Zitat: "Der Wünscher" usw.
Holla, Alicebergamo:
Jetzt habe ich doch laut gelacht! Eine Geschichte ist eine Geschichte. Der Ich-Erzähler transportiert auf selbstironische Weise zwei oder drei Ideen und Erfahrungen, die ich natürlich auch selbst gemacht habe, aber er transportiert auch die Erfahrungen und Ideen so mancher anderer Leute. Er ist niemals ich (habe ich etwa einen Segelzubehör-Laden?) und diese Frau ist niemals meine Frau, dann täte ich ihr nämlich s e h r Unrecht. (Würde sie sowieso in keiner meiner Erzählungen je abbilden!!)
Wenn ich schreibe, schlüpfe ich in tausend verschiedene Fantasiepersonen und verfasse beispielsweise auch Ich-Erzählungen, in denen das ICH eine weibliche Person ist.
Ich habe das Ding mal zum Spaß und aus Neugier reingestellt, ob Reaktionen kommen. Bei einer Veranstaltung, an der eine Reiki-Meisterin und mindestens 15 Personen teilgenommen hatten, die alle bereits in dieser Richtung Erfahrungen gesammelt hatten, habe ich sie mal vorgelesen und wurde mit sehr viel Beifall bedacht und dem mehrfach geäußerten Ausruf: "Danke! Genauso ist es!"
Es hilft mir viel, in meinen Erzählungen über mich selbst zu lachen und mir schien, den Zuhörern half das auch.
Und wenn man so etwas macht, ist es meiner Ansicht nach wahnsinnig wichtig, von sich selbst abzusehen und weit entfernte Draufsichten oder Blickwinkel einzunehmen, also Sichten und Blickwinkel irgendwelcher - möglichen und trotzdem lebensechten - Personen.
Aber das führt zu weit, das ist eben... m e i n Ding, mein Ackerfeld....
Einen schönen Tag wünscht
nanabosho