Gott ist gefährlich

Ich gehe davon aus, Gott hat sich nie von uns getrennt, wir sind es, die sich "scheinbar" von ihm getrennt haben.
Dann sind wir uns grundsätzlich einig, nur daß ich die Wirkung dieser einseitigen Trennung als existent betrachte. Sie bestimmt ja ganz erheblich das Leben der Person.
 
Werbung:
Dann sind wir uns grundsätzlich einig, nur daß ich die Wirkung dieser einseitigen Trennung als existent betrachte. Sie bestimmt ja ganz erheblich das Leben der Person.
Die physische Welt bestimmt diesen Rahmen, diese Inkarnation auf dieser Erde im menschlichen Körper. Wer sich nur als Teil dieser Physis sieht, kann sich nur als getrennt wahrnehmen.

LGInti
 
Ja, so ungefähr. Worauf ich hinauswill ist, daß subjektives Erleben real wirkt. Wer nicht mehr das Licht in sich aufnimmt, der wird tatsächlich finster. Und das hat erhebliche Auswirkungen auf ihn, wenn auch Gott ihn heimlich am Leben erhält, damit er einmal zurückzukehren vermag, wenn er die Finsternis überwinden kann.
 
Kann eine Frage so gestellt werden, dass in ihr ein bestimmtes Ergebnis bereits als sicher feststeht?
Z.B: Leben wir in einer zerstörten Welt? Hier soll die Antwort von vornherein "Ja" lauten.

Und hier in diesem Thread lautet die Frage: "Ist Gott gefährlich?" Auch hier ist die Antwort im Voraus in die Richtung "Ja, gefährlich" manipuliert, weil Gott als gefährlich in den Mund gelegt wird. Die leichte Lösung der Frage ist bereits vorbereitet.

Will jemand mit "Nein, Gott ist nicht gefährlich" antworten, dann muss er zuerst die Sprachvorgabe und dann einen inneren Widerstand überwinden, weil er bewusst reagieren muss. Er muss bereit sein, dafür einzustehen und Belege zu liefern. Und das ist viel viel schwerer.


Das Gefährlich-Bedrohliche drängt sich immer in den Vordergrund und wird schon immer als wirksames Mittel der Meinungsbildung und Steuerung benutzt. In der Bibel, im Islam, im Buddhismus - in der Politik. (Siehe Donald Trump, siehe Populisten).

Und deshalb schätze ich, dass besonders das AT zum größten TEil nichts anderes ist, als antike Staatspropaganda für eine mächtige Priesterelite. Und damit sich die Lehre Christi durchsetzt, haben die Jünger die "leichte" Methode des Gewinnens verwendet, weil ihnen ja die alte Drohsprache höchst geläufig war.

Also nicht Jesus hat seine Macht unterstrichen, sondern seine Jünger, die die Ansprachen Jesu so auffassten. Zu viel Bedrohliches ist vorhanden, und wenig Liebevolles, Beruhigendes, Ausgleichendes.
 
Z.B: Leben wir in einer zerstörten Welt? Hier soll die Antwort von vornherein "Ja" lauten.
Nein, ganz sicher nicht. :D
Nur aufgrund der Frage muss die Antwort nicht als Ja manipuliert sein. Und erklären bzw. groß bewusst dabei sein muss ich hier auch nicht. Nein reicht genauso wie Ja.

Also nicht Jesus hat seine Macht unterstrichen, sondern seine Jünger, die die Ansprachen Jesu so auffassten. Zu viel Bedrohliches ist vorhanden, und wenig Liebevolles, Beruhigendes, Ausgleichendes.
Wird nicht einfach zu vieles als bedrohlich aufgefasst? Weil wir uns immer angegriffen bzw. herausgefordert fühlen? Man will sich doch stets im »Wettkampf« beweisen.
 
Wie meinst du das?
Ich meine, dass auch im Neuen Testament von Gott eher selten von einem Gott der Milde und Barmherzigkeit gesprochen wird.

Auch hier wird nicht selten auf die strenge Vergeltung und die harte Gerechtigkeit Gottes verwiesen, um die Menschen mittels Angst zum Glauben zu "zwingen".

Ich glaube, die Menschen zur Zeit Christi hatten damals gar keine andere Vorstellung von Gott.
 
Ich meine, dass auch im Neuen Testament von Gott eher selten von einem Gott der Milde und Barmherzigkeit gesprochen wird.
Das empfinde ich anders. Oder als Mißverständnis, wenn es davor geht, daß Menschen vor ihrem geistigen Tod gewarnt wurden. Auch das ist nötig, heute ebenso, wenn die Perspektive nicht am Weltlichen festklebt.
 
Oder als Mißverständnis, wenn es davor geht (darum ging?), daß Menschen vor ihrem geistigen Tod gewarnt wurden. Auch das ist nötig, heute ebenso, wenn die Perspektive nicht am Weltlichen festklebt.
Was in der Geschichte passiert ist, das ist passiert und nicht mehr zu ändern.

Wir heutigen Menschen wollen aufgeklärt sein bzw. werden was es bedeutet im "geistigen Tod" zu sein und wir wollen die Zusicherung haben, dass es keine ewige Verdammnis gibt.

Das heißt, wir wollen nicht unbegründet voll Hoffnung in unser weiteres Dasein blicken dürfen. Gerade auch mit religiöser Begründung, weil uns bezüglich der Ewigkeit nicht die Naturwissenschaft ein "Wissen" geben kann, sondern Religion.

Und hier, bei Religion sind wir sehr kritisch. Wir lehnen jede Religion ab, die keine Hoffnung vermittelt. Der Islam verspricht das Paradies. Buddhismus und Hinduismus versprechen, dass man noch viele Reinkarnationen vor sich hat und im schönen Erdenleben etwas dazu lernen kann/ wird.
Und das Christentum? Das stellt den Himmel und die Vereinigung mit Gott in Aussicht.

Viel zu oft und viel zu intensiv verbunden mit bestimmten Bedingungen. Sonst gibt es ein ewiges Schmoren und Braten bei lebendigem Leib in der Hölle.

Ich sage das absichtlich so, um das Absurde von ewiger Verdammnis drastisch fühlen zu lassen.

Das heißt, religiös gesehen kommt es darauf an, das was negativ ist, sicher zu spüren und davon Abstand zu nehmen.

Im Alltag gehört in Wirklichkeit Mut dazu, etwas gegen das Ungute zu tun. Und beim Hinwenden an die Welt der Geister braucht es auch oft Mut, die Vorspiegelung von Wertvollem zu durchschauen.
 
Werbung:
Zurück
Oben