Und genau das zeigt auch die Prüfung. Keine einzige Frage zielt darauf ab, wie sie eine Krankheit behandeln könnten - weder mit Globuli, noch mit Bachblüten, Handauflegen oder Aromatherapien. Logisch: Dafür müssten heilende Effekte nachweisbar sein.
Die Prüfung siebt halt ein wenig, damit keine komplett Ahnungslosen auf die Allgemeinheit losgelsassen werden. Was diejenigen dann machen, die da durchkommen, ist fast vollumfänglich ihnen überlassen. Und sie müssen für die Behandlungen deutlich weniger geradestehen als Ärzte.
Und es wird dann zur Konkurenz-Veranstaltung, sobald "Alternativmediziner" ihre Arbeit der der Medizin überlegen wähnen. Wenn sie das wäre, würde DAS auch gut belegt werden können, und es könnte ins Portfolio der wissenschafts- und evidenzbasierten Medizin hinzugefügt werden. Alleine damit, dass man meint, eine
Alternative anzubieten, erklärt man sich zum Konkurenten.
Kein Arzt wird seine Patienten davon abzubringen versuchen, z.B. auch parallel ausgewählte Globuli einzunehmen oder was auch immer noch parallel zu probieren, sofern das nicht damit einhergeht, dass ggf. eine notwendige medizinische Behandlung verzögert wird. So lange es die Therapie nicht tangiert, ist es sozusagen Privatsache des Patienten. Die Konkurenz geht da nicht von der medizinischen Seite aus.
Dann gibt es ja auch einige, die von
Komplementärmedizin reden. Finde ich etwas besser, aber warum muss es unbedingt in den Medizin-Sektor eingebunden sein? Was muss da warum komplettiert werden? Und wieso muss dieses mit zusätzlichen Heilbehauptungen geschehen? Die Medizin kann sicher nicht alles, darum wird ja auch weiter geforscht. Wenn die
Komplementärmedizin da etwas zu bieten hätte, was die Medizin noch nicht kann, könnte DAS wie gesagt gut gezeigt werden.
Ich sehe drei Möglichkeiten:
1.) Man reduziert die Befugnisse von Heilpraktikern, und es würde nicht mehr als Beruf im Gesundheitsfach eingestuft werden, sondern als Wellness o.ä. Analog - passender zum Thread-Topic - können/würden dann auch diverse Befugnisse der Homöopathie flötengehen.
2.) Man verschärft die Ausbildung und Prüfung der Heilpraktiker. Und da kann man dann auch weiter anregen, dass diverse Sonderregelungen für Homöopathie auch flöten gehen. Die hat ihren aktuellen Status in den deutschen Gesetzen nämlich auch nur, weil sie da spezielle Extrawürste genießt.
3.) Man macht alles liberaler. Dann wären aber auch Ärzte deutlich schwieriger zu verklagen, als es aktuell der Fall ist.