KingOfLions
Sehr aktives Mitglied
Sorry, meinst Du, es geht mir da anders? Der Haushalt ist so was von nebensächlich. Muss aber dennoch erledigt werden. Und Mister Pingel bin hier nicht ich. Sondern die Person, die am wenigsten mit Haushalt und co zu tun haben will.
Na, das ist dann doch eh eine tolle Ausgangsbasis. Die meisten Frauen sind so erzogen (meistens durch Vorbild) alles gleich zu erledigen. Männer priorisieren nach Wichtigkeit, aber auch nach Unbequemlichkeit (Vermeiden), aber vor allem nach Interessantheit. Lass dem Mann Zeit und gibt ihm feste Aufgaben die er nach Gutdünken erledigen kann ... das geht dann einfacher. Und nie, wenn irgendwas wichtiges für ihn ansteht. Aber dafür redet man ja normal miteinander.
Du darfst auch eines nicht vergessen ... den kleinen Unterschied. Als Frau möchtest Du gleichberechtigt mit deiner Mann-Frau den Haushalt machen, wie zwei gut geölte Rädchen. Weiblich halt. Der Mann sieht es aber so, dass Du für den Haushalt zuständig bist, und dort die Führungsrolle hast. Und als Chef hast Du die Ansagen zu machen. Aber da gibt's dann die Zwickmühle ... Eigentlich will er Chef sein, will dich beschützen, dich retten, für dich mit dem Drachen kämpfen ... und dann soll er den banalen Mistkübel hinuntertragen? Routinetätigkeit, für die es dann nicht mal überschwengliches Lob gibt. Geht gar nicht. Deswegen ist positive Bestätigung so wichtig (ausser bei einem Masochisten), deswegen ist ein "hilf mir" mehr wert als ein "teil mit mir". Also wenn gar nichts geht ....
Also, auch ich musste erst lernen, wie das geht. Wie man sich durchsetzt, Grenzen zieht, ein Kind was nicht will, dennoch ins Bett bekommt usw. Das ging gewiss nicht automatisch. Das kann ein Mann sich ebenso aneignen. Und alleine schafft er das auch.(wenn er schlau ist, schaut er halt heimlich, wie die Frau das macht).
Ja, aber Du musst davon ausgehen, dass ein Mann das gar nicht will. Du darfst nicht vergessen, dass Du ab der Geburt (und natürlich auch vorher) eine natürliche Verbindung zu deinem Kind hast. Einen Status, den ein Mann nie erreichen wird. Dadurch erspürst Du sehr viele Dinge, die dem Mann mal verborgen beleiben - sowohl wegen der Nähe als auch wegen der durchschnittlich geringeren Sensibilität. Dazu halt der Mann auch noch das Problem, dass er, wenn er keine Lösung findet, ein Problem mit Körperkraft löst ... etwas, das natürlich beim eigenen Kind nicht geht. Und das hinterlässt natürlich auch eine gewisse Ohnmacht, und forciert natürlich ein Vermeidungsverhalten.
Deshalb sind Männer dann eher unbeholfen. Natürlich schafft er es, wenn es sein muss. Aber durch das Vermeiden vorher wird das halt immer etwas unsicher und vorsichtig passieren.
Und bei manchen Sachen muss man halt auch wegen der Rechtslage etwas aufpassen, gerade bei Töchtern, aber immer mehr auch bei den Jungs, gerade was mit Waschen, An- bzw. Ausziehen zu tun hat ... da wird die Rechtslage ja auch immer irrer (merkt man dann als Single ganz besonders).
