Gleichstellung von Homo-Ehe und Hetero-Ehe

Punkt 1:
Es gibt Kultur und Natur und Kultur, die auf Natur beruht. Dass Leute mit dem Auto zur Arbeit fahren ist Kultur, dass Eltern aus Vater und Mutter bestehen ist Natur, und zumindest in den gemäßigten Breiten beruht die Existenz von Schuhen auf der natürlichen Existenz von Füßen und den klimatischen Bedingungen. Es ist hier kaum eine Kultur vorstellbar, die ohne Schuhe auskommt.

Falls es hier und da tatsächlich eine Gesellschaft gibt in der Mütter und Väter bedeutungslos sind, dann ist das allein kein Beweis, denn es gibt auch Gesellschaften wo sich Frauen den Hals künstlich verlängern (bzw. Schultern deformieren) usw. Das ist kulturelle Korruption eines Naturzustandes und, wie bei den Padaung http://de.wikipedia.org/wiki/Padaung auch, nicht gesund.

Punkt 2:
Ja, das Prinzip Schuh ist immer gleich, wobei es sich hier allerdings um Kultur handelt, welche auf Natur beruht. Es gibt keine definitive Form die ein Schuh anzunehmen hat. Eine Familie allerdings ist selbst Natur und keine Kultur, die auf den natürlichen Voraussetzungen beruht, dass ein Kind nämlich ernährt werden muss. Man kann nicht den naturgegebenen Schuh nachahmen, bei der Familie ist das aber möglich. Das ist der Unterschied.

:rolleyes: ich muss ständig an ein Lied von den Ärzten denken...

die erste Frage muss natürlich lauten, was du dir in deiner kleinen Welt unter Kultur vorstellst, wenn du zusätzlich eine Kultur, die auf Natur beruht unterscheidest??? Aber im Grunde gehts dir ja nur darum dein kleinbürgerliches Familienbild auf Gedeih und Verderb als natürlichen Zustand zu beschreiben und das ist einfach nur falsch. Allein wenn wir von "Eltern" sprechen ist das ja schon Kultur...

und wenn du gleichgeschlechtliche Eltern mit irgendwelchen kulturellen Praktiken vergleichst und diese als nicht gesund einstufst, was wohl nichts anderes heißt als "krank", dann bringt dass deine diskriminierende, homophobe und menschenunwürdige Denkungsart einfach nur offen zum Ausdruck...Schön wenn man in den Spiegel gucken kann...

...irgendwie hab ich das Gefühl, dass jeder Satz da oben nur so von kurzsichtigem Dogmatismus durchdrungen ist...
 
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:rolleyes: ich muss ständig an ein Lied von den Ärzten denken...

die erste Frage muss natürlich lauten, was du dir in deiner kleinen Welt unter Kultur vorstellst, wenn du zusätzlich eine Kultur, die auf Natur beruht unterscheidest??? Aber im Grunde gehts dir ja nur darum dein kleinbürgerliches Familienbild auf Gedeih und Verderb als natürlichen Zustand zu beschreiben und das ist einfach nur falsch. Allein wenn wir von "Eltern" sprechen ist das ja schon Kultur...

und wenn du gleichgeschlechtliche Eltern mit irgendwelchen kulturellen Praktiken vergleichst und diese als nicht gesund einstufst, was wohl nichts anderes heißt als "krank", dann bringt dass deine diskriminierende, homophobe und menschenunwürdige Denkungsart einfach nur offen zum Ausdruck...Schön wenn man in den Spiegel gucken kann...

...irgendwie hab ich das Gefühl, dass jeder Satz da oben nur so von kurzsichtigem Dogmatismus durchdrungen ist...

Ich habe doch erklärt was Natur ist, was Kultur ist, und was eben auf Natur beruhende Kultur ist.
Kernfamilie ist jedenfalls Natur, weil es der natürlichen menschlichen Lebensweise entspricht (gibt fast keine Ausnahmen) und direkte biologische Ursachen hat.

Und ich bin gar nicht homophob. Wer pro Homo-Ehe ist, ist das bestimmt nicht. Es ist nur so, dass Familie und Sex zwei verschiedene Dinge sind. Ich habe nirgends geschrieben dass Homosexualität nicht gesund ist. Im Gegenteil habe ich zuvor geschrieben, dass es ungesund ist jemanden umpolen zu wollen. Nicht gesund wäre und ist aber eine Gesellschaft wo Mutter und Vater keine entscheidende Bedeutung für das Kind haben. Ist sowohl Vater als auch Mutter dem Kind abhanden gekommen, sollte eben dafür gesorgt werden, dass das Kind eine Ersatzfamilie erhält.

Da ist überhaupt nichts dogmatisch, meine ganze Ansicht ist sogar sehr individualistisch. Dafür werden mich Konservative und LGBT-Aktivisten gleichermaßen kritisieren wollen.

Kurz und knapp kann man meine Meinung dadurch charakterisieren, dass ich die Sexualität und die Familie hier nicht in einen Topf stecke.

Dass es ok ist in einer Konstellation Sex zu haben, sich zu lieben und sein Leben miteinander zu verbringen was für die Eheschließung auch ausreichend ist, sagt uns noch nichts darüber ob diese Konstellation einer Familie entspricht. Eine Dreierbeziehung oder eine Beziehung eines jungen Mannes mit einer sehr alten Frau ist auch in Ordnung (umgekehrt sollte für die Adoption das selbe gelten, weil man dem Kind nicht zumuten sollte, dass der neue greise Vater dann schnell auch wieder durch dessen Tod abhanden kommt), entspricht aber nicht einer Familie.

Allerdings habe ich auch schon Ausnahmen genannt wo für mich auch ein homosexuelles Pärchen als Eltern in Frage kommt, und das ist eben dann der Fall, wenn das Kind in die Beziehung gebracht wird und weiterhin dann wenn es alt genug ist um da zustimmen zu können.
 
Zuletzt bearbeitet:
Klar könnte man argumentieren, dass Gleichberechtigung wichtiger ist als die Natur. Nur ist das, wie ich schon sagte, in diesem Fall auf den Kopf gestellt.

Gleichberechtigt werden müssen die Kinder ohne Eltern (oder mit Eltern, die nicht erziehungsfähig sind) dahingehend, dass sie eine Ersatzfamilie erhalten. Es ist nicht das Ziel der Adoption Personen in einer Konstellation die nicht einer Familie entspricht ein Kind zu ermöglichen.

Genauso kann man sagen, dass Prostitution nicht das Ziel hat Leuten Sex zu ermöglichen, die es auf normalem Wege nicht auf die Reihe bekommen, sondern es ist lediglich so, dass Personen das Recht haben mit ihrem Körper zu tun was sie wollen. Da wäre es auch auf den Kopf gestellt, wenn jemand das Recht auf Sex einklagen würde.
 
@PsiSnake ich will mich jetzt auch nicht ständig wiederholen...

es gibt bestimmt eine Konstellation die Fortpflanzung betreffend die man natürlich nennen könnte. Wenn Männchen Weibchzen begattet usw. also das biologische Moment der Fortpflanzung (Ein natürlicher Vorgang der zunehmend technisch beherrscht wird)

Und jetzt sagst du, dass es sich bei dieser biologischen Konstellation auch um die ideale soziale Konstellation handelt, die man zumeist Familie nennt.

Und ich sage, dass die biologische Konstellation nichts aber auch gar nichts mit dem zu tun hat, was man Familie nennt, weil Familie ein sozialer Begriff ist und 1.) zu verschiedenen Zeitpunkten der MEnschheitsgeschichte anders ausgesehen hat und 2.) auch zukünftig wandelbar sein wird. Nichts daran spricht wider die Natur.
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du brauchst also nix von Gleichberechtigung palavern, weil sich alles an dieser Frage aufhängt. Du müsstest jetzt erstmal argumentieren und schlüssig darlegen warum (den MEnsch betreffend) etwas das angeblich in der Natur so vorgesehen ist (wie war es denn im Naturzustand des MEnschen? Die Jäger und Sammler hatten bestimmt keine kleinbürgerliche Familie und Vaterschaftstests gab es auch nicht), auch in dieser Weise beibehalten werden muss, wenn die Geschichte des Menschen als Übersteigen seiner eigenen Natur gesehen werden muss!
Ich könnte auch fragen, wenn es doch so natürlich ist deine kleinbürgerliche Familie, warum musst du sie dann zum Ideal erheben?
 
zumindest wird hier ganz klar die kultur von anderen völkern als unnatürlich bezichtigt und damit herabgewürdigt, da ja die von ihnen geforderte "natürlichkeit" so wichtig ist.
ich bring jetzt nur ein beispiel, die anderen dürfen interessierte gerne selber recherchieren.

bei den mosuo in china besteht die familie mitnichten aus dem hier von einigen kleingeistigen propagierten mutter-vater-kind- spielen.

....
 
Zuletzt bearbeitet:
Es wird wohl nach wie vor ein fehlgeleiteter Gedanke sein zu meinen, Heterosexualität beinhalte in irgendeiner Weise mehr Natürlichkeit als andere Formen von Sexualität.
 
Es wird wohl nach wie vor ein fehlgeleiteter Gedanke sein zu meinen, Heterosexualität beinhalte in irgendeiner Weise mehr Natürlichkeit als andere Formen von Sexualität.

Es wird wohl nach wie vor ein fehlgeleiteter Gedanke sein zu meinen, Sexualität auf irgendeiner Weise sei natürlicher als Hetero-Sexualität.
 
Es wird wohl nach wie vor ein fehlgeleiteter Gedanke sein zu meinen, Sexualität auf irgendeiner Weise sei natürlicher als Hetero-Sexualität.

Sexualität dient vor allem bei höheren Lebewesen nicht bloß der Fortpflanzung, worauf euer Natürlichkeits-Gestammel ja aufbaut, sondern auch Stressabbau und Vergnügen etc. Soll ja Affen geben, die den ganzen Tag nichts anderes machen als sich gegenseitig an die Wäsche zu gehen...

und ich glaube nicht, dass hier jemand meinte, dass Homosexualität natürlicher sei als Heterosexualität. Fortpflanzung ist noch zum größten Teil an weibliche und männliche Körper gebunden und insofern natürlich. Aber das Ausleben von Sexualität, Beziehung und Familie ist sozial und hat mit dem was man hier unter Natur versteht nichts zu tun.
 
Kernfamilie ist jedenfalls Natur, weil es der natürlichen menschlichen Lebensweise entspricht (gibt fast keine Ausnahmen) und direkte biologische Ursachen hat.

Diese Kernfamilie gab es früher nicht. Es gab Großfamilien und Sippschaften. Dieses Vater-Mutter-Kind-Ding bis das der Tod sie scheidet ist eine christliche Erfindung.

Das, worauf Du dich allenfalls beziehen könntest, ist, dass ein Baby bis zum Kleinkindalter von etwa 3-4 Jahren früher eine feste Bezugsperson haben musste, die meistens die Frau ist, die das Kind geboren hat, aber nicht das Kind geboren haben muss. Ammen gab es auch früher schon, wurden nur nicht so genannt, da wurden die Säuglinge rumgereicht, je nachdem, welche Frau wie gut in der Milchproduktion war und welche gerade verfügbar war.

Heute ist man aber darauf nicht mehr angewiesen, dass ein Kind viele Jahre gestillt werden muss oder eine Amme braucht. Darum ist es herzlich egal, ob da zwei Väter oder Mütter oder wie auch immer die Konstellation sein kann, ein Kind gemeinsam aufziehen.

Eigentlich ist die natürliche Form des Zusammenlebens von Menschen die Sippe, mehr oder minder lose Gruppen von Männern und Frauen, die je nach Sympathie gemeinsam zusammenleben und gemeinsam die Kinder großziehen.

Lg
Any
 
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... Es ist nicht das Ziel der Adoption Personen in einer Konstellation die nicht einer Familie entspricht ein Kind zu ermöglichen.

Warum denn nicht?
Ziel ist doch einzig liebevolle stabilität. Wer dafür steht, spielt doch keine rolle. Ich denke nicht, dass gleichgeschlechtliche partner, wenn sie sich lieben, weniger stabilität gewährleisten als ein hetero-pärchen.
 
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