Deutschland: Homöopathie nicht mehr als Kassenleistung?

Es findet eben kein vernünftiger Austausch statt, denn wenn hier welche meinen, die alleinige Wahrheit über
Wissenschaft & Medizin mit Löffeln gefressen zu haben und noch nicht mal in der Lage sind über Alternativen objektiv zu diskutieren und die bei sehr vielen anerkannte Homöopathie nur als Schwurbelei abtun, weil sie das Prinzip nicht verstanden haben, dann ist das die Tinte nicht wert.

Du schreibst einerseits von Objektivität und vernünftigem Austausch, andererseits muss dieser deinen Beiträgen zufolge als Basis haben, dass Homöopathie als wirksam anerkannt wird. - Was würdest du denn z.B. zu der Münchner Kopfschmerzstudie sagen, die sogar von Homöopathen designt wurde? Oder zu der Studie bezüglich Lungentumoren, die so hochgelobt wurde - bis man sie zurückzog?

Wie das Prinzip der Homöpathie funktioniert, wäre den meisten Kritikern nicht einmal wichtig - wenn sie denn wirken würde.
 
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Weg mit den Impfgegnern.
Wenn Du eine Möglichkeit siehst, auch den Heilpraktiker-Beruf stärker von dieser Schwurbelei zu befreien, nur her damit.
Wenn Du darüber hinaus Ideen hast, wie man dem Umstand begegnen kann, dass Heilpraktiker von einer medizinischen Krebstherapie aktiv abraten, umso besser. Ärzte, die so handeln, verlieren mitunter deswegen ihre Aprobation.

Wie sieht´s mit der Möglichkeit aus, Ärzte, die Impfgegner sind, aus dem Ärzte-Beruf zu entfernen / den Ärzte-Beruf von ihnen zu befreien? "mitunter" verliert einer seine Approbation, schreibst du. Im Zuge eines Prozesses wohl. Da muß dann aber auch erst was Ernsthaftes passiert sein, nicht? Urteile zum Beispiel bezüglich Corona (gefälschte Atteste oder Impfausweise etc) kommen mir sehr zaghaft vor. Mir schmeckt das auch nicht, aber so wird halt von offizieller Seite damit umgegangen. Hat wenig Sinn, sich als Privater Köppe zu machen, wie "richtig aufzuräumen wäre". Damit gerät man außerdem schnell in eine radikale/diktatorische Ecke, und dort will und gehört man ja doch nicht rein, nicht wahr?
 
Wie sieht´s mit der Möglichkeit aus, Ärzte, die Impfgegner sind, aus dem Ärzte-Beruf zu entfernen / den Ärzte-Beruf von ihnen zu befreien? "mitunter" verliert einer seine Approbation, schreibst du. Im Zuge eines Prozesses wohl. Da muß dann aber auch erst was Ernsthaftes passiert sein, nicht? Urteile zum Beispiel bezüglich Corona (gefälschte Atteste oder Impfausweise etc) kommen mir sehr zaghaft vor. Mir schmeckt das auch nicht, aber so wird halt von offizieller Seite damit umgegangen.

Grundsätzlich genießen Ärzte zwar Therapiefreiheit, aber die stehen ständig mit einem Bein vorm Richter oder mindestens im deutlich erkennbaren Kreuzfeuer der Kollegen (was ja auch gerne Anlass für weitere Verschwörungsmythen über die angeblich so dumme und verbohrte "Schulmedizin" ist), wenn sie Leitlinien regelmäßig weit verlassen.

Das Gesetz sagt da beispielsweise:

§630a des BGB sagt:
(1) Durch den Behandlungsvertrag wird derjenige, welcher die medizinische Behandlung eines Patienten zusagt (Behandelnder), zur Leistung der versprochenen Behandlung, der andere Teil (Patient) zur Gewährung der vereinbarten Vergütung verpflichtet, soweit nicht ein Dritter zur Zahlung verpflichtet ist.

(2) Die Behandlung hat nach den zum Zeitpunkt der Behandlung bestehenden, allgemein anerkannten fachlichen Standards zu erfolgen, soweit nicht etwas anderes vereinbart ist.


Insbesondere Schwurbelärzte lassen sich dann unterschreiben, dass es der ausdrückliche Wunsch des Patienten war, die Leitlinien so weit zu verlassen. Das ist aber mehr ein psychologischer als ein juristischer Schutzschild, denn es geht auch um eine korrekte Aufklärung. Und wenn der Patient behaupten kann, dass diese seine Unterschrift aufgrund von falscher Aufklärung erfolgte, kann immernoch gegen den Arz geklagt werden.

Dir erscheint es so "zaghaft" zu sein, weil auch bei Ärzten vor Gericht zunächst die Unschuldsvermutung gilt, und sie natrülich auch das Recht auf Verteidigung etc. haben. Darüber hinaus ist so eine Klage auch für die Kläger stressig und mit Mühe, vorzuschießenden Kosten und Arbeit verbunden, wesewegen viele auch davon möglicherweise absehen, ihren Fall juristisch begutachten zu lassen (von der Scham abgesehen, dass sie was unterschrieben haben oder auch im Glauben, ihre Unterschrift wäre da bindend)

Demgegenüber haben Heilpraktiker deutlich mehr Freiheiten. Sie sind nicht an Leitlinien gebunden, sondern müssen nur zeigen, dass sie theoretisch das Wissen haben, keine Gefahr für ihre Patienten zu sein. Sie haften nur dann, wenn sie eine akute Gefahr nicht erkennen oder aktiv eine lebensnotwendige medizinische Behandlung verhindern. So müsste man mal gucken, wie weit die hier beschriebenen Heilpraktiker
(den Link zeigte ich schon gestern) juristisch dafür haftbar gemacht werden können.

Hat wenig Sinn, sich als Privater Köppe zu machen, wie "richtig aufzuräumen wäre". Damit gerät man außerdem schnell in eine radikale/diktatorische Ecke, und dort will und gehört man ja doch nicht rein, nicht wahr?

Kommt drauf an, was Du unter "aufräumen" verstehst. Es brauch ja nicht gleich "Heilpraktiker weg" bedeuten. Man könnte zum Beispiel dafür sorgen, dass entweder

die Befugnisse der Heilpraktiker weiter reduziert werden, auf dass die Schwurbler unter ihnen weniger Schaden anrichten können bzw. sehr schnell dafür belangt werden könnten (Siehe hierzu den Beitrag #1099 von @SYS41952)

oder

eine verpflichtete Ausbildung und/oder härtere Prüfung (die ich dann auch wahrscheinlich nicht ohne Vorbereitung bestehen könnte) den Anteil der Hardcore-Schwurbler unter ihnen weiter reduziert.
 
Zuletzt bearbeitet:
Demgegenüber haben Heilpraktiker deutlich mehr Freiheiten. Sie sind nicht an Leitlinien gebunden, sondern müssen nur zeigen, dass sie theoretisch das Wissen haben, keine Gefahr für ihre Patienten zu sein.

Und genau das zeigt auch die Prüfung. Keine einzige Frage zielt darauf ab, wie sie eine Krankheit behandeln könnten - weder mit Globuli, noch mit Bachblüten, Handauflegen oder Aromatherapien. Logisch: Dafür müssten heilende Effekte nachweisbar sein.
 
Und genau das zeigt auch die Prüfung. Keine einzige Frage zielt darauf ab, wie sie eine Krankheit behandeln könnten - weder mit Globuli, noch mit Bachblüten, Handauflegen oder Aromatherapien. Logisch: Dafür müssten heilende Effekte nachweisbar sein.

Das klingt leider ganz danach, daß du den Sinn und Zweck der HP-Prüfung noch nicht verstanden hast.

Mußt du ja auch nicht, wenn dir ein Dauerfeuer an Seitenhieben ausreicht für ein bischen Forumaction.
 
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Und genau das zeigt auch die Prüfung. Keine einzige Frage zielt darauf ab, wie sie eine Krankheit behandeln könnten - weder mit Globuli, noch mit Bachblüten, Handauflegen oder Aromatherapien. Logisch: Dafür müssten heilende Effekte nachweisbar sein.

Die Prüfung siebt halt ein wenig, damit keine komplett Ahnungslosen auf die Allgemeinheit losgelsassen werden. Was diejenigen dann machen, die da durchkommen, ist fast vollumfänglich ihnen überlassen. Und sie müssen für die Behandlungen deutlich weniger geradestehen als Ärzte.

Und es wird dann zur Konkurenz-Veranstaltung, sobald "Alternativmediziner" ihre Arbeit der der Medizin überlegen wähnen. Wenn sie das wäre, würde DAS auch gut belegt werden können, und es könnte ins Portfolio der wissenschafts- und evidenzbasierten Medizin hinzugefügt werden. Alleine damit, dass man meint, eine Alternative anzubieten, erklärt man sich zum Konkurenten.

Kein Arzt wird seine Patienten davon abzubringen versuchen, z.B. auch parallel ausgewählte Globuli einzunehmen oder was auch immer noch parallel zu probieren, sofern das nicht damit einhergeht, dass ggf. eine notwendige medizinische Behandlung verzögert wird. So lange es die Therapie nicht tangiert, ist es sozusagen Privatsache des Patienten. Die Konkurenz geht da nicht von der medizinischen Seite aus.

Dann gibt es ja auch einige, die von Komplementärmedizin reden. Finde ich etwas besser, aber warum muss es unbedingt in den Medizin-Sektor eingebunden sein? Was muss da warum komplettiert werden? Und wieso muss dieses mit zusätzlichen Heilbehauptungen geschehen? Die Medizin kann sicher nicht alles, darum wird ja auch weiter geforscht. Wenn die Komplementärmedizin da etwas zu bieten hätte, was die Medizin noch nicht kann, könnte DAS wie gesagt gut gezeigt werden.

Ich sehe drei Möglichkeiten:

1.) Man reduziert die Befugnisse von Heilpraktikern, und es würde nicht mehr als Beruf im Gesundheitsfach eingestuft werden, sondern als Wellness o.ä. Analog - passender zum Thread-Topic - können/würden dann auch diverse Befugnisse der Homöopathie flötengehen.

2.) Man verschärft die Ausbildung und Prüfung der Heilpraktiker. Und da kann man dann auch weiter anregen, dass diverse Sonderregelungen für Homöopathie auch flöten gehen. Die hat ihren aktuellen Status in den deutschen Gesetzen nämlich auch nur, weil sie da spezielle Extrawürste genießt.

3.) Man macht alles liberaler. Dann wären aber auch Ärzte deutlich schwieriger zu verklagen, als es aktuell der Fall ist.
 
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