* Impfungen Sinn oder Unsinn ? *

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Erfreulich, dass die meisten Menschen in Deutschland Impfungen vertrauen.

Trotzdem finde ich diesen Aspekt daran erschreckend: Laut einer RKI-Befragung sind Mythen wie diese in Deutschland verbreitet.
 
Wie der Staat bei Corona die, der Wissenschaft an sich zugrunde liegende Notwendigkeit des Zweifels, im Keim erstickte.

Es gibt einen Moment in jeder Krise, in dem eine Gesellschaft entscheiden muss, ob sie Angst oder Denken zur Leitlinie ihres Handelns macht. Während der Corona-Pandemie schien diese Entscheidung schnell getroffen: Sicherheit vor Zweifel, Konsens vor Debatte, Gewissheit vor Erkenntnis.
Der Staat trat auf wie ein Arzt, der eine Diagnose stellt und jede zweite Meinung verbietet. Dabei lebt Wissenschaft nicht von endgültigen Wahrheiten, sondern von der systematischen Infragestellung des bereits Gesagten. Zweifel ist kein Defekt wissenschaftlicher Erkenntnis, sondern ihr Motor. Wer zweifelt, arbeitet. Wer fragt, denkt.

In der politischen Kommunikation jener Monate jedoch wurde der Zweifel nicht als Methode verstanden, sondern als Gefahr. Wer Fragen stellte, galt schnell als Störenfried. Differenzierte Stimmen verschwanden im gleichen Schatten wie offen irrationale. Zwischen verantwortungsloser Leugnung und legitimer Kritik wurde selten unterschieden. Die öffentliche Debatte verkürzte sich zu einer moralischen Frage: auf der einen Seite Vernunft, auf der anderen Unvernunft.

Das Problem daran ist nicht nur politisch, sondern epistemologisch. Wissenschaft produziert keine Gewissheiten, sondern Wahrscheinlichkeiten. Sie korrigiert sich selbst, manchmal langsam, manchmal schmerzhaft. Doch genau diese Bewegung – Hypothese, Widerspruch, Revision – wurde während der Pandemie häufig als Zeichen von Schwäche interpretiert.

Der Staat reagierte darauf mit einer paradoxen Strategie: Um Vertrauen in die Wissenschaft zu sichern, musste er so tun, als gäbe es keinen Streit innerhalb der Wissenschaft. Das Ergebnis war eine Art politisch stabilisierte Wahrheit, die weniger dynamisch war als das Wissen, aus dem sie hervorging.

Die Ironie liegt darin, dass gerade diese Stabilisierung langfristig das Vertrauen untergräbt, das sie schützen wollte. Denn sobald sich Erkenntnisse ändern – und sie ändern sich immer –, entsteht der Eindruck, man habe zuvor etwas verschwiegen.

Vielleicht war dies die eigentliche Lektion der Pandemie: Nicht der Zweifel ist gefährlich für eine Gesellschaft. Gefährlich wird es erst, wenn der Zweifel verstummt.
 
Wie der Staat bei Corona die, der Wissenschaft an sich zugrunde liegende Notwendigkeit des Zweifels, im Keim erstickte.

Nö. Die Wissenschaftl lief auch in diesen Monaten durchaus wie gewohnt gründlich mit Zweifeln, Widerspruch, Diskussion etc. weiter. Der Punkt, den Du übersiehst, ist: Die Zweifel, die einige gerne mit eingebracht hätten, waren eigentlich keine Zweifel. Es war und ist unzweifelhaft, dass es Viren gibt. Es war und ist unzweifelhaft, dass da eine für Menschen bis dato unbekannte Viruserkrankungunterwegs war. Und anfängliche Irrtümer über die Art der Übertragung uvm. wurden während der Pandemie revidiert und korrigiert.

(...) Dabei lebt Wissenschaft nicht von endgültigen Wahrheiten, sondern von der systematischen Infragestellung des bereits Gesagten. Zweifel ist kein Defekt wissenschaftlicher Erkenntnis, sondern ihr Motor. Wer zweifelt, arbeitet. Wer fragt, denkt.

Prima. Woran möchtest Du denn zweifeln? Da gibt es viele Aussagen, bei denen Zweifel berechtigt sind. Und daneben gibt es trotzdem auch Aussagen, bei denen man sich eher lächerlich macht, wenn man diese anzweifelt. Wenn man z.B. wie GNM-Fan Stefan Lanka behauptet, Viren gäbe es gar nicht o.ä.

In der politischen Kommunikation jener Monate jedoch wurde der Zweifel nicht als Methode verstanden, sondern als Gefahr.

War ja auch eine Gefahr,weil eine falsche Entscheidung durchaus viele Menschenleben kosten kann. Da kann man es nicht so einfach drauf ankommen lassen, sondern muss mitunter auch basierend auf unsicheren Aussagen unbequeme Entscheidungen treffen.

Wer Fragen stellte, galt schnell als Störenfried.

Kommt drauf an,welche Fragen gestellt wurden.

Differenzierte Stimmen verschwanden im gleichen Schatten wie offen irrationale.

Nö.

Zwischen verantwortungsloser Leugnung und legitimer Kritik wurde selten unterschieden.

Nö.

Das Problem daran ist nicht nur politisch, sondern epistemologisch. Wissenschaft produziert keine Gewissheiten, sondern Wahrscheinlichkeiten. Sie korrigiert sich selbst, manchmal langsam, manchmal schmerzhaft. Doch genau diese Bewegung – Hypothese, Widerspruch, Revision – wurde während der Pandemie häufig als Zeichen von Schwäche interpretiert.

Nein. Es wurden nunmal auch lächerliche Widersprüche eingebracht; Du sprichtst selbst auch aus, dass es verantwortungslose Leugnung gab. Die legitime Kritik wurde durchaus davon getrennt betrachtet und behandelt.

Die politische Dimension kam dazu, weil eben eine Fehlentscheidung auch zu deutlichmehr Toten führen könnte. Der vergleichsweise lockere Weg Schwedens beispielsweise hat inder ersten Welle zu einer Übersterblichkeit in dem Land geführt, die sich gewaschen hat, so dass selbst Schwedens Chef-Epidemiologe Anders Tegnell später von einem Fehler sprach, wenn es vom "Schwedischen Weg" redete.

(...)
Vielleicht war dies die eigentliche Lektion der Pandemie: Nicht der Zweifel ist gefährlich für eine Gesellschaft. Gefährlich wird es erst, wenn der Zweifel verstummt.

Kommt drauf an, welcher Zweifel. Es gab und gibt immernoch Aussagen, bei denen man sich eher lächerlich macht, wenn man daran Zweifel ausspricht.
 
Ab und zu waren im Forum Links zu sehr wissenschaftlichen Texten eingestellt, und es wurde einem auch ohne ein eigenes Medizinstudium deutlich, daß akribisch geforscht wurde und wie diffizil die Fragestellungen gewesen sind (zB zum Andocken des Virus und was in den Zellen vor sich geht, nachdem jemand infiziert wurde usw.). Ich erinnere mich auch noch, daß Forschende mehrerer Länder in regem Austausch standen.

Ist klar, daß die Anderes zu tun hatten, als beständig jeden Fitzel ihrer Diskussionen an die Öffentlichkeit zu tragen. War aber ein weiterer Schritt gut ausgearbeitet, wurde er präsentiert. Da dran dann krittelnd herumzuzweifeln, nur weil Zweifeln und Kritteln so geil sind, obwohl man selber kein Mediziner ist und gar kein oder wenig Fachwissen hat, ist einfach nur dummdreist. Das sah ich damals so und das hat sich nicht geändert.
 




Danke für deine Antwort.

Ein Video das mich zu dieser zugegebenermaßen emotionalen und evtl unvorsichtigen Polemik hat hinreißen lassen würde ich gerne zur Diskussion stellen und bin durchaus auch an kritischer Zetpflückung interessiert.

Mein uneducated Gefühl nach dessen Sichtung ist, dass der Youtube-Warnhinweis zu Impfgegnerschaft an dieser Stelle völlig deplaziert ist und mein Argument des unkritischen Zusammenwürfelns fundierter Kritik mit verantwortungsloser Leugnung im öffentlichen Diskurs stützt.

Ich lasse mich aber gerne widerlegen und von Leuten die deutlich informierter sind als ich überzeugen.

Hier die Disussion von 2 auf mich nicht unseriös wirkenden Ärzten.


Meinungen dazu?
 
Danke für deine Antwort.

Ein Video das mich zu dieser zugegebenermaßen emotionalen und evtl unvorsichtigen Polemik hat hinreißen lassen würde ich gerne zur Diskussion stellen und bin durchaus auch an kritischer Zetpflückung interessiert.

Mein uneducated Gefühl nach dessen Sichtung ist, dass der Youtube-Warnhinweis zu Impfgegnerschaft an dieser Stelle völlig deplaziert ist und mein Argument des unkritischen Zusammenwürfelns fundierter Kritik mit verantwortungsloser Leugnung im öffentlichen Diskurs stützt.

Ich lasse mich aber gerne widerlegen und von Leuten die deutlich informierter sind als ich überzeugen.

Hier die Disussion von 2 auf mich nicht unseriös wirkenden Ärzten.


Meinungen dazu?

Das Video ist lang. 1,x Stunden sind viel Zeit, die ich jetzt nicht sofort nutzen werde, mir minutiös alles anzuhören, Notizen zu machen und zu benennen, wo ich bzgl. meinem Wissensstand zustimmen würde oder nicht, was bei mir als Nicht-Mediziner ohnehin leicht angegriffen werden kann.

Ich habe mir aber die Stichwortliste in der Video-Beschreibung durchgeschaut, und sie enthält sehr viele bekannte Themen, die in allen Diskussionen mit Impfgegnern auftauchen; z.B. Autismus, Thiomersal uvm. Stichworte aus dieser Liste wirst Du auch in vielen Impfthreads dieses Forums finden, wo es teilweise ausführlich und heftig durchgesprochen wurde.

Wie sieht das Video denn aus? Ist es eine Diskussion mit These und Gegenthese; ist einer der beiden Protagonisten eher pro Impfung und der andere eher contra? Oder interviewt der eine Mediziner (Hyman), der Host der Show, den anderen (Warsh) nur bzgl. seiner mehr oder weniger differenziert-kritischen Meinung zu Impfungen?

Beruft sich einer z.B. auf Andrew Wakefield mit seiner falschen und mittlerweile zurückgezogenen (Pseudo-)Studie, die angeblich gezeigt haben sollte, dass die MMR-Impfung Autismus bei Kindern auslöse?

Die meisten Stichworte bzw. Diskussionen darüber sind mir grob bekannt. Gibt es eines der Stichworte, was Dich besonders interessiert? Darüber können wir dann genauer reden, wenn Du willst. Dafür, jetzt das ganze Video abzuarbeiten etc. fehlt mir die Zeit.
 
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Was sollte an dem Video interessant sein? Sind das Fachleute? Wohl eher nicht.
Nicht jeder, der irgendein Arzt ist, ist qualifiziert im Bereich Viren und Impfung.

kurz die KI gefragt und die meint, er ist eher so ein allgemeiner Arzt-Schwatzer:


Übersicht mit KI ------------- Zitatanfang

Dr. Mark Hyman, ein bekannter Vertreter der funktionellen Medizin, hat sich während der COVID-19-Pandemie intensiv mit der Stärkung des Immunsystems, Prävention und der Behandlung von Long-Covid durch ernährungsbezogene und funktionelle Ansätze befasst.

Zentrale Ansätze von Dr. Mark Hyman zu COVID-19:

  • Stärkung des Immunsystems: Hyman betont, dass ein gesundes Immunsystem der beste Schutz ist. Dies erreicht man durch eine entzündungshemmende Ernährung (wenig Zucker, wenig verarbeitete Lebensmittel), ausreichend Schlaf, Stressmanagement und Bewegung.
  • Nährstoffe und Nahrungsergänzung: Er empfiehlt häufig die Einnahme von Vitamin D, Vitamin C, Zink und Omega-3-Fettsäuren, um das Immunsystem zu unterstützen.
  • Funktionelle Medizin bei Long-Covid: Hyman sieht Long-Covid oft als ein Problem chronischer Entzündungen und mitochondrialer Dysfunktion. Seine Ansätze zielen darauf ab, den Darm zu heilen, Entzündungen zu senken und die Energieproduktion in den Zellen (Mitochondrien) zu verbessern.
  • Kritik an der "Angst-Pandemie": Schon früh in der Pandemie (März 2020) äußerte er, dass die Angst um das Virus größer sein könnte als das Virus selbst, insbesondere für gesunde Menschen, und betonte die Wichtigkeit, sich auf den eigenen Gesundheitszustand zu konzentrieren.
  • Zusammenhang mit chronischen Krankheiten: Er weist darauf hin, dass COVID-19 besonders gefährlich für Menschen mit Vorerkrankungen wie Diabetes, Fettleibigkeit und Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist – Krankheiten, die durch funktionelle Medizin oft umkehrbar sind.
Seine Inhalte sind primär auf Englisch (Podcast "The Doctor's Farmacy", Blog auf drhyman.com), aber viele seiner Prinzipien werden im deutschsprachigen Raum im Kontext von funktioneller Medizin und ganzheitlicher Gesundheit diskutiert.

------------- Zitatende

Ja fein, gesunde Ernährung empfehlen und von Zucker abraten, das ist ne gute Sache. Soll er machen, das wird gebraucht.
Das war´s aber auch. Das Thema Impfung erfordert dann doch mehr als keck behaupten, Viren könnten fitten Mackern nix.
 
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