Freundschaft+

  • Ersteller Ersteller Moondance
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Es war kein Öffnen der Ehe, wo keiner von uns Zweien gezwungen oder genötigt worden wäre. Diese Entscheidung war harmonisch und im Einklang getroffen worden.



LG
Any



Die Öffnung eurer Ehe ging nach hinten los! Ein einseitiges Verlieben war nie angedacht, es ging planvollerweise nur um ein bischen mehr Spass im Bett. Klar, kann ich sogar nachvollziehen, wenn ER fast aussschliesslich auf SM steht und so gar nicht der Kuscheltyp ist, dass IHR nach 10 Jahren etwas fehlt...und ihm wahrscheinlich auch, weil SIE es einfach nicht drauf hat.
Und jetzt ist das Kind in den Brunnen gefallen, da muss Ane natürlich ganz viele schlaue Bücher lesen und empfehlen, da sie ja Argumente braucht um ihr schlechtes Gewissen zu rechtfertigen.
DAS ist keine Polyamorie, das ist Selbstverarsche!
 
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Niemand erfüllt uns auf Dauer, weder wir uns selbst, noch ein Mensch, sonst bräuchten wir nicht den Austausch mit anderen Menschen (zum Beispiel in Foren, aber natürlich vor allem real) und von diesem Bedürfnis ist es rein theoretisch gar nicht mehr so weit, jemand anderen dann an sich heranzulassen und mehr daraus zu machen.

Ich glaube auch nicht, dass wir Menschen immer erfüllt sein sollen, das ist ja schon der Meditiation so - leer werden, um danach wieder aus dem Vollen schöpfen zu können.
Wenn man sich um Wahrhaftigkeit bemüht und zugleich das eigene Wunschdenken (von sich/der Welt/dem Partner - wie es sein soll) reduziert, bemerkt man, dass es gar nicht darum geht, dass etwas perfekt ist...nur viele hätten gerne, dass es perfekt ist und sagen das dann, es ist so schön und tralala, ich kenne das sehr gut von mir, das mache ich auch immer wieder mal, dann weiß ich, dass ich gerade den Wunsch in mir trage, es wäre so...einfach und klar und erfüllend und das immerzu, aber man kann auch darauf verzichten.
Ich versuche das gerade und es ist eine gute Erfahrung. Ich habe mir vorgenommen, mir nie mehr etwas zu sagen, zum Beispiel, dass etwas schön ist oder auch anderen nicht mehr mitzuteilen, dass ich glücklich bin...sondern es soll einfach sein, wenn es so ist, dann spüre ich das eh oder es ist eben gerade nicht so, dann spüre ich das auch. Das genügt. Das ist meine Lernaufgabe für die nächsten Jahre.

Oh, interessant, bei mir ist die Entwicklung vermutlich ähnlich. Sobald ich beginne mit Wunschdenken und Ansprüchen (ich beschrieb ja schon der Weg ist bisher nicht rosarot den wir gehen) geschweige denn es auszusprechen, fängt es an schräg zu werden. Einfach finde ich es nicht, diesen Zustand von Wahrhaftigkeit, wie du ihn nennst, aufrecht zu erhalten, aber ich empfinde ihn als sehr entspannend und "leicht" und diese Art grundlegender Neutralität als erstrebenswert. Mal gucken wie das in einigen Jahren sein wird. :)

LG
Any
 
Die Öffnung eurer Ehe ging nach hinten los! Ein einseitiges Verlieben war nie angedacht, es ging planvollerweise nur um ein bischen mehr Spass im Bett. Klar, kann ich sogar nachvollziehen, wenn ER fast aussschliesslich auf SM steht und so gar nicht der Kuscheltyp ist, dass IHR nach 10 Jahren etwas fehlt...und ihm wahrscheinlich auch, weil SIE es einfach nicht drauf hat.
Und jetzt ist das Kind in den Brunnen gefallen, da muss Ane natürlich ganz viele schlaue Bücher lesen und empfehlen, da sie ja Argumente braucht um ihr schlechtes Gewissen zu rechtfertigen.
DAS ist keine Polyamorie, das ist Selbstverarsche!

Anscheinend erträgst Du es nicht, wie ich lebe, und musst nun persönlich abwertend werden und um dich schlagen. Attraktiv oder freundlich macht dich so ein gezeigter Charakterzug jedenfalls nicht. Es zeugt auch nicht von Intelligenz, sich in eine Unterhaltung so einzubringen, wie du es immer wieder tust in diesem Thread. ;)

LG
Any
 
Auch wenns für mich nicht in Frage kommt, kann ich mir eventuell vorstellen, dass das Polygamie-Modell funktionieren kann und durchaus vertretbar is, wenn alle Beteiligten voneinander wissen und niemand hintergangen oder in die Irre geführt wird, also, wenn alle Beteiligten des so haben wollen. Kann nur vermuten, dass das funktionieren kann, wissen werd ich das nie. Also derfs mi a ned zu vü interessieren, weil wozu soll i mi genauer mit etwas beschäftigen, was i nie selber erfahren werd? Des macht ja kan Sinn. Mir genügt die Zwischeneinsicht "kann funktionieren" und passt. Und i geh weida, weils mei Ding ned is, so afoch is des.

I wehr mi nur dagegen, wenn i hör oder les: "Der Mensch ist nicht für die Monogamie gemacht oder geschaffen..." oder "Monogamie macht unfrei". Bei solchen Gesetzestexten steßts ma immer a bissl sauer auf, weils ja unterschwellig die Botschaft transportiert, dass i a wengerl deppert bin, weil i an was glaub, was ned gibt.

Klar, da muaß i dann immer a bissl kämpfen. Bis i halt miad werd, weils eh kan Sinn hat, des ganze Blabla da. :D
 
Auch wenns für mich nicht in Frage kommt, kann ich mir eventuell vorstellen, dass das Polygamie-Modell funktionieren kann und durchaus vertretbar is, wenn alle Beteiligten voneinander wissen und niemand hintergangen oder in die Irre geführt wird, also, wenn alle Beteiligten des so haben wollen. Kann nur vermuten, dass das funktionieren kann, wissen werd ich das nie. :D
Meine Erfahrung dbzgl ist, dass es auch dann nicht wirklich gut funktioniert, da sich, auch wenn alle Beteiligten voneinander wissen und es auch genau so gewollt ist, trotzdem immer einer benachteiligt fühlt.
 
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I wehr mi nur dagegen, wenn i hör oder les: "Der Mensch ist nicht für die Monogamie gemacht oder geschaffen..." oder "Monogamie macht unfrei". Bei solchen Gesetzestexten steßts ma immer a bissl sauer auf, weils ja unterschwellig die Botschaft transportiert, dass i a wengerl deppert bin, weil i an was glaub, was ned gibt....

Ja, diese Pauschalisierungen sind es die einem aufstossen - das gilt ja für alle Seiten. Wenn man 'Der Mensch' mit 'Nicht jeder Mensch ist für oder gegen.....' ersetzt klingt das schon mal ganz anders und auch annehmbar, oder?

Ich würde in dem Zusammenhang allerdings auch bezweifeln, dass durch Polyamory jede geschiedene Ehe gerettet werden könnte. Denn oft ist es ja auch so, dass sich Partner wem anderen zuwenden möchten - wieder monogam.
 
Meine Erfahrung dbzgl ist, dass es auch dann nicht wirklich gut funktioniert, da sich, auch wenn alle Beteiligten voneinander wissen und es auch genau so gewollt ist, trotzdem immer einer benachteiligt fühlt.


Mag so sein. Vielleicht ist Poligamie, ebenso wie Monogamie, auch kein Modell, das einfach so funktioniert, sonder an dem man arbeiten muss,wenn man das will. Nur ist es dann nicht ein Zweier-Team sondern ein Dreier - oder noch größeres Team, was die Beziehungsarbeit vermutlich nicht vereinfacht; könnte ich mir denken.

Ich habs nie versucht, hab schon auch Beziehungen beendet, sogar eine 12jährige Beziehung hab ich in jüngeren Jahren quasi im fliegenden Wechsel und vorrangig sexuell motiviert beendet, einmal aber nie wieder, so wahr mir meine eigene Gesundheit noch etwas wert ist, doch mit mehreren Partnerinnen im selben Zeitfenster fehlt mir jegliche Erfahrung.

Mir ist dieses weiter oben von Wandervogel beschriebene Energiesystem, eher unbewusst aber doch, immer irgendwie wichtig gewesen. Bei dem fliegenden Wechsel hab ich das missachtet und das hat mir sehr zu schaffen gemacht. Jahre lang. Ist schon lange her und nicht mehr behandlungsbedürftig, aber erinnern kann ich mich noch gut.
 
Zuletzt bearbeitet:
I wehr mi nur dagegen, wenn i hör oder les: "Der Mensch ist nicht für die Monogamie gemacht oder geschaffen..." oder "Monogamie macht unfrei". Bei solchen Gesetzestexten steßts ma immer a bissl sauer auf, weils ja unterschwellig die Botschaft transportiert, dass i a wengerl deppert bin, weil i an was glaub, was ned gibt.

Klar, da muaß i dann immer a bissl kämpfen. Bis i halt miad werd, weils eh kan Sinn hat, des ganze Blabla da. :D

Das kann ich gut verstehen, nur ich schau, was für mich funktioniert und was nicht und warum, wenn. Hier isnd ja Äußerungen gefallen, der Partner ist nur loyal, wenn... mit diversen Forderungen gespickt, was sich gewünscht wird. Gesellschaftlich stehen diese Forderungen auch im Raum, denn Monogamie ist das aus dem Christentum präferierte und beworbene Modell seit fast zwei Jahrtausenden. Und diese Wertvorstellungen prägen auch heute noch.

Und ich schrieb nicht umsonst: jeder Mensch wie er es wahrhaftig möchte. Wenn dann wer herkommt und meint, alles außer Monokiste wäre falsch, verlogen usw., was ist das dann? Prägung, Wunschvorstellung, Wertvorstellung? Und dann reagiee ich mit Statistiken, Scheidungsquoten und zeige auf: Leute, mag ja sein, dass Paare in einigen Fällen einander ausreichend sind oder sich die Partner zurücknehmen können. Aber schaut auch, wie oft es nicht funktioniert und auch warum das so ist.

Vor wenigen Jahrzehnten wurde ein Paar schon noch geächtet gesellschaftlich, wenn ohne Trauschein zusammengelebt wurde. Sprich es findet eine Entwicklung statt, weg vom (sogar gesetzlich vorgeschriebenen) erzwungenen Mono zum "es gibt auch andere Beziehungsmodelle". Freundschaft+ gehört dazu. Was ja Thema hier ist. :)

In anderen Regionen der Welt ist es heute noch so, dass ein Mensch teils sein Leben riskiert, wenn er es wagt anders leben zu wollen als das Gesetz rsp. die Gesellschaft es vorgibt.

Ich finde es gut, ist das wo ich lebe anders, hier gibt es "nur" Vorbehalte und Abwertungen seitens der Mitmenschen, die sich hier entsprechend abwertend äußern.

Wobei die Freundshaft+ bei Singles ja noch toleriert wird, aber schon noch erwartet, dass ein Single sich irgendwann monogam bindet, weil sich das ja so gehört...

@SPIRIT1964 Poly als Rettung für Menschen, die noch nicht mal mit einer Beziehung klarkommen? Wohl eher nicht.

LG
Any
 
Oh, interessant, bei mir ist die Entwicklung vermutlich ähnlich. Sobald ich beginne mit Wunschdenken und Ansprüchen (ich beschrieb ja schon der Weg ist bisher nicht rosarot den wir gehen) geschweige denn es auszusprechen, fängt es an schräg zu werden. Einfach finde ich es nicht, diesen Zustand von Wahrhaftigkeit, wie du ihn nennst, aufrecht zu erhalten, aber ich empfinde ihn als sehr entspannend und "leicht" und diese Art grundlegender Neutralität als erstrebenswert. Mal gucken wie das in einigen Jahren sein wird. :)

LG
Any

Ich empfinde das ganz genauso. Ich glaube man kippt immer wieder in diese Wunschdenkenschiene rein und natürlich will man ab und zu im Gefühlsüberschwang laut hinausschreien und es alle wissen lassen, wen man liebt und dass dieser Mensch der Allerbeste ist, aber es sollte nicht zu einem "hey, ich weiß wie sich echte Liebe anfühlt und bin so erfüllt und überhaupt"-Tralala verkommen, das automatisch auch diejenigen abwertet, die anders lieben, weil die kennen das Maximum dann einfach noch nicht- dann wird es selbstgerecht.

Der Versuch der Wahrhaftigkeit ist ziemlich anstrengend, aber ich habe den Eindruck er lohnt sich, eben wegen der von mir erwähnten neutral-entspannten Leichtigkeit, die hat was. :) Manchmal wünsche ich mir jedoch auch mehr Theater und Drama, dann falle ich in alte Muster und das ist auch okay, ich gehe da nicht übertrieben verbissen ran. Gut ist es schon, wenn es ab und zu gelingt.
 
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Ich empfinde das ganz genauso. Ich glaube man kippt immer wieder in diese Wunschdenkenschiene rein und natürlich will man ab und zu im Gefühlsüberschwang laut hinausschreien und es alle wissen lassen, wen man liebt und dass dieser Mensch der Allerbeste ist, aber es sollte nicht zu einem "hey, ich weiß wie sich echte Liebe anfühlt und bin so erfüllt und überhaupt"-Tralala verkommen, das automatisch auch diejenigen abwertet, die anders lieben, weil die kennen das Maximum dann einfach noch nicht- dann wird es selbstgerecht.

Der Versuch der Wahrhaftigkeit ist ziemlich anstrengend, aber ich habe den Eindruck er lohnt sich, eben wegen der von mir erwähnten neutral-entspannten Leichtigkeit, die hat was. :) Manchmal wünsche ich mir jedoch auch mehr Theater und Drama, dann falle ich in alte Muster und das ist auch okay, ich gehe da nicht übertrieben verbissen ran. Gut ist es schon, wenn es ab und zu gelingt.

Bei meinem Weg glaube ich definitiv nicht, jetzt schon wo angekommen zu sein, ich empfinde es als einen sehr dynamischen Prozess, bin aber durchaus erstaunt, dass es bislang funktioniert, obwohl es davor ja auch funktionierte (=paradox). Da wird uns hier darüber unterhalten, sage ich das auch so.

Wohin das führt, keine Ahnung, so wie es derzeit ist, ist es ok. Rückblickend möchte ich die bisherigen Erfahrungen nicht missen.

Und ja, der Zustand den Du beschreibst ist nicht besonders aufregend, ich brauche das auch, ab und an Dampf unter'm Kessel, da möchte ich noch herausfinden wozu. :)

Lg
Any
 
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