Neutrino
Sehr aktives Mitglied
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Welche Werkzeuge meinst Du denn?
Als religiöser Mensch würde ich mich vielleicht in eine Kirche setzen und inensiv beten und so Gott meine Lage darlegen in der Hoffnung bzw. im vertrauen, dass er mir schon irgendwie mit-helfen wird. Und ja, z.B. so ein Gott-Vertrauen kann einen Menschen sicher während einer Krise helfen, die Ruhe zu bewahren, und so die Situation zu überstehen.
Als Atheist bin ich mehr drauf angewiesen, dass andere Menschen mich trösten und ggf. Hilfe zukommen lassen.
Nur kurz, Joey, weil ich nicht so viel Zeit habe....
Als Christ ist die "Kirche" eigentlich kein Ort oder Bau sondern die Gemeinschaft aller Christen, die sich in den vier bzw. drei Grundvollzügen vollzieht: Koinonia (die Gemeinschaft der Christen als Glieder Christi--> ein jeder nach seiner Gabe) , Martyria (das Zeugnis Christi, sprich Gott und Jesus bezeugen), Leiturgia (der Gottesdienst/Feier und seine Verordnung) und Diakonia (Der Dienst am Menschen und Nächsten).
Ich persönlich gehe sehr selten in die Kirche, auch nicht in sehr schwierigen Situationen. In einer Krise fühle ich mich durch Gottvertrauen tatsächlich getragen, bete auch schon einmal und bete auch für andere Menschen in ihren Krisen, und das, obwohl Jesus selbst zum Gebet sagt: Ihr sollt nicht beten, wenn ihr aber betet, dann betet so: Vater unser! Denn als Christ besteht der Gottesdienst tatsächlich darin, Gott selbst bzw. Jesus in die Welt zu bringen, was sich in allen Grundvollzügen ausweist, sich aber im besonderen im Dienst am Nächsten bzw. in der Nächsten-Liebe (Diakonia) zeigt: Was du den Geringsten unter mir antust, hast du mir getan (Jesus). Die Nächstenliebe beschreibt also die "Liebe zu Jesus als sich selbst". (Im Samariter-Gleichnis offenbart).
Wir sind also als Menschen, auch als Christen, darauf angewiesen, dass uns AUCH Menschen helfen und beistehen. Nur, dass wir als Christen eben darin Gottes Wirken erkennen und es bei Bedarf selbst erfüllen, soweit möglich.
@Yogurette hat recht, soooweit bist du als Atheist in deinem Wirken, Denken und Handeln gar nicht vom Christen entfernt.