Frauen - Männer - Gleichstellung

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Ich möchte ein Posting von Any aufgreifen, in dem sie etwas sehr wichtiges erwähnt hat:

Dies ist richtig. Die viel beschworenen Unterschiede in solchen Dingen wie sprachliche Kompetenz oder räumliches Vorstellungsvermögen, die zum Beispiel in den Neurowissenschaften getestet werden und bei denen Männer und Frauen unterschiedlich abschneiden, nehmen mit fortschreitendem Lebensalter zu. Warum? Weil das Gehirn zum Beispiel wie ein Muskel trainiert wird und immer wieder abgerufene Bahnen sich verfestigen. Heißt im Klartext: bei Kindern sind diese Unterschiede noch nicht sonderlich groß, erst mit der Konditionierung Mädchen = plaudern, bemuttern, schlecht in Mathe und Jungs = Autos, wenig emotional, supi in Mathe, bilden sich diese Unterschiede aus. Diese Unterschiede korrelieren also mit einem anerzogenen Rollenbild.

Das heißt jetzt NICHT, dass Frau/Mannsein NUR anerzogen ist (bevor das jetzt wieder so hingedreht wird), denn natürlich sind geschlechtsspezifische Unterschiede vorhanden (Anatomie, Hormone ect). Es heißt aber, das Unterschiede im Verhalten nicht grundsätzlich genetisch determiniert sind. Männer und Frauen sind nicht komplett gleich; aber auch nicht alle Frauen und alle Männer sind komplett gleich. Das Individuum wird nun mal durch Sozialisation geprägt. Es gibt Kulturen, in denen Männer zu "echten Kerlen" erzogen werden und die dementsprechend Verhalten zeigen, in anderen Kulturen hingegen übernehmen Frauen die "männliche" Rolle und haben die Entscheidungsgewalt.

Männer haben eine grundsätzliche Befähigung, "weibliche" Eigenschaften wie soziale Kompetenz, Emotionalität, sprachliche Kompetenz ect. auszubilden, Frauen haben die grundsätzliche Befähigung, "männliche" Eigenschaften wie Ratio, räumliches Vorstellungsvermögen und Konzentration auf eine Sache, auszubilden. Die anatomischen und hormonellen Unterschiede sind ein Fakt - doch Männer und Frauen sind nicht so weit voneinander entfernt, wie gerne behauptet wird. Erst mit zunehmender Prägung ziehen die Männer auf den Mars und die Frauen auf die Venus. Die Unterschiede zwischen Individuen sind deutlich größer als die zwischen den Geschlechtern - wenn man es mal ganz rational und nüchtern betrachtet.

Damit meine ich nicht, Mädchen nicht mit Puppen spielen zu lassen oder Jungs das Fußballspielen zu verbieten. Sondern schlicht, Kinder nach ihren individuellen Interessen und Fähigkeiten zu fördern statt ihnen zu suggerieren, dass sie wegen dem Pipi oder der Mumu so oder so zu sein haben. So sind sie als Erwachsene nicht nur Mann oder Frau, sondern in erster Linie Mensch mit eigenem Profil. Und dabei ist die Bandbreite weiter gestreut als oft angenommen.

In vielem möchte ich Dir recht geben.
Ich bin auch dafür, dass Frauen und Männer das machen können, was sie wollen, mit einer Einschränkung. Sobald ein Kind mit im Spiel ist, braucht es vorrangig die Mutter in den ersten Monaten. Und da ist die Mutter durch den Vater nicht einfach auszutauschen, weil das eine Ideologie so vorschreibt.

Und die Gründe dafür haben ich und andere wie Lamia schon mehrfach hier ausgebreitet und werde ich jetzt nicht wiederholen.

Das beschworene Modell von Anevay ist nicht praxisgerecht, wie die Statistik deutlich beweist.

Es geht um Gerechtigkeit und nicht um 50:50 auf allen Gebieten. Das ist unsinnig und Utopie.

Wenn dem so wär, hätte ich damals meine Lebenpartnerin dazu überreden müssen, mir bei der 7 jährigen Hausrenovierung körperlich zu 50% beizustehen. Ich landete zwar letzlich im Krankenhaus wegen Überarbeitung, aber das war nicht ihre Schuld.

Oder wenn ich die Wohnung putzte und wischte, sie aber damit regelmäßig unzufrieden war und viel kritisierte. Das brachte regelmäßig Streit hervor.
Ich kann wirklich viel und manches auch sehr gut, aber manches kann ich weniger und manches auch schlecht und nicht so gut wie manch andere. Beispielsweise ein Geschenk einpacken, da sieht jeder, dass es von mir ist.
Warum soll ich mir nicht helfen lassen?

Jetzt könnte man mir natürlich unterstellen, ich würde mir keine Mühe geben, ebenso könnte ich aber dann meiner Ex unterstellen, sie sei nur faul gewesen und habe mich deshalb nicht bei den sehr schwierigen Arbeiten unterstützt. Und wenn es an Muskeln fehle, könne sie sich das ja dann nach Euren Vorstellungen gefälligst antrainieren.

Nein, dies 50:50 ist ziemlich unrealistisch wenn es darum geht, jeder solle immer die Hälfte machen.
Ist auch ziemlich kleinkariert und kindisch gedacht, mit Verlaub.

Es geht um Ergänzung! Und wenn Frau keine Hausarbeit machen will, muss sie nicht, dann teilt man es sich von mir aus oder er macht es, wenn er es will.
Wenn sie es aber machen will und es ihr leicht von der Hand geht, dann solle man ihr auch nicht einreden, das sei niedere Arbeit und völlig unemanzipatorisch. Was heute leider regelmäßig im großen Stil passiert.

Die Lebensentwürfe sind unterschiedlich und sollen es auch sein. Das Leben ist aber sicher nicht am Schreibtisch entstanden.

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Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Hier ein interessantes Youtube-Video dazu. Hierin wird erklärt, wie es kommt, dass bestimmte Menschen, denen eingeredet wird, etwas nicht zu können, dann in diesen Fächern auch die Leistung nicht abrufen können. Also wenn z.B. den Mädchen suggeriert wird, sie seien aufgrund ihres Geschlechtes schlechter in Mathematik, dann sind es es auch. Sagt man ihnen hingegen, sie sind gleich gut wie die Jungen, dann bringen sie auch die entsprechende Leistung.

Ich finde das super interessant. Wenn man Männern z.B. suggeriert, die Mädchen sind ihnen im sprachlichen Bereich überlegen, dann werden sie dahingehend "funktionieren". Wird Männern gesagt, sie wären im sozialen Bereich oder bei der Pflege oder Hege schlechter geeignet als Frauen, so werden sie das auch sein.

Offensichtlich sind Männer und Frauen lediglich "Opfer" solcher Stereotypen, wie Test´s gezeigt haben. Aber es ist alles nur eine Sache der Psyche, ob Frau oder Mann etwas "kann" oder nicht. Wird von vornherein gesagt, du kannst etwas, dann wirst du es auch können. Wenn dir gesagt wird, du kannst etwas nicht, dann wirst du die Leistung nicht abrufen können.

Lg
U.





Lg
Urajup

Natürlich gibt es auch das. Aber wenn Du das Leben mal beobachtest, dann wirst Du auch sehen, dass Frauen deutlich früher reif sind als Männer. Das sieht man sehr gut in Schulen!

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Es geht um Ergänzung! Und wenn Frau keine Hausarbeit machen will, muss sie nicht, dann teilt man es sich von mir aus oder er macht es, wenn er es will.
Wenn sie es aber machen will und es ihr leicht von der Hand geht, dann solle man ihr auch nicht einreden, das sei niedere Arbeit und völlig unemanzipatorisch. Was heute leider regelmäßig im großen Stil passiert.

Die Lebensentwürfe sind unterschiedlich und sollen es auch sein. Das Leben ist aber sicher nicht am Schreibtisch entstanden.

Ja, Lebensentwürfe sind unterschiedlich, und es haben auch nur die allerwenigsten Menschen das Glück, ihrem Wunschplan ganz und gar folgen zu können. Wenn allerdings diverse Begebenheiten dazu führen, dass für Frauen da mehr Steine im Weg liegen als für Männer, dann ist das Ungerecht. Wenn Du da brauchbare Regelungen (er-)finden würdest ohne welche, die auf Frauenquote hinauslaufen würden oder darauf, dass Du den entsprechenden Frauen (oder der Gesellschaft - oder wem auch immer) ein zu großes Ego vorwirfst, wäre der Widerstand, den Du hier erlebst, auch wesentlich geringer.
 
In vielem möchte ich Dir recht geben.
Ich bin auch dafür, dass Frauen und Männer das machen können, was sie wollen, mit einer Einschränkung. Sobald ein Kind mit im Spiel ist, braucht es vorrangig die Mutter in den ersten Monaten. Und da ist die Mutter durch den Vater nicht einfach auszutauschen, weil das eine Ideologie so vorschreibt.

Und die Gründe dafür haben ich und andere wie Lamia schon mehrfach hier ausgebreitet und werde ich jetzt nicht wiederholen.

Das beschworene Modell von Anevay ist nicht praxisgerecht, wie die Statistik deutlich beweist.

Es geht um Gerechtigkeit und nicht um 50:50 auf allen Gebieten. Das ist unsinnig und Utopie.

Wenn dem so wär, hätte ich damals meine Lebenpartnerin dazu überreden müssen, mir bei der 7 jährigen Hausrenovierung körperlich zu 50% beizustehen. Ich landete zwar letzlich im Krankenhaus wegen Überarbeitung, aber das war nicht ihre Schuld.

Oder wenn ich die Wohnung putzte und wischte, sie aber damit regelmäßig unzufrieden war und viel kritisierte. Das brachte regelmäßig Streit hervor.
Ich kann wirklich viel und manches auch sehr gut, aber manches kann ich weniger und manches auch schlecht und nicht so gut wie manch andere. Beispielsweise ein Geschenk einpacken, da sieht jeder, dass es von mir ist.
Warum soll ich mir nicht helfen lassen?

Jetzt könnte man mir natürlich unterstellen, ich würde mir keine Mühe geben, ebenso könnte ich aber dann meiner Ex unterstellen, sie sei nur faul gewesen und habe mich deshalb nicht bei den sehr schwierigen Arbeiten unterstützt. Und wenn es an Muskeln fehle, könne sie sich das ja dann nach Euren Vorstellungen gefälligst antrainieren.

Nein, dies 50:50 ist ziemlich unrealistisch wenn es darum geht, jeder solle immer die Hälfte machen.
Ist auch ziemlich kleinkariert und kindisch gedacht, mit Verlaub.

Es geht um Ergänzung! Und wenn Frau keine Hausarbeit machen will, muss sie nicht, dann teilt man es sich von mir aus oder er macht es, wenn er es will.
Wenn sie es aber machen will und es ihr leicht von der Hand geht, dann solle man ihr auch nicht einreden, das sei niedere Arbeit und völlig unemanzipatorisch. Was heute leider regelmäßig im großen Stil passiert.

Die Lebensentwürfe sind unterschiedlich und sollen es auch sein. Das Leben ist aber sicher nicht am Schreibtisch entstanden.

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Ich fasse die 50:50 auch so auf.
Jeder bringt das ein, was er kann und das halt zu gleichen Teilen. Du holst das Geschenk, sie packt es ein. Du renovierst, sie nimmt dir dafür einige Alltagspflichten ab (warum hast du das denn sowieso alles alleine gemacht? Hast du dir keine Hilfe geholt?). Du wäschst die Karre, putzt die Fenster und saugst Staub, sie räumt die Spülmaschine ein, wischt die Böden und bringt den Müll raus. Ich schätze, wir meinen da ziemlich das Gleiche. Ich kann übrigens auch keine Geschenke einpacken, das Ding sieht dann immer aus wie durch den Häcksler gejagt. Also packte mein Expartner die Geschenke ein - ein Mann mit unglaublich viel Kreativität und sehr viel künstlerischen Talent und Feinmotorik; er war einfach besser geeignet ;)

Ich spreche mich auch nicht dafür aus, mal eben ein Kind zu gebären und noch im Hemdchen vom Kreißsaal ins Büro. Mit zunehmendem Alter des Kindes aber ist aber auch die Betreuung durch den Papa für mich kein Manko.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich fasse die 50:50 auch so auf.
Jeder bringt das ein, was er kann und das halt zu gleichen Teilen. Du holst das Geschenk, sie packt es ein. Du renovierst, sie nimmt dir dafür einige Alltagspflichten ab (warum hast du das denn sowieso alles alleine gemacht? Hast du dir keine Hilfe geholt?). Du wäschst die Karre, putzt die Fenster und saugst Staub, sie räumt die Spülmaschine ein, wischt die Böden und bringt den Müll raus. Ich schätze, wir meinen da ziemlich das Gleiche.

Ich spreche mich auch nicht dafür aus, mal eben ein Kind zu gebären und noch im Hemdchen vom Kreißsaal ins Büro. Mit zunehmendem Alter des Kindes aber ist aber auch die Betreuung durch den Papa für mich kein Manko.

Real gelebt? bei uns war, ist es Praxis, nicht nur Pläne. Allerdings in Wohngemeinschaftrahmen, sonst wären unsere Reisen und unser Lebensrhythmus nicht vereinbar mit unserer Ansicht, daß Kind und seine Bedürfnisse auf jeden Fall Vorfahrt haben. Und von unseren 4 WGlern sind zuerst drei freiberuflich gewesen, später zwei, d.h. von zu Hause aus hauptgearbeitet.
 
Natürlich gibt es auch das. Aber wenn Du das Leben mal beobachtest, dann wirst Du auch sehen, dass Frauen deutlich früher reif sind als Männer. Das sieht man sehr gut in Schulen!

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Öhem. Ich habe aufzeigen wollen, dass Männern/Jungen und auch Frauen/Mädchen die geschlechts-stereotypischen Verhaltensweisen lediglich angedichtet werden, aber nicht ob Frauen/Mädchen früher reifer werden als Jungen.

Lg
 
@fantastfisch, wollte auf deinen schönen Post antworten, jetzt bist weg. Zum Geschriebenen: so kann es sehr gut funktionieren! :)
 
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Nein, dies 50:50 ist ziemlich unrealistisch wenn es darum geht, jeder solle immer die Hälfte machen.
Ist auch ziemlich kleinkariert und kindisch gedacht, mit Verlaub.

Nur wenn man es so sieht, wie du es gerade sehen willst, Musikuss. Man kann sich mit Arbeiten auch abwechseln. Eine Woche macht er das Bad, die andere ich, wir kochen abwechselnd, gehen zusammen einkaufen und so weiter und so fort. Das klappt prima.

Wenn dem so wär, hätte ich damals meine Lebenpartnerin dazu überreden müssen, mir bei der 7 jährigen Hausrenovierung körperlich zu 50% beizustehen. Ich landete zwar letzlich im Krankenhaus wegen Überarbeitung, aber das war nicht ihre Schuld.

Also wir machen auch solche Dinge gemeinsam. Letztes Jahr war die Erneuerung der Holzbalken an den Balkonen und der vorderen Terrasse dran. Er hat gesägt, ich abgeschliffen und gestrichen, er mit mir gemeinsam die alten Holzteile abgemacht, ich die Lackarbeiten übernommen vom Geländer, gemeinsam wieder rangeschraubt. Dafür haben wir beide zwei Wochen Urlaub genommen. Damit es weder in Überlastung noch in Stress ausartet. Für keinen von uns.

Dieses Jahr ist die Erneuerung der Terrasse dran. Nebst Platten verlegen und Sand schaufeln. Da es egal ist, ob ich pro Fuhre Sand die Karre ganz oder nur halbvoll mache, ist das auch körperlich zu wuppen. Oder ich nehme drei Bodenplatten weniger in die Hand. Das geht alles gemeinsam, wenn man nur will.

Lg
Any
 
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