Die Helfereuphorie... und der Flüchtlingswahnsinn...

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Ich finde, dass das Thema persönlicher Überzeugungen und persönlicher Dogmen die zu ganzen Glaubenssystemen und persönlichen Weltbildern werden, im Grunde das bedeutendste Thema überhaupt ist/sind. Denn das ist die Basis von allem was mit Menschen zu tun hat. Individuell auf einen selbst bezogen, individuell auf persönliche Beziehungen im Alltag bezogen, aber auch gesellschaftlich und kollektiv, also Religionen betreffend, Staaten, Kulturen, Organisationen, die gesamte Menschheit.

Was mich dabei fasziniert ist die prinzipielle Einfachheit dieser grundlegenden psychologischen Struktur die fast ein bisschen "mechanisch" funktioniert, wobei sie natürlich extrem dynamisch und lebhaft ist. Aber die Gesetzmäßigkeiten sind fast schon mit physikalischen Gesetzmäßigkeiten vergleichbar.

Nimm etwa das Thema Ablehnung. Was ist das? Eine Art psychologische Kraft die sich gegen eine andere richtet. Physikalisch ist es das:

„Kräfte treten immer paarweise auf. Übt ein Körper A auf einen anderen Körper B eine Kraft aus (actio), so wirkt eine gleich große, aber entgegen gerichtete Kraft von Körper B auf Körper A (reactio)“

Und psychologisch ist es "dasselbe". Es ist sogar im Einzelfall, also etwa nur meine Psyche betreffend oder nur Deine betreffend, dasselbe. Man kann das fühlen und mental wahrnehmen. In dem Moment wo ich "Kraft" einsetze und sie gegen etwas richte das ich ablehne... erzeugt das eine Gegenkraft. Und dabei ist es vom Prinzip her egal ob jemand jetzt gerade darüber nachdenkt, dass irgendwas in seinem Leben nicht so läuft wie er es gerne hätte, oder sich darüber ärgert, dass wir von einigen Wenigen dominiert werden, oder darüber das zu viele Moslems hier auftauchen etc. Das Prinzip bleibt gleich und der tiefere Kern ist Identifikation. Im persönlichen Leben gibts eh ne Menge Identifikation. Aber die kann sich nach außen ausbreiten. Manche identifizieren sich dann mit Pegida, oder mit dem IS oder mit den Grünen oder auch nur mit einer losen Gruppe von Usern in einem Forum, ohne das es da eine feste Basis geben muss.

Identifikationen mit etwas sind immer auch Identifikationen gegen etwas. Ich kann mich ja schlecht mit Pegida identifzieren ohne jegliche Identifikation zum Islam. Es ist eben nur eine Art "negative Identifikation"... es ist Ablehnung. Das bindet aber nicht weniger, je nachdem wie intensiv die Ablehnung und der Glaubenskomplex dahinter ist. Es ist im Kern eine eingegangene Beziehung, wenn auch eben eine Hass-Beziehung.

Und die Beziehung eines Pegida-Anhängers oder "Islamhassers" zum Islam ist weit tiefer als meine Beziehung zum Islam. Die Beziehung eines Christenhassenden IS-Kämpfers zum Christentum ist tiefer als meine zum Christentum usw. Wobei es ja immer nur Beziehungen zu "inneren Bildern vom......Christentum/Islam/..." sind.

Und wenn man diese Prinzipien versteht, dann hält man sich davon fern. Ich z.B. schleppe wie jeder schon genug persönliche Identifikationen mit mir herum, die logischerweise auch Widerstand gegen das Gegenteil beinhalten. Ich habe irgendwelche Wünsche und da liegen dann Steine im Weg etc. Alles persönlich auf mein Leben bezogen, so wie es wohl bei jedem der Fall ist. Und das sind genug Identifikationen. Warum also soll ich dann noch ne Hass-Beziehung zu Pegida oder Rechtsextremen oder dem Islam eingehen oder zu Usern die ich nur als Nicks kenne...?

Das interessante Paradox daraus ist für mich: Diese Art der Distanz führt zu Offenheit und Flexibilität und auch einem "sich-selbst-nicht-zu-wichtig-nehmen". Gleichzeitig wird man viel schneller zur Projektionsfläche. Es ist möglich einige meiner Posts so zu lesen als würde ich Pegida in Schutz nehmen wollen oder gar rechtfertigen. Es war für 2 User hier sogar schon möglich in mir einen Antisemiten zu sehen. Andere sehen mich als antikapitalistisch oder sozialistisch-ideologisch. Für viele bin ich ein VTler, obwohl ich eigentlich keiner einzigen Verschwörungstheorie wirklich glaube. Kurz gesagt: Diese Nicht-Identifkations-Einstellung macht sehr unangreifbar weil jeder "Zustand" nur temporär ist und niemals statisch. Da muss man nicht differenzieren, das differenziert sich von selbst.

Übrigens, weil ich ja so viel von Manipulation geschrieben habe: Dieses grundlegende Prinzip der Identifikation ist die Basis für jegliche Manipulation. Denn es geht immer darum Identifikationen bewusst herzustellen und dazu werden dann Identifikationen benutzt, die jeder normale Mensch sowieso hat. Eine davon sind grundlegende Ängste. Eine andere ist das natürliche Streben eines jeden nach Anerkennung. Man kann Angst und das Streben nach Anerkennung wie Pole zueinander aufstellen und dann Gruppen erzeugen. Die eine Gruppe wird dann gefürchtet und abgelehnt, sogar gehasst. Die andere Gruppe erzeugt ein Gefühl vermeintlicher Sicherheit und dort holt man sich Anerkennung.

Und dieses Spiel läuft einfach überall. Pegida ist so eine Gruppe... in Opposition zum Islam bzw. zu dem Bild das sie davon haben und in Opposition zur "Lügenpresse" und dem politischen System das sie ablehnen. Aber jene, die sich darüber aufregen oder darüber lustig machen... sind das vom Prinzip her auch. Auch diese "Gruppe" versucht durch das Feindbild eine Basis für Anerkennung zu schaffen. Das ist absolut menschlich. Es basiert eben auf grundlegenden Ängsten und dem natürlichen Streben nach Anerkennung. Aber es macht eben unglaublich anfällig für Manipulationen. Und es ist eben nicht Intelligenz die davor bewahrt, sondern ein bewusster Umgang mit eigenen Identifikationen, den eigenen sehr persönlichen Ängsten und dem eigenen sehr persönlichen Streben - und all das war vorher da. Das andere ist nur oben draufgesetzt.

Deshalb sagte ich auch mehrfach das es keine zentrale Steuerung braucht, keine Gleichschaltung der Medien. Die Manipulation entspricht tatsächlich einem "Psycho-Virus" der sich vervielfältigt, da es über Gruppenbildung läuft. Journalisten schlängeln sich da ganz von selbst ein, was nicht mit bewusster Freiwilligkeit verwechselt werden sollte. Sie sind logischerweise v.a. damit identifiziert ihren Job behalten zu wollen, Anerkennung im persönlichen Umfeld zu bekommen, bzw. fürchten sie die Ablehnung die daraus resultieren würde, wenn sie versuchen sollten mal gegen den Strom zu schwimmen.

Das ist auch der Grund warum ich so viel Wert auf 9/11 lege. Denn die Tatsache das es ein Verbrechen war, egal was man glaubt wer die Täter waren, ist nichts gegen die Tatsache dass daraus eine unglaublich manipulative Dynamik entstand die m.A.n. mit gar nichts zu vergleichen ist. Es gab schlimmere Verbrechen, aber es gab noch nie vorher eine derartige mediale und psychologische Dynamik die aus nur einem Ereignis entstand und sich so leicht fortsetzen lässt. Es steht auch absolut nicht zur Debatte ob sie genutzt und befeuert wurde. Da kann man von Tatsachen sprechen.

Die einzige Gefahr für diese gigantische Manipulation ist, das sie auffliegt. Aber die starke Identifikation die da geschaffen wurde, das Gemeinschaftsgefühl innerhalb der "freien Welt" in Opposition zu jenen die sie bedrohen, gleichzeitig eine starke Opposition gegen all jene die das hinterfragen, die dann wieder Angst vor Ablehnung haben... das ist dermaßen intensiv, sowas von genial in manipulativer Hinsicht, dass ich persönlich schon fast meinen Hut davor ziehen würde - wenn da nicht gleichzeitig in der Durchführung so krasse Fehler gemacht worden wären das es eben doch nur eine Frage der Zeit ist bis es auffliegt. Denn immer mehr Menschen werden eben doch kritisch oder gewinnen zumindest eine grundlegende Offenheit zurück sich nicht mehr auf irgendeiner Seite einzuordnen, sondern sich das Ganze mal sachlich anzuschauen - egal ob einem dann das bisherige Weltbild um die Ohren fliegt.

Kurzgesagt: All das sind Identifikations-Geflechte und daher sind es "Beziehungen". Und auch Ablehnung und Hass und intensive Opposition ist eine Beziehung mit dem was in Opposition steht. Gleichzeitig ist es immer auch ein Stück Aufgabe des eigenen Selbst, denn damit gibt man immer viel mehr preis als man wollen sollte... und dann wird man "extern kontrolliert". Manches ist dann nur unbewusste Dynamik, anderes ist Strategie und bewusste Manipulation.

Das klingt immer so extrem, aber der Witz ist ja das es doch jeder kennt. Man kennt es aus persönlichen Beziehungen, denn in persönlichen Beziehungen aller Art geschehen ja ebenfalls Manipulationen aller Art. Manche strategisch, die meisten aber auch resultierend aus einer unbewussten Dynamik die sich fortsetzt und einer Eskalation entgegenstrebt. Wirklich verfahren wird es dann, wenn alles so eingebaut ist mit Identifikationen, dass es Ewigkeiten braucht bis es dann auch eskaliert - was einer Lösung entspricht.

Jedenfalls... wenn man die Dinge so grundlegend sieht, dann hält man sich von diesen "Gruppenbildungen" fern weil man ja gleichzeitig erkennt, dass das nicht gut für einen selbst ist. Es ist purer Egoismus das ich mich niemals mit Gruppen identifiziere, weder links noch rechts noch Verschwörungstheoretiker oder Gutmenschen oder was auch immer da so alles an mehr oder weniger konkreten "Identifikations-Gruppen" zur Verfügung steht. Es widerstrebt mir so extrem mich in irgendeiner Weise anderen auszuliefern, da mir meine persönlichen Identifikationen reichen. :D

Kann das übrigens nur empfehlen... weil einem dann scheiß egal ist ob die vermeintlich falschen klatschen oder ob man Anerkennung von den vermeintlich Richtigen bekommt. Man nimmt jedes "Like" :D
Ach. Ich würde mir durchaus wünschen, dass es besonders diejenigen verstehen, die nach den von dir dargestellten Mustern funktionieren. Geneinhin tun die, bei denen diese Funktionen am stärksten wirken, es nicht....
Lg
Any
 
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Na, dann vertritt doch mal ne gegenteilige Meinung...
Hat lucky längst. Auch Condemn. Aber beide unken dann nicht persönlich beleidigend herum, wenn das geschieht. Umgekehrt ebensowenig.
Ergo kann hier wer nicht ertragen, wenn man in einem Detail unterschiedliche Meinungen hat? Doch jene, die dann polemisch, geifernd, beleidigend und vor allem emotional zu werden. ;)

Versuch das einfach darauf zu verzichten. Du wirst dich wundern, wenn du merkst, in wie vielen Vorurteilen mir ggü du dich im Irrtum befindest.

Lg
Any
 
Ach ja und wie willst du sie aufhalten?

Merkel wird sich was einfallen lassen müssen. Unbegrenzte Zuwanderung auf Dauer mit open End ist ein Ding der Unmöglichkeit. Nicht umsonst werden die Stimmen nach entsprechend gesicherten EU-Aussengrenzen immer lauter. Das scheint ja alles noch nicht zu funktionieren.

Tsipras schämt sich für Europa, und auch das nicht ohne Grund, wie man anhand der neuerlichen in der Ägäis unschwer erkennen kann. Ich pflichte ihm bei, die EU-Flüchtlingspolitik ist unter aller S.; nicht erst seit ein paar Wochen oder Monaten, sondern man hat Jahre zugeschaut - und jetzt, wo alles "hereinbricht", wurschtelt und murkselt man irgenwie herum.
 
Hat lucky längst. Auch Condemn. Aber beide unken dann nicht persönlich beleidigend herum, wenn das geschieht. Umgekehrt ebensowenig.
Ergo kann hier wer nicht ertragen, wenn man in einem Detail unterschiedliche Meinungen hat? Doch jene, die dann polemisch, geifernd, beleidigend und vor allem emotional zu werden. ;)

Versuch das einfach darauf zu verzichten. Du wirst dich wundern, wenn du merkst, in wie vielen Vorurteilen mir ggü du dich im Irrtum befindest.

Lg
Any

Es geht nicht um gegenteiligen Meinungen, es geht schlicht um deine provokante Hintenrum-Art der "noch nicht mal Küchentisch-Psychologie". Das, was du früher an anderen Ex-Usern bemäkelt hast, hast du 1:1 übernommen.

Und das ist jetzt weder emotional noch beleidigend, sondern sachliche Feststellung. Es wäre der Diskussionskultur sehr förderlich, würdest du dich selbst mal hinterfragen, und nicht nur ständig alles den anderen in die Schuhe schieben.
 
Wie soll Ö sie aufhalten? Die wollen nach D und wenn sogar durch Gewalt.
Verstehe ich nicht. Ist AT denn kein "sicheres Land", in dem sich Kriegsflüchtlinge frei und geschützt fühlen können?
Oder sollten die Motive zur Flucht bei vielen doch ganz andere sein?

R.
 
Es ist aber wirklich nicht für jeden so verständlich wie etwa für Dich, weil es jeder selbst "übersetzen" muss. Man kann das was ich da zu beschreiben versuche noch viel grundlegender formulieren, fast schon wie psychologische Formeln oder ein bisschen wie "Software-Algorithmen". In der Basis sind es wirklich sehr simple Prinzipien, im Grunde so etwas wie "Wenn-Dann-Funktionen", die in einem selbst ablaufen, aber natürlich auch in Kommunikation zur Umwelt insgesamt, oder eben zu anderen Menschen. Die verketten sich und werden komplex und zeigen sich dann eben konkret in Beziehungen oder gesellschaftlichen Dynamiken oder auch nur sehr persönlichen Problemen. Sie zeigen sich sogar im Umgang mit Dingen. Wenn ich ne Flasche gegen die Wand werfe weil mein scheiß Computer nicht tut was ich will... das sind auch "wenn-dann-Funktionen" und in ihrer psychologischen Ausprägung sogar echt komplex. :D

Aber in der Tiefe ist alles dasselbe. Identifikation mit etwas das man will in Opposition zu dem was man glaubt überwinden zu müssen. Und das was man will hat wieder Begründungen warum man will was man will. Das sind dann noch mal Identifikationen die ne Stufe drunter liegen.

Will ich z.B. Geld? Sicher. Warum? Vielleicht weil es für mich ein Zeichen von Erfolg ist. Warum ist Erfolg denn so wichtig? Vielleicht weil ich darüber meinen eigenen Wert definiere und annehme das andere das auch tun. Auf einmal landet man also von etwas materiellem beim Thema Wertschätzung, also letztlich sogar beim Thema Liebe im weitesten Sinne. So kann man es also auch "rückübersetzen"... von konkret-komplex zu sehr grundlegend und ziemlich einfach.

Aber.... Um fähig zu sein das zu übersetzen braucht es als Basis Erfahrung und bewussten Umgang damit. Und Erfahrungen hat natürlich jeder. Selbst ein dreijähriges Kind hat bereits genug Erfahrungen. Aber es fehlt da natürlich noch der bewusste Umgang damit, also die Fähigkeit aus der Distanz zu reflektieren. Das ist keine Intelligenzfrage. Es ist einfach nur die Frage ob man bereits den Weg in Identifikationen hinein und zumindest weitgehend auch wieder heraus gemacht hat und das bewusst reflektieren kann.

Und das ist übrigens auch der Grund warum ich das "gegen-Pegida-pushen" kritisiere. Die Wirkung ist ja nicht ein "Augen-öffnen". Die Wirkung ist das man oft unbewusste Menschen noch tiefer in eigene Verstrickungen drängt. Die Kombination aus moralischem Urteil mit Druck wird niemals zu einem "Stimmt, ich war böse und werde mich ändern" führen. Es führt zu einem tieferen Verstricken in bestehende Ängste und zu Gegendruck und das ist total berechenbar. Wie intensiv das wird und wie es sich letztlich ausprägt, ist wiederum unberechenbar. Wer das tut, also dieses laufende Verurteilen, ist sich zwar sicher auf der richtigen Seite zu stehen, aber die "Kern-Qualität", nämlich der bewusste Umgang mit eigenen grundlegenden Identifikationen die in der Tiefe genau die gleichen sind wie sie selbst Hitler hatte, ist nicht wirklich weiter ausgeprägt. Und das Resultat wird dem entsprechen. Konkret heißt das, dass sich die bereits laufende Dynamik immer weiter intensiviert, immer weiter ausprägt und mindestens teilweise in Gewalt eskalieren wird. Schuld sind dann natürlich die Täter, Schuld ist dann Pegida. Aber mitgeholfen haben alle die diese Dynamik auf so simple Art befeuert haben. Und während das in individueller Hinsicht eine total natürliche Dynamik ist, ist es medial zumindest teilweise bewusst manipulativ. Denn da gibt es durchaus viele die das Prinzip bestens verstanden haben und zu nutzen wissen. Selbst ich wäre ja fähig manipulative Artikel zu schreiben und könnte vorher sehr genau sagen welcher Art die Kommentare sein werden.

Mal ein Beispiel das für viele steht:

„Syrer werden bevorzugt“ - Flüchtling rechnet mit deutscher Politik ab
http://www.focus.de/politik/videos/...hnet-mit-deutscher-politik-ab_id_5052043.html

Focus gibt also einem Flüchtlinge eine Plattform um seine eigene Ansicht zu sagen. Die ist ziemlich ausgewogen und aus seiner Perspektive mehr als nur verständlich. Focus ist also simpel gesagt "Pro-Flüchtling"... niemand könnte sagen das sei irgendwie "gegen-Flüchtlinge". Aber dann sollte man sich mal die Überschrift genau anschauen. "Flüchtling rechnet mit deutscher Politik ab". Alleine das ist schon unendlich manipulativ. Es ist objektiv nur eine "Interpretation" dessen was der Mann tut/sagt und m.A.n. ist das eine nicht wirklich zutreffende Interpretation, keine korrekte Beschreibung.

Der Punkt ist die Wirkung auf den Zuschauer... Tausende oder hunderttausende lesen die Überschrift und sie reagieren wie nach Fahrplan. Man kann es in den Kommentaren leicht erkennen. Und das ist total berechenbar. Und es ist etwas das laufend stattfindet. Es ist eine Art der indirekten Hetze weil man den Flüchtling benutzt um ihn auf eine Art zu präsentieren die zu berechenbaren Reaktionen beim "Publikum" führt.

Und das findet laufend statt... Es ist also wirklich leicht so zu tun als sei man "pro-asyl" und "gegen-Pegida" und meine alles nur gut, um Menschen gegen Menschen zu postieren und dafür dann gleich mal ALLE zu benutzen die das mitmachen. Und wenn man sich fragt: Ist das strategisch? Ist das bewusst manipulativ? Manches vielleicht nicht, aber sehr vieles eben doch.

Wer versteht wie es funktioniert kann so etwas machen oder auch lassen oder anders machen. Und da es immer wieder und in unglaublicher Quantität genau so gemacht wird........... kann man wohl kaum annehmen das die alle nicht wissen was sie tun.

So... jetzt bin ich vom Thema abgekommen... in meiner Besessenheit auf die armen Medien einzuhacken. :D
Eben. Und die meisten Leute gehen den leichen Weg. Denn eins hast du vergessen: Gruppendynamik und sozialer Status. Je nach Umfeld ist es "besser" sich auf eine Seite zu stellen.
Im Thread hier wird es kaum ertragen, wenn jemand keine Position einnimmt. Das geht gar nicht. Man möchte für oder gegen sein. Jemand, der einfach nur diverse Aspekte einer Situation beschaut, mit dem muss was im falsch sein.

Und diese Kraft, dieses Bedürfnis nach Gruppe und sozialem Halt ist je nachdem, wie selbstbewusst und mental stark ein Mensch ist, entweder sehr gering ausgeprägt oder aber sehr weit.

Übrigens ist das mit ein Grund für die Gewalt in den Massenunterkünften. Menschen gruppieren sich vor allem sozial und es braucht dann nicht viel "unterschiedliche Ansichten" damit ein Streit eskaliert und Gruppen, anstatt nur der auslösenden Personen, aufeinander losgehen.

So wie hier im Thread auch btw.

Lg
Any
 
Wie soll Ö sie aufhalten? Die wollen nach D und wenn sogar durch Gewalt. Und sollte das Bundesheer und die Polizei dann härter durchgreifen um sie aufzuhalten, werden sie angegriffen weil sie so schlecht mit den Flüchtlingen umgehen.

Jep, sie wollen nach Deutschland (die, die das nicht wollen, bleiben eh da und lassen sich registrieren). Aber vielleicht wird es manchen Deutschen genehm, wenn wir die Busse nicht nach DE, sondern nach Italien, Frankreich, Tschechien, wohin auch immer schicken... :ironie:
 
Verstehe ich nicht. Ist AT denn kein "sicheres Land", in dem sich Kriegsflüchtlinge frei und geschützt fühlen können?
Oder sollten die Motive zur Flucht bei vielen doch ganz andere sein?

R.

Komische Frage. Das wären Slowenien, Kroatien, Griechenland etc.pp. ebenso. Sollen wir Menschen, die nach DE oder Schweden wollen, in AT gewaltsam festhalten, inhaftieren? Was schwebt dir diesbezüglich vor? Erzähl mal.
 
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