Der große Unterschied - "typisch" Mann/Frau?

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Sorry, meinst Du, es geht mir da anders? Der Haushalt ist so was von nebensächlich. Muss aber dennoch erledigt werden. Und Mister Pingel bin hier nicht ich. Sondern die Person, die am wenigsten mit Haushalt und co zu tun haben will.

Na, das ist dann doch eh eine tolle Ausgangsbasis. Die meisten Frauen sind so erzogen (meistens durch Vorbild) alles gleich zu erledigen. Männer priorisieren nach Wichtigkeit, aber auch nach Unbequemlichkeit (Vermeiden), aber vor allem nach Interessantheit. Lass dem Mann Zeit und gibt ihm feste Aufgaben die er nach Gutdünken erledigen kann ... das geht dann einfacher. Und nie, wenn irgendwas wichtiges für ihn ansteht. Aber dafür redet man ja normal miteinander.

Du darfst auch eines nicht vergessen ... den kleinen Unterschied. Als Frau möchtest Du gleichberechtigt mit deiner Mann-Frau den Haushalt machen, wie zwei gut geölte Rädchen. Weiblich halt. Der Mann sieht es aber so, dass Du für den Haushalt zuständig bist, und dort die Führungsrolle hast. Und als Chef hast Du die Ansagen zu machen. Aber da gibt's dann die Zwickmühle ... Eigentlich will er Chef sein, will dich beschützen, dich retten, für dich mit dem Drachen kämpfen ... und dann soll er den banalen Mistkübel hinuntertragen? Routinetätigkeit, für die es dann nicht mal überschwengliches Lob gibt. Geht gar nicht. Deswegen ist positive Bestätigung so wichtig (ausser bei einem Masochisten), deswegen ist ein "hilf mir" mehr wert als ein "teil mit mir". Also wenn gar nichts geht ....

Also, auch ich musste erst lernen, wie das geht. Wie man sich durchsetzt, Grenzen zieht, ein Kind was nicht will, dennoch ins Bett bekommt usw. Das ging gewiss nicht automatisch. Das kann ein Mann sich ebenso aneignen. Und alleine schafft er das auch. ;) (wenn er schlau ist, schaut er halt heimlich, wie die Frau das macht).

Ja, aber Du musst davon ausgehen, dass ein Mann das gar nicht will. Du darfst nicht vergessen, dass Du ab der Geburt (und natürlich auch vorher) eine natürliche Verbindung zu deinem Kind hast. Einen Status, den ein Mann nie erreichen wird. Dadurch erspürst Du sehr viele Dinge, die dem Mann mal verborgen beleiben - sowohl wegen der Nähe als auch wegen der durchschnittlich geringeren Sensibilität. Dazu halt der Mann auch noch das Problem, dass er, wenn er keine Lösung findet, ein Problem mit Körperkraft löst ... etwas, das natürlich beim eigenen Kind nicht geht. Und das hinterlässt natürlich auch eine gewisse Ohnmacht, und forciert natürlich ein Vermeidungsverhalten.

Deshalb sind Männer dann eher unbeholfen. Natürlich schafft er es, wenn es sein muss. Aber durch das Vermeiden vorher wird das halt immer etwas unsicher und vorsichtig passieren.
Und bei manchen Sachen muss man halt auch wegen der Rechtslage etwas aufpassen, gerade bei Töchtern, aber immer mehr auch bei den Jungs, gerade was mit Waschen, An- bzw. Ausziehen zu tun hat ... da wird die Rechtslage ja auch immer irrer (merkt man dann als Single ganz besonders).
 
Werbung:
(wenn er schlau ist, schaut er halt heimlich, wie die Frau das macht).

Hier muss ich ergänzen, dass es keine Garantie gibt, dass es funktioniert. Denn die Kinder testen. Und das haben sie auch bei meinem Mann gemacht und die ersten male, wo er sie ins Bett brachte waren laut und wild und für ihn sicher hart. Respekt muss sich scheinbar erstmal erarbeitet werden. Nur weil man Elternteil ist, bedeutet es nicht, dass man automatisch diesem Menschen folgt.
Und darum ist der Tipp, soll er schauen wie Frau es macht - wohl eher doch daneben. Nein, er soll seine Methode entwickeln. Muss selbst den Punkt erreichen, sich durch zu setzen. Und ja, sowas ist Arbeit. Und oft ganz schön anstrengend, aber auch sehr schön. Die kann einem auch niemand abnehmen oder zeigen wie es geht (ist auch stets im Wandel).
Wir hatten einst den Punkt, dass die Kinder ihren Vater regelrecht abgelehnt haben. Sie wollten nichts erzählen, wenn er dabei war. Sie wollten bestimmte Dinge nicht machen, wenn er im gleichen Raum war. Von ihm nichts vorgelesen bekommen usw. Ist das nicht traurig? Wenn sie sich mir gegenüber so verhalten hätten, hätte es mir das Herz gebrochen. Dennoch musste es fast bis zur Scheidung kommen, bis er anfing, ein paar Dinge zu ändern.
 
Hier muss ich ergänzen, dass es keine Garantie gibt, dass es funktioniert. Denn die Kinder testen. Und das haben sie auch bei meinem Mann gemacht und die ersten male, wo er sie ins Bett brachte waren laut und wild und für ihn sicher hart. Respekt muss sich scheinbar erstmal erarbeitet werden. Nur weil man Elternteil ist, bedeutet es nicht, dass man automatisch diesem Menschen folgt.
Und darum ist der Tipp, soll er schauen wie Frau es macht - wohl eher doch daneben. Nein, er soll seine Methode entwickeln. Muss selbst den Punkt erreichen, sich durch zu setzen. Und ja, sowas ist Arbeit. Und oft ganz schön anstrengend, aber auch sehr schön. Die kann einem auch niemand abnehmen oder zeigen wie es geht (ist auch stets im Wandel).
Wir hatten einst den Punkt, dass die Kinder ihren Vater regelrecht abgelehnt haben. Sie wollten nichts erzählen, wenn er dabei war. Sie wollten bestimmte Dinge nicht machen, wenn er im gleichen Raum war. Von ihm nichts vorgelesen bekommen usw. Ist das nicht traurig? Wenn sie sich mir gegenüber so verhalten hätten, hätte es mir das Herz gebrochen. Dennoch musste es fast bis zur Scheidung kommen, bis er anfing, ein paar Dinge zu ändern.

Das ist ganz schlimm, ja. Das ist dann eindeutig zu wenig mit den Kindern auseinandergesetzt. Aber es passiert halt immer wieder, dass sich Männer einfach entweder aus Unsicherheit oder Versorgungszwang in den Beruf zurückziehen (meistens eine Wechselwirkung, weil sie sich wegen den grossen Aufwands für das Baby von der Frau abgelehnt fühlen). Und dann ist Mann halt nicht von Anfang an dabei, irgendwann sind die 2 Jahre Karenz auch aus und das Teilen muss mehr werden ... und plötzlich fehlt da die Verbindung.

Auch für den Mann ist's schlimm, wenn ihn die eigenen Kinder ablehnen ... aber die meisten Männer haben eben nicht so die emotionale Verbindung, und es trifft sie nicht so sehr ... die Frau ist ja für die Versorgung da - und das ist für die meisten Männer das Wichtigste - dass es den Kindern gut geht.
 
Na, das ist dann doch eh eine tolle Ausgangsbasis. Die meisten Frauen sind so erzogen (meistens durch Vorbild) alles gleich zu erledigen. Männer priorisieren nach Wichtigkeit, aber auch nach Unbequemlichkeit (Vermeiden), aber vor allem nach Interessantheit. Lass dem Mann Zeit und gibt ihm feste Aufgaben die er nach Gutdünken erledigen kann ... das geht dann einfacher. Und nie, wenn irgendwas wichtiges für ihn ansteht. Aber dafür redet man ja normal miteinander.

Wenn ich mir Deinen Absatz durchlese, dann bin ich wohl eher ein Mann im Frauenkörper.

Also, ich bin eine Person, die an sich sehr geduldig ist. Und mir ist auch klar, daß ich mehr im Haushalt übernehme, wenn er arbeiten geht. Aber ich lasse mir nicht vorwerfen, was alles am Tag nicht getan wurde, das ich ein Haus im Wert von XY verlottern lasse, weil ich nicht so oft staubsauge wie er es gerne hätte usw. Da kamen Sprüche von seiner Seite, vor allem wenn er sich in die Ecke gedrängt fühlt, die sind übel und völlig unter der Gürtellinie. Ich mache die Sachen hier schon, aber ich möchte sie auch zu meiner Zeit machen. Und er darf mithelfen und seinen Anteil erledigen. Was inzwischen auch mehr oder weniger funktioniert.
Wenn ich also den Tag über im Garten war, bleiben andere Dinge im Haus eben liegen (die im Haus haben mehr Bedeutung für ihn, z.B.). Wenn die Wäsche heute nicht in die Schränke geräumt ist, dann passiert es eben morgen oder übermorgen. Ist MIR vollkommen wurscht. Ob nun jetzt oder später, hauptsache es ist was zum anziehen da. Ihm aber nicht. Ihm zuliebe werde ich es aber nicht ändern. Ich weiß was ich getan habe an einem Tag (so stand unter anderem das Mittag pünktlich auf dem Tisch, die Kinder wurden pünktlich abgeholt und wurden ausgelüftet, etc. - DAS sind wichtige Dinge. Die müssen zu bestimmten Zeitpunkten erledigt sein), auch wenn er es nicht sieht. Und wie gesagt, er darf auch seinen Beitrag leisten. Und sich nicht nur über unerledigte Aufgaben ärgern, vor allem ohne zu hinterfragen, warum sie nicht erledigt wurden. Während er selbst kaum mit anpacken will.

Dann bin ich mal gespannt, wann er ein gewisses Spielzeug auseinander schrauben wird, um es zwecks Garantiefall einzuschicken. Das ist kurz vor Weihnachten kaputt gegangen und bisher hatte er noch nicht die Zeit und Nerven dazu (seine Worte), sich darum zu kümmern (sind ca. 10 Minuten Arbeit, ein wenig Fummelkram der ihm sehr verhasst ist, den er aber auf sich nehmen könnte, seinen Kindern zuliebe - meine bescheidene Meinung) . Und sich am Ende dann wundern und ärgern das die Garantiezeit abgelaufen ist. :rolleyes: Also, ich finde, ich lasse ihm da schon sehr viel Freiraum und Zeit. Frage nur dann und wann mal ganz höflich nach. Alles andere habe ich mittlerweile aufgegeben, weil es eh nichts bringt. Und dies ist nun mal eine Sache, um die er sich kümmern darf (reparieren tu sonst ich hier das meiste).


Du darfst auch eines nicht vergessen ... den kleinen Unterschied. Als Frau möchtest Du gleichberechtigt mit deiner Mann-Frau den Haushalt machen, wie zwei gut geölte Rädchen. Weiblich halt. Der Mann sieht es aber so, dass Du für den Haushalt zuständig bist, und dort die Führungsrolle hast. Und als Chef hast Du die Ansagen zu machen. Aber da gibt's dann die Zwickmühle ... Eigentlich will er Chef sein, will dich beschützen, dich retten, für dich mit dem Drachen kämpfen ... und dann soll er den banalen Mistkübel hinuntertragen? Routinetätigkeit, für die es dann nicht mal überschwengliches Lob gibt. Geht gar nicht. Deswegen ist positive Bestätigung so wichtig (ausser bei einem Masochisten), deswegen ist ein "hilf mir" mehr wert als ein "teil mit mir". Also wenn gar nichts geht ...

Nunja. Vielleicht sollte ich mir was einfallen lassen. Wie ich den Weg zur Mülltonne für ihn spannender und gefährlicher machen kann.

Also ich bekomme auch kein Lob für Routinearbeiten. Würde manchmal auch ganz gut tun, wobei ich ein solches Lob eh nicht als ernst gemeint betrachten könnte. ("Oh Schatz, dass hast du aber gut gemacht mit der Mülltonne." :LOL:) Aber ja, scheinbar brauchen Männer das. Ich kann es nicht verstehen.


Ja, aber Du musst davon ausgehen, dass ein Mann das gar nicht will. Du darfst nicht vergessen, dass Du ab der Geburt (und natürlich auch vorher) eine natürliche Verbindung zu deinem Kind hast. Einen Status, den ein Mann nie erreichen wird. Dadurch erspürst Du sehr viele Dinge, die dem Mann mal verborgen beleiben - sowohl wegen der Nähe als auch wegen der durchschnittlich geringeren Sensibilität. Dazu halt der Mann auch noch das Problem, dass er, wenn er keine Lösung findet, ein Problem mit Körperkraft löst ... etwas, das natürlich beim eigenen Kind nicht geht. Und das hinterlässt natürlich auch eine gewisse Ohnmacht, und forciert natürlich ein Vermeidungsverhalten.

Ehrlich gesagt weiß ich nicht, was ich hierzu schreiben soll. Mag ja sein, daß ein Mann vielleicht nie die Beziehung zum Kind aufbauen wird, wie eine Mutter. Aber dennoch sollte eine Beziehung möglich sein. Und diese wird auch sehr tief gehen können. Und diese wird auch beinhalten, daß er sein Kind kennt und einschätzen kann. Oder etwa nicht?
 
Wenn ich mir Deinen Absatz durchlese, dann bin ich wohl eher ein Mann im Frauenkörper.

Also, ich bin eine Person, die an sich sehr geduldig ist. Und mir ist auch klar, daß ich mehr im Haushalt übernehme, wenn er arbeiten geht. Aber ich lasse mir nicht vorwerfen, was alles am Tag nicht getan wurde, das ich ein Haus im Wert von XY verlottern lasse, weil ich nicht so oft staubsauge wie er es gerne hätte usw. Da kamen Sprüche von seiner Seite, vor allem wenn er sich in die Ecke gedrängt fühlt, die sind übel und völlig unter der Gürtellinie. Ich mache die Sachen hier schon, aber ich möchte sie auch zu meiner Zeit machen. Und er darf mithelfen und seinen Anteil erledigen. Was inzwischen auch mehr oder weniger funktioniert.
Wenn ich also den Tag über im Garten war, bleiben andere Dinge im Haus eben liegen (die im Haus haben mehr Bedeutung für ihn, z.B.). Wenn die Wäsche heute nicht in die Schränke geräumt ist, dann passiert es eben morgen oder übermorgen. Ist MIR vollkommen wurscht. Ob nun jetzt oder später, hauptsache es ist was zum anziehen da. Ihm aber nicht. Ihm zuliebe werde ich es aber nicht ändern. Ich weiß was ich getan habe an einem Tag (so stand unter anderem das Mittag pünktlich auf dem Tisch, die Kinder wurden pünktlich abgeholt und wurden ausgelüftet, etc. - DAS sind wichtige Dinge. Die müssen zu bestimmten Zeitpunkten erledigt sein), auch wenn er es nicht sieht. Und wie gesagt, er darf auch seinen Beitrag leisten. Und sich nicht nur über unerledigte Aufgaben ärgern, vor allem ohne zu hinterfragen, warum sie nicht erledigt wurden. Während er selbst kaum mit anpacken will.

Dann bin ich mal gespannt, wann er ein gewisses Spielzeug auseinander schrauben wird, um es zwecks Garantiefall einzuschicken. Das ist kurz vor Weihnachten kaputt gegangen und bisher hatte er noch nicht die Zeit und Nerven dazu (seine Worte), sich darum zu kümmern (sind ca. 10 Minuten Arbeit, ein wenig Fummelkram der ihm sehr verhasst ist, den er aber auf sich nehmen könnte, seinen Kindern zuliebe - meine bescheidene Meinung) . Und sich am Ende dann wundern und ärgern das die Garantiezeit abgelaufen ist. :rolleyes: Also, ich finde, ich lasse ihm da schon sehr viel Freiraum und Zeit. Frage nur dann und wann mal ganz höflich nach. Alles andere habe ich mittlerweile aufgegeben, weil es eh nichts bringt. Und dies ist nun mal eine Sache, um die er sich kümmern darf (reparieren tu sonst ich hier das meiste).

Na, da hast wirklich ein spezielles Exemplar :), mein Beileid! Da dürfte ziemlich viel Vergleich mit Mama dabei sein, wie die das gemacht hat?


Nunja. Vielleicht sollte ich mir was einfallen lassen. Wie ich den Weg zur Mülltonne für ihn spannender und gefährlicher machen kann.

Mhm ... das hätt' was ... Indiana Jones für Arme :ROFLMAO:.

Also ich bekomme auch kein Lob für Routinearbeiten. Würde manchmal auch ganz gut tun, wobei ich ein solches Lob eh nicht als ernst gemeint betrachten könnte. ("Oh Schatz, dass hast du aber gut gemacht mit der Mülltonne." :LOL:) Aber ja, scheinbar brauchen Männer das. Ich kann es nicht verstehen.

(y)

Ehrlich gesagt weiß ich nicht, was ich hierzu schreiben soll. Mag ja sein, daß ein Mann vielleicht nie die Beziehung zum Kind aufbauen wird, wie eine Mutter. Aber dennoch sollte eine Beziehung möglich sein. Und diese wird auch sehr tief gehen können. Und diese wird auch beinhalten, daß er sein Kind kennt und einschätzen kann. Oder etwa nicht?

Männer können schon auch eine gute Beziehung zum Kind aufbauen, wenn sie sich mehr mit ihm auseinandersetzen. Meistens geht das aber eher erst dann besser, wenn das Kind dann etwas größer und verständiger ist. Ist halt eine Frage, was man dem Kind bieten kann. Aufgaben machen, Handwerken, Kochen, Natur ....
 
Wenn du etwas über den wahren Charakter eines Menschen erfahren willst, so gib ihm (testweise) Macht über dich :)
hab' lange überlegt - wüsste aber nicht, wie ich das machen sollte.
liegt vielleicht daran, dass mir machtausübung so gar nicht liegt.

nach meiner erfahrung erweist sich die qualität einer beziehung in krisensituationen - tja, und dann ist es oft schon zu spät.

fähigkeit und bereitschaft die bedürfnisse des anderen - natürlich auch die eigenen - auch ohne ausgesprochene einforderungen - zu erkennen und wechselseitig für einander da zu sein, würde ich nicht am geschlecht festmachen, sondern sind eine frage der menschlichen reife und empathiefähigkeit.
die lernfähigkeit und lernwilligkeit sind auch sehr wesentliche faktoren - auch nicht geschlechtsspezifisch.
nach meinen eheerfahrungen müsste ich mich zwar bei jenen einreihen, die einseitig schuld zuweisen - kann es aber nicht, denn ich war halt auch nicht reif genug um die anzeichen frühzeitig zu erkennen.
außerdem kenne ich genug frauen, die ebenfalls egozentrisch handeln.
die angeführten beispiele aus dem haushalt kratzen zu sehr nur an der oberfläche, um den kern des problems auszumachen.
 
Er hat freie Wahl, denn mir ist es wurscht, wo ich hingehe, sollte es so sein. Aber... ?? Entweder ist er mit der Suche überfordert, oder er möchte einfach nicht. Seine Gründe zu kneifen könnte ich durchaus verstehen.

Er weiß, was falsch läuft und warum. Und das er derjenige ist, für den Veränderungen dann mehr Arbeit bedeuten. Und darauf hat er wenig Lust. :D
 
Na, das ist dann doch eh eine tolle Ausgangsbasis. Die meisten Frauen sind so erzogen (meistens durch Vorbild) alles gleich zu erledigen. Männer priorisieren nach Wichtigkeit, aber auch nach Unbequemlichkeit (Vermeiden), aber vor allem nach Interessantheit. Lass dem Mann Zeit und gibt ihm feste Aufgaben die er nach Gutdünken erledigen kann ... das geht dann einfacher. Und nie, wenn irgendwas wichtiges für ihn ansteht. Aber dafür redet man ja normal miteinander.

Seit wann ordnet sich ein Haushalt dem Lustverhalten eines Mannes unter?

Mein Mann.... der ist im Kern auch sehr gemütlich (Aszendent Stier, die haben Sitzfleisch :ROFLMAO:). Und das Thema Lust hatten wir auch damals. Er musste auch erst lernen, wie Haushalt funktioniert und ich habe ihn dabei sehr unterstützt, indem ich gesagt habe: "Ja, es braucht viel Übung und Disziplin dazu. Ich musste das selbst lernen. Es gibt Einbahnstraßen und Kreisläufe. Und jetzt machst Du das alles mal alleine und sagst mir, wann ich den Müll runterbringen soll und ich nörgel dich dann an, und dann sagst Du mir, wie sich das anfühlt." Ich zog mich vornehm zurück und er kam kräftig ins Schlingern, was ganz normal ist, wenn man das nicht gelernt hat.

Einen Haushalt so effizient führen, dass man möglichst wenig Aufwand hat, ist toll. Aber dazu muss man nun mal Dinge sofort erledigen, nicht erst, wenn sich ein Staudamm an Müll aufgetürmt hat, oder Massen an Geschirr in der Küche stehen, bis Mann mal Lust hat was zu tun. Und wenn man es zu zweit schafft, sich gut zu organisieren und einen Schlag reinhauen kann, ist der Drops mit einer halben Stunde Arbeit am Tag pro Nase ganz bequem gelutscht (wenn man nur zu Zweit lebt, ohne Kinder). Und am Sonnabend nach dem Frühstück eine größere Aufgabe gemeinsam zu erledigen. Mit Musik und guter Laune. Auf den Sauberkeitsgrad haben wir uns geeinigt und einen für beide lebbaren Kompromiss gefunden. Er schaut so aus, dass zu jeder Zeit Besuch kommen kann. Und der Garten ist von mir nach Permakulturgrundsätzen nur wenig arbeitsintensiv angelegt.

Heute ist es so, er steht um 5h früh auf, macht sich kurz fertig und weckt mich, nachdem er z.B. Wäsche gemacht hat und den Geschirrspüler aus- und die Küche vom Vorabend aufgeräumt hat, mit einem Kaffee. Dann hat er seine halbe Stunde rum. Ich mag das lieber tun, wenn ich von der Arbeit nach Hause komme und mach dann meine halbe Stunde Hausarbeit. Was bedeutet, zu sehen was anliegt und es einfach zu tun. Und wir haben ein großes Haus und einen Garten und keine kleine Wohnung wohlbemerkt.

Und wenn einer von uns krank ist, macht der andere die Arbeit vom Partner selbstverständlich mit. Es wäre gemein, etwas liegenzulassen und zu warten, bis es sich aufstaut und der andere nacharbeiten muss. Im Job verhält man sich schließlich auch nicht so aszoial den Kollegen gegenüber und wenn, nennt man das zu Recht Mobbing. Überhaupt, den Haushalt wie Arbeit zu betrachten und zu organisieren, ist eine sehr gute Idee.

Ich finde, man sollte in der Schule wieder Hauswirtschaft als Fach einführen, verpflichtend für alle Kinder, Jungs und Mädchen.
 
Werbung:
Ja, aber Du musst davon ausgehen, dass ein Mann das gar nicht will.
Wenn ein Mann das nicht will, soll er keine Kinder zeugen oder wollen.
Du darfst nicht vergessen, dass Du ab der Geburt (und natürlich auch vorher) eine natürliche Verbindung zu deinem Kind hast. Einen Status, den ein Mann nie erreichen wird. Dadurch erspürst Du sehr viele Dinge, die dem Mann mal verborgen beleiben - sowohl wegen der Nähe als auch wegen der durchschnittlich geringeren Sensibilität.
Das ist Blödsinn. Ich kenne genug Frauen (die Meisten eigentlich, inkl. mir) die sich sowohl in die Mutterrolle eingewöhnen mußten, wie auch erst eine Beziehung zum Kind aufbauen mußten. Am schwersten haben es da Frauen sogar, die so gar nicht der Muttertyp sind. Und Männern eine geringere Sensibilität zuzusprechen ist auch komisch. Die sind oft wesentlich empfindlicher als Frauen, nur zeigen sie´s auf eine andere Weise vllt.
Dazu halt der Mann auch noch das Problem, dass er, wenn er keine Lösung findet, ein Problem mit Körperkraft löst ...
Achso, plöde Muskelprotze ohne Hirn und Plan sind sie auch?

Du brauchst dich überhaupt nicht aufregen über Abwertung des Mannes durch die Frau. Du besorgst das Abwerten des Mannes viel besser.

Und dann gehts gleich weiter mit dem Abwerten: ohnmächtig, vermeidungsverhaltend, unbeholfen, unsicher.....
Und das hinterlässt natürlich auch eine gewisse Ohnmacht, und forciert natürlich ein Vermeidungsverhalten.
Deshalb sind Männer dann eher unbeholfen. Natürlich schafft er es, wenn es sein muss. Aber durch das Vermeiden vorher wird das halt immer etwas unsicher und vorsichtig passieren.
Im Grunde aber:
Alles plöde Ausreden um die eigene Faulheit zu rechtfertigen.

Wenn ein Mann wirklich so doof ist, wie DU ihn beschreibst, dann soll er zur Mami zurückgehen und sich bloß keine Familie anschaffen, denn das kann nur schiefgehen.

Ich sehe, dir ist nicht im geringsten klar, wie oft du Männer selbst hier in dem Thread abgewertet hast und auf welche Weise.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Zurück
Oben