Mein Mann.... der ist im Kern auch sehr gemütlich (Aszendent Stier, die haben Sitzfleisch

). Und das Thema Lust hatten wir auch damals. Er musste auch erst lernen, wie Haushalt funktioniert und ich habe ihn dabei sehr unterstützt, indem ich gesagt habe: "Ja, es braucht viel Übung und Disziplin dazu. Ich musste das selbst lernen. Es gibt Einbahnstraßen und Kreisläufe. Und jetzt machst Du das alles mal alleine und sagst mir, wann ich den Müll runterbringen soll und ich nörgel dich dann an, und dann sagst Du mir, wie sich das anfühlt." Ich zog mich vornehm zurück und er kam kräftig ins Schlingern, was ganz normal ist, wenn man das nicht gelernt hat.
Einen Haushalt so effizient führen, dass man möglichst wenig Aufwand hat, ist toll. Aber dazu muss man nun mal Dinge sofort erledigen, nicht erst, wenn sich ein Staudamm an Müll aufgetürmt hat, oder Massen an Geschirr in der Küche stehen, bis Mann mal Lust hat was zu tun. Und wenn man es zu zweit schafft, sich gut zu organisieren und einen Schlag reinhauen kann, ist der Drops mit einer halben Stunde Arbeit am Tag pro Nase ganz bequem gelutscht (wenn man nur zu Zweit lebt, ohne Kinder). Und am Sonnabend nach dem Frühstück eine größere Aufgabe gemeinsam zu erledigen. Mit Musik und guter Laune. Auf den Sauberkeitsgrad haben wir uns geeinigt und einen für beide lebbaren Kompromiss gefunden. Er schaut so aus, dass zu jeder Zeit Besuch kommen kann. Und der Garten ist von mir nach Permakulturgrundsätzen nur wenig arbeitsintensiv angelegt.