Kann man Kinder mit zuviel Bestätigung kaputt machen?

Kindererziehung Heute


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...hast Du Kinder?....

Dann wüsstest Du. dass ein Klaps (bevor auf die heiße Ofenplatte gegriffen wird) oder ein ,Brüller´lebensrettend sein können!

Ein Klaps kann dem Zwerg zeigen, dass es weh tut, wenn man seine Grenzen überschreitet - und das im ganzen weiteren Leben!

Ich bin Mutter von vier wunderbar geratetenen Kindern (...der Erfolg gibt mir recht) - und Großmutter von acht Enkelkindern, die ebenfalls sehr liebevoll - aber doch mit einer Portion Strenge erzogen werden...

Es geht nicht anders - wenn mir einer das Gegenteil erzählen will, lügt er sich selbst in den Sack - oder hat keine Kinder - oder eben ,verhaltensgestörte´!

Ja - und ich sag auch den berühmten Satz: ,uns hats nicht geschadet´....deswegen sind wir heut geradlinig und brauchbare Leute - und geben das an unsere Kinder weiter....!

Danke Vater und danke Herr Lehrer - Ihr habt ordentliche Menschen aus uns gemacht!

Ich wäre mir da an deiner Stelle nicht so sicher. Ich habe dafür schon zu viel aus deiner Feder gelesen, als daß ich deiner Selbsteinschätzung zustimmen könnte.
 
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Es gibt zwar seit 2000 ein Gesetz, daß die Prügelstrafe für Kinder abschafft:

Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung. Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig.
, aber die Wirklichkeit sieht erschreckend anders aus, immer noch, leider. Soziologen haben auch festgestellt, daß hinter der allseits beliebten und auch hier in diesem Thread vorgetragenen verharmlosenden Formel: ein Klapps hat noch keinem geschadet, eine ausgemachte Prügelpädagogik steckt.

Mit Dutzenden statistischer Tabellen bringt eine neue Studie jetzt diesen Tatbestand ans Licht. Beauftragt von der Zeitschrift „Eltern“ haben Meinungsforscher von Forsa dafür das Strafverhalten in der Erziehung erkundet. Ihr Fragebogen nutzt das gängige Vokabular der Verharmlosung – „ein Klaps“, „versohlen“ –, offenbar um den anonym Befragten einen Pfad zur ehrlichen Antwort zu bahnen.

http://www.tagesspiegel.de/meinung/gewalt-gegen-kinder-mehr-als-nur-ein-klaps/6338538.html

Das Ergebnis: Die Hälfte aller Eltern wenden immer noch Gewalt gegen Kinder an. Das neue Gesetz hat keineswegs die Empathie gegenüber dem Kind verstärkt. Das einzige, was sich geändert hat, daß Eltern jetzt eher mit schlechtem Gewissen zuschlagen: immerhin.

Da das eine oder andere Aufklärungspartikel in den öffentlichen Diskurs eingesickert ist, schlagen Eltern heute eher mit schlechtem Gewissen zu, wie die Studie ermittelte. Einige entschuldigen sich nach der Tat beim Kind, andere ärgern sich zumindest still über sich selber.

Es gibt einen klar emittelbaren und ermittelten empirischen Zusammenhang zwischen Gewalterfahrungen in der Kindheit und selbst ausgeübter Gewalt als Erwachsener. Insofern tragen die, die für das Gewaltprinzip als legitime Pädagogik eintreten, ihr Schärflein mit dazu bei, daß die Welt heute so ist, wie sie ist.

Gewalt pflanzt sich über die Generationen hinweg. Und denen, die da sagen: Uns hats auch nicht geschadet, denen sage ich: doch, euch hats geschadet.

Und zwar massiv. Kann doch nicht wahr sein, was ich in diesem Thread alles gelesen habe.:confused:
 
Ich wäre mir da an deiner Stelle nicht so sicher. Ich habe dafür schon zu viel aus deiner Feder gelesen, als daß ich deiner Selbsteinschätzung zustimmen könnte.

Gut! Dann weißt Du mittlerweile, dass ich authentisch schreibe - und nichts aus der Luft Gegriffenes oder irgendwo Gelesenes...

Immerhin bin ich lange genug auf dieser Welt und kann Erfahrenes vermitteln - und das kann niemals mit den Lebenserfahrungen anderer übereinstimmen!

Ob es nun gefällt oder nicht - sich selbst einschätzen zu können, ist ja keine schlechte Eigenschaft - jedenfalls solange es nicht zur SelbsÜBERschätzung ausartet....

;)
 
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Zitat von Tommy Beitrag anzeigen
Ich wäre mir da an deiner Stelle nicht so sicher. Ich habe dafür schon zu viel aus deiner Feder gelesen, als daß ich deiner Selbsteinschätzung zustimmen könnte.


Im Übrigen ist das hier nicht das Thema ...um über mich und meine Selbsteinschätzung zu diskutieren, müsstest Du einen eigenen Thread eröffnen...aber ich denke nicht, dass dies sehr interessant wär - weil jeder hier Anwesende ist wohl imstande sich selbst einschätzen zu können...oder auch ÜBERschätzen - kommt drauf an :D
 
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Im Übrigen ist das hier nicht das Thema ...um über mich und meine Selbsteinschätzung zu diskutieren, müsstest Du einen eigenen Thread eröffnen...aber ich denke nicht, dass dies sehr interessant wär - weil jeder hier Anwesende ist wohl imstande sich selbst einschätzen zu können...oder auch ÜBERschätzen - kommt drauf an :D

Nö, wenn du daherkommst mit lächerlichen Selbstlobeshymnen des Typs:

Ich bin Mutter von vier wunderbar geratetenen Kindern (...der Erfolg gibt mir recht) [...blablabla...] deswegen sind wir heut geradlinig und brauchbare Leute - und geben das an unsere Kinder weiter....!

Danke Vater und danke Herr Lehrer - Ihr habt ordentliche Menschen aus uns gemacht!

Dann wird ja auch mal eine Bemerkung möglich sein, die dieses Eigenlob in Frage stellt.

Ich habe früher als Kind gelernt: "Eigenlob stinkt."

Sagt dir das etwas?
 
Nö, wenn du daherkommst mit lächerlichen Selbstlobeshymnen des Typs:



Dann wird ja auch mal eine Bemerkung möglich sein, die dieses Eigenlob in Frage stellt.

Ich habe früher als Kind gelernt: "Eigenlob stinkt."

Sagt dir das etwas?

...ja....und das war alles?

Wie konntest Du denn dieses heute so gerne zitierte oder stets an die Oberfläche geholte ,Selbtwertgefühl´ oder Selbstbewusstsein´ aufbauen?

Oder hast Du in Deinem Leben nichts bewerkstelligt, wofür Du Dir selber auf die Schulter klopfen durftest?

...und lass mich bitte in Zukunft in Ruhe mit Deinen Stichelein - ok?

Ich hab Dir nichts getan!

Du aber stänkerst hier jeden an - aber mir ist jetzt zu mühselig, Deine Angriffspostings hochzupushen....wird eh jeder wissen...
 
...ja genau - deshalb!

Weil ein Klaps hinten drauf mehr Wirkung hat als dieses endloslange Einreden auf die Kleinen, die das noch gar nicht verarbeiten können - und noch aggressiver werden....
Das kennt man ja auch unter Erwachsenen - ein Dauer und Vielredner kann einem buchstäblich den Nerv töten...
Wie soll dann ein Kind damit zu Rande kommen?


Ach und mit dem Klaps hinten also mit Gewalt soll das Kind besser zurechtkommen ? Vorallem ein zweijähriges Kind das im Begriff ist im wahrsten Sinne des Wortes die Welt zu begreifen ?

es gibt definitiv Mütter denen man das Recht auf Kinder entziehen sollte ..
 
Hallo ihr Lieben,
ich bin in der Kinderbetreuung tätig und was ich so die letzten Jahre beobachte ist einfach nur erschreckend.
Ich bin auf der Suche nach der Ursache vom Verhalten unserer Kleinen.

Vom Gesetz aus ist Prügelstrafe verboten, also darf keiner mehr ein Kind mit Klaps und Co zurechtweisen.
Eltern die aber zum Klaps keine Alternative kennen sind hier überfordert, das Kind bemerkt das natürlich und weiss nun, dass ihm nichts passieren kann, das bisschen auf den Stuhl sitzen und warten als pädagogische Massnahme in den Kitas, usw. sitzen die nach dem dritten mal leicht ab.
Zu Hause vielleicht ein Fernsehverbot für ein-zwei Tage oder Zimmerarrest usw.
Es schreckt sie nicht ab. Gestern hab ich von einem 6 Jährigen gesagt bekommen, auf eine Korrektur:"was kümmert mich das."

Die meisten Kinderleins kommen arrogant und selbstherrlich rüber, überschätzen sich und ihr Können und die Gewaltbereitschaft und freche Antworten waren noch nie so extrem.

Viele haben bereits eigene Meinungen mit 3-4 Jahren und setzen sie stur durch, oder versuchen es, zu Themen die zu meiner Zeit frühstens in der Pubertät aufkamen.

Eine meiner Theorien ist, dass sie, durch zu viel Bestätigung einfach keine Grenze der eigenen Fähigkeit mehr wahrnehmen und keine Bedrohung mehr sehen und sich so falsch entwickeln, es bremst sie keiner mehr aus.

Ein gesundes Maas an Grenzen setzen und das auch mal mit einem Klaps oder laut werden ist, meiner Meinung nach für Eltern einfach nötig um den Kindern diese Grenze aufzuzeigen. Eltern die selber nie gelernt haben zu Reden lassen ihre Kinder verwahrlosen indem sie sie nicht mehr zurechtweisen weil sie glauben da Schläge verboten seinen, müssen sie immer freundlich mit dem Kind umgehen.
Oder Eltern die geschlagen wurden (ich meine richtig, nicht nur mal nen Klaps) wollen es besser machen, schlagen nicht mehr und lassen die Kinder alles machen was diese wollen und wissen auch nicht was und wie denn anders.

Dieses Gesetz hat nur Verwirrung gebracht, statt erst Aufklärung und obligatorische Erziehungskurse sind Eltern nun damit allein und die Erziehung muss in den Kitas , den Kindergärten und den Schulen statt finden, was einfach zu viel wird.

Ist grad etwas lang geworden und ich weis nicht ob ich es so formuliert habe, dass es richtig verstanden wird, nicht dass jetzt jemand denkt ich sein FÜR die Prügelstrafe, aber so wie es jetzt läuft stimmt etwas einfach nicht mehr.

Wie ist eure Erfahrung mit Kindern und eurem Grenzen setzen?

Bei den Kindern anzusetzen ist (für die Kinder) nicht zielführend.
Das Übel liegt im Elternhaus bzw. deren Erziehung die durch schlechtes Gewissen (Abwesenheit wegen Arbeit, Scheidungen usw.), Ängsten (perfekte Eltern) und Überforderung (ich brauche dringend Zeit für mich) geprägt ist.

Kinder brauchen bedingungslose Liebe, Grenzen und Konsequenzen.
 
Die ANTIAUTORITÄRE ERZIEHUNG führt logischerweise dazu, dass Kinder und Jugendliche KEINE Autoritäten mehr anerkennen.

Empfehle dir eine Auseinandersetzung mit den Erziehungstypen.
Du hast definitiv eine völlig falsche Vorstellung davon, was es bedeutet, ein Kind antiautoritär zu erziehen.
Nämlich genau die, die auch Eltern haben, die meinen antiautoritär wäre ein Nichtkümmern.
Das ist nämlich genau das Gegenteil.
 
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