Dieses ist meiner Erfahrung nach nicht korrekt.
Es ist durchaus möglich, etwas an mir zu verändern, wenn ich das, was ich bis jetzt getan habe, was also ein Teil meiner Selbst war, verabscheue. Geht. Es erschwert nur, meiner Erfahrung nach, unnötig und für unnötig lange Zeit die Arbeit.
In meiner Therapie bereits habe ich gelernt, ich kann auch etwas an mir verändern, wenn ich ganz ruhig und ohne jede Form von Verurteilung anschaue, was ich bis jetzt getan habe und welche Konsequenzen das für mich und mein Leben hatte. Wenn ich nämlich zu dem Schluß komme, das hat mir langfristig gar nicht gut getan - dann werde ich das in aller Ruhe verändern und mir in Zukunft Gutes tun, indem ich mich anders verhalte.
Und das funktioniert ganz ohne Abscheu. Der Vorteil dabei: kein abwertendes Gefühl mir selbst gegenüber erschwert die Arbeit, wenn ich es so mache.
Kann ich aus dem Verlauf meines Lebens freihändig bestätigen.
Gruß
Kinny
im buddhismus ist dies auch als
anlytische- oder auch als betrachtungsmeditation bekannt.
eines für westliche meditierende und suchende, ein sehr gutes geistiges werkzeug.
nicht nur blosses ausblenden von sog. "an konditionierten negativen glaubenssnsätzen" und dergleichen
und das ersetzen eben dieser durch neue, die eigene realität übertünchenden "neuen" glaubensätzen.
sondern in stille und in wertungsfreier haltung sein kompliziertes "selbst" in all seinen facetten,
negative wie auch positive, zb. emotionen,
betrachtend. diese immer wieder über ihre "wirklichkeit"
zu hinterfragen,
begleitet von zb. konstruktiver emotionaler wertschätzung seiner selbst.
es ist keine lineare "verwandlung garantie" gegeben, die störenden emotionen zu eliminieren,
auf und abs sind durchaus erwünscht, bis die störende einwirkung auf die psyche/seele erkannt
und emotionell durchlebt wurde,
um so zu einer positiven veränderung des eigenen verhaltens und eingebundenen emotionen führt.
ist die eigene wahrnehmung erst mal frei von einmischungen durch störende "vorstellungen",
wird sie, die eigene wahrnehmung, kraftvoll und lebendig.
