an der Front.

    Der Stoizismus wendet sich ab von der Reizüberflutung des Gedankenkarussells der Meinungen und dem Aberglauben der Vielgötterei und geht stattdessen den goldenen Weg des Ringers, nämlich der eigenen Intuition, um sich aufzurichten im geordneten Berg-Blickwinkel auf das Wesentliche, sich dabei transzendierend zum kosmischen Gott hin auszurichten und daraus die stoische Ruhe im Sturm des Lebens zu gewinnen.

    Cassius Dio unter anderem über Marcus Aurelius Antonius, der seinen Körper in der Jugend zu wenig trainierte und deshalb schwächlich und krank wurde, aber sich durch stoische Disziplin auszeichnete als vorbildlicher Kaiser:

    Antike: Wissen - Fakten - Hörbücher
    Die Adoptivkaiser Teil 3: Antoninus Pius und Mark Aurel (Cassius Dio)

     
  3. Evatima

    Evatima Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. Februar 2019
    Beiträge:
    3.259
    Ich bin dankbar, gesundheitsbedingt gewisse Wege nicht gegangen zu sein, die mich nur zu sehr an die Matrix gebunden hätten, gerade weil ich so wissbegierig und fleißig darin war. Dann hätte ich wohl nicht die besonderen Erfahrungen gemacht, wie ich sie erlebte. Dass ich einmal dafür dankbar sein werde, hätte ich nicht gedacht, aber es ist eben alles Führung von oben, auch der Schmerz.

    Marcus Aurelius Antonius empfand es ähnlich:

    Marcus Aurelius Antonius, Selbstbetrachtungen I 17.
    "Weiter danke ich dem Göttlichen, dass ich nicht zu große Fortschritte in der Redekunst gemacht habe, noch auch in anderen solchen Wissenschaften, die mich sonst leicht gänzlich gefesselt haben könnten; dass ich bei meiner Neigung zur Weltweisheit nicht in die Hände der Sophisten geriet, dass ich meine Zeit nicht durch Lesen ihrer Schriften, Verwicklung in Trugschlüsse oder Untersuchungen vergeudete, sondern mich stattdessen über die Art und Weise eines naturgemäßen Lebens lebhaft und oft in Gedanken beschäftigte; dass mir durch die Gaben, Hilfeleistungen und Eingebungen des Göttlichen nichts gefehlt hat, der Natur gemäß zu leben. Der göttlichen Güte schreibe ich es auch zu, dass mein schwächlicher Körper so viele Beschwerden des Lebens hat ertragen können."
    Quelle: https://www.projekt-gutenberg.org/antonius/selbstbe/chap001.html

    Auf kürzestem Weg, wie es sich bei den geradlinig bauenden Römern als gängige Bauweise erfolgreich etabliert hat, führt die fortlaufend selbst erbaute Römerstraße zur steilen Küste mit Strand, wo nun vor Ort ein Schiff zu errichten wäre für die nächste Etappe. Das Schiff ist gebaut, aber der Sturm tobt in der See und prescht in harten Wellen an die ungeschützte Felsküste. Wie die windstille, sichere Hafenbucht abseits vom Sturm als nächstes Ziel erreichen?

    Ich hatte immer wieder Träume, die eine Weg-Abkürzung oder Brücke zeigten oder mein wiedererlangtes Funktionieren als synchrone (Schiff-) Baustelle darstellten. Abgesehen von erstaunlichen präkognitiven Erfüllungen diesbezüglich im realen Leben, verwiesen diese auch auf eine innerfunktionale Bedeutung, wie mir bald klar wurde.

    Dazu passend gibt es eine schöne Beschreibung zum römischen Brückenbau über Stromflussläufe im bereits verlinkten Youtube-Video "Antike: Wissen - Fakten - Hörbücher - Die Adoptivkaiser Teil 3: Antoninus Pius und Mark Aurel (Cassius Dio)" von 8:40-10:20

    "Die Flussläufe (der Ströme) werden von den Römern fast mühelos überbrückt, da die Soldaten dauernd auch dies wie sonst eine Kriegsmaßnahme üben, sowohl an Ister (der Donau), als auch am Rhein und Euphrat. Der Vorgang, wahrscheinlich nicht allgemein bekannt, vollzieht sich folgendermaßen: Die Schiffe, mit deren Hilfe der Fluss überbrückt werden soll, sind breit gebaut und werden ein kurzes Stück stromaufwärts vor der geplanten Übergangsstelle verankert. Auf ein gegebenes Zeichen hin lassen sie als Erstes ein einzelnes Schiff nahe dem eigenen Ufer flussabwärts treiben. Kommt es dann auf die Höhe des Punktes, wo die Brücke entstehen soll, werfen sie einen mit Steinen gefüllten und an einem Seil befestigten Weidenkorb ins Wasser, der als eine Art Anker dient. Nachdem das Schiff derart vertäut ist, bleibt es in Ufernähe an seinem Ort. Und nun legt man zugleich mit Brettern und sonstigen Brückenbau-Materialien, welche das Schiff in großer Menge mit sich führt, ein Verdeck bis zum Landeplatz. Hierauf lässt man ein weiteres Schiff in geringem Abstand zum ersten und wiederum ein anderes jenseits davon flussabwärts fahren, bis so die Brücke das Gegenufer erreicht."
    Quelle: Youtube-Video "Antike: Wissen - Fakten - Hörbücher - Die Adoptivkaiser Teil 3: Antoninus Pius und Mark Aurel (Cassius Dio).

    Die aktuelle internationale Bewegung des Modernen Stoizismus sieht in der heutigen wissenschaftlichen Kognitionspsychologie in gewisser Weise eine Fortsetzung des antiken Stoizismus. Dazu passt ein Video der Psychologin Maja Storch, worin sie den inneren Motivationskonflikt auf ein römisches Ereignis bezieht, das Eingang fand in unsere metaphorische Redensart bei einer endgültigen Handlungsweise: den (Fluss) Rubikon überschreiten. Also auch hier wieder die römische Brücke.

    Maja Storch hat Psychologie, Philosophie und Pädagogik studiert. Sie ist Inhaberin, Mitbegründerin und wissenschaftliche Leiterin des Instituts für Selbstmanagement und Motivation Zürich (ISMZ) der Universität Zürich.

    Hier das kostenlose ZRM-Online-Tool der Uni Zürich:
    https://zrm.ch/zrm-online-tool-deutsch/

    Ich finde das erweiterte Rubikon-Modell ZRM mit den 5 Phasen bis zur Handlung wirklich hilfreich und sinnvoll: Unbewusstes Bedürfnis -> Bewusstes Motiv -> Rubikon mit MOTTO-Zielvision (bei mir: zur Erweiterung meiner täglichen Freiräume, wie die Reviererweiterung der Eidechse) -> Intension -> Vorbereitung mit MOTTO-Zielvision (bei mir: flexible, flinke Eidechse) -> Handlung.

    Hier ihr Rubikon-Video: ZRM - Training

     
    Schnefra gefällt das.
  4. Evatima

    Evatima Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. Februar 2019
    Beiträge:
    3.259
    Beim Rubikon-Video auf Youtube "ZRM - Training" kommt das Beispiel mit dem dicken Mann vor, der aus gesundheitlichen Gründen abnehmen sollte, aber keine Lust hatte dafür. Deshalb brauchte der unmotivierte dicke Mann eine freudvolle Perspektive. Die sportliche Aktivität in der freien Luft wurde kurzerhand positiv unbenannt in eine attraktive Zielvision: Meine täglichen Freiräume! ohne nervige Familie zuhause :D

    Vera F. Birkenbihl erklärt auf Youtube, warum das so wichtig ist:
    Richtige Einstellung - Mindset für Erfolg - Neues Denken - Lernen der Zukunft - Vera F. Birkenbihl

    Hier eine stichwortartige Zusammenfassung des Videos:
    Birkenbihl 3-Schritte-Methode des Erfolgs
    1. - Thema suchen
    - Plan fassen
    - Zieldefinition
    2. Unterscheidung zwischen Wille und Vorstellung:
    - Wille aus linker Gehirnhälfte in sprachlicher Form als Formulierung dessen, was man glaubt zu wollen, während
    - Vorstellung-Bild-Vision aus rechter Gehirnhälfte.
    - Bisherige falsche Annahme: Um Erfolg zu haben, bräuchte man einen starken Willen.
    - In Wirklichkeit braucht man eine starke Vorstellungskraft und nicht einen starken Willen.
    - Der Wille ergibt sich von selbst aus der Stimmigkeit der Vorstellung, deren Magnetkraft den Willen erzeugt,
    - wodurch Wille und Vorstellung an einem Strang ziehen.
    - Wenn Wille und Vorstellung nicht an einem Strang ziehen, ist die Vorstellung nicht stimmig, denn
    - die Vorstellung ist immer stärker als der stärkste Wille.
    - Die Vorstellung hat immer Erfolg, egal ob bewusst oder unbewusst. Erfolg ist nichts Anderes als das, was erfolgt.
    - Der Wille hat nur Erfolg, wenn Wille und Vorstellung übereinstimmen und am gleichen Strang ziehen, wobei die Vorstellung dominiert.
    - Wenn die Vorstellung eine Blockade kreiert, kann der Wille die sich realisierende Vorstellung der Blockade nicht durchbrechen,
    - denn die Vorstellung realisiert sich immer erfolgreich, auch die Vorstellung einer Blockade.
    3. - Deshalb mentale Inventur-Prüf-Technik auf Frage, ob Wille und Vorstellung an einem Strang ziehen (noch kein Mentaltraining).
    - Mentale Inventur-Prüf-Technik: Sich 10 Min. am Stück in der Zielsituation sehen (gezielter Tagtraum), NICHT 10-mal nur 1 Minute.
    - Wenn im Unterbewusstsein etwas dagegen ist, sind diese 10 Min. am Stück nicht ohne inneren Widerstand schaffbar.


    Richtige Einstellung - Mindset für Erfolg - Neues Denken - Lernen der Zukunft - Vera F. Birkenbihl

     
    Schnefra gefällt das.
  5. Evatima

    Evatima Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. Februar 2019
    Beiträge:
    3.259
    Die philosophischen Stoiker der Antike (wie Epiktet) zu Zeiten des Urchristentums (um 80 n. Chr.) haben sich eingehend mit Sein und Schein, Wille und Vorstellung beschäftigt.

    Ich fasse das für mich Wesentlichste punktuell zusammen: Epiktet, das große Vorbild des späteren römischen Kaisers Mark Aurel, war ein bedeutender antiker Philosoph sowie pragmatischer Ethiker und Theologe (geboren 50 n. Chr. in Hierapolis/Phrygien), der als Sklave in Rom mit den stoischen Lehren in Berührung kam. Von dort vertrieben gründete er daraufhin eine Philosophenschule in Nikopolis, wo er 138 n. Chr. starb in Epirus. Epiktet lehrte eine wertneutrale Betrachtungsweise, die es dem Menschen erlaubt, selbst zu entscheiden, welcher Wert er den Dingen beimisst, um sich nicht von den an sich wertneutralen Dingen und Zuständen des Lebens bestimmen zu lassen.

    Epiktet gab der angewandten Ethik (Moral) den Vorzug gegenüber einer rein theoretischen Logik. Durch diese innere Synchronisierung (Abgleichung) mit der wertneutralen Gegenständlichkeit wird das Leiden der innerseelischen Diskrepanz (also einem Missverhältnis) aufgelöst und es entsteht Übereinstimmung, Frieden und Glücksempfinden, ein versöhnliches, dankbares Einssein zwischen Innen und Außen sowie dem Göttlichen.

    Erstaunlich ist, dass ich unabhängig davon vorgängig ähnliche Gedankengänge in meiner persönlichen Anleitung niederschrieb, aber die Recherche zu Epiktet half mir, diesen Aspekt (als Sichtweise) noch besser zu verankern und zu vertiefen. Es zeigt aber auch, wie gut und ausreichend meine Intuition das alles vorher eigenständig erfasst hatte und es wirklich nur noch um die Umsetzung geht, was ja gerade Epiktet auch besonders betonte.

    Am Bergfuß ist die Basis noch breit und uneindeutig, die große Suche, viel Wissen, viel Theorie. Je höher du steigst, desto weniger Fragen hast du, dann geht´s in die Umsetzung des Wesentlichen bis in die höheren Dimensionen. Meine Gedanken und Worte gehen meiner Umsetzung immer voraus. Die Gedanken formen doch sehr stark das Leben, sie bauen das Leben mit der Zeit um. Und auf einmal wird es gelebt, wenn es wirklich von innen kommt.

    Nachdem ich meine persönliche Anleitung abgeschlossen hatte und kein Wort mehr fehlt, ging ich an die Umsetzung und ließ sehr viele Gedanken los, die mich nur ablenken und unnötige illusorische (Schein-) Welten nähren. Ich bin nicht mehr bereit, mir dadurch Energie entziehen zu lassen. Es geht mir um die gelebte Transzendenz (also ein Überschreiten der Grenzen von Erfahrung und Bewusstsein). So folge ich ganz meiner Intuition, so wie ich es bereits bei der Niederschrift meiner persönlichen Ziel- und Handlungsanleitung tat.

    Imee Ooi – Thema Medicine Buddha Dharani (Lights of Lazuli)

     
  6. Evatima

    Evatima Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. Februar 2019
    Beiträge:
    3.259
    Werbung:
    Ich finde das erweiterte Rubikon-Modell ZRM mit den 5 Phasen bis zur Handlung wirklich hilfreich und sinnvoll: Unbewusstes Bedürfnis -> Bewusstes Motiv -> Rubikon mit MOTTO-Zielvision (bei mir: zur Erweiterung meiner täglichen Freiräume, wie die Reviererweiterung der Eidechse) -> Intension -> Vorbereitung mit MOTTO-Zielvision (bei mir: flexible, flinke Eidechse) -> Handlung.

    In den beiden verlinkten Youtube-Videos 1. Innere & äußere Welten und 2. Samadhi werden parallel zu meiner selbst entworfenen Handlungs- und Zielanleitung sowie zum Stoizismus drei strukturelle Hauptkoordinaten der inneren und äußeren Orientierung wesentlich:
    Kosmos/Gott - Berg/Transzendenz - Leben/Intuition

    Das Reptil wird dort als mythisch tradiertes Symbol der Verbindung der Inneren & äußeren Welt beschrieben. Interessanter Aspekt, was mir selbst auch vorgängig passend erschien!

    Jakob Strauß - Zahme Zauneidechse vom Baggersee - Streifzug Allgäu



    Speziell zu den beiden verlinkten Youtube-Videos 1. Innere & äußere Welten und 2. Samadhi passt auch die Neue Philosophie des Realismus bzw. Neoexistentialismus von Markus Gabriel über Sinnfelder, diese fügt sich da gut ein, einerseits die Realität der inneren & äußeren Wahrnehmungsfelder sowie die Erkennbarkeit einer universalen moralischen Wahrheit:

    https://www.deutschlandfunk.de/mark...hster-sinn.700.de.html?dram:article_id=439198

    «Falsch: Alle Philosophien der letzten 2500 Jahre!» - Sternstunde Philosophie - SRF Kultur



    Ich bin dankbar, weil ich nun doch weitergekommen bin in meinem Thema und besser mit dem Druck umgehen kann aufgrund des damit verbundenen Perspektivwechsels, den ich mir unter göttlicher Führung über Monate intuitiv orientiert erarbeitete und am Ende wie ein Puzzle zusammenfügen konnte. Die Entwicklung läuft in der Regel wie eine Spirale, d. h. ich komme nochmal auf bereits Erarbeitetes zurück, kann es aber dann zusammenfassen, ergänzen und organisch zuordnen, was vorher eher noch vereinzelt gelernt wurde. Erst zusammengefügt hilft es mir dann ausreichend in meiner Situation. Einfach zu funktionieren, fiel mir schwer, aber jetzt konnte ich das gut mit spirituellem Sinn unterfüttern, sodass ich mich innerlich nicht mehr so querstelle. Es löst sich nun auf und ich kann wieder darüber hinaus Wünsche entwickeln.

    Das Verknüpfen von Außen und Innen kann bei mir jetzt nur im Alltag weitergehen, sonst bleibt das neu Erkannte letztlich doch untätige Theorie.
    Das hat sich bei mir so bewährt. Ich kappe das Seil meines Luftschiffs, das in meinen Alltag startet - mit Bergpanorama-Blick der Schweiz, wo ich lebe!

    Soothing Relaxation - Atmosphärische Fantasy-Musik mit Wunderschöner Natur

     
    Schnefra gefällt das.
  7. Evatima

    Evatima Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. Februar 2019
    Beiträge:
    3.259
    Alles was passiert, entspricht einem göttlich-kosmischen Sinn & Zweck, ohne deterministisch festgelegt zu sein. Es ist vielmehr Bewegung, Schwingung, das fließende Leben. Wir alle leben und weben und sind im Göttlichen des All-mächtigen Gottes. So nehme ich es wahr.

    Bei mir kommt noch hinzu, dass ich vieles voraussehe in Visionen und Wahrträumen und eigentlich weiß, in welche Richtung es geht und dass ich es dorthin schaffe, manchmal sogar mit dem Wissen, wie ich es schaffe.

    Aber ich muss trotzdem in das präkognitiv Wahrgenommene reinwachsen, bis ich mit dem Ich der Zukunft identisch werde. Ich merke, dass ich mich vermehrt diesem wahrgenommenen zukünftigen Ich angleiche und es immer mehr zur Gegenwart wird, parallel zur Erfüllung der vorausschauend wahrgenommenen Handlungen der sich nahenden Zukunft.

    So konnte ich auch meine von Gott intuitiv eingegebene persönliche Handlungsanleitung entwickeln und aufschreiben und von dieser Handlungsanleitung träumte ich sehr viel, dass sie nämlich selbsttragend in mir wird und ich mich dadurch innerlich geordnet und geortet fühle.

    Der Stoizismus ist so ziemlich der letzte Aspekt. Hätte ich schon vor dieser Aspektvertiefung reibungslos funktioniert, wäre ich womöglich nicht darauf aufmerksam geworden, womit ich viel Wertvolles verpasst hätte, denn meine Leitlinie ist, mich in allem runterzuschrauben, und alles, was geht, loszulassen.

    Ohne die Philosophie des christlich anschlussfähigen Stoizismus hätte ich auf einem niedrigeren Funktionsniveau weiterfunktioniert. Offensichtlich wollte Gott, dass ich nochmal innehalte, um den Stoizismus ganz bewusst zu integrieren und mein Funktionsniveau weiter zu transzendieren, damit ich nicht nur funktioniere, sondern dabei auch glücklich sein kann, so wie es mein künftiges Ich in meinen Visionen und Wahrträumen auch tatsächlich wird, was sehr faszinierend ist wahrzunehmen.

    BetinLG - Nobody Like You - Paul Wilbur

     
    Schnefra gefällt das.
  8. Evatima

    Evatima Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. Februar 2019
    Beiträge:
    3.259
    Die derzeitige internationale Bewegung des Modernen Stoizismus sieht in der heutigen wissenschaftlichen Kognitionspsychologie eine Fortsetzung des antiken Stoizismus.

    Das habe ich mehrfach gelesen und wird auch von einem Verhaltenstherapeuten bestätigt, der ganz bewusst den Stoizismus mit der heutigen Verhaltenstherapie vergleicht in seinen interessanten englischsprachigen Texten, z. B. in folgendem Artikel, wo er sogar Bezug nimmt auf das Schiff im Sturm und dies nun auch noch verhaltenstherapeutisch ergänzt mit der sogenannten AWARE-Methode

    AWARE (Accept - Watch - Act - Repeat - Expect), also
    - Akzeptiere Deine Angst als normale, harmlose, vergängliche Erstreaktion, wie bei einem wogenden Schiff im Sturm.
    - Schaue Dir diese flottierenden Angstgefühle mit Abstand wertfrei von außen an, wie vorüberziehende Wolken.
    - Verhalte Dich der Angst gegenüber gelassen, sanftmütig, achtsam geduldig und mutig, ohne Überbewertung.
    - Wiederhole angstneutralisierend die stoizistische Gelassenheit und gewöhne Dich an die Angst, ohne Vermeidung.
    - Erwarte eine realistische Verbesserung dadurch.

    Quelle: https://medium.com/stoicism-philosophy-as-a-way-of-life/being-aware-of-anxiety-1a71b9e1924d

    nikkyttmessianic PraiseandWorship - Paul Wilbur - Let The Weight Of Your Glory Fall - Lyrics



    Der Verhaltenstherapeut Donald J. Robertson, der wie gesagt den Stoizismus mit der heutigen Verhaltenstherapie vergleicht in seinen englischsprachigen Artikeln, bezieht sich auch auf die von Marcus Aurelius beschriebenen Aspekte der von mir hier im Thread vorgestellten metaphorischen Weg-Stationen Ringer - Berg - Kosmos - Weg - Schiffbau - Sturm des Lebens - Seelenruhe.

    https://medium.com/stoicism-philoso...ow-to-think-like-marcus-aurelius-232eea728ed4

    Soothing Relaxation - Wunderschöne Klaviermusik, Vol. 1 ~ entspannende Musik zum Lernen

     
    Schnefra gefällt das.
  9. Evatima

    Evatima Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. Februar 2019
    Beiträge:
    3.259
    Der Stoiker Marcus Aurelius Antonius,
    Selbstbetrachtungen. VIII 36, VII 29:

    “Lass dich nicht durch die Vorstellung deines Lebens
    *in seiner Gesamtheit* entmutigen!
    Fasse nicht *alle* Leiden, welche vielleicht noch an dich kommen können,
    nach Beschaffenheit und Menge *auf einmal* in Gedanken zusammen,

    sondern frage dich vielmehr bei jedem gegenwärtigen Vorfalle:
    Was ist denn daran eigentlich so gar nicht zu ertragen und auszuhalten?

    Erinnere dich ferner, dass weder das Zukünftige noch das Vergangene,
    sondern immer nur das Gegenwärtige dich drücken könne,
    letzteres aber vermindert werde, wenn du *es allein* ins Auge fasst
    und deine denkende Seele davon überführst,
    dass sie nicht einmal diese *kleine Bürde* aushalten könne.

    Mach den Einbildungen ein Ende!
    Hemme den Zug der Leidenschaften!
    Behalte die Gegenwart in deiner Gewalt!
    Mache dich mit dem, was dir oder einem anderen begegnet, vertraut.
    Trenne und zerlege jeden Gegenstand in seine Ursache und seinen Stoff!”


    Quelle: https://www.projekt-gutenberg.org/autoren/namen/antonius.html

    Dieses Zitat von Marcus Aurelius hat eine Frau ein ganzes Leben lang begleitet als Leitsatz und ihr Kraft gegeben.
    https://www.theatlantic.com/enterta...-procrastination-whining-and-struggle/276288/

    Ich finde diesen Leitsatz auch genial!
    Weiter hilft es mir, nicht in Problemen zu denken, sondern in Lösungen. Ich will mich nicht von den Problemen treiben lassen, sondern von meinen Visionen und Träumen beflügelt werden. Dabei denke ich immer an:

    Jesaja 40 Vers 31: "Die auf den Herrn vertrauen, gewinnen neue Kraft, sodass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, sie laufen und nicht matt werden, sie wandeln und nicht müde werden."

    Entwickle für Dein Ziel eine klare Vision - wie ein Schiff
    und behalte dies im Fokus,
    indem Du Ablenkungen davon loslässt.

    "Wenn Du ein Schiff bauen willst,
    dann trommle nicht Männer zusammen,
    um Holz zu beschaffen,
    Aufgaben zu vergeben
    und die Arbeit einzuteilen,
    sondern lehre die Männer die Sehnsucht
    nach dem weiten, endlosen Meer."

    (Antoine de Saint-Exupery)

    “Wenn auf einer Seefahrt das Schiff am Lande hält
    und du steigst aus, um Wasser zu holen,
    so magst du wohl nebenher eine Muschelschale auflesen
    oder einen Tintenfisch;
    dein Augenmerk aber muss aufs Schiff gerichtet sein,
    und du musst dich immer wieder umsehen,
    ob nicht vielleicht der Steuermann ruft.
    Ruft er dich, so musst du alles liegen lassen,
    damit du nicht gebunden in das Schiff geworfen wirst,
    wie es mit den Schafen geschieht.”

    (Der Stoiker Epiktet)

    Soothing Relaxation - Schöne Klaviermusik, Vol. 3 ~ Entspannende Musik zum Lernen

     
    Schnefra gefällt das.
  10. Evatima

    Evatima Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. Februar 2019
    Beiträge:
    3.259
    Werbung:
    Marcus Aurelius Antonius (seine Selbstbetrachtungen werden im englischsprachigen Raum heutzutage Meditationen genannt) findet unter anderem großen Anklang in der Kampfkunst-Szene, zusammen mit Sun Tzu (der chinesische Meister der Strategie und der Kriegführung) und Miyamoto Musashi (Das Buch der fünf Ringe - Klassische Strategien aus dem alten Japan).

    Auch früher schon wurde Marcus Aurelius Antonius (im deutschsprachigen Raum oft kurz Marc/Mark Aurel genannt) vor allem von Adligen und Militärangehörigen zum Vorbild genommen, während die Kirchen und Klöster eher Epiktet favorisierten. Auch ich ordne Epiktet eher dem Minimalismus zu (Besitzreduktion und Reduktion der Reizüberflutung), während Marc Aurel Zitat für Zitat zu meiner optimierten Handlungsanleitung passt, was derzeit für mich im Vordergrund steht.

    Interessant übrigens, wie der erste römische Kaiser Augustus als Pontifex maximus (höchster Priester) auftrat, weil die römische Bevölkerung unzufrieden war mit der aufkommenden Unmoral. Das erklärt wohl auch den eigenen stoisch-moralischen Anspruch des späteren Philosophenkaisers Marcus Aurelius Antonius.

    Ich fand einen interessanten englischsprachigen Artikel zum Stoizismus in der Stanford Encyclopedia of Philosophy https://plato.stanford.edu/entries/stoicism/

    Im dort ebenfalls zu lesenden Artikel "Marcus Aurelius" wiederholt sich vieles aus dem Stoizismus-Artikel der Stanford Encyclopedia of Philosophy, aber um den Kosmos-Aspekt erweitert:
    https://plato.stanford.edu/entries/marcus-aurelius/

    Inhaltlich vergleichbar ist dazu der deutschsprachige Bibelwissenschaftsartikel "Stoa"
    https://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/53988/

    nikkyttlyricsworship - For Your Name Is Holy - I Enter The Holy of Holies - Paul Wilbur - Lyrics

     
    Schnefra gefällt das.

Diese Seite empfehlen

  1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies.
    Information ausblenden