Existiert eine Seele?

Ich würde die Fragestellung umdrehen: Woher bezöge der Mensch seinen Wert und seine Würde, handelte es sich bei ihm lediglich um eine (biologische) Maschine?

Ich denke, ich fühle und ich erlebe - wie Du auch. Mein Charakter und meine Gefühle sind individuel, und ich lebe sehr gerne. Da ist es mir egal, ob dahinter nun mehr steckt oder die komplexe Verdrahtung in meinem Gehirn mit ihrer unterchiedlichen Ausprägung (wovon ich ausgehe). Ob wir nun "nur" das sind, oder mehr dahinter steckt, macht doch da keinen praktischen Unterschied.

Wenn man anerkennt, dass allen Menschen ein Geist mit identischem Werte innewohnt, dann stellte man keinerlei Differenzierungen mehr an bezüglich des Wertes eines menschlichen Lebens. Dann ist jedem Menschen bewusst, dass wir eben nicht bloß maschineller Natur sind, sondern dass jeder Person ein individuelles, wertvolles Ich zueignen ist. Es gäbe keinen Raum mehr für eine Doppelmoral und menschenverachtende Wertesysteme, wie man sie heutzutage aller Orten antrifft.

Hier will ich stark widersprechen. Doppelmoral und menschenverachtende Wertesysteme findet man auch sehr viel in Religionen, religiösen Gemeinschaften und Sekten, die eben auch z.B. die Seele des Menschen als Prämisse auf ihre Fahnen schreiben.
 
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Hallo zusammen,

so anregend die Beiträge hier auch sein mögen - es wird uns sicher nicht gelingen, eine abschließende Antwort zu finden.

Ich halte bis hierher für mich fest:
Schon oder spätestens bei der Frage "Was ist Bewusstsein?" wird es in bezug auf gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse kritisch.
Ich denke, dass das Bewußtsein nichts Statisches ist, von individuellen Erlebnissen abhängt und Ideen und Gedankenprozesse einschließt.
Ein ähnliches, nicht lösbares Problem ist für mich die Frage, ob etwas, was wir gerade erleben, wahr ist oder falsch. Für den mit diesem Erleben verbundenen neuronalen Prozess gibt es kein wahr oder falsch. Scheinbar läuft der Prozess im Hirn einfach ab...
 
MysticalLady schrieb:
Wenn Du die reale Existenz eines objektiven Wertes dementierst, verbleiben nur noch menschliche Definitionen, also subjektive Wertvorstellungen und -zuschreibungen.

Endlich hast du mich verstanden.


MysticalLady schrieb:
Ich beziehe meinen Wert aus meiner individuellen Charakterstruktur, welche mentalen Ursprungs ist. Ohne Geist ist der Mensch "lediglich" eine Ansammlung organischer Materie, in der Funktionsweise einer Maschine gleich. Besitzen Maschinen eine Würde?

Besäße eine künstliche Intelligenz Würde? Besitzen Tiere und Pflanzen etwa keine?


MysticalLady schrieb:
Dieser Ausspruch stammt ursprünglich von Jesus Christus. Da bediente sich Immanuel Kant wohl eines Plagiats.^^

Nein, er bediente sich des Verstandes, den er im Übrigen für gottgegeben hielt. Jesus dagegen beruft sich auf das Wort und den Willen Gottes, ohne diesen zu hinterfragen. Das aber bedeutet Stillstand, denn wer wollte dem widersprechen.


Gruß
McCoy
 
Schon oder spätestens bei der Frage "Was ist Bewusstsein?" wird es in bezug auf gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse kritisch.

Das Bewusstsein umfasst für mich die Ego-Reflexivität (einschließlich psychologischer Instrospektionen), die Reflexion der Geschehnisse in der Umwelt, das bewusste Wollen. Derartige Willensakte determinierende neuronale Prozesse konnten bislang trotz qualitativ hochwertiger Methoden der apparativen Neurodiagnostik nicht identifiziert werden.

Das Bewusstsein - der Geist - ist gemäß unserer Intuition und Alltagserfahrung in der Lage, spezifische Regionen unseres Organismus' willentlich seiner Kontrolle zu unterwerfen. Das geschieht beispielsweise bei der Willkür- und Sprachmotorik. Sobald ich als gesunder Mensch einen Arm heben will, ist mir dies auch möglich. Identisches gilt für die Beeinflussung anderer Extremitäten meines Körpers.

Es stellt sich also folgende Frage: Auf welchem Wege modifiziert mein bewusstes Wollen neuronale Aktivitätsmuster, damit es im Anschluss zur elektrophysiologischen Entladung in den Pyramidenzellen des Neocortex' kommen kann? Diese Frage habe ich auf meiner Internetseite konsistent beantwortet, wie ich glaube.
 
Hier will ich stark widersprechen. Doppelmoral und menschenverachtende Wertesysteme findet man auch sehr viel in Religionen, religiösen Gemeinschaften und Sekten, die eben auch z.B. die Seele des Menschen als Prämisse auf ihre Fahnen schreiben.

Die Religionen haben in vielen Fällen auch keine korrekte Vorstellung vom wahren Wesen des Geistes bzw. der Seele. Wäre dies nämlich so, hätten die Religiösen die menschlichen Seelen in der Historie und zum Teil noch heute nicht different bewertet.
 
Mein Charakter und meine Gefühle sind individuel, und ich lebe sehr gerne. Da ist es mir egal, ob dahinter nun mehr steckt oder die komplexe Verdrahtung in meinem Gehirn mit ihrer unterchiedlichen Ausprägung (wovon ich ausgehe). Ob wir nun "nur" das sind, oder mehr dahinter steckt, macht doch da keinen praktischen Unterschied.

Hallo Joey,

das dramatische für mich ist, dass Du mit dieser Einstellung diskutierst.

Übersetzt hieße es etwa: was interessiert mich Physik, ich lebe und es geht mir gut -- wozu es Wissenschaften gibt, da sie in meinem Leben keinen praktischen Unterschied machen, also lassen wir es.

In meinem Garten reift und blüht es und das alles ohne jede Wissenschaft, die es sowieso kaum erklären kann. Da bleibt dann nur die Irritation, die Du auslöst -- willst Du das so?

Auf ein Thema zu antworten suggeriert Interesse, allerdings ist Nicht-Briefmarkensammeln eben kein Interesse, wie Du richtig bemerkst -- also nochmal die Frage: Was willst Du?

Postulate sind Erweiterungen eines gesicherten Wissensgebietes zur Überprüfung in der Folge des Postulates. Dies dürfte Dir als, wie Du Dich selbst nennst, Wissenschaftler bekannt sein. Was Du hier ausführst, ist, das Forschungsgebiet von vorne herein so einzuschränken, dass Du nicht forschen musst -- ich kann Dich erleichtern: Du musst auch nicht forschen -- wir machen das schon -- und -- mir macht es Freude zum Thema "Existiert eine Seele" zu forschen -- und ich sehe andere, denen es ebenso Freude bereitet. Ich sehe keine Freude bei Dir aufkommen -- magst Du dann nicht einfach auf Dein Forschungsgebiet wechseln?

Es macht für meinen Apfelbaum keinen Sinn ein Gravitationsgesetz zu wissen oder selbst eine Waage oder einen Fotoapparat nützt meinem Apfelbaum und mir gar nichts. Ich esse die Äpfel meines Apfelbaumes und bin glücklich. Aber ich werde niemanden einschränken dahingehend, seinen Apfelbaum nicht fotografieren zu dürfen, obwohl es für mich keinen Erkenntniszuwachs bringt.

So möchte ich Dir mitteilen: gerne kannst Du so bleiben, wie Du bist -- ob Du eine Seele hast oder nicht, interessiert Dich nicht, ich höre und sehe, und mit Deinen Apparaten und zu den von Dir zugelassenen Gesetzen konntest Du bisher keine Seele nachweisen, ok. Und dann?

Ich habe eine Seele. Dass Du sie nicht nachweisen kannst, interessiert mich nicht. Es gibt nur die Möglichkeit, dass Du Dir Deine Seele nachweist -- wenn Du glaubst, dass ein Apparat das könnte, dann glaubst Du an den Apparat, dann ist der Apparat Dein Gott -- und was für ein Unterschied zu den verschiedenen Göttern sollte das sein? Wie irreal kannst Du sein? Nur Du selbst bist in Deinem Leben erlebbar real (als erste Erkenntnisposition einer Reihe von selben), wenn Du Dir selbst nicht traust, sondern nur Deinem Physikgott -- ob er sich jetzt in axiomatisch gesetzter Methodik erklärt oder als Apparat, dessen Messergebnisse als gottesfürchtige Beweise fungieren sollen -- kannst Du Dir ebensowenig sicher sein, wie die Gläubigen anderer (von Dir nicht anerkannter) Religionen. Wenn Du Dir einen Bereich schaffst, zu dem nur die Auserwählten Zutritt haben, die Deinen Gesetzen gehorchen sind wir bei den üblichen Machtspielen (z.B. eines Vatikans, bzw. Papstes), die nur ausdrücken, dass die Machtspieler Angst haben, ihre Macht zu verlieren.

Wir sind Menschen.
Unterschiedlicher Erfahrungsbreite und -tiefe.
Vieles hat einen Sinn.
Gemeinsam kämen wir weiter.
Wenn die Seele in Deinen Forschungen keine Rolle spielt: Lebewohl, vielleicht bis später mal.

Alles Gute Dir, Joey.

Andreas
 
das dramatische für mich ist, dass Du mit dieser Einstellung diskutierst.

Übersetzt hieße es etwa: was interessiert mich Physik, ich lebe und es geht mir gut -- wozu es Wissenschaften gibt, da sie in meinem Leben keinen praktischen Unterschied machen, also lassen wir es.

In meinem Garten reift und blüht es und das alles ohne jede Wissenschaft, die es sowieso kaum erklären kann. Da bleibt dann nur die Irritation, die Du auslöst -- willst Du das so?

Ups, da hast Du mich falsch verstanden. Den Satz, den Du da zitierst bezieht sich auf die Frage des "objektiven Wertes des Menschen", die MysticalLady aufgebracht hat - der ihrer Ansicht nach nur mit einer Seele existiert und meiner Ansicht nach anders beantwortet wird.

Auf ein Thema zu antworten suggeriert Interesse, allerdings ist Nicht-Briefmarkensammeln eben kein Interesse, wie Du richtig bemerkst -- also nochmal die Frage: Was willst Du?

Ich habe durchaus ein Interesse an der Frage, ob es eine Seele gibt. Wie ich schon schrieb, bin ich inzwischen in einem Alter, wo Menschen vor mir gestorben sind, die mir nahe standen und die mir lieb waren (das war auch damals der Anlass, warum ich mich in diesem Forum anmeldete). Ich wäre überglücklich, wenn es sowas wie einen Beweis für eine unsterbliche Seele gäbe, weil das hieße, dass ich diese Menschen wiedersehen würde.

Was ich will: Ich will einen Beweis mit guter wissenschaftlicher Methodik. Und wissenschaftlich betrachtet sieht es derzeit leider eher gegen eine Seele aus, wie ich bisher hier dargelegt habe - unabhängig davon, was ich mir wünsche.

Eine Theorie, wie die Seele mit dem Gehirn interagieren würde (und die - wie ich schon schrieb - Schwächen bezüglich der Quantenmechanik, die sie bemüht, aufweist) hilft da auch nicht weiter, sie wieder wahrscheinlicher zu machen.

Postulate sind Erweiterungen eines gesicherten Wissensgebietes zur Überprüfung in der Folge des Postulates. Dies dürfte Dir als, wie Du Dich selbst nennst, Wissenschaftler bekannt sein. Was Du hier ausführst, ist, das Forschungsgebiet von vorne herein so einzuschränken, dass Du nicht forschen musst

Diese Postulate mjüssen dann aber auch mit guter wissenschaftlicher Methodik überprüft werden. Das wird umso wichtiger, desto außergewöhnlicher die Hypothesen werden. Carl Sagan bechrieb das in dem Satz: "Außergewöhnliche Behauptungen benötigen außergewöhnliche Belege."

-- ich kann Dich erleichtern: Du musst auch nicht forschen -- wir machen das schon -- und -- mir macht es Freude zum Thema "Existiert eine Seele" zu forschen -- und ich sehe andere, denen es ebenso Freude bereitet. Ich sehe keine Freude bei Dir aufkommen -- magst Du dann nicht einfach auf Dein Forschungsgebiet wechseln?

Ich habe auf dem Gebiet geforscht und nach etwas gesucht, was einem Beweis nahekommt. Ich habe selbst mit Medien gesprochen (über den "Erfolg" habe ich auch in diesem Thread geschrieben). Und, wenn jemand behauptet, einen Beweis zu haben, dann klopfe ich ein wenig nach. Das macht vielleicht bei dem abgeklopften keine Freude, ist aber ebenfalls in den Wissenschaften sehr üblich - und je außergewöhnlicher die Behauptung, desto notwendiger.

Wie sieht denn Deine Forschung aus? Wie näherst Du Dich der Frage? Wie sieht Deine Methodik aus? Ist die Frage für Dich nicht schon längst mit ja beantwortet, so dass Du zweifelnde Gedanken nicht mehr zulässt?

So möchte ich Dir mitteilen: gerne kannst Du so bleiben, wie Du bist -- ob Du eine Seele hast oder nicht, interessiert Dich nicht, ich höre und sehe, und mit Deinen Apparaten und zu den von Dir zugelassenen Gesetzen konntest Du bisher keine Seele nachweisen, ok. Und dann?

Oh, wie gesagt, es interessiert mich schon, aber es ändert nichts an der Qualität bzw. am Wert meines Lebens bzw. irgendeines menschen, ob ich eine habe. Das wollte ich mit dem Beitrag, über den Du Dich hier aufregst, aussagen. Das wäre vielleicht deutlich geworden, wenn Du auch gelesen hättest, auf was ich das genau geschrieben habe - falls nicht, entschuldige ich mich dafür.

Die von mir "zugelassenen Gesetze", die ich gute wissenschaftliche Methodik nenne, sind über Jahrzehnte/Jahrhunderte entstanden aus der Erfahrung mit angeblichen Erkenntnissen, die auf Wunschdenken und Fehlinterpritation von Beobachtungen basierten. D.h. wenn eine Hypothese fast ausschließlich Belege ohne gute Methodik hat, so sollten sich meiner ansicht nach die Befürworter dieser Hypothesen fragen, wie stark bei ihnen das Wunschdenken etc. regiert. Kein Mensch ist neutral. Die gut Methodik verhilft dem entgegenzuwirken.

Ich habe eine Seele. Dass Du sie nicht nachweisen kannst, interessiert mich nicht. Es gibt nur die Möglichkeit, dass Du Dir Deine Seele nachweist -- wenn Du glaubst, dass ein Apparat das könnte, dann glaubst Du an den Apparat, dann ist der Apparat Dein Gott -- und was für ein Unterschied zu den verschiedenen Göttern sollte das sein? Wie irreal kannst Du sein? Nur Du selbst bist in Deinem Leben erlebbar real (als erste Erkenntnisposition einer Reihe von selben), wenn Du Dir selbst nicht traust, sondern nur Deinem Physikgott -- ob er sich jetzt in axiomatisch gesetzter Methodik erklärt oder als Apparat, dessen Messergebnisse als gottesfürchtige Beweise fungieren sollen -- kannst Du Dir ebensowenig sicher sein, wie die Gläubigen anderer (von Dir nicht anerkannter) Religionen. Wenn Du Dir einen Bereich schaffst, zu dem nur die Auserwählten Zutritt haben, die Deinen Gesetzen gehorchen sind wir bei den üblichen Machtspielen (z.B. eines Vatikans, bzw. Papstes), die nur ausdrücken, dass die Machtspieler Angst haben, ihre Macht zu verlieren.

Die Methodik ist nicht axiomatisch gesetzt, sondern hat ihren guten und wichtigen Sinn. Schau Dir beispielsweise mal an, warum in der Medizin randomisierte Doppelblindstudien so wichtig sind. Damit werden gut bekannte Mechanismen der Selbsttäuschung - sowohl beim behandelnden und begutachtenden Arzt als auch beim Patienten - umgangen.

Wer behauptet, Wissenschaft zu betreiben, sollte sich auch so verhalten und sich dieser Methodik bedienen. Wer das nicht tut, ist eben nicht gefeit vor Selbsttäuschung, Wunschednken etc. (das ist man mit der Methodik auch nicht vollkommen, aber der Effekt wird deutlich abgeschwächt).

Wenn Du das "nur Auserwählten Zutritt" gewähren nennst... warum bist Du nicht beleidigt, wenn ich Dich auch nicht "Dachdecker" nenne? Auch Dachdecker haben eine Lehre hinter sich, in der sie lernen, wie sie ihren Beruf gut ausüben können. Wenn ich jetzt behaupte, ich könne Dächer decken, liefere aber nur Dächer ab, die keinen kritischen Blicken standhalten... verdiene ich dann die Bezeichnung "Dachdecker"?

Wenn die Seele in Deinen Forschungen keine Rolle spielt: Lebewohl, vielleicht bis später mal.

Die Seele spielt keine Rolle, ob das Leben einen "objektiven Wert" hat (meiner Ansicht nach). Darauf war der Satz, den Du zitierst, gemünzt.

Wenn Du einen wissenschaftlich haltbaren Hinweis auf eine Seele hast, würde das einer äußerst große Rolle spielen - in der Forschung vieler Menschen.
 
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Hallo Joey.

Und wie kommen wir dann auf einen grünen Zweig?
Welches Messgerät ist erlaubt?

Ich kann Dir nicht empfehlen zu Medien zu gehen,
es wäre wie Auto kaufen ohne Autos zu kennen.

Das spannende ist, dass Du es selbst tun müsstest.
Z.B. gibt es ganz einfache Vorgehensweisen, die sich
empirisch vortasten, beschrieben z.B. in den Büchern
von Beate Bunzel-Dürlich. Aber das ist -- wie jede
Forschung -- harte Arbeit.

Ich rede mit Dir ja auch nicht über Physik, mein Wissen
darüber endet in Oberstufe Klasse 13 LK und ein paar weitere
Bereiche wegen Psychologie und Gehirnforschung.

Du lernst 13 Jahre in der Schule bewußt, vorher und nebenher
unbewußt, was diese Gesellschaft "will", dann studierst Du ein paar
Jahre und machst das zu Deinem Beruf, 8 Stunden am Tag und wenn
Du ihn liebst, Deinen Beruf, dann kreisen Deine Gedanken und Gefühle
mehr als 8 Stunden täglich um Deine Berufung. Das alles findet in
einem System (Kultur) statt. Dieses System widersetzt sich dem Erkennen
von seelischen und geistigen Zusammenhängen und studiert sie daher
weder sonderlich genau, noch sammelt sie Informationen in sehr
differnzierter Weise über diese Zusammenhänge. Es gibt ein paar Forscher/innen
die hier forschen und die geraten dabei in mehrere Fallen ......
eine wäre -- wie hier im thread diskutiert -- Objektivität .......
eine andere Falle ist weit verbreitet, einfach etwas zu behaupten ......
eine dritte Schwierigkeit ist psychologisch gesehen die, dass man sich
auf ein Gebiet verbeisst und keine Mitforscher mitnimmt, zur Überprüfung ....

Das kann alles ziemlich nerven, ich sehe das.

Ich habe selbst erst begonnen und studiere seit etwa 8 Jahren täglich meine
8 bis 12 Stunden und werde, ausser dass es ein sich lohnendes Gebiet ist
geistige, feinstoffliche und anverwandte Gebiete zu erforschen nicht viel sagen,
da es ebend der adäquaten Erfahrung bedarf, um Phänomene zu vergleichen
und mehrere Fähigkeiten zusätzlich, so etwa die einer differenzierten
Ausdrucksmöglichkeit und eine tiefen Wahrhaftigkeit.

So kann ich Dir zwar sagen, dass ich eine Seele habe und mir dessen gewiß bin.
Aber das Wort Seele ist dabei zweitrangig. Und als Beweis kann ich nichts
anführen als meine eigene Erfahrung damit.

Somit kann ich, wenn da Menschen sind, die sich auf dieselben Erfahrungen
eingelassen haben, eine gewisse Übereinstimmung feststellen. Doch selbst da
muss ich viele Versuche starten, um auf eine Verständigungsebene zu kommen
die uns weiterbringt, um so mehr und um so diffiziler wird es, diese Bereiche
in wissenschaftliche Termini zu übersetzen.

Eine Brücke wird wohl nur gebaut werden, wenn sich beide Seiten von sich aus
über den sie trennend meinenden Abgrund einander zu beugen.

Ich für meinen Teil bemühe mich darum seit langer Zeit.

Das was Dir fehlt -- bitte -- wenn ich das so flapsig sagen darf --
ist ein ungezwungener Weg dorthin.
Rechne zusammen, was Du in Physik investierst und in eine Zeit, etwas ganz
anders zu erfahren als das, wie Du Physik erlebst. Kannst Du Dir, falls Du eine
Frau hast von Deiner Frau das Beziehungsgeflecht ihrer Freundschaften, eurer
Verwandtschaft und der Freunde eurer gemeinsamen Kinder anhören und
erleben, dass es so ist?
Wieviele Bücher über Physik hast Du im Bücherregal?
Und wie viele über eine Seelenwissenschaft?
Wieviele Theorien und Wissensystematiken über Physik hast Du Dir reingezogen
und selbst bei abstrusen Theorien oft noch etwas entdeckt, was Dich erweitert?
Und in Bezug auf Esoterik? Psychologie? Religion? Geisteswissenschaften?

Ich besitze zusammen mit einem Freund im Hause etwa 3000 Bücher, davon
fast alles in Grenzwissenschaften, Psychologie, Sprache, Gehirnforschung ...
ein paar wenige Bücher über Medizin, Physik, etwas mehr zu Elektronik, Programmierung ...

Trotzdem werde ich wahrscheinlich nie ein Buch schreiben, sondern arbeite nur
daran, wie andere Menschen ihren eigenen Erfahrungshorizint zuverlässig
erweitern können und werde in ein paar Jahren vielleicht mit geeigneten Versuchen
beginnen, die mehr sind als Selbstversuche.

Deswegen kann ich Dich auch nur zu Selbstversuchen ermuntern.
Die wenigen zuverlässigen Quellen, die ich kenne tauchen in meinen Texten
immer wieder auf.

Gute Nacht noch.

Andreas
 
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