Vielleicht gibts ja noch eine Chance für Euch, wenn ihr beide euren eigenen Baustellen bearbeitet habt, jeder für sich allein.
Manchmal lieben Menschen einander und können dennoch nicht mitsammen leben. Da wäre es ein noch größeres Zeichen von Liebe, diesen Menschen loszulassen, damit er seinen Weg finden kann...und vielleicht....trifft man sich ja wieder.
@Felice
Alles so spontan, wie's mir aus dem Kopf kommt:
Das Argument, mit getrennten Wohnungen wäre die Beziehung vorbei, spricht nicht gerade dafür, dass dein Partner bereit ist, zur Erlösung und Entkrampfung der Situation (bzw. deiner Luftröhre) Wandel anzunehmen. Ich empfinde "lieben" oft als "wandeln": Annehmen, dass sich alles ändert, z.B. auch der Partner. Und es heißt auch, durch bedingungsloses Annehmen des anderen, sich Wandelnden, selbst gewandelt zu werden. Etwas in sich hineinzulassen, gewandelt und energiereicher zu werden, wieder nach außen abzugeben. Immer wieder neu. So funktioniert auch der Stoffwechsel: Atmen.
Innen und außen im Gleichgewicht ist wie gleichmäßiges Atmen die Harmonie, die du suchst.
Auf dein Luftproblem bezogen: Dein Partner atmet wenig aus und liebt offenbar die alte Restluft in sich drin: "Früher hat sie noch keine eigene Wohnung gebraucht, nicht Nein gesagt." Er lässt dich nicht los.
Du nimmst ihn dagegen nicht auf. Und atmest gar nicht richtig ein, sondern hast Angst, dass sich deine Lungenbläschen weiten und du Energie umsetzt. Ist das vielleicht auch ein Grund für deine Distanz: "Ich will keine neue Energie in mich reinlassen, mich nicht wandeln und auch nicht durch Berührung gewandelt werden, keinen Austausch, also bleibt mir vom Leib"?
Und: Brauchst du vielleicht deinen Freund, um zu herauszufinden, dass deine Lungenbläschen zwar eine Begrenzung sind, die aber durchlässig und nach Bedarf dehnbar ist?
Ich habe das Gefühl, du konservierst ein stillstehendes Vakuum in deiner Lunge, weil du dich schützen und selbst fühlen möchtest. Du kannst dich aber viel besser fühlen, wenn du atmest und dich beobachtest und immer wieder in dich hineinfühlst, egal, was passiert und was du tust. Richte deine Aufmerksamkeit immer darauf, was in dir los ist, und nimm dir nach wie vor den Raum dazu. Der hat nichts mit deinem Partner zu tun, sondern mit deiner Verantwortung dir selbst gegenüber.
Ich glaube nicht, dass dich dein Partner erstickt. Eine Entzündung weist auf Feuer hin. Heiße Luft. Irgendwo ist aggressive, feurige Energie, die irgendwas umwandeln will, weil es nicht anders zugelassen wird. Jetzt ist die Frage, ob ihr euren Boden der Beziehung, euern geteilten Raum, abfackeln wollt und ob das nötig ist.
Du spürst, hier muss was abkühlen, und deshalb atmest du gar nicht richtig, um das Brennen nicht weiter anzufachen.
Das Ersticken ist also nur ein Symptom.
Gegen Zündung hilft vielleicht Eis. Legt Euch auf Eis. Bekommt einen kühlen Kopf. Vielleicht helfen getrennte Wohnräume dabei, sich wieder öfter mal gerne aus freien Stücken zum Eisessen zu verabreden. Und schwupp atmet ihr. Klingt jetzt profan, aber vielleicht verstehst du, was ich damit sage.