Heimkehr ins Lichtreich der Unvergänglichkeit

Lieber Eli,

ich weiß nicht, aber mit diesen Gedanken kann ich mich einfach nicht anfreunden. Neutrale Emotionalität klingt irgendwie unmenschlich. Ein Mensch, der sich nicht wirklich freut, nicht wirklich traurig ist – also sich auch nicht wirklich traut glücklich zu kann.

Wie soll man da auf emphatischer Ebene miteinander kommunizieren? Wie soll ich meine Freude mit ihm teilen oder an seinen Gefühlen Anteil nehmen? Wie sollte er also in dieser lethargischen Stimmung mein Nächster sein können?

Bei mir kommen da jedenfalls die nonverbalen Botschaften rüber: „Komm mir nicht zu nahe!“ oder „Ich will mit dir nichts zu tun haben!“ Nun gut, mit solchen Botschaften lasse ich dann halt mein Gegenüber in sich ruhen.
Merlin

leer zu sein von jeglicher Emotionalität bedeutet voll von Gefühlen zu sein, das sind nicht Emotionen, die erst entstehen wenn Gefühle verdrängt werden oder es triggert.


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Lieber Eli,

ich weiß nicht, aber mit diesen Gedanken kann ich mich einfach nicht anfreunden. Neutrale Emotionalität klingt irgendwie unmenschlich. Ein Mensch, der sich nicht wirklich freut, nicht wirklich traurig ist – also sich auch nicht wirklich traut glücklich zu kann.

Wie soll man da auf emphatischer Ebene miteinander kommunizieren? Wie soll ich meine Freude mit ihm teilen oder an seinen Gefühlen Anteil nehmen? Wie sollte er also in dieser lethargischen Stimmung mein Nächster sein können?

Bei mir kommen da jedenfalls die nonverbalen Botschaften rüber: „Komm mir nicht zu nahe!“ oder „Ich will mit dir nichts zu tun haben!“ Nun gut, mit solchen Botschaften lasse ich dann halt mein Gegenüber in sich ruhen.


Merlin
Das ist ein typisches Missverständnis, was ich im Forum schon oft gelesen habe. Kaum einer ist sensibler, welcher jahrelang meditiert hat …und kaum einer ist weniger betroffen. Man bekommt sehr schnell sehr viele Gefühle des Umfeldes mit, nur haften diese nicht an, sondern durchwehen Dich. So manche coole Sau ist keinesfalls eiskalt, füttert aber nicht das, was gefüttert werden sollte. Um so mehr Kraft bleibt dann für die nützlichen Dinge.
U.A. deswegen haben Lamas so unglaublich viel Kraft. Sie sind nicht betroffen. Das nützt niemandem und füttert das verkehrte.
 
@ramalon
Wenn das alles stimmt, dann hast du eine vorbildliche Lebenseinstellung und eine vom Glauben an eine göttliche Schöpfung und von der Liebe zum Mitmenschen getragene Gesinnung. Dann erkläre doch mal, warum du den Glauben an Gott ablehnst und nur an dich selbst glaubst.
LG ELi
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Weil ich kein Gott brauche, hatte dir schon geschrieben, dass die Natur ein Teil von mir ist, und ich von ihr.
Auch das ganze Zeug mit den Tieren usw. es resultiert aus dem Umgang mit der Natur, nicht aus an einen Glauben an einen Gott.
Und in der Natur durchfließt uns alles, hatte ich auch schon erklärt.
Sind ein Teil des Flusses, und das Ich ist eine Illusion.
Nimmt man es weg, löst es auf verhält sich alles, wie ein Fluss.
Auch schon geschrieben, Empath usw.
Und indem ich mit allem sorgsam umgehe, gehe ich auch mit mir selbst sorgsam um.
Schade ich dir, schade ich mir, schade ich den Natur, schade ich mir.
Weil alles ein Teil der Erde ist, wie wir alle.
Ist eine simple Wechselwirkung, alles was ich mache hat Einfluss auf alles und jeden.
 
Hallo Ultim,

Du hast mich da wohl etwas missverstanden? Ich hatte in meinem Beitrag ganz allgemein über die Sinnhaftigkeit der Gottesvorstellungen nachgedacht. Wenn ich also von Jahwe schreibe, dann schreibe ich vom ursprünglichen Gott, dem noch Moses begegnen konnte.

Im neuen Testament ist dann zwar auch von einem Gott die Rede, aber er bekommt einen Namen und Gestalt durch Jesus. Mit Jesus sollte dieser entfremdete Gott aus der jüdischen Tradition dem Menschen wieder näher gebracht werden. Deshalb spricht Jesus von seinem oder unserem Vater.

Ich selbst glaube jedenfalls diesen Gott zu kennen, aber das heißt nun nicht, dass er für mich ein transzendenter Begleiter sein muss. Ich sehe die beiden eher als gute Bekannte, denen man im Leben begegnet und freundlich grüßt. Ich halte es lieber mit den kleinen Göttern, die mir schon vom Wesen näher stehen – so zum Beispiel die Engel.

Das Göttliche soll ja ein Licht in der Finsternis sein, an dem wir uns orientieren können, um uns selbst nicht zu verlieren. Mancher schätzt nun die Leere, die man füllen könne. Unser Geist im kognitiven Sinne gleicht jedoch keinem Fass, das man zunächst leeren müsse, um es dann bis zum Rand füllen zu können.

Nein, dieser Geist ist, wie ein Brunnen aus dem man schöpfen kann und dennoch nicht versiegt. Es kommt letztlich noch darauf an, ob man aus dem Brunnen der Erkenntnis oder aus der klaren Quelle des Seelenheils schöpfen möchte?

Merlin
Gut möglich, dass ich dich da falsch verstanden habe.
Ich finde es vollkommen in Ordnung wie du es betrachtest und auch interessant.
Ich mache die Erfahrung das Erkenntnis und Heil miteinander einhergehen.

Lg.
 
@Ultim4te
Ich kann deine Ausführungen zu 100% nachvollziehen und finde deine Einteilung in Positiv und Negativ auch richtig, bin aber der Auffassung, dass es sich zunächst um `Gefühle` und `Empfindungen`, also das Fühlen und Empfinden handelt, bevor sie zu Emotionen werden, die sich psychophysisch bis in die Physiognomie hinein steigern können.
Nimm z.B. die Emotion `Wut`. Da ist zunächst ein inneres Gefühl von ärgern, sich erregen, bis schliesslich die Wut physisch zur Tat schreitet und sich das Gesicht verzerrt. Auch Freude ist ein positives Empfinden, das sich bis zur emotionalen Seligkeit steigern kann, der Seinsbewusstseinsseligkeit des Mystikers und dem Satchitananda des Yogi.

Zur `neutralen`Emotionalität ist anzumerken, dass sie sehr wohl ein bewusster Seinszustand sein kann, wie die buddhistisch angestrebte `Leerheit` beweist, leer zu sein von jeglicher Emotionalität.
LG ELi

Hallo Eli,

ich sehe es ähnlich. Wie die Wut letztlich empfunden ist und sich ausdrückt ist das I-tüpflechen, die Spitze des Eisbergs, wieder gibt es vorangegangenes. Man merkt sie ja auch ganz stark körperlich, weil im Körper auch einiges vor sich geht.

Ich bin nie auf die Idee gekommen, dass Leerheilt Emotionslosigkeit bedeutet. Ganz im Gegenteil. Ich glaube es herrschen viele Missverständnisse über diesen Begriff.
Wer vielleicht Interesse hat und sich nicht sicher ist, es zumindest rational zu verstehen, der Link beschreibt es ganz gut. Auch hier gibt es nichts zu glauben, sondern es ist einfach Prüfbar. Nimm irgendeinen Gegenstand, und Prüfe ob es einen einzigen Gegenstand im Universum gibt, sogar dich selbst, der nicht aus anderen Ursachen existiert! Welcher davon existiert aus seiner eigenen Natur und Wesen? Ich zähle sogar das menschliche Bewusstsein, von Sinnen abhängig, dazu aber trotzdem scheint da etwas zu sein das einfach präsent ist und nicht an Bedingungen geknüpft.

GLG

Die Grundlagen für das Verständnis der Leerheit — Study Buddhism
 
@ramalon
Wenn das alles stimmt, dann hast du eine vorbildliche Lebenseinstellung und eine vom Glauben an eine göttliche Schöpfung und von der Liebe zum Mitmenschen getragene Gesinnung. Dann erkläre doch mal, warum du den Glauben an Gott ablehnst und nur an dich selbst glaubst.
LG ELi
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@ELi7,

hatte es die auch schon geschrieben, mit den Kategorien.
Es gibt Menschen deren Lebensinhalt besteht aus Dingen, dann Menschen deren Lebensinhalt ist das Sterben und Menschen dessen Inhalt nun einmal das Leben ist.
Dinge brauche ich zum Leben, sind aber nicht der Inhalt, und sterben muss ich irgendwann auch, also kann ich damit warten, bis es soweit ist, aber ich lebe und kümmere mich darum.
Wieder, dass mit der kleinen Katze, warum hat sie sich mir gegenüber anderes Verhalten, weil ich Zugang zum Leben habe.
Und will ich etwas über den Tot wissen, dann über das Leben, denn es gehört zu ihm, nicht zu einem Gott und nicht zu einem Gegenstand.
 
Lieber Eli,

ich weiß nicht, aber mit diesen Gedanken kann ich mich einfach nicht anfreunden. Neutrale Emotionalität klingt irgendwie unmenschlich. Ein Mensch, der sich nicht wirklich freut, nicht wirklich traurig ist – also sich auch nicht wirklich traut glücklich zu kann.

Wie soll man da auf emphatischer Ebene miteinander kommunizieren? Wie soll ich meine Freude mit ihm teilen oder an seinen Gefühlen Anteil nehmen? Wie sollte er also in dieser lethargischen Stimmung mein Nächster sein können?

Bei mir kommen da jedenfalls die nonverbalen Botschaften rüber: „Komm mir nicht zu nahe!“ oder „Ich will mit dir nichts zu tun haben!“ Nun gut, mit solchen Botschaften lasse ich dann halt mein Gegenüber in sich ruhen.


Merlin
@DruideMerlin,

es ist deine Sichtweise und dein Verständnis.

Mal eine Situation, hatte ja geschrieben, dass ich mal einige Monate ein Praktikum in einer Psychosomatischen Klinik absolviert habe.
War mit einer Gruppe von 5 Frauen unterwegs, alle hatten ihre Phobien, eine der Frauen bekam einen Anruf von ihrer Tochter, die sie ziemlich runterzog, sie weinte.
Die anderen 4 Frauen kamen mit der Situation nicht zurecht, weil ihnen ihre Emotionen im Weg standen. Ich nahm sie in der Arm und gab ihr das was sie brauchte, einen Halt.

Oder einer Frau, deren Mann gestorben war, Dritte Welt, kleine Kinder, nichts zu essen usw.
Das Mitleid habe ich mir geschenkt, Geld gegeben, damit sie ihre Situation ändern konnte.

Wenn es dann ums Geld geht, steht bei den meisten Menschen dann wieder der Geiz oder die Gier im Weg. Benehmen sich, als wenn es ein Teil ihrer Seele ist.

Emotionslos ist wesentlich effektiver.
 
@ramalon ist wie Gott, emotionslos,wissend und helfend, falls man in Verbindung mit ihm steht.
Hat mit Gott nichts zu tun, sollte uns im Grunde selbstverständlich sein.
Nur der Mensch ist nur noch gierig.
Ich sehe das Leben immer an erster Stelle. Und Hose kaputt, wird geflickt, wenn ich das Geld für das Leben brauche, es ist dann einfach sinnvoller eingesetzt.
 
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@DruideMerlin,

es ist deine Sichtweise und dein Verständnis.

Mal eine Situation, hatte ja geschrieben, dass ich mal einige Monate ein Praktikum in einer Psychosomatischen Klinik absolviert habe.
War mit einer Gruppe von 5 Frauen unterwegs, alle hatten ihre Phobien, eine der Frauen bekam einen Anruf von ihrer Tochter, die sie ziemlich runterzog, sie weinte.
Die anderen 4 Frauen kamen mit der Situation nicht zurecht, weil ihnen ihre Emotionen im Weg standen. Ich nahm sie in der Arm und gab ihr das was sie brauchte, einen Halt.

Oder einer Frau, deren Mann gestorben war, Dritte Welt, kleine Kinder, nichts zu essen usw.
Das Mitleid habe ich mir geschenkt, Geld gegeben, damit sie ihre Situation ändern konnte.

Wenn es dann ums Geld geht, steht bei den meisten Menschen dann wieder der Geiz oder die Gier im Weg. Benehmen sich, als wenn es ein Teil ihrer Seele ist.

Emotionslos ist wesentlich effektiver.

Helfen hat auch immer was mit der Macht des Stärkeren und der Unterlegenheit des Hilfsbedürftigen zu tun.
Dieses Überlegenheitsgefühl scheinst Du im Übermaß zu brauchen, sonst würdest Du nicht hier am laufenden Meter davon schreiben und Dein Leben und Handeln als das Non plus Ultra zu halten.

Du bist sehr mit dem Urteilen über Menschen beschäftigt, um Dich selber zu erhöhen.
Natürlich gibts die Gierigen und die Geizigen und die Gedankenlosen und was weiß ich noch alles, aber es gibt auch jede Menge Menschen, auf die das nicht zutrifft.
Die Spendenbereitschaft der Menschen ist extrem hoch, auch bei Leuten, die gar nicht viel haben.
Von daher stimmt es einfach nicht, dass den meisten Menschen, wenns ums Geld geht, Geiz und Gier im Weg stehen.

Es kommt halt immer drauf an, worauf man seinen Fokus richtet.
 
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