Die Helfereuphorie... und der Flüchtlingswahnsinn...

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Mit der Irrationalität meinten wir komplett verschiedene Bereiche, ist mir nun klar.
Aber näher darauf eingehen was wir meinten, oder zumindest Du meintest... eher nicht?


Zu den Medien und deren Beeinflussung:
Ich sehe den Einfluss der Medien nicht so negativ - und, was speziell die heutige Zeit angeht, würde ich mehr differenzieren wollen.
Ja, etwas mehr differenzieren wäre nicht schlecht. Die Frage ist ja, inwiefern Du einen Mangel an Differenziertheit bei mir zu erkennen glaubst. Und im weiteren Verlauf Deines Posts ist wirklich interessant, was Du offenbar und "mehr differenzieren" verstehst.


Natürlich gab es nie so eine Informationsflut wie heute und nie war es so schwierig, diesen Wust noch zu durchblicken, allerdings bietet das den Vorteil (für den, der das nutzt!), Informationen aus allen Richtungen erhalten zu können und das gab es in der Vielfalt nie zuvor.
Ich sehe da eher den Konsumenten gefordert - ich schrieb schon mal in diesem Thread, dass sich Kritikfähigkeit nicht delegieren läßt, nicht an andere, nicht an Medien, nicht an die Politik o.ä..
Ich rede nicht von irgendwelchen Idealen sondern der ganz alltäglichen Praxis und natürlich spreche ich auch von Verantwortung. Einerseits sehe ich es wie Du. Die Verantwortung hat der "Konsument". Er sollte einfach mehr als nur "konsumieren" und von den Medien erwarte ich in dieser Frage nicht besonders viel oder auch gar nichts, da sie in vielen Bereichen erkennbar ihrem eigenen Anspruch und ihren eigenen Idealen nicht gerecht werden. Mir ist absolut klar, dass das einfach nur Behauptungen sind, aber ich weiß auch, dass ich derart viele Informationen gegeben habe die eine Überprüfung solcher Behauptungen und einen tieferen Einstieg in das Thema erleichtern würden, dass ich der Ansicht bin einen Mangel an Aufrichtigkeit herauslesen zu können wenn jemand davon spricht, der Konsument sei gefordert, sich selbst aber offenbar nicht gerade selbst fordert.

Dazu kommt: Es gibt so viele Beweise für Unterschlagung bedeutender Informationen, auch Beweise für definitive Manipulationen, auch Beweise für haargenau die Berichterstattung mit der Pegida jetzt argumentiert, dass mir wirklich unklar ist, warum Du einzig den Konsumenten gefordert siehst und inwiefern Du "mehr differenzieren" möchtest was ja letztlich auf ein Relativieren der Verantwortung von Medien hinausläuft. Und natürlich ist Vielfalt etwas Positives, denn man kann sie bewusst nutzen. Es ist aber im Mainstream-Bereich eben sehr oft keinerlei Vielfalt mehr gegeben bzw. sind die Perlen wirklich gut versteckt zwischen einer hohen Quantität an sehr konformer Berichterstattung. Und bei der Unterschlagung bedeutender Informationen machen sie dann fast alle mit.

Und alternative Medien betreffend, bist Du ja nicht unbedingt dafür zu differenzieren zumindest ist mir das noch nicht aufgefallen. Auch thematisch betreffend nicht, denn es war ja genug das ich 9/11 thematisierte um zu sagen dass Du meine Posts nicht mehr liest. Oder den Hinweis von @Luckysun Richtung Wikipedia hast Du eben auch mit dem Schlagwort Verschwörungstheorie abbügeln wollen, etc. Das ist ja dann in der Praxis kein differenzierter Ansatz. Es ist auch kein kritischer Umgang, denn es ist im Kern gar kein Umgang. Du selbst delegierst dort Deine eigene Kritikfähigkeit, da die von Dir genutzten Argumente nicht mal wirklich Deine eigenen sind. Wäre es anders wärest Du ja in der Lage auch wirklich Argumentation zu zeigen anstatt nur einen FAZ-Artikel der ebenfalls keine Argumente zu bieten hat. Es geht mir hier nicht darum alte Diskussionen neu zu eröffnen oder Dir in irgendeiner Weise "einen mitzugeben". Ich habe auch kein persönliches Problem damit, wenn jemand sagt er oder sie läse meine Beiträge nicht. Aber ich möchte zumindest darauf hinweisen das es einen Unterschied zwischen schönen Worten wie "mehr differenzieren", "Kritikfähigkeit nicht delegieren", "Medienkompetenz" etc. und der tatsächlichen Praxis dessen gibt. Denn wenn Du mal ehrlich bist, dann siehst Du mich vielleicht "in die VT-Ecke abrutschen", aber gleichzeitig ist doch offensichtlich das ich nicht nur glaube mehr zu wissen, ich kann meine Behauptungen doch zum allergrößten Teil bestens belegen. Ich habe es mir hier auch mit genug Usern verscherzt das mir Fehler sofort um die Ohren fliegen würden. Und um ehrlich zu sein sehe ich in diesen Schlagworten und der offensichtlichen Oberflächlichkeit nichts anderes als Strategien um sich gewissen Thematiken und Diskussionen zu entziehen. Es gehört für mich wirklich zu den größten Rätseln, warum intelligente Menschen die Augen derart fest zukneifen um dann Mittel zu suchen das auch noch zu verschleiern.



Für alle Medien gibt es ganz spezielle Zielgruppen, auf die die Berichterstattung abgestimmt ist - so gibt es den typischen Bildzeitung-Leser in Deutschland (viele Bilder, große, dramatische Schlagzeilen, wenig Text).
Ein solcher Leser würde wahrscheinlich nie eine FAZ oder die Süddeutsche anrühren (viel Text, wenig Bilder) und umgekehrt auch nicht.
Dann gibt es noch den typischen Illustrierten-Leser, den typischen Fersehgucker (und auch da gibt es riesige Unterschiede) usw..
Wer also was wie konsumiert, liegt in der Regel schon recht früh fest, obwohl auf dem schulischen Lerhplan für alle "Umgang mit Medien" steht.
Dann gibt es die Gruppe der Menschen, die alles, was in der Zeitung steht, eins zu eins glauben, die, die gut einschätzen können, welcher Teil der Information wahrscheinlich Fakten entspricht und viele dazwischen.
Und es gibt die, die nichts glauben und hinter allem Fernsteuerung/ Gleichschaltung/ Verschwörung sehen.
Und das ist z.B. jetzt mal echt oberflächlich. Das ist eine Aneinanderreihung purer Klischees. Und am Ende kommst Du dann wieder zu jenen die hinter allem "Fernsteuerung/ Gleichschaltung/ Verschwörung" sehen und ich bin nicht so sicher ob Du mich so siehst oder nicht v.a. so sehen möchtest, oder ob Du doch in der Lage bist zu differenzieren. Dazu würde ausreichen einfach nur wirklich zu lesen was ich schrieb. Abgesehen davon kann es doch nicht ernsthaft darum gehen ob eine Zeitung große Buchstaben benutzt oder kleine, ob eine Zeitung viel Text und wenig Bilder zu bieten hat oder umgekehrt usw. Es sollte doch darum gehen, und wenn man differenzieren möchte kann man das sowieso nicht derart oberflächlich machen, ob sich Medien in ihrer Berichterstattung an Wahrheit und Fakten halten oder nicht, ob sie Fakten bringen oder nicht, inwiefern sie psychologische Mittel einsetzen um zu manipulieren und wenn ja, bei welchen Themen und wie, ob sich so etwas nachweisen lässt oder nicht, ob nicht sogar ein großer Teil einer manipulativen Dynamik durch einen "catastrophic and catalyzing event – like a new Pearl Harbor." (*) entstanden sein könnte, wie etwa 9/11, woraus übrigens absolut belegbar eine unglaubliche Hetze auf Muslime entstand die ja sofort verantwortlich gemacht wurden. Insgesamt ist sehr interessant wie Kriege begannen und wie Medien darüber berichteten.

*https://de.wikipedia.org/wiki/Project_for_the_New_American_Century (ich verlinke sogar Wikipedia wenn ich weiß das die Infos korrekt sind)

Das alles und noch mehr könnte interessant sein, und zwar v.a. psychologisch. Denn im Kern gehts genau darum: Psychologie. Und Propaganda muss nicht Goebbels-mäßig offensichtlich sein um Propaganda zu sein. Manipulation wird eher selten angekündigt und geschieht in der Regel versteckt, ist subversiv, und enthält ebenfalls jede Menge Graubereiche sowohl was Intensität angeht, wie auch die angewandten Mittel und Strategien betreffend.

Und nein, ich spreche eben nicht von totaler Steuerung, Gleichschaltung, totaler Verschwörung. Das so zu sehen würde ich als eine Verkürzung interpretieren, mit dem Ziel, pauschal ablehnen zu können was ich zu beschreiben versuche um sich nicht damit befassen zu müssen. Ob man sich damit befasst ist natürlich jedem selbst überlassen. Aber... ich persönlich würde eben sehr differenzieren wollen zwischen dem Benutzen von Begriffen wie "Medienkompetenz" und "Kritikfähigkeit" und dem "Nutzen medialer Vielfalt" und angewandter Praxis.



Alles also gar nicht so einfach ... ;) .
Ganz offensichtlich. Gerade die Tatsache, dass selbst wirklich intelligente Menschen nicht mal mit sachlicher Argumentation erreichbar sind, zeigt es deutlich. Wann Menschen "dicht machen", sich selbst davor bewahren sich mit absolut bedeutenden Thematiken auseinanderzusetzen und warum, ist für mich eine der Fragen aller Fragen. Um es zu konkretisieren: Warum jemand wie Du, die ja psychologisch gesehen schon beruflich mindestens so interessiert an solchen Fragen sein müsste wie ich, der ich ja nur ein im Bestfall talentierter Laie bin, ist tatsächlich nicht so leicht zu verstehen. Aber ich gebe Dir meine Theorie: Es hat vor allem damit zu tun das sich eben auf bestimmte Annahmen festgelegt wurde die in der Summe im Grunde ein ganzes Weltbild beschreiben. Wenn Du Deinen Überblick über Medien bringst mit großen Buchstaben bis langen Texten, von Schulplan über Medienkompetenz bis Verschwörungstheoretikern die eben gleich mal die totale Gleichschaltung annehmen, und ebenfalls natürlich sehr viele Überzeugungen über bedeutende Thematiken wie Kriege oder Anschläge oder gesellschaftliche Dynamiken existieren, dann wäre es für manche vielleicht einfach ein zu großes Eingeständnis sich tiefer mit all dem zu befassen, und sich selbst möglicherweise große Irrtümer eingestehen zu müssen. Da kann ein ganzes Weltbild den Bach runtergehen was selten ein angenehmes Gefühl ist.

Wie gesagt, das ist nur eine Theorie und ich habe sie jetzt nicht ausführlich genug dargestellt um präzise zu sein, aber haargenau so ging es mir. Denn auch ich war grundlegend von der Qualität unserer Medien überzeugt, vom journalistischen Auftrag der Kontrolle der Macht, von Pressefreiheit und dem Ideal objektiver Berichterstattung. Und natürlich, ich war auch damals schon intelligent genug um (vermeintlich tiefer) zu differenzieren. Denn natürlich irren die sich auch mal oder schreiben eben auch mal totalen Blödsinn und Erfinden auch mal Stories über Promis und faken ein paar Bilder im Entertainment-Bereich um eben mehr zu verkaufen... aber die bedeutendsten Themen, Krieg und Frieden und Freiheit betreffend, da war ich doch sehr sicher, dass sie ihren journalistischen Idealen auch nachkommen, zumindest der größte Teil... jene die ich "seriös" nannte, v.a. jene die ich für links hielt und die sich selbst Titel wie "Sturmgeschütz der Demokratie" (Spiegel) nannten oder mit einem einfachen "Fakten! Fakten! Fakten!" warben (Focus) usw.

Es war dann tatsächlich gar nicht so leicht den Switch im Kopf zu verarbeiten als mir durch eine bestimmte Form der totalen Nicht-Bericht-Erstattung innerhalb weniger Minuten klar wurde: Das ist ja alles gar nicht so wie ich glaubte! Mein Glück war vermutlich, dass ich vorher nicht zu sehr Partei ergriff. Auch ich machte mich sogar manchmal tendenziell über "Verschwörungstheoretiker" lustig und in diesem Forum existiert noch ein Thread in dem ich Fragen dazu stelle und mir Infos gegeben werden, die ich damals nicht in der Lage war einzuschätzen, so dass ich deren Relevanz gar nicht erkannte. Aber zum Glück habe ich doch auch damals schon eher Fragen gestellt als simple Antworten zu geben.

Daher war es zumindest für mich zwar ein Angriff auf mein bisheriges Weltbild, jedoch kein Angriff auf mein Selbstbild. Und ich persönlich glaube, dass genau das der Punkt bei vielen ist, die durchaus intelligent sind, die sich selbst durchaus für kritisch halten, die auch durchaus dazu bereit sind ganze Thematiken zu belächeln und deren Relevanz mittels Schlagworten wie "Verschwörungstheorie" oder "VT-Ecke" in einen Bereich zu relativieren, der jegliche ernsthafte Beschäftigung damit schon überflüssig wenn nicht gar lächerlich macht. Und da mal einen Schritt zurück zu machen, mindestens das Risiko auf sich nehmen zu müssen Irrtümern aufgesessen zu sein in, ist vermutlich nicht einfach. Aber wie gesagt, das ist nur eine meiner Theorien, und zu verkürzt dargestellt um präzise genug zu sein. Wäre ich ausführlich... würde es vermutlich als subtil beleidigend gewertet wenn das nicht sowieso schon der Fall sein sollte.



Pressefreiheit ist ein unschätzbares Gut, aber man sollte auch damit umgehen können.
Gut gesagt. Aber vielleicht sollte die Annahme, wir hätten es bei unseren Medien wirklich mit Pressefreiheit zu tun zuerst mal hinterfragt werden. Es wäre kein kritischer Ansatz und würde nicht unbedingt Medienkompetenz beweisen, das Ideal der Pressefreiheit als Dogma zu formulieren und einfach als wahr anzunehmen. Denn eines ist sicher: Das Thema entzieht sich weder Hinterfragung noch kritischer Prüfung. Umso erstaunlicher ist, dass so wenige Menschen die Richtigkeit dieser Überzeugung dann auch wirklich prüfen.


Deine Beschreibung kann ich für mich so gar nicht teilen - und das ist subjektiv (!) - ich lese nichts Schlechtes über Muslime (außer, wenn ich bewußt so etwas fürs Forum recherchiere), bin noch nie direkt (nur in Zitatform hier im Forum) mit einem Hassposting konfrontiert worden ... .
Meine Beschreibung ist nur teilweise subjektiv. Die Anzahl an Terrorwarnungen gegenüber der Anzahl an eingetretenen Terroranschläge wäre z.B. falsifizierbar. Die ständige Verknüpfung von großer und konstanter und existenzieller Gefahr mit "Islam", muslimisch aussehenden Terroristen etc. würde sich einer wissenschaftlichen Untersuchung ebenfalls nicht entziehen, ist aber auch mit einem kritischen Blick mehr als nur erkennbar.

Und, nur mal nebenbei: Zu sagen "ich lese nichts Schlechtes über Muslime" ist im Gesamtkontext dessen was ich zu erklären versuche ein seltsames Argument. Denn abgesehen davon dass man Vorwürfe, wie ich sie Richtung der Medien mache nicht mit dem Verhalten einer einzelnen Person entkräften kann, das ist einfach gar kein Argument, habe ich meine Vorwürfe niemals derartig simplifiziert. Ich rede nicht von Berichterstattung die ganz offensichtlich "Schlechtes" über Muslime bringt. Das sind Einzelfälle. Ich spreche hier nicht von irgendeiner kindischen und plumpen Art der Beleidigungen, sondern tatsächlich von geschickter Manipulation mittels vieler Strategien. Ich rede nicht von Artikeln wie "Alle Muslime sind Terroristen!" oder "Alle Muslime wollen die Scharia!". Ich spreche von einer medialen Dynamik die nicht mal total gesteuert sein muss und mit Sicherheit auch nie total gesteuert war, um eine unglaubliche manipulative Intensität zu erreichen. Und ich habe in diesem Thread schon so viele konkrete Beispiele gebracht das ich erstaunt bin, dass das was ich zu erklären versuche derart verkürzt wird.

Und nur mal nebenbei: Ich selbst wäre fähig am laufenden Band manipulative Posts rauszuhauen die genau die Strategien verwenden von denen ich spreche. Ich kann eine relativ klare Sprache wählen, ich kann offensiv beleidigend sein, ich kann das aber auch hinter Formulierungen verbergen die in der Wirkung kein bisschen an Intensität und Aussagekraft und Wirkung einbüßen, während niemals irgendwer mit dem Finger auf irgendetwas zeigen und behaupten könnte, ich hätte etwas "schlechtes über xyz" geschrieben.

Ich sage das nur um klar zu machen, warum ich eine derartige Verkürzung dessen wovon ich spreche auf irgendwelche theoretischen plumpen Hetz-Artikel die Du nie gelesen hast, eher unverständlich finde. Mein Post enthält nicht was Du da als Essenzen herausgelesen haben willst.


Nun kann es sein, dass ich entweder die entsprechenden Zeitungen lese (die so etwas nicht schreiben) oder so etwas selektiv "überlese" (?).
Möglicherweise geht es hier nicht nur um Dich.
Möglicherweise irrst Du Dich mehr oder weniger oder sogar sehr was Dich selbst betrifft, weil Du offensichtlich von einer unglaublichen Plumpheit ausgehst. Das hieße: Möglicherweise überliest Du es nicht, sondern es sitzt auch bei Dir tief, aber Du erkennst es nicht. Und das ist ehrlich gesagt worauf ich tippe.


Wenn so etwas möglich ist, ist ebenfalls das Gegenteil möglich: Menschen, die nur Negatives über Muslime lesen, ständig mit Hasspostings konfrontiert werden - auch wieder, weil sie entweder entsprechende Zeitungen konsumieren oder selektiv nur das herauslesen (?).
Diese Art des Extrems ist nur eine theoretische Möglichkeit und hat in der alltäglichen Praxis so gut wie gar keine Relevanz. Aber wie gesagt: Du gehst hier von einer unglaublichen Plumpheit aus. Ich habe nirgends behauptet das die Mainstream-Berichterstattung über Muslime vergleichbar mit PI-News abläuft oder gleich mal komplett von Breivik verfasst worden sein könnte. Ich spreche von Manipulation, und ich habe das in einer für Forenbeiträge untypischen Ausführlichkeit darzustellen versucht.

Wirklich... Diese ganzen Verkürzungen dessen was ich schrieb, meine Ausführungen die sicherlich nicht perfekt, aber letztlich doch sehr differenziert sind, derart oberflächlich in ein individuelles Extrem zu bringen im Sinne von "Du liest das gar nicht, aber andere lesen vielleicht nur sowas"... das ist echt ein Niveau das mir absolut nicht liegt.


In beiden Fällen entstehen komplett unterschiedliche Wirklichkeiten (eine "ganz echte Wirklichkeit" gibt es nicht).
Ich spreche hier nicht von irgendwelchen Einzelpersonen die man unterteilen könnte in "wie Breivik, der sich fast ausschließlich mit islamophoben Verschwörungstheorien zugeballert hat" und "wie Ireland... die nie etwas Schlechtes über Muslime gelesen hat". Ich spreche hier von Propaganda, nicht nur auf Muslime bezogen, aber Muslime als Feindbild auserkoren und dieses Feindbild mit hoher Quantität und Intensität und perfiden Mitteln, zu denen auch glasklare Falschberichterstattung gehört, ausgearbeitet und konstant befeuert.

Und wenn Du hier von Weltbildern sprichst, dann könnte man das auf Dich und mich übersetzen. Denn Du bist ganz offensichtlich weitgehend von Qualität und Seriosität der Berichterstattung überzeugt, vielleicht bis auf die Zeitungen mit vielen Bildern und großen Buchstaben, aber letztlich scheinst Du sehr überzeugt von der Pressefreiheit zu sein, und dass sie ihrem journalistischen Ideal nachkommen.

Ich bin das nicht. Aber ich bin es der differenziert, oder? Ich bin es, der z.B. wiederholt betonte das etwa der Spiegel in der Berichterstattung über die Geheimdienst-Skandale und über Snowden keinen schlechten Job macht. Ich bin es der belegen kann wo sie nicht nur total versagen weil sie mal nicht aufgepasst haben, sondern bewusst Informationen unterschlagen. Ich differenziere auch im Bereich alternativer Medien und pauschalisiere selten. Ich differenziere auch sehr Begriffe wie Verschwörungstheoretiker und achte dabei auf den Kontext. Ich weiß ziemlich genau wann ich mich bei dem was Wikipedia schreibt sicher fühlen kann das es korrekt ist, und ich kenne eine Menge Wiki-Artikel bei denen ich beweisen könnte wie verfälscht sie sind.

Wenn wir das mal kurz überreißen, dann leben Du und ich in sehr unterschiedlichen "medialen Wirklichkeiten", aber mit dem Unterschied das Du gewisse Themen gar nicht anfasst, sondern sie vollkommen ignorierst, Deine Beurteilung sehr oft sehr oberflächlich ist, sowohl was die vermeintliche Seriosität jener Blätter mit viel Text und wenig Bildern betrifft, wie auch den vermeintlichen Mangel an Seriosität alternativer Medien betreffend. Ich differenziere auch Verschwörungstheorien sehr, mache mir allerdings vor allem ein eigenes Bild. In aller Regel und v.a. 9/11 betreffend glaube ich sogar gar keine konkrete Verschwörungstheorie, sondern konzentriere mich fast total auf die beweisbaren Fehler und Lügen und Manipulationen der offiziellen Version und vergleiche die dann mit dem was darüber berichtet wird, denn das wovon ich zum größten Teil spreche wird nicht berichtet.

Kurzgesagt: Mein Bild ist möglicherweise einfach kompletter und weit differenzierter. Und es ist v.a. auch weit differenzierter als Du es in Deinen Antworten mehr oder weniger subtil implizierst. Niemand muss einfach nur glauben was ich schreibe oder stellenweise auch glasklar behaupte. Es ist überprüfbar und steht logischerweise zur Diskussion. Es geht weit mehr in die Tiefe und ist der kritischen Überprüfung dadurch erst wirklich zugänglich, während Ausführungen über große Buchstaben und Bilder und lange Texte ohne Bilder und Begriffe wie "Medienkompetenz" und "Kritikfähigkeit" in ihrer Oberflächlichkeit doch total irrelevant sind. Der Begriff "Pressefreiheit" wiederum ist dagegen schon relativ konkret und Pressefreiheit vorauszusetzen, wie Du es ja offenbar tust, hat wiederum wenig mit Kritikfähigkeit und Medienkompetenz zu tun.


Ich würde weniger den Medien "die Schuld" geben als eher (wenn überhaupt "Schuld") den Konsumenten.
Auch Kritikfähigkeit will gut gelernt sein!
Wahre Worte. Und da Du Dich ja wiederholt selbst als Beispiel einbrachtest, etwa mit Sätzen wie "ich lese nichts Schlechtes über Muslime" und das offenbar auf plumpe Hassbotschaften begrenzt, wäre es für Dich vielleicht angebracht zuerst Dein eigenes Verhalten und Deine eigene Medienkompetenz einer Prüfung zu unterziehen, bevor Du die Medien weitgehend aus der Verantwortung entlässt um sie den Konsumenten zuzuteilen. Denn die kannst Du bei dieser Art der Prüfung ja zuerst mal total streichen.

Und wenn Du das machst, wirst Du möglicherweise zu ähnlichen Schlussfolgerungen kommen wie ich. Nämlich das "Pressefreiheit" nur eine Überschrift ist die in manchen Bereichen tatsächlich Anwendung findet, in einigen sehr bedeutenden Bereichen aber so gut wie gar nicht, womit sie im Kern total diskreditiert ist. Denn Fragen über Krieg und Frieden sind nun mal bedeutender für die Allgemeinheit als investigative Recherche über eine gekaufte WM-Vergabe oder die Verfehlungen eines Bundespräsidenten etc.

Möglicherweise kommst Du relativ schnell zu der Schlussfolgerung das Du bei bedeutenden Themen belogen wurdest... von eben jenen Medien denen Du bis dato weitgehend vertraut hast. Wem Du dann Schuld gibst bleibt ja Dir überlassen. Aber wenn es um die Sache geht... dann gibt es doch wenig Ausreden sich nicht mit bedeutenden Themen zu befassen, v.a. wenn man viel Wert auf Kritikfähigkeit und Medienkompetenz legt.

Und falls Du dann zu ähnlichen Schlussfolgerungen kommen solltest wie ich... dann wird sich möglicherweise auch Dein Blick auf jene verändern die eben Konsumenten sind, die zum Teil bei Pegida mitmarschieren oder nach wie vor glauben, dass Folter zwar nicht rechtsstaatlich ist aber doch irgendwie gerechtfertigt ist - was Du übrigens selbst glauben musst wenn Du die offizielle 9/11-Version glauben willst. Denn die basiert zu einem überwiegenden Anteil auf Aussagen die unter Folter gemacht wurden, während diese Aussagen wiederum nur eine Form des "hören-sagens" sind, da die zur Prüfung einbestellte Kommission der Kontakt zu diesen Zeugen total verwehrt blieb. Über 9/11 gibt es insgesamt unheimlich viel zu sagen, sowohl was den Tag selbst betrifft als auch das was in der Folge "Untersuchung" genannt wurde obwohl es tatsächlich eine einzige Vertuschungsaktion war - von den Medien weitgehend gedeckt und verschleiert.

Nicht weniger entscheidend sind die vielen Resultate die 9/11 brachte, die übrigens von einer unglaublichen Hetze gegen Muslime bis zu Millionen Toten in Kriegen geht, garniert mit einem niemals dagewesenen Ausbau des Überwachungsstaates der weit über die eigenen Grenzen agiert um nicht zu sagen weltweit. Der wiederum lässt Begriffe wie Pressefreiheit doch sowieso zu Asche zerfallen, v.a. wenn man bedenkt das immer wieder Informationen herauskommen wie kritische Journalisten unter Druck gesetzt werden sollen. Diskreditierung von Kritikern, Druck auf Journalisten... das sind keine Märchen. Alleine das Snowden-Material hat bewiesen das sich der größte Geheimdienst der Welt genau damit befasst. Und interessanterweise sind unsere Medien ja voll von Beispielen über russische Propaganda, über ganze Armeen von gekauften Meinungsmachern die in sozialen Netzwerken die Diskussionen bestimmen sollen und Desinfo betreiben. Ich bin nicht so paranoid zu glauben wir hätten in diesem kleinen Forum ein solches Problem, aber ich bin auch nicht so naiv zu glauben, als fände genau das nicht auch auf "unserer Seite der Welt" im Internet statt.

Erst gestern veröffentlichte Wikileaks Informationen über eine Hexenjagd auf Journalisten die aus dem Email-Konto des CIA-Ex-Chefs Brennan geleakt wurden. Wer mehr wissen will:

CIA chief John Brennan "is behind the witch hunts of investigative journalists" https://www.wikileaks.org/gifiles/docs/12/1210665_obama-leak-investigations-internal-use-only-pls-do-not.html… #CIAemails
https://twitter.com/wikileaks/status/658688774927446017

Informationen dieser Art sind so vielfältig dass man sich nur wundern kann, dass die Medien sie so selten aufgreifen, oder tun sie es überhaupt? Kollegen werden unter Druck gesetzt aber es wird weitgehend geschwiegen?

Ein deutscher Artikel, aber erkennbar nicht-mainstream, sondern Russia-Today - um nicht zu sagen "unseriös":

WikiLeaks enthüllte kürzlich weitere Details aus den gehackten Mails von CIA-Chef John Brennan. Dabei geht es unter anderem um den Afghanistan-Krieg, E-Mail-Kontakte, Terrorismusbekämpfung und brisanterweise auch um den Umgang mit "unliebsamen Journalisten"
https://deutsch*******/35409/intern...sich-fuer-die-hexenjagd-auf-journalisten-aus/

Es ist beweisbar das die Mainstream-Medien bei bedeutenden Themen und bedeutenden Informationen oft in vollkommenes Schweigen verfallen, teilweise sogar in ein Ausmaß an Des-Information, das jemand wie ich nicht mehr versteht wie eine Mehrheit das noch glauben kann.

Im Grunde ist für mich tatsächlich das größte Rätsel warum nach wie vor viele eigentlich intelligente Menschen die Augen fest zu machen wenn es um solche Themen geht. Meine Theorie darüber habe ich ja angedeutet, sie geht aber letztlich noch weit darüber hinaus. Denn die Abwehrmechanismen sind ganz offensichtlich derart extrem und letztlich wiederum auch sehr aufschlussreich, dass meine These massiver medialer Manipulation gerade dadurch ja unterstützt wird. Denn eines kann jedem offensichtlich sein: Ignoranz, die in sachlicher Hinsicht nicht zu rechtfertigen ist. Und das muss Gründe haben. Und während man natürlich auch da sagen kann, "Schuld" habe eben der Konsument... also jener der ignorant mit Informationen umgeht die ihm/ihr ja schon zugänglich gemacht wurden, bin ich eher der Ansicht dass all die Strategien sich solchen Thematiken und Diskussionen möglichst zu entziehen ein Resultat dessen ist wovon ich spreche. In letzter Hinsicht befreit das niemanden aus der Verantwortung, aber es erklärt sehr viel. Und es ist nicht beleidigend gemeint, aber Du bist ein Beispiel dafür was ich meine. Denn Du bist intelligent, Du hast Kenntnisse über Psychologie, Du tust Dich nicht gerade schwer mit Begriffen wie "differenzieren" und "Medienkompetenz" etc., aber wenn Du unsere Diskussion bisher mal rekapitulierst und so vieles was ich schrieb und Du lieber nicht lesen wolltest, warum auch immer, dann müsste das was ich ebenfalls als eine Wirkung geschickter Manipulation sehe, bei Dir zumindest zu Fragen führen. Nicht mal ob ich Recht habe, aber eben warum Du und ja auch viele andere es vorzieht genau dem, was als Ideal vorgegeben wird, eher nicht gerecht werdet.
 
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ich hatte das bisher so verstanden, dass Ö fast alle Flüchtlinge mehr oder weniger nur "durchleitet"? Dass die meisten dort gar keinen Asylantrag stellen wollen, sondern nach De weiter wollen?
Stimmt das garnicht? :confused4

Das stimmt z.T. schon...

http://kurier.at/chronik/oesterreich/ohnmacht-an-der-grenze/161.324.786

Österreichs Grenzschützer können die Flüchtlinge nicht stoppen. Denn die meisten würden aus Verzweiflung sogar den Tod in Kauf nehmen.
Schmerzensschreie, Schreie der Todesangst. Schreckgeweitete Augen, verzerrte Gesichter. Die Menschen brüllen den Soldaten entgegen: "Wenn ihr uns nicht wollt, müsst ihr uns erschießen!" Diese Szenen spielten sich nicht in Libanon ab, nicht in Syrien – sondern am Grenzübergang Spielfeld in der Steiermark. Und für den Beobachter wird sofort klar: Das ist nicht nur so dahingesagt, diese Menschen meinen es ernst. Sie rennen durchnässt, zerlumpt, krank und am Ende der Kräfte gegen die Grenzbarrieren an. Sie würden den Tod in Kauf nehmen, wenn man sie nicht durchlässt.

"Deutschland hilft"

Ungarn, Slowenien, Österreich? Nein, diese Länder seien alle gleich. "Nur Deutschland hilft", wurde ihm gesagt.

aber auch bei uns werden jeden Tag Asylanträge gestellt

http://orf.at/stories/2307000/2306862/

„Österreich ist nicht nur Transitland, sondern auch Zielland. So wurden gestern 580 Asylanträge und vorgestern 560 Asylanträge gestellt - so viel wie noch nie zuvor an einzelnen Tagen“, sagte Mikl-Leitner beim Treffen der Landesflüchtlingsreferenten in Salzburg. „Auf die Bevölkerungszahl umgelegt haben wir hier eine noch höhere Belastung als Deutschland.“ Zugleich würden sich laut Innenministerin 60.500 Flüchtlinge in der Grundversorgung befinden.
 
Ich habe schon vor zig-Seiten geschrieben, daß in der Nacht, ich glaube es war der 4.11., auf ZDF Info eine 3 teilige Doku über die Akte Zschäpe lief.

Die hätte sich hier jeder mal ansehen sollen, um zu wissen, wie sehr die Nazis organisiert sind, wie sie geschützt wurden & wir verarscht werden.
Leider kann ich die Sendung nicht finden.

Alles was ich gefunden habe, war das hier:
Ich kann mir vorstellen, dass es eher der 4.10. gewesen sein könnte
Soweit wir von diesem Jahr reden......
Leider kann ich die Sendung nicht finden.
Ich weiß nicht, ob du dies hier meinst, lohnt aber allemal.
Die beiden Teile hier (von vier) halte ich, bezüglich der "Diskussion" hier, für die erstmal"relevanteren".

Der "Nationalsozialistische Untergrund":

Internationale Netzwerke:
 
@Condemn , auch wenn ich mit nicht wenigen deiner Ansichten konform gehe, so speist sich meine Abneigung Moslems gegenüber mitnichten durch über Jahre verfasste propagandistische Beiträge der Medien. Es gibt nicht wenige Menschen, die solche Aufmachungen der Medien kritisch betrachten und hinterfragen (egal ob es sich um Putin/russische/chinesische/sonstige Belange, Islambild oder den Nahostkrieg handelt). Ich glaube so einfach mal gar nix und mache mir lieber Life oder durch Recherche (wenns mich interessiert) selbst ein Bild. Meine Abneigung speist sich aus eigenen Erfahrungen mit religiösen Fanatikern jeder coleur auch wenn sie sich auch nicht speziell gegen einzelne Individuen oder "die Flüchtlinge" "an sich" richtet, Die mitunter jeder für sich allein "ganz lieb" sein können, so richtet sie sich gegen all das fanatisch als richtig Empfundene und Vertretene dieser Menschen, die es oftmals an Bigotterie kaum überbieten. Zu mir kann ein Moslem im reallife nett sein und trotzdem sind für ihn alle westlichen Frauen Nutten und Juden sind der Teufel......und da setzt es bei mir schlicht aus......ganz abgesehen davon wenn ich nach Saudi rüberschaue. Und DA machts wiederum die Masse aus. Weiters kann ich weder die Regierungen, die mit denen "Geschäfte" machen, nachvollziehen, noch nachvollziehen, dass das angeblich demokratische Staaten, die die Menschenrechtskonvention unterschrieben haben, tun. Genau das Selbe denke ich über andere religiöse Fanatiker (egal ob das Juden, Christen, Buddhisten oder Sonstige sind). Man kann ganz direkt unterscheiden ob ein Mensch autentisch ist und seinen Glauben "rechtens" lebt oder ob er schlicht nur geprimmt und teilweise fanatisiert und fehlgeleitet in seinem Glauben ist. Leider begegnen mir die geprimmten und teilweise latent fehlgeleiteten Fanatisierten wesentlich öfter, eben wegen der Masse.


Ich kopiere mal zwei Deiner Kernaussagen heraus:

1. "(...) so speist sich meine Abneigung Moslems gegenüber mitnichten durch über Jahre verfasste propagandistische Beiträge der Medien."

2. "Meine Abneigung speist sich aus eigenen Erfahrungen mit religiösen Fanatikern jeder coleur (...)"


Du sprichst also von Abneigung gegenüber Moslems als Resultat persönlicher Erfahrung mit religiösen Fanatikern jeder coleur.

Und da ist die Frage wie aus dem einen (Erfahrungen mit Fanatikern) das andere werden kann: Abneigung gegenüber Moslems. Dazu braucht es doch Überzeugungen die in eine derartige Richtung gehen, oder? Du musst doch irgendwie überzeugt sein, und damit irgendwie überzeugt worden sein, das Moslems mit religiösen Fanatikern gleichzusetzen sind.
 
ich hatte das bisher so verstanden, dass Ö fast alle Flüchtlinge mehr oder weniger nur "durchleitet"? Dass die meisten dort gar keinen Asylantrag stellen wollen, sondern nach De weiter wollen?
Stimmt das garnicht? :confused4

Bedenke bitte, dass AT ein Ausmaß und damit auch Ressourcen von lediglich 10% Deutschlands hat. Gesamtzahlmässig gehen die meisten Flüchtlinge natürlich nach DE weiter. Trotzdem nehmen wir in diesem Verhältnis 1:10 etwa genau so viele Flüchtlinge auf wie DE. Wir kommen der Verpflichtung, Flüchtlinge aufzunehmen, im Rahmen unserer Möglichkeiten durchaus nach. ;)
 
http://kurier.at/chronik/oesterreich/ohnmacht-an-der-grenze/161.324.786

30. 10. 2o15, 18:00

Ohnmacht an der Grenze

Österreichs Grenzschützer können die Flüchtlinge nicht stoppen. Denn die meisten würden aus Verzweiflung sogar den Tod in Kauf nehmen.

Schmerzensschreie, Schreie der Todesangst. Schreckgeweitete Augen, verzerrte Gesichter. Die Menschen brüllen den Soldaten entgegen: "Wenn ihr uns nicht wollt, müsst ihr uns erschießen!" Diese Szenen spielten sich nicht in Libanon ab, nicht in Syrien – sondern am Grenzübergang Spielfeld in der Steiermark. Und für den Beobachter wird sofort klar: Das ist nicht nur so dahingesagt, diese Menschen meinen es ernst. Sie rennen durchnässt, zerlumpt, krank und am Ende der Kräfte gegen die Grenzbarrieren an. Sie würden den Tod in Kauf nehmen, wenn man sie nicht durchlässt.

.....

Warum Deutschland?
Entweder Deutschland oder der Tod? Warum nur Deutschland? Der 35-jährige syrische Flüchtling Tamer erzählt, warum. Er war Lehrer in Damaskus, nebenbei auch Fremdenführer. Seit mehr als einem Jahr ist er mit seiner Frau und den zwei Kindern unterwegs....



 
Findest du nicht? :confused4
Ich finde, Leute mit Islamophobie sollten da lieber nicht hingehen, es könnte traumatisch sein, so viele Flüchtlinge auf einmal zu sehen. Und dann sitzt die Angst nachher noch tiefer.

Und ansonsten wüsste ich nicht, welchen Unterschied ein sightseeing im Flüchtlingsheim machen sollte. Bilder gucken kann man auch im Fernsehen.
Aber es eignet sich sehr gut, um sich als Expertin aufzuspielen, und so dem eigenen ausgesprochen wackeligen Standpunkt mehr Gewicht zu verleihen.
 
Aber näher darauf eingehen was wir meinten, oder zumindest Du meintest... eher nicht?



Ja, etwas mehr differenzieren wäre nicht schlecht. Die Frage ist ja, inwiefern Du einen Mangel an Differenziertheit bei mir zu erkennen glaubst. Und im weiteren Verlauf Deines Posts ist wirklich interessant, was Du offenbar und "mehr differenzieren" verstehst.



Ich rede nicht von irgendwelchen Idealen sondern der ganz alltäglichen Praxis und natürlich spreche ich auch von Verantwortung. Einerseits sehe ich es wie Du. Die Verantwortung hat der "Konsument". Er sollte einfach mehr als nur "konsumieren" und von den Medien erwarte ich in dieser Frage nicht besonders viel oder auch gar nichts, da sie in vielen Bereichen erkennbar ihrem eigenen Anspruch und ihren eigenen Idealen nicht gerecht werden. Mir ist absolut klar, dass das einfach nur Behauptungen sind, aber ich weiß auch, dass ich derart viele Informationen gegeben habe die eine Überprüfung solcher Behauptungen und einen tieferen Einstieg in das Thema erleichtern würden, dass ich der Ansicht bin einen Mangel an Aufrichtigkeit herauslesen zu können wenn jemand davon spricht, der Konsument sei gefordert, sich selbst aber offenbar nicht gerade selbst fordert.

Dazu kommt: Es gibt so viele Beweise für Unterschlagung bedeutender Informationen, auch Beweise für definitive Manipulationen, auch Beweise für haargenau die Berichterstattung mit der Pegida jetzt argumentiert, dass mir wirklich unklar ist, warum Du einzig den Konsumenten gefordert siehst und inwiefern Du "mehr differenzieren" möchtest was ja letztlich auf ein Relativieren der Verantwortung von Medien hinausläuft. Und natürlich ist Vielfalt etwas Positives, denn man kann sie bewusst nutzen. Es ist aber im Mainstream-Bereich eben sehr oft keinerlei Vielfalt mehr gegeben bzw. sind die Perlen wirklich gut versteckt zwischen einer hohen Quantität an sehr konformer Berichterstattung. Und bei der Unterschlagung bedeutender Informationen machen sie dann fast alle mit.

Und alternative Medien betreffend, bist Du ja nicht unbedingt dafür zu differenzieren zumindest ist mir das noch nicht aufgefallen. Auch thematisch betreffend nicht, denn es war ja genug das ich 9/11 thematisierte um zu sagen dass Du meine Posts nicht mehr liest. Oder den Hinweis von @Luckysun Richtung Wikipedia hast Du eben auch mit dem Schlagwort Verschwörungstheorie abbügeln wollen, etc. Das ist ja dann in der Praxis kein differenzierter Ansatz. Es ist auch kein kritischer Umgang, denn es ist im Kern gar kein Umgang. Du selbst delegierst dort Deine eigene Kritikfähigkeit, da die von Dir genutzten Argumente nicht mal wirklich Deine eigenen sind. Wäre es anders wärest Du ja in der Lage auch wirklich Argumentation zu zeigen anstatt nur einen FAZ-Artikel der ebenfalls keine Argumente zu bieten hat. Es geht mir hier nicht darum alte Diskussionen neu zu eröffnen oder Dir in irgendeiner Weise "einen mitzugeben". Ich habe auch kein persönliches Problem damit, wenn jemand sagt er oder sie läse meine Beiträge nicht. Aber ich möchte zumindest darauf hinweisen das es einen Unterschied zwischen schönen Worten wie "mehr differenzieren", "Kritikfähigkeit nicht delegieren", "Medienkompetenz" etc. und der tatsächlichen Praxis dessen gibt. Denn wenn Du mal ehrlich bist, dann siehst Du mich vielleicht "in die VT-Ecke abrutschen", aber gleichzeitig ist doch offensichtlich das ich nicht nur glaube mehr zu wissen, ich kann meine Behauptungen doch zum allergrößten Teil bestens belegen. Ich habe es mir hier auch mit genug Usern verscherzt das mir Fehler sofort um die Ohren fliegen würden. Und um ehrlich zu sein sehe ich in diesen Schlagworten und der offensichtlichen Oberflächlichkeit nichts anderes als Strategien um sich gewissen Thematiken und Diskussionen zu entziehen. Es gehört für mich wirklich zu den größten Rätseln, warum intelligente Menschen die Augen derart fest zukneifen um dann Mittel zu suchen das auch noch zu verschleiern.




Und das ist z.B. jetzt mal echt oberflächlich. Das ist eine Aneinanderreihung purer Klischees. Und am Ende kommst Du dann wieder zu jenen die hinter allem "Fernsteuerung/ Gleichschaltung/ Verschwörung" sehen und ich bin nicht so sicher ob Du mich so siehst oder nicht v.a. so sehen möchtest, oder ob Du doch in der Lage bist zu differenzieren. Dazu würde ausreichen einfach nur wirklich zu lesen was ich schrieb. Abgesehen davon kann es doch nicht ernsthaft darum gehen ob eine Zeitung große Buchstaben benutzt oder kleine, ob eine Zeitung viel Text und wenig Bilder zu bieten hat oder umgekehrt usw. Es sollte doch darum gehen, und wenn man differenzieren möchte kann man das sowieso nicht derart oberflächlich machen, ob sich Medien in ihrer Berichterstattung an Wahrheit und Fakten halten oder nicht, ob sie Fakten bringen oder nicht, inwiefern sie psychologische Mittel einsetzen um zu manipulieren und wenn ja, bei welchen Themen und wie, ob sich so etwas nachweisen lässt oder nicht, ob nicht sogar ein großer Teil einer manipulativen Dynamik durch einen "catastrophic and catalyzing event – like a new Pearl Harbor." (*) entstanden sein könnte, wie etwa 9/11, woraus übrigens absolut belegbar eine unglaubliche Hetze auf Muslime entstand die ja sofort verantwortlich gemacht wurden. Insgesamt ist sehr interessant wie Kriege begannen und wie Medien darüber berichteten.

*https://de.wikipedia.org/wiki/Project_for_the_New_American_Century (ich verlinke sogar Wikipedia wenn ich weiß das die Infos korrekt sind)

Das alles und noch mehr könnte interessant sein, und zwar v.a. psychologisch. Denn im Kern gehts genau darum: Psychologie. Und Propaganda muss nicht Goebbels-mäßig offensichtlich sein um Propaganda zu sein. Manipulation wird eher selten angekündigt und geschieht in der Regel versteckt, ist subversiv, und enthält ebenfalls jede Menge Graubereiche sowohl was Intensität angeht, wie auch die angewandten Mittel und Strategien betreffend.

Und nein, ich spreche eben nicht von totaler Steuerung, Gleichschaltung, totaler Verschwörung. Das so zu sehen würde ich als eine Verkürzung interpretieren, mit dem Ziel, pauschal ablehnen zu können was ich zu beschreiben versuche um sich nicht damit befassen zu müssen. Ob man sich damit befasst ist natürlich jedem selbst überlassen. Aber... ich persönlich würde eben sehr differenzieren wollen zwischen dem Benutzen von Begriffen wie "Medienkompetenz" und "Kritikfähigkeit" und dem "Nutzen medialer Vielfalt" und angewandter Praxis.




Ganz offensichtlich. Gerade die Tatsache, dass selbst wirklich intelligente Menschen nicht mal mit sachlicher Argumentation erreichbar sind, zeigt es deutlich. Wann Menschen "dicht machen", sich selbst davor bewahren sich mit absolut bedeutenden Thematiken auseinanderzusetzen und warum, ist für mich eine der Fragen aller Fragen. Um es zu konkretisieren: Warum jemand wie Du, die ja psychologisch gesehen schon beruflich mindestens so interessiert an solchen Fragen sein müsste wie ich, der ich ja nur ein im Bestfall talentierter Laie bin, ist tatsächlich nicht so leicht zu verstehen. Aber ich gebe Dir meine Theorie: Es hat vor allem damit zu tun das sich eben auf bestimmte Annahmen festgelegt wurde die in der Summe im Grunde ein ganzes Weltbild beschreiben. Wenn Du Deinen Überblick über Medien bringst mit großen Buchstaben bis langen Texten, von Schulplan über Medienkompetenz bis Verschwörungstheoretikern die eben gleich mal die totale Gleichschaltung annehmen, und ebenfalls natürlich sehr viele Überzeugungen über bedeutende Thematiken wie Kriege oder Anschläge oder gesellschaftliche Dynamiken existieren, dann wäre es für manche vielleicht einfach ein zu großes Eingeständnis sich tiefer mit all dem zu befassen, und sich selbst möglicherweise große Irrtümer eingestehen zu müssen. Da kann ein ganzes Weltbild den Bach runtergehen was selten ein angenehmes Gefühl ist.

Wie gesagt, das ist nur eine Theorie und ich habe sie jetzt nicht ausführlich genug dargestellt um präzise zu sein, aber haargenau so ging es mir. Denn auch ich war grundlegend von der Qualität unserer Medien überzeugt, vom journalistischen Auftrag der Kontrolle der Macht, von Pressefreiheit und dem Ideal objektiver Berichterstattung. Und natürlich, ich war auch damals schon intelligent genug um (vermeintlich tiefer) zu differenzieren. Denn natürlich irren die sich auch mal oder schreiben eben auch mal totalen Blödsinn und Erfinden auch mal Stories über Promis und faken ein paar Bilder im Entertainment-Bereich um eben mehr zu verkaufen... aber die bedeutendsten Themen, Krieg und Frieden und Freiheit betreffend, da war ich doch sehr sicher, dass sie ihren journalistischen Idealen auch nachkommen, zumindest der größte Teil... jene die ich "seriös" nannte, v.a. jene die ich für links hielt und die sich selbst Titel wie "Sturmgeschütz der Demokratie" (Spiegel) nannten oder mit einem einfachen "Fakten! Fakten! Fakten!" warben (Focus) usw.

Es war dann tatsächlich gar nicht so leicht den Switch im Kopf zu verarbeiten als mir durch eine bestimmte Form der totalen Nicht-Bericht-Erstattung innerhalb weniger Minuten klar wurde: Das ist ja alles gar nicht so wie ich glaubte! Mein Glück war vermutlich, dass ich vorher nicht zu sehr Partei ergriff. Auch ich machte mich sogar manchmal tendenziell über "Verschwörungstheoretiker" lustig und in diesem Forum existiert noch ein Thread in dem ich Fragen dazu stelle und mir Infos gegeben werden, die ich damals nicht in der Lage war einzuschätzen, so dass ich deren Relevanz gar nicht erkannte. Aber zum Glück habe ich doch auch damals schon eher Fragen gestellt als simple Antworten zu geben.

Daher war es zumindest für mich zwar ein Angriff auf mein bisheriges Weltbild, jedoch kein Angriff auf mein Selbstbild. Und ich persönlich glaube, dass genau das der Punkt bei vielen ist, die durchaus intelligent sind, die sich selbst durchaus für kritisch halten, die auch durchaus dazu bereit sind ganze Thematiken zu belächeln und deren Relevanz mittels Schlagworten wie "Verschwörungstheorie" oder "VT-Ecke" in einen Bereich zu relativieren, der jegliche ernsthafte Beschäftigung damit schon überflüssig wenn nicht gar lächerlich macht. Und da mal einen Schritt zurück zu machen, mindestens das Risiko auf sich nehmen zu müssen Irrtümern aufgesessen zu sein in, ist vermutlich nicht einfach. Aber wie gesagt, das ist nur eine meiner Theorien, und zu verkürzt dargestellt um präzise genug zu sein. Wäre ich ausführlich... würde es vermutlich als subtil beleidigend gewertet wenn das nicht sowieso schon der Fall sein sollte.




Gut gesagt. Aber vielleicht sollte die Annahme, wir hätten es bei unseren Medien wirklich mit Pressefreiheit zu tun zuerst mal hinterfragt werden. Es wäre kein kritischer Ansatz und würde nicht unbedingt Medienkompetenz beweisen, das Ideal der Pressefreiheit als Dogma zu formulieren und einfach als wahr anzunehmen. Denn eines ist sicher: Das Thema entzieht sich weder Hinterfragung noch kritischer Prüfung. Umso erstaunlicher ist, dass so wenige Menschen die Richtigkeit dieser Überzeugung dann auch wirklich prüfen.



Meine Beschreibung ist nur teilweise subjektiv. Die Anzahl an Terrorwarnungen gegenüber der Anzahl an eingetretenen Terroranschläge wäre z.B. falsifizierbar. Die ständige Verknüpfung von großer und konstanter und existenzieller Gefahr mit "Islam", muslimisch aussehenden Terroristen etc. würde sich einer wissenschaftlichen Untersuchung ebenfalls nicht entziehen, ist aber auch mit einem kritischen Blick mehr als nur erkennbar.

Und, nur mal nebenbei: Zu sagen "ich lese nichts Schlechtes über Muslime" ist im Gesamtkontext dessen was ich zu erklären versuche ein seltsames Argument. Denn abgesehen davon dass man Vorwürfe, wie ich sie Richtung der Medien mache nicht mit dem Verhalten einer einzelnen Person entkräften kann, das ist einfach gar kein Argument, habe ich meine Vorwürfe niemals derartig simplifiziert. Ich rede nicht von Berichterstattung die ganz offensichtlich "Schlechtes" über Muslime bringt. Das sind Einzelfälle. Ich spreche hier nicht von irgendeiner kindischen und plumpen Art der Beleidigungen, sondern tatsächlich von geschickter Manipulation mittels vieler Strategien. Ich rede nicht von Artikeln wie "Alle Muslime sind Terroristen!" oder "Alle Muslime wollen die Scharia!". Ich spreche von einer medialen Dynamik die nicht mal total gesteuert sein muss und mit Sicherheit auch nie total gesteuert war, um eine unglaubliche manipulative Intensität zu erreichen. Und ich habe in diesem Thread schon so viele konkrete Beispiele gebracht das ich erstaunt bin, dass das was ich zu erklären versuche derart verkürzt wird.

Und nur mal nebenbei: Ich selbst wäre fähig am laufenden Band manipulative Posts rauszuhauen die genau die Strategien verwenden von denen ich spreche. Ich kann eine relativ klare Sprache wählen, ich kann offensiv beleidigend sein, ich kann das aber auch hinter Formulierungen verbergen die in der Wirkung kein bisschen an Intensität und Aussagekraft und Wirkung einbüßen, während niemals irgendwer mit dem Finger auf irgendetwas zeigen und behaupten könnte, ich hätte etwas "schlechtes über xyz" geschrieben.

Ich sage das nur um klar zu machen, warum ich eine derartige Verkürzung dessen wovon ich spreche auf irgendwelche theoretischen plumpen Hetz-Artikel die Du nie gelesen hast, eher unverständlich finde. Mein Post enthält nicht was Du da als Essenzen herausgelesen haben willst.



Möglicherweise geht es hier nicht nur um Dich.
Möglicherweise irrst Du Dich mehr oder weniger oder sogar sehr was Dich selbst betrifft, weil Du offensichtlich von einer unglaublichen Plumpheit ausgehst. Das hieße: Möglicherweise überliest Du es nicht, sondern es sitzt auch bei Dir tief, aber Du erkennst es nicht. Und das ist ehrlich gesagt worauf ich tippe.



Diese Art des Extrems ist nur eine theoretische Möglichkeit und hat in der alltäglichen Praxis so gut wie gar keine Relevanz. Aber wie gesagt: Du gehst hier von einer unglaublichen Plumpheit aus. Ich habe nirgends behauptet das die Mainstream-Berichterstattung über Muslime vergleichbar mit PI-News abläuft oder gleich mal komplett von Breivik verfasst worden sein könnte. Ich spreche von Manipulation, und ich habe das in einer für Forenbeiträge untypischen Ausführlichkeit darzustellen versucht.

Wirklich... Diese ganzen Verkürzungen dessen was ich schrieb, meine Ausführungen die sicherlich nicht perfekt, aber letztlich doch sehr differenziert sind, derart oberflächlich in ein individuelles Extrem zu bringen im Sinne von "Du liest das gar nicht, aber andere lesen vielleicht nur sowas"... das ist echt ein Niveau das mir absolut nicht liegt.



Ich spreche hier nicht von irgendwelchen Einzelpersonen die man unterteilen könnte in "wie Breivik, der sich fast ausschließlich mit islamophoben Verschwörungstheorien zugeballert hat" und "wie Ireland... die nie etwas Schlechtes über Muslime gelesen hat". Ich spreche hier von Propaganda, nicht nur auf Muslime bezogen, aber Muslime als Feindbild auserkoren und dieses Feindbild mit hoher Quantität und Intensität und perfiden Mitteln, zu denen auch glasklare Falschberichterstattung gehört, ausgearbeitet und konstant befeuert.

Und wenn Du hier von Weltbildern sprichst, dann könnte man das auf Dich und mich übersetzen. Denn Du bist ganz offensichtlich weitgehend von Qualität und Seriosität der Berichterstattung überzeugt, vielleicht bis auf die Zeitungen mit vielen Bildern und großen Buchstaben, aber letztlich scheinst Du sehr überzeugt von der Pressefreiheit zu sein, und dass sie ihrem journalistischen Ideal nachkommen.

Ich bin das nicht. Aber ich bin es der differenziert, oder? Ich bin es, der z.B. wiederholt betonte das etwa der Spiegel in der Berichterstattung über die Geheimdienst-Skandale und über Snowden keinen schlechten Job macht. Ich bin es der belegen kann wo sie nicht nur total versagen weil sie mal nicht aufgepasst haben, sondern bewusst Informationen unterschlagen. Ich differenziere auch im Bereich alternativer Medien und pauschalisiere selten. Ich differenziere auch sehr Begriffe wie Verschwörungstheoretiker und achte dabei auf den Kontext. Ich weiß ziemlich genau wann ich mich bei dem was Wikipedia schreibt sicher fühlen kann das es korrekt ist, und ich kenne eine Menge Wiki-Artikel bei denen ich beweisen könnte wie verfälscht sie sind.

Wenn wir das mal kurz überreißen, dann leben Du und ich in sehr unterschiedlichen "medialen Wirklichkeiten", aber mit dem Unterschied das Du gewisse Themen gar nicht anfasst, sondern sie vollkommen ignorierst, Deine Beurteilung sehr oft sehr oberflächlich ist, sowohl was die vermeintliche Seriosität jener Blätter mit viel Text und wenig Bildern betrifft, wie auch den vermeintlichen Mangel an Seriosität alternativer Medien betreffend. Ich differenziere auch Verschwörungstheorien sehr, mache mir allerdings vor allem ein eigenes Bild. In aller Regel und v.a. 9/11 betreffend glaube ich sogar gar keine konkrete Verschwörungstheorie, sondern konzentriere mich fast total auf die beweisbaren Fehler und Lügen und Manipulationen der offiziellen Version und vergleiche die dann mit dem was darüber berichtet wird, denn das wovon ich zum größten Teil spreche wird nicht berichtet.

Kurzgesagt: Mein Bild ist möglicherweise einfach kompletter und weit differenzierter. Und es ist v.a. auch weit differenzierter als Du es in Deinen Antworten mehr oder weniger subtil implizierst. Niemand muss einfach nur glauben was ich schreibe oder stellenweise auch glasklar behaupte. Es ist überprüfbar und steht logischerweise zur Diskussion. Es geht weit mehr in die Tiefe und ist der kritischen Überprüfung dadurch erst wirklich zugänglich, während Ausführungen über große Buchstaben und Bilder und lange Texte ohne Bilder und Begriffe wie "Medienkompetenz" und "Kritikfähigkeit" in ihrer Oberflächlichkeit doch total irrelevant sind. Der Begriff "Pressefreiheit" wiederum ist dagegen schon relativ konkret und Pressefreiheit vorauszusetzen, wie Du es ja offenbar tust, hat wiederum wenig mit Kritikfähigkeit und Medienkompetenz zu tun.



Wahre Worte. Und da Du Dich ja wiederholt selbst als Beispiel einbrachtest, etwa mit Sätzen wie "ich lese nichts Schlechtes über Muslime" und das offenbar auf plumpe Hassbotschaften begrenzt, wäre es für Dich vielleicht angebracht zuerst Dein eigenes Verhalten und Deine eigene Medienkompetenz einer Prüfung zu unterziehen, bevor Du die Medien weitgehend aus der Verantwortung entlässt um sie den Konsumenten zuzuteilen. Denn die kannst Du bei dieser Art der Prüfung ja zuerst mal total streichen.

Und wenn Du das machst, wirst Du möglicherweise zu ähnlichen Schlussfolgerungen kommen wie ich. Nämlich das "Pressefreiheit" nur eine Überschrift ist die in manchen Bereichen tatsächlich Anwendung findet, in einigen sehr bedeutenden Bereichen aber so gut wie gar nicht, womit sie im Kern total diskreditiert ist. Denn Fragen über Krieg und Frieden sind nun mal bedeutender für die Allgemeinheit als investigative Recherche über eine gekaufte WM-Vergabe oder die Verfehlungen eines Bundespräsidenten etc.

Möglicherweise kommst Du relativ schnell zu der Schlussfolgerung das Du bei bedeutenden Themen belogen wurdest... von eben jenen Medien denen Du bis dato weitgehend vertraut hast. Wem Du dann Schuld gibst bleibt ja Dir überlassen. Aber wenn es um die Sache geht... dann gibt es doch wenig Ausreden sich nicht mit bedeutenden Themen zu befassen, v.a. wenn man viel Wert auf Kritikfähigkeit und Medienkompetenz legt.

Und falls Du dann zu ähnlichen Schlussfolgerungen kommen solltest wie ich... dann wird sich möglicherweise auch Dein Blick auf jene verändern die eben Konsumenten sind, die zum Teil bei Pegida mitmarschieren oder nach wie vor glauben, dass Folter zwar nicht rechtsstaatlich ist aber doch irgendwie gerechtfertigt ist - was Du übrigens selbst glauben musst wenn Du die offizielle 9/11-Version glauben willst. Denn die basiert zu einem überwiegenden Anteil auf Aussagen die unter Folter gemacht wurden, während diese Aussagen wiederum nur eine Form des "hören-sagens" sind, da die zur Prüfung einbestellte Kommission der Kontakt zu diesen Zeugen total verwehrt blieb. Über 9/11 gibt es insgesamt unheimlich viel zu sagen, sowohl was den Tag selbst betrifft als auch das was in der Folge "Untersuchung" genannt wurde obwohl es tatsächlich eine einzige Vertuschungsaktion war - von den Medien weitgehend gedeckt und verschleiert.

Nicht weniger entscheidend sind die vielen Resultate die 9/11 brachte, die übrigens von einer unglaublichen Hetze gegen Muslime bis zu Millionen Toten in Kriegen geht, garniert mit einem niemals dagewesenen Ausbau des Überwachungsstaates der weit über die eigenen Grenzen agiert um nicht zu sagen weltweit. Der wiederum lässt Begriffe wie Pressefreiheit doch sowieso zu Asche zerfallen, v.a. wenn man bedenkt das immer wieder Informationen herauskommen wie kritische Journalisten unter Druck gesetzt werden sollen. Diskreditierung von Kritikern, Druck auf Journalisten... das sind keine Märchen. Alleine das Snowden-Material hat bewiesen das sich der größte Geheimdienst der Welt genau damit befasst. Und interessanterweise sind unsere Medien ja voll von Beispielen über russische Propaganda, über ganze Armeen von gekauften Meinungsmachern die in sozialen Netzwerken die Diskussionen bestimmen sollen und Desinfo betreiben. Ich bin nicht so paranoid zu glauben wir hätten in diesem kleinen Forum ein solches Problem, aber ich bin auch nicht so naiv zu glauben, als fände genau das nicht auch auf "unserer Seite der Welt" im Internet statt.

Erst gestern veröffentlichte Wikileaks Informationen über eine Hexenjagd auf Journalisten die aus dem Email-Konto des CIA-Ex-Chefs Brennan geleakt wurden. Wer mehr wissen will:

CIA chief John Brennan "is behind the witch hunts of investigative journalists" https://www.wikileaks.org/gifiles/docs/12/1210665_obama-leak-investigations-internal-use-only-pls-do-not.html… #CIAemails
https://twitter.com/wikileaks/status/658688774927446017

Informationen dieser Art sind so vielfältig dass man sich nur wundern kann, dass die Medien sie so selten aufgreifen, oder tun sie es überhaupt? Kollegen werden unter Druck gesetzt aber es wird weitgehend geschwiegen?

Ein deutscher Artikel, aber erkennbar nicht-mainstream, sondern Russia-Today - um nicht zu sagen "unseriös":

WikiLeaks enthüllte kürzlich weitere Details aus den gehackten Mails von CIA-Chef John Brennan. Dabei geht es unter anderem um den Afghanistan-Krieg, E-Mail-Kontakte, Terrorismusbekämpfung und brisanterweise auch um den Umgang mit "unliebsamen Journalisten"
https://deutsch*******/35409/intern...sich-fuer-die-hexenjagd-auf-journalisten-aus/

Es ist beweisbar das die Mainstream-Medien bei bedeutenden Themen und bedeutenden Informationen oft in vollkommenes Schweigen verfallen, teilweise sogar in ein Ausmaß an Des-Information, das jemand wie ich nicht mehr versteht wie eine Mehrheit das noch glauben kann.

Im Grunde ist für mich tatsächlich das größte Rätsel warum nach wie vor viele eigentlich intelligente Menschen die Augen fest zu machen wenn es um solche Themen geht. Meine Theorie darüber habe ich ja angedeutet, sie geht aber letztlich noch weit darüber hinaus. Denn die Abwehrmechanismen sind ganz offensichtlich derart extrem und letztlich wiederum auch sehr aufschlussreich, dass meine These massiver medialer Manipulation gerade dadurch ja unterstützt wird. Denn eines kann jedem offensichtlich sein: Ignoranz, die in sachlicher Hinsicht nicht zu rechtfertigen ist. Und das muss Gründe haben. Und während man natürlich auch da sagen kann, "Schuld" habe eben der Konsument... also jener der ignorant mit Informationen umgeht die ihm/ihr ja schon zugänglich gemacht wurden, bin ich eher der Ansicht dass all die Strategien sich solchen Thematiken und Diskussionen möglichst zu entziehen ein Resultat dessen ist wovon ich spreche. In letzter Hinsicht befreit das niemanden aus der Verantwortung, aber es erklärt sehr viel. Und es ist nicht beleidigend gemeint, aber Du bist ein Beispiel dafür was ich meine. Denn Du bist intelligent, Du hast Kenntnisse über Psychologie, Du tust Dich nicht gerade schwer mit Begriffen wie "differenzieren" und "Medienkompetenz" etc., aber wenn Du unsere Diskussion bisher mal rekapitulierst und so vieles was ich schrieb und Du lieber nicht lesen wolltest, warum auch immer, dann müsste das was ich ebenfalls als eine Wirkung geschickter Manipulation sehe, bei Dir zumindest zu Fragen führen. Nicht mal ob ich Recht habe, aber eben warum Du und ja auch viele andere es vorzieht genau dem, was als Ideal vorgegeben wird, eher nicht gerecht werdet.

Dazu würde ausreichen einfach nur wirklich zu lesen was ich schrieb
:D
 
http://kurier.at/chronik/oesterreich/ohnmacht-an-der-grenze/161.324.786

30. 10. 2o15, 18:00

Ohnmacht an der Grenze

Österreichs Grenzschützer können die Flüchtlinge nicht stoppen. Denn die meisten würden aus Verzweiflung sogar den Tod in Kauf nehmen.

Schmerzensschreie, Schreie der Todesangst. Schreckgeweitete Augen, verzerrte Gesichter. Die Menschen brüllen den Soldaten entgegen: "Wenn ihr uns nicht wollt, müsst ihr uns erschießen!" Diese Szenen spielten sich nicht in Libanon ab, nicht in Syrien – sondern am Grenzübergang Spielfeld in der Steiermark. Und für den Beobachter wird sofort klar: Das ist nicht nur so dahingesagt, diese Menschen meinen es ernst. Sie rennen durchnässt, zerlumpt, krank und am Ende der Kräfte gegen die Grenzbarrieren an. Sie würden den Tod in Kauf nehmen, wenn man sie nicht durchlässt.

.....

Warum Deutschland?
Entweder Deutschland oder der Tod? Warum nur Deutschland? Der 35-jährige syrische Flüchtling Tamer erzählt, warum. Er war Lehrer in Damaskus, nebenbei auch Fremdenführer. Seit mehr als einem Jahr ist er mit seiner Frau und den zwei Kindern unterwegs....



:(

Langsam wird auch AT als Zielland in Syrien ankommen. :)
 
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