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Horla
Guest
Was in deinen Ausführungen immer wieder deutlich wird, ist dass du hauptsächlich von Einzelmenschen sprichst und der Meinung, die du von ihnen hast sowie von ihrem individuellen Wesen. Hier könnte ich auch deine Position vertreten, denn es ist fraglos so, dass die absolute Mehrheit aller Einzelmenschen, die ich kenne, durchaus keinen bestialischen Eindruck macht - bis auf wenige Exemplare, und selbst bei denen finden sich externe Auslöser. Mir geht es um die Gesamtbetrachtung, also genau das, was du bewusst ausblendest. Natürlich kann man keine "Menschen" kennenlernen, wenn man Geschichtsbücher liest, aber man kann erfahren, wie sich die Menschheit als Kollektiv ihrer Umwelt gegenüber zu verhalten pflegt und wie sich Menschengruppen anderen Menschengruppen gegenüber zu verhalten pflegen. Sicher wirst du sogar in der hinterwäldlerischsten Neonazirotte mehrheitlich Individuen finden, die für sich genommen keine Bestien, sondern eigentlich ganz in Ordnung sind. Sie sprechen vielleicht als Individuen, wenn du sie unter vier Augen erwischt. Aber sie handeln im Kollektiv, und Kollektive sind sehr gerne von Übel. Biblisch gesagt: "Wo 2 oder 3 in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen." Wo 200 oder 300 in irgendeinem Namen versammelt sind, da ist der Teufel nicht weit. Das lehrt die Gegenwart und das lehrt die Geschichte und auch die Zukunft wird nicht anders sein.Condemn schrieb:Aber worum es mir ging ist: Du machst es Dir mit dieser Überzeugung entweder sehr leicht oder eher schwer, je nachdem wie man es nimmt. Ich z.B. mache es mir wirklich leicht. Ich bin definitiv kein Heiliger, aber es fällt mir nicht schwer das Gute zu sehen. Menschen die mir zu wenig davon haben, spielen in meinem Leben nie eine große Rolle. Und Medienberichte nehme ich einfach hin, genau wie Geschichtsberichte. Daraus kann man keine Menschen kennenlernen.
lg Horla
