Der Alte

Branches

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Und an einer sehr spannenden Stelle ist Pause. Ich hoffe, es ist gestattet, auch mal ein anerkennendes Wort hier zu lassen und ich zerstöre dabei nicht das Gesamtkunstwerk. Die geneigte Leserin wartet sehr gern auf weitere Fortsetzungen. Ist die Geschichte eigentlich schon fertig oder schreibst du sie tagesaktuell (glaube ich eher weniger)? Wenn das OT stört, kann die Moderation ja löschen.
 
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Tolkien

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Und an einer sehr spannenden Stelle ist Pause. Ich hoffe, es ist gestattet, auch mal ein anerkennendes Wort hier zu lassen und ich zerstöre dabei nicht das Gesamtkunstwerk. Die geneigte Leserin wartet sehr gern auf weitere Fortsetzungen. Ist die Geschichte eigentlich schon fertig oder schreibst du sie tagesaktuell (glaube ich eher weniger)? Wenn das OT stört, kann die Moderation ja löschen.

Vielen Dank Branches!

Die Geschichte ist insgesamt noch nicht fertig, allerdings habe ich schon weitere Kapitel geschrieben, die ich hier nach und nach posten möchte.

So wie ich Zeit habe und wenn mich meine Intuition kitzelt, mache ich mich an ein weiteres Kapitel. :)
 

Tolkien

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Kapitel 11

Ich wusste nicht wie mir geschah. Etwas hatte mich erfasst und trug mich fort. In der Zeit...

Schlief ich oder wachte ich? Ich war orientierungslos, unsicher und suchte fieberhaft nach irgendeinem Anhaltspunkt, der mir wieder festen Boden unter den Füssen gab. Licht und Schatten wechselten vor meinem geistigen Auge wie wild hin und her. Doch dann schien sich die turbulente Reise endlich zu beruhigen.

Ein Bild manifestierte sich. Noch verschwommen, aber ein Bild. Ich konzentrierte mich darauf. Stimmen! Ich hörte Stimmen. Ruhig und besonnen die Sprache. Dann wurde es noch klarer und nahm Form und Gestalt an. Ich traute meinen Augen kaum. Der Pharao und der Mann aus Atlantis!

Es musste schon einige Zeit vergangen sein seit ihrer Ankuft in Ägypten. Sie waren sehr vertraut miteinander geworden und unterhielten sich ganz allein und ohne Wachen in den privaten Gemächern des Pharao. Fast freundschaftlich sprachen sie miteinander. Sie mochten sich, dies konnte ich spüren. Trotz des grossen Altersunterschiedes - der Pharao war wesentlich älter - waren sie auf einer Wellenlänge.

"Du hast von Kräften gesprochen, Althied, die nicht in falsche Hände geraten dürfen und mir gesagt, dass ich mich gedulden soll bis Du mir Näheres erklären kannst. Habe ich denn inzwischen Dein Vertrauen erworben?"

"Mein Vertrauen? Ja, dass hast Du ganz sicher erworben. Es ist nur so, dass ich ganz sicher gehen wollte, wem ich diese Dinge anvertraue. Es ist nicht Irgendetwas, sondern eine machtvolle Sache. Um mit ihr richtig umzugehen, bedarf es menschlicher Grösse, Weisheit und den Sinn für wahre Gerechtigkeit. Und weil ich mir sicher bin, dies alles in Dir und unserer Freundschaft gefunden zu haben, habe ich Dir heute etwas mitgebracht. Ich fühlte den Tag nahen und als Du mich heute hierher eingeladen hast, habe ich ihn eingesteckt."

Aus seiner mitgebrachten Ledertasche zog Althied etwas hervor. Eine kleine Schatulle. Reich verziert und mit einem einfachen Verschluss versehen. Er stellte sie auf den Tisch und sah in die Augen des Pharaos. Dann öffnete er die Schatulle und holte den kleinen Kristall hervor. Wieder sah er ihm tief in die Augen als der Kristall auf dem Tisch lag... Nein dort war keine Gier zu sehen. Er war ein weiser und ehrlicher Mann. Seine Entscheidung war richtig gewesen.

"Was ist das Althied?"

"Lass es mich einmal so sagen... Es ist sehr machtvoll. Wenn es weise gelenkt wird, kann es Wunderbares vollbringen. Doch seine Macht kann auch ganze Länder verschlingen, wenn es für niedere Zwecke eingesetzt wird. Ich habe es selbst erlebt, doch konnte ich diesen Kristall retten.

Du siehst, ich vertraue Dir Pharao. Vertraust Du mir auch?"

Der Pharao sah Althied mit festem Blick an. "Ja Althied, ich vertraue Dir auch."

"Dann bitte ich Dich nun um etwas, um einen Versuch mit unseren Mächten zu machen. Ich weiss, dass Du Dein Ankh nie aus der Hand gibst, aber für meinen Versuch bitte ich Dich darum. Doch vorher möchte ich Dir etwas mit dem Kristall demonstrieren. Althied nahm den Kristall an sich und legte ihn in seine linke Hand. Er wischte mit seiner rechten Hand in kurzem Abstand darüber, als würde er ein Tuch entfernen. Dann sprach er die Worte:

"Elekh anbaar hussek Althied." Er hatte den Kristall aktiviert.

Nun richtete er den Kristall auf seiner ausgestreckten Hand auf den Pharao. Er bemerkte wie sein Gegenüber verunsichert wurde.

"Vertraue mir!", sagte er nur.

"Levthar!", sprach er laut. Der Sitz des Pharao erhob sich mit ihm darauf in die Höhe. Ungläubig starrte er Althied an und verkrallte sich ein wenig in die Lehnen. Althied hob seine ausgestreckte Hand und der Sitz stieg weiter nach oben. Dann hielt er an und führte seine Hand langsam zurück bis der Pharao wieder auf dem Boden war.

"Das ist unglaublich Althied!, rief er laut aus. Wie machst Du das?"

"Er macht es. Althied deutete auf den Kristall. Nun bist Du an der Reihe. Zeige mir, was Dein Ankh bewirken kann."

Der Pharao erhob seine rechte Hand in der das Ankh-Kreuz lag. Langsam richtete er es auf Althied. Er zielte auf seinen Kopf. Genauer gesagt auf eine Wunde, welche sich Althied vor einigen Tagen zugezogen hatte, als er auf seinem Schiff ausgerutscht und mit dem Kopf gegen den Mast geknallt war.

Er sagte: "Ankh helal Althied."

Zuerst spürte Althied nichts. Doch dann ergriff ihn eine wohltuende Wärme. Sie erfasste seinen Kopf, schien sich seiner Wunde auf ganz liebevolle Weise anzunehmen und erfüllte dann seinen gesamten Körper und brachte ihn völlig ins Gleichgewicht. Nie hatte er sich wohler gefühlt. Der Pharao senkte das Ankh ab.

"Oh das war ganz wunderschön! Wie hast Du das gemacht?"

"Es hat es gemacht, entgegnete der Pharao lächelnd. Es hat Deine Wunde geheilt und Dir Energie gegeben."

Althied fasste an seinen Kopf. Die Verletzung war verschwunden!
 

Branches

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Ich habe so eine Ahnung, in welchem Verhältnis Merbold und der Alte zueinander stehen. Aber ich werde das nicht hier veröffentlichen.
 

Tolkien

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Kapitel 12

"Weisst Du wie alt Dein Ankh ist Pharao?"

"Ich habe es von den Vätern meiner Väter übernommen. In einem strengen Ritual gehen die Kräfte auf den nächsten Pharao über. So ist es immer gewesen. Ein weiser Gelehrter der schon nicht mehr unter uns weilt hat mir einmal erzählt dass es aus den Tagen stammt, als der Nil noch in die andere Richtung floss. Und weisst Du auch etwas über das Alter Deines Kristalles?"

"In Atlantis gab es einen Kristallmeister, welcher die alten Überlieferungen dazu verwaltet hat. Sie waren nicht mehr vollständig, aber die ersten Aufzeichnungen gingen sehr sehr weit zurück. Wesen mit durchscheinenden Körpern haben sie gebracht."

Ich hatte das Gefühl dass sie beide ausprobieren wollten, ob der Kristall und das Ankh zusammen eine noch stärkere Kraft entwickeln würden, doch irgendwie wollte keiner den ersten Schritt machen. Dann wurden sie unterbrochen.

Shem-Bateh, die jüngste Tochter des Pharao betrat den Raum. Sie verneigte sich vor ihrem Vater und begrüsste Althied freundlich.

Althied bewunderte sie. Shem-Bateh war Hohepriesterin und kam in Rang gleich nach ihrem Vater. Sie genoss hohes Ansehen bei Hofe und im ganzen Land. Ihre Hellsicht war über die Grenzen Ägyptens hinaus bekannt. Als ihre Mutter sie im Alter von zehn Jahren nach schwerer Krankheit verlassen hatte, war sie dem Ruf der Isis gefolgt.

Shem-Bateh war den Anblick des Ankh bei ihrem Vater gewohnt, den Kristall jedoch hatte sie nie zu Gesicht bekommen. Althied bemerkte ihren Blick auf den Kristall ihm war sofort klar, dass sie das Besondere in ihm erkannte.

"Darf ich ihn einmal in meine Hand nehmen, Althied?"

"Gewiss! Dir ist es erlaubt."

Langsam beugte sich Shem-Bateh vor und nahm den Kristall in ihre linke Hand. Sie schloss die Augen. Spürte hinein. Ein Lächeln huschte über ihr wunderschönes Gesicht.

"Wenn ich ihm einen Namen geben müsste, würde ich ihn "Macht alles leicht" nennen.

Der Pharao und Althied sahen sich verwundert an.

"Was hast Du empfunden," fragte Althied.

"Ich fühlte mich so als würde ich schweben, antwortete Shem-Bateh.

Gemeinsam mit Deinem Ankh könnten wunderbare Dinge damit geschehen Vater."

So schnell wie sie gekommen war, verabschiedete sich die Tochter des Pharao auch wieder. Als wäre sie nur für diesen Satz gekommen.

"Sie ist wirklich aussergewöhnlich, sagte der Pharao. Und sie hat etwas angesprochen an das wir beide wohl schon gedacht haben, nicht wahr Althied?"

"Ich muss zugeben, dass ich diesen Gedanken auch hatte. Aber wie könnten wir dies fügen?"

"Vielleicht bringen wir sie zunächst zusammen und legen sie nebeneinander auf den Tisch. Eine gegenseitige Berührung ist vielleicht nötig."

"So soll es denn sein!"

Zuerst legte der Pharao das Ankh auf den Tisch und einer Eingebung folgend legte Althied den Kristall auf den Punkt, an dem der nach unten zeigende Stab abging.

Gespannt sahen beide auf den Tisch. Dann geschah es...

Die Farbe des Kristalles veränderte sich. Auch das Ankh veränderte sich. Der Kristall nahm zuerst die Farbe des Ankh an und umgekehrt das Ankh das kristalline silberweisse Schimmern. Beide wurden plötzlich Rot und nahmen dann weiter aufsteigend die Farben der Chakren an. Orange, Gelb, Grün, Blau, Dunkelblau und Lila. Dann waren sie für einen Moment in weisses Licht getaucht, um danach wieder in ihrer normalen Farbe zu erscheinen.

Jedoch waren sie etwas verändert...

Das Ankh hatte das Symbol des Kristalles auf seiner Vorderseite und der Kristall zeigte in seinem Innern das Symbol des Ankh.

Erstaunt betrachteten die beiden Männer die Gegenstände.

"Nichts überstürzen jetzt Althied, kam es aus dem Munde des Pharao, wir sollten ganz vorsichtig damit umgehen und gut überlegen, welchen Schritt wir als nächstes gehen. Wenn wie weise da t umg n, wird es e wu bar.....

Was war das? Alles wurde plötzlich verzerrt und unverständlich. Wie ein Filmriss. Ich wurde hinausgeschleudert aus der Szene und war auf dem gleichen Weg, wie ich hergekommen war. Eine Stimme war entfernt zu hören. Mer old?

War das mein Name?

"Merbold?"

Es war die Stimme des Ahorn
 
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Tolkien

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Oh, da habe ich doch im letzten Kapitel den Schlusspunkt vergessen. . Wäre doch schade, wenn die Geschichte über Nacht rauströpfelt und das Kapitel leer läuft. :)
 

Branches

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Oh, da habe ich doch im letzten Kapitel den Schlusspunkt vergessen. . Wäre doch schade, wenn die Geschichte über Nacht rauströpfelt und das Kapitel leer läuft. :)
Weißt du, was noch viel schlimmer wäre?

Wenn aufgrund eines solch ausgelaufenen Kapitels sich eine Leserin berufen fühlt, das Werk wieder zu vervollständigen und einfach heimlich nachts hier weiterschreibt. Stell dir das einmal vor.

Setze um alles in der Welt immer einen Punkt. Oder ein anderes Satzzeichen. ;)
 

Tolkien

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Weißt du, was noch viel schlimmer wäre?

Wenn aufgrund eines solch ausgelaufenen Kapitels sich eine Leserin berufen fühlt, das Werk wieder zu vervollständigen und einfach heimlich nachts hier weiterschreibt. Stell dir das einmal vor.

Setze um alles in der Welt immer einen Punkt. Oder ein anderes Satzzeichen. ;)

Das stelle ich mir lieber nicht vor! :)
 

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Das stelle ich mir lieber nicht vor! :)
Und weil das nicht in deiner Phantasie vorkommt, wird es auch niemals passieren, dass du nochmals den Schlusspunkt vergisst und somit die Gefahr besteht, dass das Kapitel ausläuft und darüber hinaus eine freche Leserin dein Werk einfach so fortsetzt. Niemals.

Ich freue mich auf die Fortsetzung.
:)
 
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Kapitel 13

"Wo warst Du denn Merbold? Ich habe mir Sorgen gemacht weil ich Dich nicht mehr erreichen konnte. Du musst unglaublich weit weg gewesen sein. Was hast Du gesehen?"

Ich brauchte einen kleinen Moment um wieder anzukommen beim Ahorn... im Park.... in der Realität. Dann erzählte ich ihm was ich gesehen hatte und schilderte meine Eindrücke und Gefühle dazu.

"Das ist ja unglaublich! Nie zuvor war jemand so weit zurück in der Zeit, selbst der gute Aaron nicht. Er war nämlich auch schon öfter hier weisst Du und...."

"Ich weiss, ich weiss, stoppte ich den Redefluss des Ahorn und hob leicht meine Hand. Er hat es mir erzählt. Ich wäre Dir sehr dankbar wenn ich noch einen kleinen Moment der Ruhe haben könnte. Es waren so viele Eindrücke und ich möchte es erst einmal ein wenig sacken lassen, verstehst Du?"

"Äh, ja natürlich, selbstverständlich. Nimm' Dir Zeit Merbold."

Ein leichtes Rascheln war zu hören und ein kleiner Ast legte sich freundschaftlich um meine Schulter...

Die Bilder waren noch in meinem Kopf. Es war so real. Ich fragte mich warum gerade mir dies alles offenbart wurde. Warum mir? Hatte ich irgendetwas damit zu tun? War ich vielleicht auch schon einmal dort? In einer früheren Inkarnation? In Ägypten oder gar Atlantis? Hat es Atlantis überhaupt je gegeben? Mein Kopf schwirrte vor lauter Gedanken.

Ich sah mich um. Es war noch stockdunkel im Park. Langsam sackte mein Kopf Stück für Stück auf meine Brust herunter. Ich schlief ein..., tief..., tiefer...

Dann erhob ich im Traum mein Haupt und sah... die grosse Pyramide!

Was für ein Anblick! Ihre Wände waren glatt, doch oben fehlte etwas. Die Spitze. Es sah so aus, als würde noch ein letztes kleines Dreieck fehlen.

Ich sah mich um und entdeckte viele Menschen, die in der Nähe der Pyramide standen und etwas beobachteten. Dann wurde mir klar, es musste sich um einen Festakt handeln. Der Pharao, seine Familie, hochrangige Persönlichkeiten und auch Althied waren zugegen.

Und dann sah ich es..... Das Pyramidion!

Auf dem Rosengranit des Vorplatzes leuchtete die vergoldete Spitze, die den Abschluss des gigantischen Bauwerkes bilden sollte und die heute in einem feierlichen Akt emporgehoben werden sollte.

Dann begaben sich der Pharao und Althied gemeinsam zum Vorplatz und gingen auf das Pyramidion zu. Sie hatten das Ankh und den Kristall dabei und sprachen nun beide die magischen Formeln. Keiner hörte sie aber ich kannte sie.

Der Kristall wurde auf das Ankh in des Pharaos Hand gelegt. Er richtete es auf das Pyramidion und hob leicht seinen Arm. Ein Raunen ging durch die Menschenmenge, als das massige Bauwerk sich wie von Geisterhand erhob.

Stück für Stück schwebte es an der Aussenwand der Pyramide empor, um schlussendlich auf der oberen Plattform abgesetzt zu werden und das Bauwerk zu vervollständigen.

Die Dämmerung war hereingebrochen und das Licht des Mondes verlieh dem Bauwerk mit seiner goldenen Spitze einen besonderen Glanz. Es war still auf dem Gelände. Wortlos und voller Ehrfurcht genossen die Menschen den wundervollen Anblick. Es war fast so, als würde von der goldenen Spitze eine Energie des Friedens und der Liebe ausgestrahlt, die sich wohlwollend unter all den Menschen ausbreitete...

Ich erwachte...
 
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