Emotion oder Verstand?

  • Ersteller Ersteller magnolia
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@Suraja 13
Ich habe dich schon verstanden scheint so als ob du mich nicht verstehst.
da bin ich mir nicht so sicher.
Was nützt es ständig in vergangenen Szenarien rumzustochern, gelöst werden kann es nur jetzt.
siehst du genau das meine ich. Diese vergangenen Szenarien existieren im Hier und Jetzt und können deshalb auch im Hier und Jetzt gelöst werden.
Kennst du nicht den Spruch: Es ist nie zu spät eine schöne Kindheit gehabt zu haben?
Damals waren wir Kinder und haben die Sicht eines Kindes gehabt.
Und wenn dieses Kind noch im Hier und Jetzt in mir existiert kann ich mich mit ihm unterhalten.
Was willst du darin weiter herumstochern so bekommst du keine Lösung.
Wer im Essen nur herumstochert wird nicht satt - und wer in den Klienten nur herumstochert wird keine Lösungen erzielen.

Jetzt sind wir erwachsen und haben eine andere Sicht.
Das ist das Problem, dass wir nicht immer so erwachsen sind wie wir gerne wären. Und Sichten gibt es wie Sand am Meer mit dem wir Sandburgen bauen können.
Nur jetzt können wir alte, unnütze Strukturen auflösen, Strukturen die wir mit großer Wahrscheinlichkeit schon in diese Inkarnation mitbrachten.
Ach kuck an, so weit gehst du zurück?
Du nimmst etwas mit ins Spiel und willst damit etwas lösen was außerhalb des Spieles ist, sowas kann nicht funktionieren.
Ich nehme nur das ins Spiel was auch im Spiel ist - alles was Jetzt Ist, ist mit im Spiel und sei es die Vergangenheit.

Außer man erwacht plötzlich.
Das kann ganz schön ernüchternd sein.

LGInti
 
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@ralrene
Ich denke das Emotionen eine ziemlich archetypische 'Sache' sind, die auch jedes Tier besitzt.
Das läßt sich z.B. bei der Angst ganz gut nachvollziehen.
Da sehe ich den Verstand eher als eine untypische 'Sache', denn der dürfte sich nur in Tieren wiederfinden, die einen ähnlichen Gehirnaufbau besitzen, wie wir Menschen.
Ich nehme an, daß Emotionen die ursprüngliche Reaktion vom Leben auf die Umwelt, auf das eigene Leben, auf die eigene Verfassung sind, denn sie erzeugen Impulse, sich gut/schlecht zu fühlen, & in diese oder jene Richtung gezogen zu werden.
Der Verstand hat die Möglichkeit, sich nicht einfach nur von den Emotionen treiben zu lassen, sondern zu überdenken was er tut, & zu versuchen, dieses Handeln in einen sinnvollen Zusammenhang zu bringen.
Auf jeden Fall bekommt der Verstand die Emotionen mit, & hat die Zeit, sich einen Kopf über sie zu machen.
sehe ich auch so

Ich würde den Verstand mit einem Tonabnehmer vergleichen.
so mechanistisch sehe ich den Tonabnehmer eigentlich nicht - aber mag sein, dass man ihn, wenn man ihn als Werkzeug sieht, welches das ICH benutzt ihn so einstufen kann.
Vergleiche ich Emotion & Verstand mit 2 Händen, so arbeiten diese 2 Hände zusammen wesetlich besser, als jede Hand für sich.
Ich denke nämlich, daß der Verstand dafür da ist, die Emotionen zu verstehen, zu verarbeiten & nach ihnen zu handeln.
Finden wir so unsere eigene Verantwortlichkeit in den Emotionen wieder & handeln selbstverantwortlich, ohne andere für eher negative Emotionen verantwortlich zu machen, haben wir unsere Mitte gefunden.
Das, finde ich, ist ein sehr schönes Bild was es gut beschreibt.
Für viele Menschen ist es jedoch wesentlich einfacher, die eingebaute 'Umlenkfunktion' auszuweiten, & mit dem Verstand eine leichtere Erklärung für die Emotion zu finden, die dann eher so aussieht, daß 'man' gewisse Emotionen hat, weil jemand anderes etwas gesagt, oder getan hat.
Das heißt, dieses Werkzeug "Verstand" kann auch in einem nicht so guten Sinne (verdrehenden, auf sinnentstellende Art) verwendet werden.
In diesem Fall erschafft der Verstand eine Ablenkung, eine Anschuldigung, die uns selbst der Verantwortung enthebt.
gut beobachtet und beschrieben.
So ist es einfach einfacher, & der Verstand wird eher dafür verwendet, sich von den Emotionen abzuwenden, diese lediglich schnell & einfach zu überdenken, & ihnen nicht auf den Grund zu gehen.
sehr gut danke
Ich denke jedoch, daß in jedem Ereigniss, in dem wir verwickelt sind, wir uns selbst eine Rolle ausgesucht haben.
ja - immer - unbewusst oder auch bewusst.

Ich danke dir für deine Gedanken, sehr erhellend.

LGInti
 
Ist das denn weniger wertvoll?

Muss ich im Einssein mit dem Nicht- Gedanken bleiben?


Ich habe doch die Wahl.:)

Stell dir das doch bloss mal bildlich vor: Sonnenuntergang! Sonnenuntergang!!! Ich seeeeh jetzt den... Sonnenuntergang!
Nebenan bricht ein Orkan aus, mir doch egal. Es schüttet kurz darauf aus Eimern- kein Sonnenuntergang mehr, aber ich bin stur und bleibe stehen. Ich bin EINS mit dem... ja, was eigentlich? Hab ich vergessen, selbstvergessen.


Hat was von Loriot.
 
@taftan
Du sagst das Gedanken im Hier und jetzt sind? Ach , wenn du denkst , wo ist denn da dann der Sonnenuntergang?
Glaubst du, das Hier und Jetzt existiert nur außerhalb von dir? Im Sonnenuntergang?

Und nicht in dir, in dem gerade ein Gedanke vorbeifliegt? Es sind verschiedene Ebenen (oder besser verschiedene Richtungen) der Wahrnehmung, deshalb kann es passieren, wenn du auf den zentripetalen Strahlen unterwegs bist (nach innen gehend) dass du die zentrifugalen Aspekte (nach außen gehend) nicht erlebst.
Wenn du denkst bist du nie im Moment, dann bist du entweder in der Vergangenheit oder in der Zukunft.
ja wenn du das denken so nutzt, wie ich geschrieben hab, dass ich denke wie du es meinst.

Und ja, ich werte, wenn ich sage , es ist besser den Augenblick(Sonnenuntergang) zu geniessen, als ihn durch reden oder denken zu verpassen, so what?
nix so what - du kannst machen was du willst. Wenn du dir die Außenwelt anschauen willst machst du das eben - und wenn du dabei alle Gedanken ausschalten kannst ist das eine gute Fähigkeit.

Du kritisierst mein Werten ,--- was machst du ?
:)

ich werte wenn ich werten will und das gestatte ich dir auch (wie schon geschrieben) ich wollte nur, dass du dir das in dir mal anschaust.

Wenn ich bewußt wahrnehme verstehe ich automatisch.
ja das kann ich nachvollziehen - es ist ein Erkennen ohne drüber nachzudenken. Bewusstwerdung ohne Ratio. Trotzdem sehe ich die Ratio als Hilfe und gutes Werkzeug an, denn auch die Ratio kann man sich anschauen, wie man sich einen Sonnenuntergang anschaut. Das eine ist ein Schauen nach außen, das andere ein Schauen nach innen. Das Hier und Jetzt ist nicht nur außen sondern auch IN mir.

ach......ob zerstören oder beenden, kommt am Ende doch das gleiche bei raus
es geht doch nicht um Begrifflichkeiten, es geht doch um .....
ich bin mir nicht sicher ob es wirklich egal ist welche Worte du benutzt - "zerstören" hat schon eine sehr starke ablehnende Bedeutung (d.h. wer das benutzt ist emotional "angefasster"), der Begriff "beenden" ist da neutraler

"zerstören" beinhaltet eine nicht gewollte Vernichtung des Vorhandenen - beenden heißt einfach, dass es nicht schlimm ist auch mal aufzuhören und später weiterzumachen.


LGInti
 
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@sayalla
Stell dir das doch bloss mal bildlich vor: Sonnenuntergang! Sonnenuntergang!!! Ich seeeeh jetzt den... Sonnenuntergang!
Nebenan bricht ein Orkan aus, mir doch egal. Es schüttet kurz darauf aus Eimern- kein Sonnenuntergang mehr, aber ich bin stur und bleibe stehen. Ich bin EINS mit dem... ja, was eigentlich? Hab ich vergessen, selbstvergessen.
:)

dem Selbstvergessenen Schauer ist es egal ob er einen Sonnenuntergang oder einen Regenschauer anschaut.

LGInti
 
@taftan
Das ist interessant, das bringt mich auf die Idee zu fragen , woher Emotionen kommen.
Auch danach zu fragen welche typischen Eigenschaften der Mind, also der Verstand hat und wo der Verstand herkommt.
Ich gehe davon aus, dass der Geist der Ursprung allen Seins ist, dass aus dem Geist alles entstanden ist. Hier auf Erden ist zuerst die Physis sichtbar geworden, dann hat sich in der Physis die Möglichkeit entwickelt, dass Leben entsteht (sich selbst weiterentwicklende Lebewesen im Gegensatz zu Mineralien). Der physische Körper ist die Basis, daraus entwickelte sich der Seelenkörper in den Tieren, dann kam die Entwicklung des Menschen dran und damit bekam der Geist die Möglichkeit auch durch den Verstand, der sich im Menschen entwickelte auszudrücken. Solange der Mensch nicht unterschied, solange lebte er in der Einheit. Mit dem Essen vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse (aus der christlichen Mythologie entlehntes Bild) begann die Zeit der Trennung - Grenzen wurden errrichtet. Hier ist die Geburtstunde der Ratio, des Verstandes hier wird die Bewusstwerdung des eigenen Seins in die Physis gepflanzt. Das ist die Betrachtung des Außen, nun kann jeder eine Betrachtung im Innen folgen lassen.

LGInti
 
@ralrene
Ich denke, ich weiß was Du meinst, aber es ist nicht leicht in Worte zu fassen.
Es gibt ja einen Unterschied im Denken, sprich bewusst/unbewusst.
Wenn ich meinem Gedanken zuhöre, dann bin ich mir meiner Gedanken bewusst, & zugleich auch meiner Selbst, als eben Zeuge dieser Gedanken.
Wenn ich meinem Gedanken zuhöre, dann fühle ich hinter dem Gedanken eine ganz bewusste Gegenwärtigkeit, mich selbst, sozusagen hinter oder unter dem Gedanken.
Der Gedanke verliert so seine Macht über mich, läßt also schnell nach, denn ich bestärke meinen Verstand nicht mehr durch eine Identifikation mit ihm.
Damit vergeht das zwanghafte Denken.
sehr schön vielen Dank
Der Verstand ist ja nicht nur denken.
Er beinhaltet sowohl Emotionen, als auch geistige Reaktionsmuster.
Emotionen sind m.E. Reaktionen des Körpers auf den Verstand.
Ein feindlicher Gedanke z.B. verursacht einen Aufbau von Energie im Körper,
den wir dann Wut nennen.
Der Körper bereitet sich sozusagen auf Angriff vor, & bringt ihn zur Anspannung.
Dann werden Botenstoffe ausgeschüttet.
Diese Ausschüttung von Botenstoffen stellen dann wiederum die physikalische oder materielle Seite von Gefühlen dar.
Je stärker Du mit Deinen Gedanken identifiziert bist, desto stärker wird auch die Energieladung sein.
hervorragend danke

LGInti
 
@sadira
Wenn ich den Sonnenuntergang betrachte und Gedanken kommen wie schön er ist, dann ist das ja ein Gedanke.

Und wenn ich dabei denke, das es schön in Acryl auf Leinwand wäre, dann ist das auch ein (schöner) Gedanke.
es ist der Bild gewordene Gedanke oder besser ein in die Physis gebrachtes Bild, was durch den Gedanken vermittelt wurde und einen Eindruck des Erlebten darstellt.

LGInti
 
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@sadira
Ist das denn weniger wertvoll?
überhaupt nicht, das ist auch mein Kritikpunkt an dem Überbewerten des Sonnenunterganges. Auch die Fähigkeit Gedanken zu denken und Gefühle zu fühlen ist bewundernswert.

Muss ich im Einssein mit dem Nicht- Gedanken bleiben?
du musst gar nichts und auch taftan wird dich nicht dazu zwingen - es geht ihm nur darum die Fähigkeit aufzuzeigen, von Gedanken frei etwas das IST zu genießen und sonst nix.


Ich habe doch die Wahl.
:)

ja denkt man so - aber ich sehe es auch so - wir haben tatsächlich die Wahl zwischen dem was ist und dem was ist (und das erscheint uns manchmal unterschiedlich)

LGInti
 
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