hat jemand einen beweis?

Wie bereits Jesus Christus selig sagte: "Mein Reich ist nicht von dieser Welt" (also in einer anderen Dimension) und dass der Raum da keine Rolle spielt wird ebenso angedeutet in: "In meines Vaters Haus sind viele Wohnungen"
(Ich bin übrigens weder Christ noch besonders Bibelfest.)

das sehe ich auch so.

Das habe ich im letzten Beitrag so ausführlich erklärt, als es mir möglich ist, wenn Du das nicht nachvollziehen kannst, musst Du jemand anderen Fragen, ich kann es nicht weiter präzisieren noch verallgemeinern.

Ja, und zwar innerhalb der Gesetze und Grenzen, des Systemes in welchem ein Beweis eben funktioniert.
Wenn da eine Dimension hinzu kommt, welche sich in biblischen Texten "Jenseits" nennt und "Ewigkeit" was so viel wie etwas ohne Zeit darstellt, sind die Beweise eben nicht mehr gültig.

Ja, innerhalb der logischen Gesetze, in denen dieser Beweis aufgestellt wurde und funktioniert ist das richtig.


Nein, man kann nur eine Dimension dazu tolerieren, in der eben auch andere Gesetze gelten können, welche die Raumzeitler nicht kennen.


Ich grüße ebenfall und das nicht eimal so hart. VT

das einzige was du die ganze zeit machst, is zu sagen; wenns nicht funktioniert, dann liegt das daran, dass es in ner anderen dimension passiert.

das is kein argument... das is eigentlich gar nichts ausser eine ausrede


wenn einer sagt er kann hellsehen/fliegen/heilen usw usf, dies offensichtlich aber nicht kann, rettet ihn auch keine andere dimension.
er kanns nunmal einfach nicht.
fertig.


wenn der nachweis einer fähigkeit darin liegt, im falle des versagens einfach eine neue "dimension" zu definieren, kann ich dir auch den osterhasen "nachweisen"


ein weiches greetings, dura
 
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Bist Du denn ein "wirklich kritischer Mensch"? Oder lehnst Du Dich bei Äußerungen bezüglich der NM, die diese nicht stützen (nicht nur die von Decker), immer noch mit "man weiß ja nicht, ob's wahr ist" zurück? Gehst Du genauer den Gegenargumenten und Geschichten nach, oder lässt Du Dir die NM an den entsprechenden Stellen nur immer wieder bestätigen?
Genau das hat mir das Gespräch mit Dir verleidet, weil Du Deine ewig-gleichen Standardsätze, Stereotypien und Vorwürfe gebetsmühlenartig wiederholst, auch wenn man Dir schon mehrfach und mit viel Zeitaufwand geantwortet hat. Ich habe mich nie "zurückgelehnt", sondern bin spirituellen und alternativ-medizinischen Berichten sehr oft nachgegangen (und dabei quer durch Österreich und Deutschland gefahren) und habe sie so gut es ging überprüft (zB. Einsicht in die Krankheitsgeschichten genommen, mit Ärzten Heilungsgeschehen bei Alternativbehandlungen besprochen etc.) - einige Jahre auch einen eigenen Arbeitskreis mit Ärzten geführt, um zB. bei den Heilungserfahrungen besser die Spreu vom Weizen trennen zu können.

Was ich dabei gefunden und erlebt habe, hat natürlich keine allgemein gültige Beweiskraft (die ein einzelner gar nicht erbringen kann) - aber genug persönlich überzeugendes Gewicht. Das hat allerdings auch mein ganzes Weltbild und damit verbunden auch mein Leben VÖLLIG verändert.

Wenn Du Dich dem nicht aussetzen willst, verstehe ich das.

Falls Du doch dazu bereit bist, Dein Weltbild in Frage zu stellen, wird Dir wohl nichts anderes übrig bleiben, als Deinen Hintern aus dem PC & Internet-Sessel zu heben, und selbst Berichten nachzugehen und Menschen und deren Erfahrungen kennenzulernen und persönlich auf Glaubwürdigkeit hin zu überprüfen. Und vor allem : zu lernen, Dir selbst und Deiner Wahrnehmung zu trauen (und echte Wahrnehmungen von Trugbildern zu unterscheiden). Das braucht - auch wenn Du das nicht gerne hörst - jahre- und jahrzehntelange Übung.

Gawyrd
 
Was ich dabei gefunden und erlebt habe, hat natürlich keine allgemein gültige Beweiskraft (die ein einzelner gar nicht erbringen kann) - aber genug persönlich überzeugendes Gewicht. Das hat allerdings auch mein ganzes Weltbild und damit verbunden auch mein Leben VÖLLIG verändert.

Wenn Du es so darstellst, kann und will ich nichts gegen sagen. Ich poche ja darauf, was allgemeingültige Beweiskraft hat und was nicht. Wenn es um persönliche Überzeugungen geht, kann ich nur kleinlaut sagen, dass ich anderer Meinung bin, und warum das der Fall ist. Es mag sein, dass ich Beiträge anders lese, als sie geschrieben oder gemeint sind (wer tut das nicht?); aber sehr viele Beiträge klingen für mich so, als wenn persönliche Überzeugungen dann doch heimlich zur allgemeingültigkeit erhoben werden.

Wenn Du Dich dem nicht aussetzen willst, verstehe ich das.

Ich will mich dem ja aussetzen. Es stimmt: Einer Geschichte über einer positiv verlaufenden Studie über Kinesiologie würde ich wesentlich kritischer gegenüber stehen als der Geschichte, die ich zitiert habe. Aber dazu müsste mir auch erst einmal so eine Studie gezeigt werden.

Ich schrieb hier auch schonmal etwas über ein Experiment, bei dem NTE-Patienten Monitore mit Bildschirm nach oben betrachten sollten. Leider weiß ich rein gar nichts über den Ausgang dieses Versuchs... wenn er positiv ausgegangen wäre, würde mich das sehr freuen.

Und über einige Erfahrungen mit Medien habe ich ja auch schon zur Genüge geschrieben.

Falls Du doch dazu bereit bist, Dein Weltbild in Frage zu stellen, wird Dir wohl nichts anderes übrig bleiben, als Deinen Hintern aus dem PC & Internet-Sessel zu heben, und selbst Berichten nachzugehen und Menschen und deren Erfahrungen kennenzulernen und persönlich auf Glaubwürdigkeit hin zu überprüfen. Und vor allem : zu lernen, Dir selbst und Deiner Wahrnehmung zu trauen (und echte Wahrnehmungen von Trugbildern zu unterscheiden). Das braucht - auch wenn Du das nicht gerne hörst - jahre- und jahrzehntelange Übung.

Du siehst nur meine Internetaktivitäten und weißt nicht, was ich alles außerhalb schon gemacht habe. Ich war schon bei Vorträgen und Vorführungen von Paul Meek. Ich habe mit Heilern etc. gesprochen. Ich bin im Rahmen einer Freikirche (wenn ich böse bin, nenne ich es Sekte) aufgewachsen; habe mich davon aber distanziert. Über meine Schwester habe ich aber noch leichten Kontakt zu einigen Heilern und Leuten, die behaupten diese oder jene mediale Fähigkeit zu besitzen. Und ich habe so manchen Vorführungen etc. beigewohnt. In meinem Bücherregal steht sowohl "Der Gotteswahn" von Richard Dawkins und "Tricks of the mind" von Derren Brown als auch "Gespräche mit Seth" von Jane Roberts und "Der Mann mit den zwei Leben" von Robert A. Monroe (um nur jeweils zwei Beispiele zu nennen). Meine Aktivitäten gehen durchaus über dieses Forum hinaus.

Die Sache ist die, dass ich bei den Medien und Heilern genau die Dinge beobachtet habe, die von Skeptikern vorgeworfen werden. Bei Medien habe ich sowohl "Cold Reading" als auch "Hot Reading" beobachtet. Bei Heilern habe ich auch schon beobachtet, dass sie jede Heilung als ihren Erfolg betrachten; unabhängig davon, um welche Krankheit es sich handelt (Aussage des Heilers: "Ich kann Schnupfen heilen"), und was sonst noch alles getan wurde (Aussage: "Der Patient nahm Medikament, ich habe ihm aber letztendlich geholfen"), jeden Misserfolg aber irgendwie dem Patienten in die Schuhe schieben (Aussage: "Er hat nicht richtig mitgemacht, was ich jetzt im Nachhinein sehe").

Was die "jahrelange Übung" betrifft; dagegen habe ich rein gar nichts. Was mich an der Aussage stört ist, wie ich während der Übungszeit Erfolg von Misserfolg unterscheiden kann; denn nur so kann man lernen. Nur zu spüren, dass das eine Gefühl sich leicht anders anfühlt, als ein anderes Gefühl, reicht da nicht aus... da muss mindestens eine weitere Instanz sein, die richtig von falsch unterscheidet. Und darum drückt sich die Aussage "das braucht lange Übung" herum.

Meine Haltung gegenüber einigen esoterischen Themen beruht also nicht nur aus Lektüre von Skeptiker-Büchern und rumnerven in diesem Forum sondern auch aufgrund Beobachtungen in der freien Wildbahn.

Viele Grüße
Joey
 
Wenn Du es so darstellst, kann und will ich nichts gegen sagen. Ich poche ja darauf, was allgemeingültige Beweiskraft hat und was nicht. Wenn es um persönliche Überzeugungen geht, kann ich nur kleinlaut sagen, dass ich anderer Meinung bin, und warum das der Fall ist. Es mag sein, dass ich Beiträge anders lese, als sie geschrieben oder gemeint sind (wer tut das nicht?); aber sehr viele Beiträge klingen für mich so, als wenn persönliche Überzeugungen dann doch heimlich zur allgemeingültigkeit erhoben werden.
Ich habe derzeit nur sehr wenig Zeit - deswegen zu den verschiedenen Punkten in aller Kürze :

Gerade das mit der "allgemeingültigen Beweiskraft" funktioniert nicht - v.a. nicht im heilerisch/medizinischen Bereich. In der Schulmedizin ist bekannt, dass dasselbe Medikament völlig unterschiedliche Wirkungen auslösen kann - ohne das es erklärbar wäre oder man es im Vorhinein abschätzen könnte.

Beruhigungsmittel können paradoxe Wirkungen entfalten und manche Menschen extrem aufputschen, Chemotherapie bewirkt bei manchen Menschen einen Rückgang der Tumormasse - bei anderen Menschen mit derselben Tumorart wirkt sie nicht. Etc. etc.

Dass es dubiose Menschen gibt, die für eigene Unfähigkeit anderen die Schuld zuschieben, das gibt es in jedem Beruf. Du wirst auch genug schleißige Automechaniker finden, ohne daraus den Schluss zu ziehen, dass Autoreparaturen grundsätzlich unmöglich sind.

Man findet, was man sucht : wenn man im Grunde Bestätigung dafür sucht, dass Heiler Scharlatane sind (bzw. Heiler eher für Scharlatane hält) wird man auch jede Menge Scharlatane finden. Man nennt das "auswählende Beobachtung". Früher waren mir nie Citroen aufgefallen. Kaum hatte ich selbst einen, schienen die Straßen nur so von Citroens überzugehen.

Eine wesentliche Motivation von mir bei meinen Nachforschungen war, dass ich die Hilflosigkeit der Schulmedizin bei vielen schweren Erkrankungen miterlebte (Krebs, Multiple Sklerose, Rheuma etc. etc.). Da suchte ich nach wirkungsvolleren (und weniger belastenden) Behandlungsmethoden. Nicht aus einem esoterischen Spleen - sondern weil ich beruflich täglich erlebte, wieviele Menschen schwer erkranken und dann elend zugrunde gehen oder sehr eingeschränkt weiterleben müssen. (Und ich deswegen auch wusste, dass mir das genauso passieren kann - dass ich durchaus auch mal schwer erkranken kann. Und dafür will ich gerüstet sein.) Dabei habe ich sehr viel leere Versprechungen und Enttäuschungen erlebt, aber eben auch ein paar Schätze gefunden (und die sehr sorgfältig geprüft - das kannst Du mir glauben.)

Weil Du die "umstrittene Homöopathie" angesprochen hast - nur ein Beispiel für ihre Wirksamkeit unter vielen : Ich hatte Borreliose. Zwei Antibiotikakuren brachten nur vorübergehende Borrelien-Reduktion und temporäre Erleichterung, mit anschließender Verschlechterung. Dann nahm ich homöopathische Nosoden - und die Borrelien waren anschließend weg (labormäßig festgestellt). Nach einer neuerlichen diagnostizierten Infektion im nächsten Sommer (mein Kater schleppte damals dauernd Zecken ins Haus) nahm ich gleich Nosoden - und wieder waren die Borrelien anschließend im Blutbild weg. (Also : durch Befund festgestellte und wiederholte Wirksamkeit. Genau das, was Du suchst.)

Ich würde allerdings bei keiner von mir geschätzten Heilform sagen, dass das die beste ist und sie jedem empfehlen. Es scheint so zu sein, dass Menschen unterschiedlich gut auf verschiedene Heilformen ansprechen - das für den einen etwas wirklich hilfreich ist, was beim anderen nicht anschlägt. (Deswegen wird auch kein seriöser Heiler jemanden von vornherein Heilung versprechen - weil er es wirklich und ehrlich nicht im Vorhinein sagen kann, ob und was er bewirken kann. Genauso, wie es die Schulmedizin im Vorhinein nicht weiß und nichts versprechen kann.)

Zum Schluss noch zur "persönlichen Überprüfung" : natürlich kann man nicht einfach nach Gefühl gehen. Das kann einen täuschen. Man muss zB. die Sprache der eigenen Intuition lernen. Welches Gefühl bedeutet was ? (Es gibt auch die "verschalteten Ampeln" : ich kenne eine bestimmte Form der Angst, nach der bisher IMMER alles gut gegangen ist.Und ich kenne eine bestimmte Form des angenehmen Gefühls, das vor massiven Enttäuschungen auftritt. Wie bei einer Ampel, wo die Lichter verschalten sind : Wo "Rot" bedeutet : Du kannst gefahrlos weitergehen. Und wo "Grün" heißt : Bleib stehen !

Und natürlich kann man Intuition laufend üben und überprüfen - einfach durch Versuch und Irrtum. (Welchen Wahrnehmungen kann ich trauen, und welchen nicht.) Genauso kann man Hellfühligkeit oder Hellsichtigkeit oder anderes überprüfen : man braucht nur die entsprechenden Leute anrufen und fragen : Ich habe bezüglich Dir / Euch dies und das seelisch wahrgenommen : stimmt das ?

Gawyrd
 
Gerade das mit der "allgemeingültigen Beweiskraft" funktioniert nicht - v.a. nicht im heilerisch/medizinischen Bereich. In der Schulmedizin ist bekannt, dass dasselbe Medikament völlig unterschiedliche Wirkungen auslösen kann - ohne das es erklärbar wäre oder man es im Vorhinein abschätzen könnte.

Stimmt. Da spielen Faktoren eine Rolle, die wir nicht unter Kontrolle haben, oder die wir gar überhaupt nicht kennen. Das nennt man dann Zufall. Und gerade deswegen poche ich auf sorgfältig geführten Statistiken. Statistik-Hasser werden an dieser Stelle zu Recht die vielen Stolperfallen, mit denen man Statistiken fälschen bzw. fehlinterpretieren kann, einwerfen. Wenn man die aber alle kennt (was leider auch für relativ wenige Naturwissenschaftler der Fall ist), ist das eine saubere Sache, und in meinen Augen die einzige Möglichkeit zu zeigen, dass eine Behandlung die Heinlungswahrscheinlichkeit erhöht. Wichtig ist halt wirklich zu wissen, was man aus den Zahlen lernen kann und was nicht.

Natürlich gibt es individuelle Faktoren; aber die hat eben niemand unter Kontrolle; auch nicht die, die es behaupten. Und wenn sie sie doch unter Kontrolle haben, sollen sie mit einer sauber geführten Studie zeigen, dass ihre Heilungswahrscheinlichkeit noch größer ist.

Dass es dubiose Menschen gibt, die für eigene Unfähigkeit anderen die Schuld zuschieben, das gibt es in jedem Beruf. Du wirst auch genug schleißige Automechaniker finden, ohne daraus den Schluss zu ziehen, dass Autoreparaturen grundsätzlich unmöglich sind.

Das habe ich im Bezug auf Heilungen auch nicht so hart behauptet. Ich kann und will die Wirksamkeit diverser Heilungsmethoden nicht kategorisch ausschließen. Aber aus Mangel an allgemeingültigen Beweisen (wie das im Rahen einer Statistik möglich ist; siehe oben) zweifel ich teilweise daran. Während gelungene Autoreparaturen meines Wissens recht etabliert sind.

Man findet, was man sucht : wenn man im Grunde Bestätigung dafür sucht, dass Heiler Scharlatane sind (bzw. Heiler eher für Scharlatane hält) wird man auch jede Menge Scharlatane finden. Man nennt das "auswählende Beobachtung". Früher waren mir nie Citroen aufgefallen. Kaum hatte ich selbst einen, schienen die Straßen nur so von Citroens überzugehen.

Völlig richtig. Und ich will nicht behaupten, dass ich davor nicht gefeit bin. Du aber auch nicht; niemand ist sicher davor. Aber auch darum vertrete ich hier gerne eine extremere Anti-Haltung als ich sie persönlich vielleicht vertrete, weil ich auch gerne die Fakten von "Esoterikern" betrachtet wissen will, die gegen ihre Thesen sprechen.

Eine wesentliche Motivation von mir bei meinen Nachforschungen war, dass ich die Hilflosigkeit der Schulmedizin bei vielen schweren Erkrankungen miterlebte (Krebs, Multiple Sklerose, Rheuma etc. etc.). Da suchte ich nach wirkungsvolleren (und weniger belastenden) Behandlungsmethoden. Nicht aus einem esoterischen Spleen - sondern weil ich beruflich täglich erlebte, wieviele Menschen schwer erkranken und dann elend zugrunde gehen oder sehr eingeschränkt weiterleben müssen. (Und ich deswegen auch wusste, dass mir das genauso passieren kann - dass ich durchaus auch mal schwer erkranken kann. Und dafür will ich gerüstet sein.) Dabei habe ich sehr viel leere Versprechungen und Enttäuschungen erlebt, aber eben auch ein paar Schätze gefunden (und die sehr sorgfältig geprüft - das kannst Du mir glauben.)

Ja, mit der Möglichkeit schwer zu erkranken müssen wir uns alle mal auseinandersetzen. Das habe ich auch gemacht; eben auch, weil ich miterlebt habe, wie Menschen elend zu Grunde gingen. Ebenso habe ich aber todkranke Menschen erlebt, die geheilt wurden... im Rahmen der Schulmedizin.

Wie sorgfältig Du die Methoden geprüft hast, kann ich nicht beurteilen. Darum kann und will ich da auch nichts glauben. Ich kann nur meine Kritikpunkte vorbringen und hoffen, qualifizierte Antworten zu erhalten.

Weil Du die "umstrittene Homöopathie" angesprochen hast - nur ein Beispiel für ihre Wirksamkeit unter vielen : Ich hatte Borreliose. Zwei Antibiotikakuren brachten nur vorübergehende Borrelien-Reduktion und temporäre Erleichterung, mit anschließender Verschlechterung. Dann nahm ich homöopathische Nosoden - und die Borrelien waren anschließend weg (labormäßig festgestellt). Nach einer neuerlichen diagnostizierten Infektion im nächsten Sommer (mein Kater schleppte damals dauernd Zecken ins Haus) nahm ich gleich Nosoden - und wieder waren die Borrelien anschließend im Blutbild weg. (Also : durch Befund festgestellte und wiederholte Wirksamkeit. Genau das, was Du suchst.)

Es ist fast genau das, was ich suche. Ähnliche Geschichten kenne ich auch viele. Eine Freundin von mir hatte Jahre lang mit Sehnenscheidenentzündung zu kämpfen, die ihr Hausarzt nicht wegbekam, aber ein Homöopath. Diese Geschichten will ich auch nicht ignorieren. Aber es sind eben nur Geschichten, deren Erzählen völlig ausblendet, wieviele Menschen sich von einem Homöophaten behandeln lassen, denen nicht geholfen wird. Das Erzählen dieser Erfolgsberichte ist eben auch eine Form der "ausgewählten Beobachtung". Wieviele Menschen erzählen schon von ihrer missglückten homöophatischen Behandlung? Dass es koinzidente Heilungen während einer homöophatischen Behandlung gab und gibt ist unbestritten, aber wie groß ist der Anteil? Und wieviel spielt da der Placebo-Effekt eine Rolle? Du wirst schon merken, dass ich wieder auf mein Lieblingsstichwort "Doppelblind-Studie" hinaus will. Im Falle von einer Borreliose-Behandlung würde die aber moralisch fragwürdig sein... da muss man dann auf ein bißchen Aussagekraft der Statistik verzichten. Aber eine gut geführte Statistik, bei der bekannt ist, was man aus ihr lernen kann und was nicht, ist notwendig. Sonst bleiben es Geschichten, mit denen andere Geschichten ausgeblendet werden.

Ich würde allerdings bei keiner von mir geschätzten Heilform sagen, dass das die beste ist und sie jedem empfehlen. Es scheint so zu sein, dass Menschen unterschiedlich gut auf verschiedene Heilformen ansprechen - das für den einen etwas wirklich hilfreich ist, was beim anderen nicht anschlägt. (Deswegen wird auch kein seriöser Heiler jemanden von vornherein Heilung versprechen - weil er es wirklich und ehrlich nicht im Vorhinein sagen kann, ob und was er bewirken kann. Genauso, wie es die Schulmedizin im Vorhinein nicht weiß und nichts versprechen kann.)

Die Schulmedizin gibt auch keine Heilsversprechungen. Sie gibt Heilungswahrscheinlichkeiten an, die für den einzelnen Patienten natürlich leider genauso uninteressant sind, wie die Regenwahrscheinlichkeit in der Wettervorhersage. Warum es bei einem anschlägt und bei einem anderen nicht, hängt wie gesagt von vielen (noch) unkontrullierbaren und (noch) unbekannten Faktoren ab... aber auch da kann man ja forschen und nach weiteren günstigen Korrelationen suchen.

Zum Schluss noch zur "persönlichen Überprüfung" : natürlich kann man nicht einfach nach Gefühl gehen. Das kann einen täuschen. Man muss zB. die Sprache der eigenen Intuition lernen. Welches Gefühl bedeutet was ? (Es gibt auch die "verschalteten Ampeln" : ich kenne eine bestimmte Form der Angst, nach der bisher IMMER alles gut gegangen ist.Und ich kenne eine bestimmte Form des angenehmen Gefühls, das vor massiven Enttäuschungen auftritt. Wie bei einer Ampel, wo die Lichter verschalten sind : Wo "Rot" bedeutet : Du kannst gefahrlos weitergehen. Und wo "Grün" heißt : Bleib stehen !

Und natürlich kann man Intuition laufend üben und überprüfen - einfach durch Versuch und Irrtum. (Welchen Wahrnehmungen kann ich trauen, und welchen nicht.) Genauso kann man Hellfühligkeit oder Hellsichtigkeit oder anderes überprüfen : man braucht nur die entsprechenden Leute anrufen und fragen : Ich habe bezüglich Dir / Euch dies und das seelisch wahrgenommen : stimmt das ?

Mag sein, dass Deine Intuition wirklich so gut klappt. Aber eine Frage aus Neugier: Woher willst Du bei diesem Try-and-Error-Verfahren wissen, ob Du nicht auch ausgewählt beobachtest? Du hattest z.B. Angst vor einem Ereignis, es ging gut, und Du erinnerst Dich erst im Nachhinnein "ah, das war diese alles-wird-gut"-Angst und hast dann in Deiner "gefühlten Statistik" einen Treffer mehr, der eigentlich nicht da sein sollte? Hast Du da eine für Dich befriedigende Lösung?

Viele Grüße
Joey
 
Ich habe derzeit nur sehr wenig Zeit - deswegen zu den verschiedenen Punkten in aller Kürze :

Gerade das mit der "allgemeingültigen Beweiskraft" funktioniert nicht - v.a. nicht im heilerisch/medizinischen Bereich. In der Schulmedizin ist bekannt, dass dasselbe Medikament völlig unterschiedliche Wirkungen auslösen kann - ohne das es erklärbar wäre oder man es im Vorhinein abschätzen könnte.

allerdings entickelt sich auch die medizin weiter.
und wer mal bissl im rettungswesen tätig war, wird bestätigen können, dass es zum glück nicht ganz so arg ist.
die spritzen die ich dem notarzt aufgezogen habe hatten jedenfalls immer die gewünschte wirkung



Und natürlich kann man Intuition laufend üben und überprüfen - einfach durch Versuch und Irrtum. (Welchen Wahrnehmungen kann ich trauen, und welchen nicht.) Genauso kann man Hellfühligkeit oder Hellsichtigkeit oder anderes überprüfen : man braucht nur die entsprechenden Leute anrufen und fragen : Ich habe bezüglich Dir / Euch dies und das seelisch wahrgenommen : stimmt das ?

Gawyrd

so einfach is das leider nicht.
menschen die an etwas glauben wollen finden immer einen weg das auch zu sehen.
auch wenn nichts da ist.
 
An irgend etwas glauben auch die Agnostiker, denn ohne Glauben können wir gar nicht handeln, weil wir nie zu einem Entschluss kommen, da Für und Wider einfach immer ungefähr ebenbürtig oder gleich schwer sind bei genügend umfassender Vorinformation.

Irgendwann drängt die Zeit, denn das Leben ist klar eine Funktion der Zeit und wenn der "Lebensfaden" reißt ist es mit allem Handeln zu spät, egal ob nach esoterischen, exoterischen standardisierten oder intuitiven Prinzipien.

Meine Frage würde eher dahin gehen, warum diese dauernde unschöne Zursaumachung der jeweils anderen Seite nötig haben.
Das Mensch ist nun mal ein kämpferisches Wesen, sei es auf dem Territorium in der Raumzeit oder auf dem Territorium der Methodik, welche es verkaufen will, aber die Sprache der sehr Überzeugten ist gewöhnlich nicht entsprechend ihrem Bildungsstand und zielt darauf ab, der Philosophie des Geschäftskonkurrenten den Todesstoß zu verabreichen.

Dies ist sogar schon gelungen, dem ganzen Schamanentum hat man den Aberglauben klar nachweisen können, das Blöde ist nur, dass schamanisches Heilen trotzdem funktioniert und das nachweislich!
Nein, nicht standardisiert und doppelblind, sondern an exemplarischen Beispielen und an anderen nicht, aber leider, wenn ich mal so weit bin, dass ich so was in Anspruch nehmen müsste, habe ich nicht Zeit zu warten bis die entsprechende Doppelblindstudie vom Steuerzahler abgesegnet und bezahlt worden ist und von irgend eine UNI durchgeführt oder einem der Institute Planck oder Scherrer oder wer da alles herum forscht, sondern dann habe ich Not!

Gewiss, es ist unfein, wenn ein Schamane sich daran dumm und dämlich verdient, dass andere Not haben, und das ist sicher auch nicht die Regel, sondern die Abzocker sind einfach überall auch zu finden, auch bei den hoch verehrten Schulmedizinern gibt es die, was nicht bedeutet dass die geamte Medizin eine Abzocke wäre.

Aber warum sind sachliche und friedliche Kommunikation zu langweilig, als dass sie sich verkaufen?
Vermutlich ist solches Material einfach zu anstrengend zu lesen, es ist lockerer wenn sie einander halb verprügeln am Parlament oder in den wissenschaftlichen Streitgesprächen, da ist Action, da ist Stimmung : Hopp HCM, Hopp GC oder FDP oder ATP oder viva Italia oder es lebe Liechtenstein! von mir aus auch noch inshallah und elohim und om mani padme hum nicht zu vergessen halleluia, wem schadet es?
 
An irgend etwas glauben auch die Agnostiker, denn ohne Glauben können wir gar nicht handeln, weil wir nie zu einem Entschluss kommen, da Für und Wider einfach immer ungefähr ebenbürtig oder gleich schwer sind bei genügend umfassender Vorinformation.

Nein, Für und Wider sind nicht immer ebenbürtig. Aber in einigen Fällen schon. Und natürlich handeln Agnostiker nicht immer nur nach Wissen, sondern auch meistens nach Glauben.

Dies ist sogar schon gelungen, dem ganzen Schamanentum hat man den Aberglauben klar nachweisen können, das Blöde ist nur, dass schamanisches Heilen trotzdem funktioniert und das nachweislich!

Tja, da kommen wir wieder zu der Frage, was ist ein Beweis und was nicht.

Nein, nicht standardisiert und doppelblind, sondern an exemplarischen Beispielen und an anderen nicht,

An wievielen Beispielen nicht? Wie groß ist der Anteil der schamanischen Behandlungen die funktionieren zu denen die nicht den gewünschten Erfolg haben. Ohne diese Fakten bleiben expemplarische Beispiele exemplarische Beispiele ohne jegliche Beweiskraft.

aber leider, wenn ich mal so weit bin, dass ich so was in Anspruch nehmen müsste, habe ich nicht Zeit zu warten bis die entsprechende Doppelblindstudie vom Steuerzahler abgesegnet und bezahlt worden ist und von irgend eine UNI durchgeführt oder einem der Institute Planck oder Scherrer oder wer da alles herum forscht, sondern dann habe ich Not!

Wenn Du es so willst, so ist das Dein gutes Recht.

Ich kritisiere lediglich, dass Heilmethoden ohne statdardisierte Überprüfung (die wirklich ihren Sinn haben) und fast ausschlöießlich mittels exemplarischer Beispiele angepriesen werden, während die Schulmedizin, die diese standardisierten Überprüfungen durchführt, ständig runtergeredet wird.

Gewiss, es ist unfein, wenn ein Schamane sich daran dumm und dämlich verdient, dass andere Not haben, und das ist sicher auch nicht die Regel, sondern die Abzocker sind einfach überall auch zu finden, auch bei den hoch verehrten Schulmedizinern gibt es die, was nicht bedeutet dass die geamte Medizin eine Abzocke wäre.

Ja, Abzocker gibt es überall. Und überall muss man auf sie acht geben.

Aber warum sind sachliche und friedliche Kommunikation zu langweilig, als dass sie sich verkaufen?

Ist das ein Vorwurf z.B. gegen mich? Wenn ja: Was war an meinem letzten Beitrag nicht sachlich? Wo habe ich Gawyrd als Person angegriffen? Wo habe ich ein dreckiges Schimpfwort benutzt? Wie sähe mein letzter Beitrag aus, wenn Du den Inhalt nimmst und in sachlich dartstellen würdest? Was wäre der Unterschied?

Viele Grüße
Joey
 
1. Sonst bleiben es Geschichten, mit denen andere Geschichten ausgeblendet werden.

2. Mag sein, dass Deine Intuition wirklich so gut klappt. Aber eine Frage aus Neugier: Woher willst Du bei diesem Try-and-Error-Verfahren wissen, ob Du nicht auch ausgewählt beobachtest? Du hattest z.B. Angst vor einem Ereignis, es ging gut, und Du erinnerst Dich erst im Nachhinnein "ah, das war diese alles-wird-gut"-Angst und hast dann in Deiner "gefühlten Statistik" einen Treffer mehr, der eigentlich nicht da sein sollte? Hast Du da eine für Dich befriedigende Lösung?
1. Warum sollte ich etwas ausblenden ? Das wäre nur der Fall, wenn ich eine Vorliebe für eine Form zB. der medizinischen Behandlung hätte. Ich suche das, was wirkt - aus welcher Richtung es kommt, ist mir wurscht. Mir sind schulmedizinisch wirksame Behandlungen genauso recht, wie alternativ-medizinische. Und aus purem Eigeninteresse nehme ich auch Behandlungsmisserfolge sehr ernst und gehe ihnen nach. (Ich will meine Gesundheit und die der Menschen, die mir nahe stehen ja nicht auf Illusionen und Selbsttäuschungen begründen. Nur vertraue ich mittlerweile meinem Urteilsvermögen ein bisserl mehr, als den sehr problematischen Doppelblind-Studien (die letztendlich lediglich zu einem Behandlungsmonopol der finanzstarken Pharma-Konzerne führen würden - denn nur sie können die immensen Kosten dieser Studien vorfinanzieren.)

Natürlich ist auch meine Wahrnehmung fehlerhaft. Aber wenn ich schon wegen Fehlern Schaden erleide, dann lieber wegen eigener Fehler als wegen der Fehler anderer.

Und dass die Doppelblindstudien zu einem objektiven Ergebnis führen ist schlichtweg naiv und ignoriert die mittlerweile große Literatur zur Problematik dieser Studien. Die werden ja meist nicht von unabhängigen Stellen finanziert - sondern von den Pharmafirmen selbst. Und es gibt mit der Zeit leider viele aufgedeckte (und eine Dunkelziffer unentdeckt gebliebener) gefälschter oder massiv beschönigter Doppelblindstudien. Wenn Du nur Studien traust (bzw. Dich auf Studien verläßt), lieferst Du Dich einer ganz schön großen Gefahr aus ! Ich kenne einige Ärzte, die das Wort "Studie" nicht mehr hören können, ohne dass ihnen schlecht wird dabei.

2. Ganz einfach : weil ich aufgrund der Intuition viele Entscheidungen treffe - und dann merke, ob meine Einschätzung richtig war oder nicht. Und es auch beobachte, wenn ich zB. eine innere Warnung nicht beachte. (Hat immer noch zu "porca miseria" geführt - auch wenn ich es lange nicht wahr haben wollte.) Die Intuition sagt einem eben oft nicht das, was man gerne hören würde ...

Deswegen ist für mich Deine Alternative Glaube / Beweis nicht zutreffend. Ich halte vom "Glauben" nichts, Beweise sind meist nicht möglich - also nehme ich möglichst sorgfältig geprüfte Erfahrung als Kriterium.

Gawyrd
 
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Ist das ein Vorwurf z.B. gegen mich? ....

Keineswegs und mitnichten!

Im Gegenteil, die laufende Diskussion finde ich immerhin sachlich genug, mich überhaupt zu beteiligen und das will etwas heißen.

Nein, ich habe damit mehr die Medien der bekannten Presseorgane zwischen dem Boulevoir und den universitären publizistischen Institutionen gemeint: Es verkauft sich einfach erst, wenn es Zoff gibt!

Dieses Phänomen ist etwas, das mir am Menschsein so richtig stinkt!
 
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