Oder als Mißverständnis, wenn es davor geht (darum ging?), daß Menschen vor ihrem geistigen Tod gewarnt wurden. Auch das ist nötig, heute ebenso, wenn die Perspektive nicht am Weltlichen festklebt.
Was in der Geschichte passiert ist, das ist passiert und nicht mehr zu ändern.
Wir heutigen Menschen wollen aufgeklärt sein bzw. werden was es bedeutet im "geistigen Tod" zu sein und wir wollen die Zusicherung haben, dass es keine ewige Verdammnis gibt.
Das heißt, wir wollen nicht unbegründet voll Hoffnung in unser weiteres Dasein blicken dürfen. Gerade auch mit religiöser Begründung, weil uns bezüglich der Ewigkeit nicht die Naturwissenschaft ein "Wissen" geben kann, sondern Religion.
Und hier, bei Religion sind wir sehr kritisch. Wir lehnen jede Religion ab, die keine Hoffnung vermittelt. Der Islam verspricht das Paradies. Buddhismus und Hinduismus versprechen, dass man noch viele Reinkarnationen vor sich hat und im schönen Erdenleben etwas dazu lernen kann/ wird.
Und das Christentum? Das stellt den Himmel und die Vereinigung mit Gott in Aussicht.
Viel zu oft und viel zu intensiv verbunden mit bestimmten Bedingungen. Sonst gibt es ein ewiges Schmoren und Braten bei lebendigem Leib in der Hölle.
Ich sage das absichtlich so, um das Absurde von ewiger Verdammnis drastisch fühlen zu lassen.
Das heißt, religiös gesehen kommt es darauf an, das was negativ ist, sicher zu spüren und davon Abstand zu nehmen.
Im Alltag gehört in Wirklichkeit Mut dazu, etwas gegen das Ungute zu tun. Und beim Hinwenden an die Welt der Geister braucht es auch oft Mut, die Vorspiegelung von Wertvollem zu durchschauen.