Naja, wenn man der Ideologie anhängt, dass es keine biologischen Unterschiede zwischen den Geschlechtern gibt und alles, was wir da als Unterschied wahrnehmen ein kulturelles Konstrukt ist, das noch dazu falsch ist (für falsch setze beliebig ein: unwissenschaftlich, reaktionär, bürgerlich, repressiv, rechtspopulistisch) folgt daraus natürlich, dass es völlig egal ist, von wem Kinder aufgezogen werden, solange von den meinungsbestimmenden Stellen festzulegende Kriterien befolgt werden. Wir lernen ja auch alle beständig, dass biologische Eltern ihre Kinder sowieso nicht so gut aufziehen können, wie es staatlich lizensierte Horte und Schulen können. Das Kinder eine Ware werden, die möglichst von "der Gesellschaft" (also dem herrschenden Mob) verteilt und wie leere Blätter Papier mit dem gewünschten beschrieben werden, klingt zwar spinnert, setzt sich aber immer mehr durch.
Das ist doch das perfide an dieser Situation - es würde doch reichen, wenn man sagt, im Falle von Adoptionen sind als erstes die Verwandten zu berücksichtigen oder von den verstorbenen Eltern testamentarisch festgelegte Personen (früher waren das die Paten), sofern diese geeignet sind, egal, mit welchem Geschlecht diese Leute ins Bett gehen. Adoptionen werden staatlicherseits eh kaum erlaubt, der Staat behält lieber die Vormundschaft und gibt Kinder in Pflegestellen, um die Kontrolle über sie zu behalten.
Und da fängt es nämlich an, gefährlich zu werden für die Kinder. Ist es nicht schlimm genug, dass Kinder zu Drogensüchtigen in Pflege gegeben werden oder zu gewalttätigen Menschen - das ist doch alles in den letzten Jahren durch Todesfälle in Pflegestellen herausgekommen!
Wenn es ein ausgewiesenes Recht auf Adoption gibt, dann steht nicht mehr das Kind im Mittelpunkt, sondern der Erwachsene, der sich ein Kind wünscht und das kann nur schiefgehen.