Es gibt zwar seit 2000 ein Gesetz, daß die Prügelstrafe für Kinder abschafft:
, aber die Wirklichkeit sieht erschreckend anders aus, immer noch, leider. Soziologen haben auch festgestellt, daß hinter der allseits beliebten und auch hier in diesem Thread vorgetragenen verharmlosenden Formel: ein Klapps hat noch keinem geschadet, eine ausgemachte Prügelpädagogik steckt.
http://www.tagesspiegel.de/meinung/gewalt-gegen-kinder-mehr-als-nur-ein-klaps/6338538.html
Das Ergebnis: Die Hälfte aller Eltern wenden immer noch Gewalt gegen Kinder an. Das neue Gesetz hat keineswegs die Empathie gegenüber dem Kind verstärkt. Das einzige, was sich geändert hat, daß Eltern jetzt eher mit schlechtem Gewissen zuschlagen: immerhin.
Es gibt einen klar emittelbaren und ermittelten empirischen Zusammenhang zwischen Gewalterfahrungen in der Kindheit und selbst ausgeübter Gewalt als Erwachsener. Insofern tragen die, die für das Gewaltprinzip als legitime Pädagogik eintreten, ihr Schärflein mit dazu bei, daß die Welt heute so ist, wie sie ist.
Gewalt pflanzt sich über die Generationen hinweg. Und denen, die da sagen: Uns hats auch nicht geschadet, denen sage ich: doch, euch hats geschadet.
Und zwar massiv. Kann doch nicht wahr sein, was ich in diesem Thread alles gelesen habe.