Zu deinem anderen Beitrag: es geht nicht um Mono-Poly-Sonstwas gut oder schlecht, sondern individuell für einen Menschen passend oder nicht passend. Ich fühle mich durch Leute in Monokisten nicht bedroht, wieso auch? Ich habe nur im Leben erfahren, dass Monogamie wohl meist nur befreistet bei Paren zu funktionieren scheint, die wenigsten Menschen bekommen langfristig und im Schnitt zufrieden eine solche Beziehungsform am Leben gehalten. Bei Freundschaften, wo der Sex wegfällt, ist das oft anders.
Ist es so, dass unser Verständnis von Sexualität in Beziehungen da eventuell mit hineinspielt und etwas kaputt macht?
Und deine Fragen, zielen sie nicht auch auf Sicherheit ab? Egal wie sie ausschaut, dich würde das Herumgeeiere stören, nicht zu wissen, wo Du bei einer potentiellen Partnerin "dran bist"?
LG
Any
Ich beschreib meinen Stand dazu eigentlich eh recht ausführlich bzw. stelle auch Fragen, wie zum Beispiel, was verstehen wir genau unter Mono bzw. Polygamie? Ist es so wie in der Tierwelt, wenn wir etwa Tiere beobachten, die ein ganzes Leben lang monogam sind oder bedeutet Monogamie beim Menschen einfach nur Treue und ehrlichen Umgang miteinander für die Zeit, die man auf einem gemeinsamen Weg verbringt?
Tiere sind Spezialisten, der Mensch ist dagegen ein sehr vielfältiges Tier und dementsprechend kann es natürlich vorkommen, dass sich Interessen und Lebensmotive bei Paaren ändern und sie sich auseinander entwickeln. Hier bin ich dagegen, Zwang auszuüben und mit Gewalt an einem gemeinsamen Weg festzuhalten, wenn dieser naturgemäß auseinander führen will. Aber die Zeit, die man gemeinsam verbracht hat, hat man in einer monogamen Beziehung gelebt. So einfach sehe ich das, so will ich das und so leb ich es auch, wenn es sich ergibt.
Was meinst du genau mit "Herumgeeiere" ? Und was die Sicherheiten betrifft, klar will ich die. Ich will ich wissen, wie ich dran bin und würde mich auch nur mit eine Frau näher befassen, die ihrerseits ebenfalls wissen will, wie sie mit mir dran ist. Und ich will natürlich wissen, wie sie in derartigen Grundsatzfragen tickt. Wenn sie mir von Haus aus sagt, Monogamie ist Mist oder Monogamie funktioniert nicht, weil Natur, Wissenschaft und Statistik blablabla.... und mir mit Nachdruck diese Anschauung verkaufen will sag ich ganz einfach: "Das wird nix mit uns, machs gut und viel Glück." Wenn ich nicht an etwas glaube, dann erreich ich es auch nicht, wenn ich nicht daran glaube, dass ich den Alkoholismus überwinden kann, gelingt es mir auch nicht, wenn ich nicht daran glaube, das Ende eines dunklen Tales in der Depression zu erreichen, erreich ich es auch nicht. Das ist in vielen Bereichen so. Und Monogamie beim Menschen ist nicht bloß eine Kiste oder ein Ding, das einfach so funktioniert oder eben nicht, sondern eine Lebensform, die zwei Menschen erst mal wollen müssen und an der sie dann arbeiten.
Das ist nicht nur für mich eine Sicherheit... das ist auch für die betreffende Dame eine Sicherheit, wenn sie von Anfang an Klartext redet und auch weiß und meint, wenn sie spricht. Das erspart uns beiden viel Kopfweh. Hintergangen will ich mich nicht wissen, das ist wahr, denn das verletzt mich im Gefühl und dann werde ich meinerseits wieder verletzend. Das würde ich meiner Zukünftigen Liebsten und auch mir selber gerne ersparen, denn immer die selben Spiele spielen ist auf Dauer einfach zu langweilig.
Aber du hast recht, es gibt keine Sicherheiten, es gibt nur Wachsamkeit, Instinkt und Vertrauen, das wächst oder schrumpft. Auch das will geschult werden bei jeder neuen Begegnung, denn viel zu oft erzählen Menschen, was der andere hören will und meinen genau das Gegenteil. Weiß der Teufel, warum.
Egal, ich hab noch mehr geschrieben, aber wieder gelöscht, weil die ganzen Worte hier im Grunde ohnehin nur Schall und Rauch.