Hinter dem Lächeln des Dalai-Lama

Ja, das "Volk" darf sich seine Lehnsherren selbst aussuchen... Klasse.
Ganz so ists nur eben nicht.
Tenzin hat vor geraumer Zeit ja die "Reinkarnation" des Lamas als quasi beendet genannt. Der witzige dahinter ist, dass es dabei um die TRADITIONSLINIE der Einweihung als DalaiLama geht.
Es wurden doch bereits 2 Favoriten als Nachfolger auserkoren, die aber dann schwuppppps, schon "älter" sind, und sich als würdig erwiesen haben. Ist ziemlich komplex, aber an sich ein ganzschöner Witz.

Die Gelugpas sind eben nicht, grad derer "Vorzeigeherr", klassische Verfechter des rechtshändigen Pfades. Wer echt so einfältig ist, das zu glauben, sollte sich vorher mal die 3 Tantras durchlesen, nach denen jene leben.
Tibetischer Buddhismus hat mit dem chinesischen in seinen Kernpunkten nicht viel gemeinsam, ausser dass es den Namen trägt, und ist auch IN sich selbst, kritisch (innerhalb der einzelnen Schulen und Wege).
Das MUSS hier einfach mit aufgezeigt werden, sonst macht die Diskussion keinen Sinn und dreht sich im Kreis.
Goldner, der Typ aus dem Film, spricht gewiss auch ne Menge Kram, der nur "halbgar" ist, ja. Das Aber ist, es verweist eben auch auf Dinge hin, die innerhalb der Gelbmützen praktiziert werden, in Tibet, und der DalaiLama sitzt in Indien, und nickt das alles ab.
Vielleicht sollte mal mit nachgeforscht werden, wer damals seine Flucht nach Indien mitbezahlt hat, und Warum... DAS ist sinnvoll.
Das hab ich nicht geschrieben, das es sich den 'Lehnherrn' selber aussuchen könnte, nur scheint die Jugend lieber in den Kampf gegen die Chinesen ziehen zu wollen, als in der Hinsicht dem Dalai Lama folgen zu wollen. Was der Dalai Lama abnickt und was sein Verwaltungsapparat tatsächlich tut, sind nun häufig zwei paar Schuhe. Das der Dalai Lama wiederum zum politischen Spielball des Westens gegen China verwendet wurde ist die andere Seite. Ob sie auch die Flucht finanzierten, weiß ich nicht. Durch die ganzen Hintergrundinteressen gehe ich erstmal davon aus, das ne ganze Menge Blödsinn im Umlauf ist, welche mit den Intentionen des Lamas herzlich wenig zu tun haben. Die Nazigeschichten halte ich ebenfalls für Blödsinn, kann mich aber leider nicht mehr an die Quelle erinnern.

Es bleibt das meiste doch sehr spekulativ.
 
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Vielleicht sollte mal mit nachgeforscht werden, wer damals seine Flucht nach Indien mitbezahlt hat, und Warum... DAS ist sinnvoll.

Hierzu gebe ich dir gerne nähere Auskunft. 30.000 Menschen, die ihren Dalai Lama liebten und die Chinesen am Stürmen des Potalapalastes gehindert haben, wurden durch MG-Salven 1959 niedergestreckt. Sie haben die Flucht des Hofes mit ihrem Leben bezahlt. Die Flucht nach Indien erfolgte auf Anraten des Staatsorakels und war auch nicht ganz ungefährlich. Der mitgenommene Schatz, welcher zur Errichtung des Exils beigetragen hat, gehörte dem tibetischen Volk. Den wenigen hundert geflüchteten Exiltibertern folgten tausende über die selbige Route unter Lebensgefahr nach.

Durch eine industrielle Fehlspekulation, die zur Mehrung dieses Geldes dienen sollte, ging ein Großteil dieses Geldes verloren, so daß die Exiltibeter recht früh von Spendeneinnahmen abhängig waren, um sich etwas aufbauen zu können. Daß diese Gelder recht schnell geflossen sind, hat mehrere Gründe, -zum einen, weil es Menschen gibt, die gerne helfen, ganz egal wo und zum anderen, weil sich die Errungenschaften der tibetischen Kultur auch gut verkaufen und vermarkten lassen. Selbst heißes Wasser ist bereits Medizin. Die tibet. Medizin ist zuteils so einfach, als sie auch wirksam ist. Das wird gerade in Ländern, in denen verkopfte Menschen keinen Stein auf dem anderen lassen, nur allzu gern wie ein Wassersaugender Schwamm inhaliert.

Es gäbe da auch zahlreiche Lamas und Mönche, die diese Situation ausgenutzt haben, doch Tenzin selbst ist unter diesen nicht zu finden. Im ist nur der Erhalt des tibetischen Volkes und der tibetischen Kultur ein Anliegen und dies auch zuteils mit fragwürdigen Mitteln, zu denen er im Rückblick aber selber ganz offen steht. Aber es ist natürlich sehr einfach, über jemanden zu urteilen, den man nicht kennt und dessen Heiligenschein nicht ganz astrein ist. Vielleicht sollte man daran erinnern, daß es die Westler waren, die Tenzin diesen Heiligenschein umgehängt haben.

Zur Geschichte der letzen zweitausend jahre Tibets ist zu sagen, daß die schamanische Bön-Kultur vor Einzug der Buddhisten anders strukturiert war. Der Sieg um die Auseinandersetzung am Berg Kailash hat den Buddhisten die Oberhand gewährt und doch wurde Bön nicht geächtet, sondern weitgehend toleriert, ist zuteils auch in den zeremoniellen Gebrauch miteingeflossen.

Das schamanische Staatsgefüge Tibets war ähnlich organisiert wie die keltischen Stammesvölker, im wesentlichen durch einen König und einen zur Seite stehenden Priesterschamanen organisiert. Einige Stämme lebten friedlich von Ackerbau und Viehzucht, andere lebten nomadisch und kriegerisch - Viele kleine Königreiche gleich Clans/Stämmen, die keineswegs eine Einheit bildeten. Die tibetischen Krieger waren ihrerseits sehr gefürchtet (als lokal dominante Streitmacht, ähnl. den Mongolen) und wurden durch alle Nachbarländer geachtet und mit einer gewissen Ehrfurcht respektiert. Tibet ist vor hunderten Jahren in China einmarschiert und jene Stammeskrieger haben damals China in Angst und Schrecken versetzt.

Die Tibeter standen beim Einmarsch Chinas unter Mortar-Beschuss und hatten keine Chance mit ihren Schwertern, Äxten, Lanzen und Donnerbüchsen...einem Heer, das eher nur mehr räpresentativen Charakter hatte, militärisch völlig bedeutungslos.

In den Jahren zuvor, mit denen die tibetische Streitkraft durch Modernisierung zunehmend an Wirksamkeit verloren hat, wurde Tibet aufgrund des aufrechten Respekts seitens aller Nachbarländer auch militärisch vor aussenstehenden Angreifern geschützt. Auf diesen Schutz hat man weitgehend gebaut und die Militärausgaben völlig vernachlässigt, also nicht nur aus buddhist. Gründen einer friedlichen inneren Haltung.

Das hat gleich mehrere Gründe, vor allem aber entwickelte Tibet sich als eine neutrale Pufferzone zwischen gewissen Großmächten.

Dieser Puffer zwischen den Atommächten Indien und China ist nun weggefallen...auf diese unmittelbare Bedrohung hätte Indien auch ganz anders reagieren können - hier wurden sehr viele diplomatische Fäden geknüpft, um eine Eskalation zu verhindern und so wurde die Exilsuche im Gegenzug zu internationaler stillschweigender Aktzeptanz der Annektierung letztendlich von den Chinesen erschwert, aber zumindest toleriert.

China bleibt in seiner Politik geschichtlich gern intern strukturiert. Es gibt Aussagen großer Generäle sämtlicher Heere der Welt, die da sagen, daß sich die Welt warm anziehen kann, wenn die chinesischen Heere zu marschieren beginnen.

Nun ja, vielleicht kann sich die Welt ja bald warm anziehen :)


Amituofo, Tiger
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Nein, nicht im Gespräch, sondern eher in der Interaktion mit dem Anderen. Im Gespräch kann vieles passieren. Zb. suchen Viele im Gespräch mit jemandem anderen nur Bestätigung und lehnen ab, was nicht ins eigene Weltbild passt.

Deshalb zählt für mich die Interaktion vordegründig (da ist das Gespräch sowieso darin enthalten) und das was wirkt (sich wirksam zeigt).

Nö, genau umgekehrt. Mir zb. ist sehr bewußt, dass viele Muster wirken. Und gerade deshalb kann ich zur Seite treten und mir "Etwas" aus einer anderen Perspektive anschauen. Je mehr Perspektiven man praktisch einnehmen kann, umso freier wird man.

Gespräche sind im Grunde nix anderes wie Bücher oder Artikel oder Berichte. Es ist Hörensagen und nachplappern. Nur was man selbst erlebt hat, selbst praktiziert undoder praktisch dabei war, kann man im Grunde besser einschätzen, solange man auch da nicht selbst durch irwas (Prägung, Muster, Trauma, etc...) determiniert ist. Mir ist das klar, dass wenn ich über etwas erzähle, was ich selbst nicht praktiziere, es nur auf Ausführungen Anderer und Hörensagen beruht. Was kann ich somit über Buddhismus und Hinduismus sagen......im Grunde weiß ich selbst (praktisch) nicht sehr viel darüber.

Und muß das immer unbedingt in Worten oder Gesprächen sein? Oder sind es nicht viel mehr Situationen und Erleben? Für mich sind die Situationen und das was wirkt und ich dabei erlebe wesentlich aufschlußreicher als Gespräche.

Ich beziehe mich immer noch auf die Ursprungsfrage: was ist es, das eine Veränderung, ein Umdenken auslöst/anstösst.

Eben, hier gibst du dir selbst die Antwort. Ein Gespräch ist nur im Denken. Was wirkt ist erfahren, handeln, Erlebnisse, Interaktion in Situationen und etc...
seufz, man kann es auch verkomplizieren
und den letzten Satz, hast Du willkürlich ausgelegt, ich sprach davon wenn sich das denken nur mit sich selbst beschäftigt, da machst Du dann draus> ein gespräch ist nur im denken

??
 
Ja, das finde ich prima. Für mich macht er einen insgesamt guten Eindruck , wenn Du was schlimmes von ihm selbst entdeckt hast, kannste ja Bescheid sagen. Wir können auch den Film zur Threaderöffnung nochmal Schritt für Schritt durchgehen, besser wäre es aber wenn das einer macht, der von den Gelugpas Ahnung hat.
nun müssen wir uns aber mit uns begnügen und trotzdem forsten
ich sprach schon einiges an, wie zb die Höllen
wer denkt sich sowas aus und warum?
Und was ist mit dem KalachakraMandala?
meine nächste aktion wird sein, ins haus des dalei lama zu gehen und direkt nachzufragen
 
Lass uns mal kurz ein schlenker zum Sophismus machen, weißt Du was das ist?
Sophisten sind Frauen mit einem gestörten Animus. Sie praktizieren mit einer Scheinlogik:cautious:
:D

Nein Quatsch, da gehts glaube ich um Redediskurse aus der griechischen Antike. Etwas platt formuliert gehts um geschicktes Reden im Wettstreit zweier oder mehrerer Redner, wo es mehr um den Sieg als um den Wahrheitsgehalt der Rede geht.
Ich müsste genaueres googlen, kannst Du aber auch.

Haste eine PN bekommen, ich sei einer?
Chrchr:D
 
Sophisten sind Frauen mit einem gestörten Animus. Sie praktizieren mit einer Scheinlogik:cautious:

Nein Quatsch, da gehts glaube ich um Redediskurse aus der griechischen Antike. Etwas platt formuliert gehts um geschicktes Reden im Wettstreit zweier oder mehrerer Redner, wo es mehr um den Sieg als um den Wahrheitsgehalt der Rede geht.
Ich müsste genaueres googlen, kannst Du aber auch.
gut....ich wollt ja nur wissen ob Du schon mal davon gehört hast
:D
hier in Berlin gibt es ja Tibetische Häuser.
ich war zu seinem geburtstag mal da, wie sind deine Erfahrungen?
 
nun müssen wir uns aber mit uns begnügen und trotzdem forsten
ich sprach schon einiges an, wie zb die Höllen
wer denkt sich sowas aus und warum?
Und was ist mit dem KalachakraMandala?
meine nächste aktion wird sein, ins haus des dalei lama zu gehen und direkt nachzufragen
Das sind Bilder , welche der Seele entspringen, sogenannte Archetypen.
Verschärft wurden diese Bilder , um damit das Volk zu knechten.

Kalachakra wirkt auf mehreren Ebenen, von der körperlichen Ebene angefangen bis hin zu Vorhersagen von Kriegen. Aktuell werden an einigen Rändern um Europa herum Stupas gebaut als Schutzmaßnahmen gegen den Islam. Tatsächlich wird der Islam sehr kritisch gesehen.
 
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