Also, ich bin im Religionsunterricht von einer Nonne unterrichtet worden. Das auch erotische Aspekte Gott geopfert werden oder allein dem Ehemann gewidmet werden finde ich nicht so schlimm. Vielleicht wird da Unfug getrieben in streng moslemischen / christlichen Familien, vielleicht fühlen sich auch einige Frauen sehr wohl.
Danke für deinen beitrag, über den ich gerne nachdenken werde.
Im obengenannten stimme ich dir grundsätzlich zu. Es mag unfug getrieben werden (das ist jetzt nett beschreiben) und es wird auch die eine oder andere frau geben, die es nicht anders kennt, akzeptiert, etc. gegen aussen wird sicher auch der aspekt der freiwilligkeit betont werden, egal, wie es in wirklichkeit ist.
Auch ich wurde einst von einer kath. nonne unterrichtet.
Sich ganz zu verhüllen macht etwas mit der verhüllenden person und etwas mit denen, die mit ihr in kontakt treten. Mit dem 'unsichtbar' werden, opfert man ja nicht einzelne erotische aspekte für Gott oder mann, sondern sich als ganzes. Es ist die gänzliche unterwerfung unter ein system, sei es nun Gott oder der ehemann. Diese nach aussen zelebrierte 'unterwerfung' betrachte ich als undemokratisch, weil nicht gleichberechtigt.
Umgekehrt mag die Freizügigkeit des Westens mancher Ehe mehr schaden, als sich eingestanden wird.
Ob freizügigkeit einer ehe schadet oder nicht, hat m.e. aber nichts mit demokratie zu tun. Die ist nicht etwas persönliches, etwas für christen, muslime oder verheiratete, sondern sie ist grundsatz in einem freiheitlichen rechtsstaat. M.e. gibt es auch nur wenig gründe, sie einzuschränken. Religionsfreiheit sollte nicht dazu gehören.
Der Begriff Familie wird in religiösen Familien enger gefasst werden. Das wird von uns außerhalb dessen nur negativ wahrgenommen, ist es innerhalb aber nicht zwingend.
Das ist richtig.
Dennoch zeigt eine burka nach aussen, wie es im innern (vermutlich) aussieht. Und wäre es nicht so, so wird nach aussen ein undemokratisches bild gelebt, das sich nun einmal nicht mit freiheitlichen grundsätzen vereinbaren lässt.
Ok wäre es m.e., die burka zu hause zu tragen, im kern des religiösen lebens, wo demokratie, gleichberechtigung, glaube zur privatsache werden, die man nicht kontrollieren kann.
Ob sich eine nicht religiöse Frau in einem säkularem Staat grundsätzlich mehr wertgeschätzt weiß ?
Das weiss ich auch nicht, aber m.e. gehts auch gar nicht darum.
Nicht wertgeschätzt zu werden oder sich nicht so zu fühlen, hängt nicht unbedingt mit dem fehlen von religiosität zusammen. Demokratie hat nicht zwangsläufig etwas mit wertschätzung zu tun, sondern eher mit freiheitlichem und gleichberechtigtem denken und agieren.
Mit einer pauschalen Antwort bin ich vorsichtig . Ich weiß es nicht und viele der hier Sxhreibenden wissen es auch nicht. Wenn etwas bekannt wird, ist es natürlich negativ. Das gibt aber noch ein objektives Bild.
Ich weiss es auch nicht (könnte eine intensive und längere diskussion darüber geführt werden).
Ich denke einfach, man sollte die religionsfreiheit mit ihren auswüchsen nicht über demokratische, freiheitlichen und grundsätze der gleichberechtigung stellen.