Das unsichtbare Schiff

Wenn ich deine Argumentation richtig verstanden habe, zielt sie darauf hinaus, dass man bei den Wahrscheinlichkeitsberechnungen nicht einfach das vorgefundene Ergebnis zur Grundlage nehmen kann, sondern auch alle in der Vergangenheit aufgetretenen potentiellen Alternativen berücksichtigen muß.

Nein, da hast Du mich teilweise falsch verstanden.

Die Realität könnte also auch eine ganz andere sein. Somit wird die Unwahrscheinlichkeit einer bestimmten beobachteten Konfiguration durch die Menge ihrer potentiellen Varianten aufgehoben.

Ja, die Realität könnte eine andere sein. Die Unwarhscheinlichkeit wird aber nicht durch die Menge der potentiellen Varianten aufgehoben, sondern durch die möglicheriweise große Menge an Versuchen.

Beispiel: Du fährst mit dem Auto eine 100 km lange Autobahn entlang. Ein Beifahrer mit verbundenen Augen wirft irgendwann eine Münze raus (und wehe Du sagst ihm was!) Irgendwo auf der Strecke ist ein 1 cm breiter Streifen quer über die Fahrbahn gemalt. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Münze den Streifen trifft ist höher als ein Lottogewinn (um die Wahrscheinlichkeit eines Lottogewinnst zu erreichen, müsste die Autobahn 140 km lang sein). Nun gut, du siehst ein, dass es irrsinnig unwahrscheinlich ist, dass der Streifen durch die Münze getroffen wird. Jetzt machen wir mal ein anderes Experiment. Der Beifahrer steht in einem Anhänger, der ein unerschöflichen Vorrat an Münzen bietet und schaufelt diese während der Fahrt sehr fleißig raus. Für jede einzelne Münze ist es immernoch irrsinnig unwahrscheinlich, dass sie den Streifen trifft. Andererseits käme es in diesem Falle aber auch einem Wunder gleich, wenn der Streifen von keiner einzigen Münze getroffen wird und unberührt auf der sonst von Münzen gepflasterte Fahrbeit scheint.

Nun ist es aber so, dass wir für die Explosion einer Druckerei die Existenz der Druckerei vorraussetzen müssen.

Und für die Entstehung von Leben muss Materie da sein und müssen ein paar chemische, physikalische und biologische Vorraussetzungen sowie vielleicht mehr oder weniger Glück erfüllt sein.

Ungachtet meiner Meinung, dass die Welt so sein muß wie sie ist, weil der Sinn dieser bestimmten Konstelation sonst nicht aufrecht erhalten werden könnte (...)

Wo habe ich das geschieben? Den Satz verstehe ich nicht.

(...) stellt sich noch die Frage, ob etwas ausserhalb des Bewußtseins in der Lage ist Materie zu erschaffen und ob, wenn Materie aus dem Bewußtsein entsteht, selbst etwas anderes als Bewußtsein sein kann.

Warum sollte etwas außerhalb von Bewusstsein nicht in der Lage sein, Materie zu erschaffen? Das ist die Frage.

Die Urknalltheorie ist auf die Wahrnehmung einer Ausdehnung des Universums zurückzuführen. Nehmen wir mal die Ausdehnung als objektive Realität an, so stellt sich noch immer die Frage nach dem Ursprung der manifestierten Materie, die den Anfang bildet. Die Anfangsmaterie kann aus nichts anderem entstehen als aus Energie. Wenn sich Energie in Materie umwandelt, was so viel bedeutet, als das sich die Energie in einen anderen Zustand versetzt hat (...)

Ja? *gespannter fragender Anstieg der Tonlage*... *gespannt schau*

(...), so hat sich also das Bewußtsein zu dem manifestiert, was wir als Materie bezeichnen. Aus diesem geboren und bestehend aus seinen Elementen.

Wieso kommt hier plötzlich wieder Bewusstsein ins Spiel? Energie ist nicht Bewusstsein, und Bewusstsein ist nicht Energie; zumindest nicht anhand der physikalischen Definition von Energie. Der Satz hat so schön begonnen, und dann hast Du heimlich das Bewusstsein mit reingeschmuggelt, als wenn es dringend gebraucht würde, obwohl es gar nicht nötig ist.

Ich will noch einen draufsetzen und den Bogen zum Multiversum spannen. Sofern ich dich richtig verstanden habe ist es nur logisch, dass wenn man eine unendliche Anzahl von Versuchen zu Grunde legt am Ende irgendwas herauskommen muß.

Nein, nicht unbedingt.

Nun ist es also so entstanden wie wir es vorfinden. Müsste aber nicht bei einer Unendlichkeit der Versuche auch eine Unendlichkeit der Ergebnisse entstehen ?

Die Multiversen-Theorie sagt das ja so vorraus. Nach dieser Theorie gibt es eine Unzahl an Paraleluniversen, die ihren eigenen Urknall hatten. Und jenachdem, welche Naturkonstanten in diesen Universen herschen, ist ihre geschichte. Einige kollabieren sofort wieder; andere bleiben ewig Gasgefüllt, ohne, dass sich da irgendwelche Strukturen geschweigedenn Sterne beilden... und in einigen wenigen passen die Bedingungen so gut, dass sich Leben bildet. Und da intelligentes Leben in der Lage ist sein Universum zu beobachten, beobachtet es natürlich ausschließlich ein Universum, welches intelligentes Leben hervorgebracht hat (die anderen lebensfeindlichen sind ja unerreichbar).

Nach dieser Theorie sehen wir ein Universum unter vielen, und durch die Umstände wird automatisch eine Auswahl getroffen, dass das Universum, was beobachtet wird, automatisch auch eins ist, was Leben hervorbringen kann, was beobachten kann (da gibt es so gewisse Anleihen an das schwache anthropische Prinzip).

Bevor Du da etwas vermischt: Die Multiversen-Theorie ist etwas völlig anderes als vie Viele-Welten-Deutung der QM.

Die Multiversums-Theorie wurde entwickelt u.a. um einen intelligenten Schöpfer des Universums, sprich Gott, unnötig zu machen. Und das ist auch gelungen; es ergibt sich ein schlüssiges Bild. Allerdings ist diese Theorie genausowenig nachgeprüft wie die Existenz Gottes. Ein Schöpfer ist damit nicht automatisch widerlegt.

Ist es wirklich anzunehmen, dass nur eine Realität es geschafft hat sich zu manifestieren, obwohl die Anfangsbedingungen und Konstelationsmöglichkeiten sich ins unendliche erstrecken und können wir dann tatsächlich noch die von uns erlebte Wahrheit als die einzig manifestierte Wirklichkeit betrachten oder ist es nicht wesentlich logischer diese Wirklichkeit dem kollektiven Bewußtsein unserer Raumzeit zuzuschreiben, der eine unendliche Zahl von Abwandlungen entgegenstehen ?

Nach der Theorie haben sich ja durchaus viele Universen manifestiert... und wir können nur unseres sehen. Genauso, wie ich nicht sagen kann, was im Nebenzimmer geschieht.

Die Zeit ist abhängig vom Standpunkt der Betrachtung. Die Vorstellung von einer Zukunft ist nicht mehr oder weniger als ein durch das Bewußtsein hervorgerufenes Gedankenkonstrukt. Der heutige Tag mit all seinen Gegebenheiten ist demnach das Ergebnis des manifestierten Bewußtseins von Gestern. Was aber bedeutet Gestern, Heute und Morgen in einer lineraren Folge wenn die Betrachtung von einem Punkt des Zeitpfeils ausgeht, der nicht mit der Gegenwart identisch ist ? Aus der Zukunft betrachtet leben wir in der Vergangenheit und aus der Vergangenheit betrachtet leben wir in der Zukunft und der Moment der Gegenwart löst sich in der Unendlichkeit seiner Verkürzung auf.

So kann man es natürlich sehen. Es passt in Dein Weltbild. Aber es beantwortet nicht, warum es so sein muss und warum das Bewusstsein nicht abhängig von der Zeit ist.

Muggle schrieb:
Übrigens, wenn das Gehirn als Sitz des Bewußtseins betrachtet werden soll und dieses in Zusammenarbeit mit der Fleischmasse ohne Wechselwirkung mit einer übergeordneten Einheit in die Lage versetzt werden soll einen Gedanken zu fassen, so dürfte es einem Käse wohl nicht schwer fallen, sich antriebslos zum Bahnhof zu rollen.

Ein Gehirn ist eine Ansammlung von Neuronen, die elektrische Impulse austauschen. Das gesamte Konzert dieser Imöpulse manifestiert sich in unseren Gedanken. Ein Käse ist kein Netzwerk aus irgendetwas, was irgendwelche Impulse austauschen könnte.

Ein Gehirn und ein Stück Käse gleicher Masse besitzen gleich viele Nukleonen (Protonen und Neutonen). Nur beim Gehirn sind sie wesentlich anders angeordnet, so dass sich darin Gedanken und Bewusstsein manifestieren können und im Käse nicht. Die Komplexität der Anregungsmuster in einem Gehirn übersteigt die Möglichkeiten eines Käses bei weitem. Wieso sollte er dann in der Lage sein, sich zum Rollen zu entschließen?

Ich spreche absichtlich nur von "manifestieren", da ich persönlich nicht glaube, dass der Ursprung der Gedanken ausschließlich im Gehirn liegt. Aber dafür habe ich leider keinen Beweis. Würdest Du hier mit einem Atheisten diskutieren, würde anstelle von "Gedanken manifestieren" sogar "Gedanken bilden" stehnen... mit dem gleichen Recht. Der Kern der Argumentation ist der selbe.

Viele Grüße
Joey
 
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Nein, da hast Du mich teilweise falsch verstanden.

Ja, die Realität könnte eine andere sein. Die Unwarhscheinlichkeit wird aber nicht durch die Menge der potentiellen Varianten aufgehoben, sondern durch die möglicheriweise große Menge an Versuchen.

Beispiel: Du fährst mit dem Auto eine 100 km lange Autobahn entlang. Ein Beifahrer mit verbundenen Augen wirft irgendwann eine Münze raus (und wehe Du sagst ihm was!) Irgendwo auf der Strecke ist ein 1 cm breiter Streifen quer über die Fahrbahn gemalt. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Münze den Streifen trifft ist höher als ein Lottogewinn (um die Wahrscheinlichkeit eines Lottogewinnst zu erreichen, müsste die Autobahn 140 km lang sein). Nun gut, du siehst ein, dass es irrsinnig unwahrscheinlich ist, dass der Streifen durch die Münze getroffen wird. Jetzt machen wir mal ein anderes Experiment. Der Beifahrer steht in einem Anhänger, der ein unerschöflichen Vorrat an Münzen bietet und schaufelt diese während der Fahrt sehr fleißig raus. Für jede einzelne Münze ist es immernoch irrsinnig unwahrscheinlich, dass sie den Streifen trifft. Andererseits käme es in diesem Falle aber auch einem Wunder gleich, wenn der Streifen von keiner einzigen Münze getroffen wird und unberührt auf der sonst von Münzen gepflasterte Fahrbeit scheint.


Nun gut, aber es macht letztlich doch keinen Unterschied aus, ob ich mit nur einer Münze versuche irgendeinen Punkt zu treffen oder ob ich mit einer unerschöpflichen Anzahl von Münzen versuche einen ganz bestimmten Punkt zu treffen.

Und für die Entstehung von Leben muss Materie da sein und müssen ein paar chemische, physikalische und biologische Vorraussetzungen sowie vielleicht mehr oder weniger Glück erfüllt sein.


Ne ganze Menge Vorraussetzungen würd ich sagen.


Wo habe ich das geschieben? Den Satz verstehe ich nicht.

Ne, hast du nicht. Hab` ich.

Warum sollte etwas außerhalb von Bewusstsein nicht in der Lage sein, Materie zu erschaffen? Das ist die Frage.

Ja, was wäre in der Lage Materie zu erschaffen wenn es nicht das Bewußtsein ist ? Im Rahmen der durch das kollektive Bewußtsein gegebenen Gesetze kann man die Fähigkeit zur Erschaffung der Realität durch das Einzelbewußtsein durchaus überprüfen. Die Lebensumstände mit denen wir uns aktuell herumschlagen sind das Ergebnis unterbewusster Glaubensmuster. Fakt ist, dass sich Realitäten durch den Glauben manifestieren und nicht umgekehrt. Ein winziger Moment absoluten Glaubens kann eine Realität hervorrufen, die wir in einem anderen Zustand niemals in der Lage wäre zu erfahren. Ich nenne jetzt mal Beispiele aus meiner eigenen erlebten Praxis. Dazu gehe ich zurück und erinnere mich an ein Schlüsselerlebnis ( im wahrsten Sinne des Wortes !) aus meiner Schulzeit. Folgende Situation: Die Lehrerin kam zu spät zum Unterricht, den Schülern wurde ein Schlüsselbund ausgehändigt um den Klassenraum zu öffnen. Ich selbst bin verspätet erschienen und so kam mir die Unterrichtsverzögerung natürlich sehr gelegen. Vor dem Klassenraum bot sich mir folgendes Bild. Die Mädchen hielten einen Schlüsselbund in der Hand der so viele Schlüssel behinhaltete wie ich nie zuvor oder danach Bund gesehen habe und versuchten mit einem der Schlüssel den Raum zu öffnen. Alle Schlüssel sahen aber nahezu identisch aus und sie waren zum Zeitpunkt meines Eintreffens bereits an unzähligen Versuchen gescheitert weil man versäumt hatte ihnen zu erzählen welcher Schlüssel denn der richtige sei. Es war ein winziger Augenblick totaler Überzeugung der mich schliesslich dazu veranlasst hat die Schlüssel an mich zu nehmen und sogar noch rumzutönen wie blöde man sich doch anstellen kann um eine Tür zu öffnen. Ich nahm spontan einen der mindestens 30 nahezu identischen Schlüssel, steckte ihn in das Schloß und öffnete die Tür. Sesam öffne dich ! Die Tür war offen und ich lies mich einen Moment lang als Held feiern. Erst als ich mir später das Schlüsselbund noch einmal genau ansah und selbst feststellte wie viele identisch aussehende Schlüssel sich daran befanden wurde mir Angst und Bange beim Gedanken wie sehr ich mich hätte blamieren können. Ähnlich erging es mir, als mich vor vor ca. 1 Jahr in der Lage fand mit einem Engel zu kommunizieren. Ja, ihr habt schon ganz richtig gelesen ! Auch hier war ich für einen winzigen Moment in der Lage ein absolutes Vertrauen in seine Existenz zu entwickeln. Das anschliessende Erlebenis umfasste eine gefühlte Zeitspanne von ca. 15 Minuten und gehört zu den Beeindruckensten Erlebnissen die mir je vergönnt waren. Auch sonst kann ich behaupten Manifestationen einer Realität herbeigeführt zu haben, die die Annahme einer Realität vorraussetzen bevor sie sich in der Welt der physischen Realität zeigen. Durch das Gesetz dieser Anziehungskraft habe ich einen BMW 316 ti Sport-compact und auch meine heiss geliebte Freundin mit der ich mich seit Sylvester 2006/-07 verbunden fühle in die physiche Realität "gezaubert". Den Wagen habe ich inzwischen übrigens zu Schrott gefahren und soll ich euch was sagen ? - Auch das ist ein Ergebnis der Manifestation durch das Bewußtsein. Mir wurde dieses Geschehen nämlich durch eine Kartenlegerin wenige Wochen vor dem Unfall vorrausgesagt. In der Erwartung zweier Beobachter stellte sich das Ergebnis ein. Ich selbst habe mal eine Zeit lang Karten gelegt und landete dabei schon sehr schnell erstaunliche Treffer. Zunächst war mir nicht ganz klar wie so etwas möglich sein kann. Inzwischen verzichte ich aber auf diese Zukunftsdeutungen weil sich in mir das Gefühl aufdrängt selbst Verursacher der Ereignisse zu sein, weil eine Beobachtung der Zukunft im Wesen nicht anders verläuft als eine Erinnerung an die Vergangenheit durch die sie sich zur Realität manifestiert.


Bevor Du da etwas vermischt: Die Multiversen-Theorie ist etwas völlig anderes als vie Viele-Welten-Deutung der QM.

Nein, ich vermische das nicht. Diesen Unterschied habe ich durchaus verstanden.
 
Warum denn nicht ? Dieser Vergleich ist noch untertrieben. Wenn man die Komplexität der Fleischmasse unter der Schädeldecke ohne Wechselwirkung mit dem Über-Ich betrachten will, wäre es dem Käse ein leichtes das Kunststück des Rollens zu vollbringen. Diese eine Fähigkeit, das "Rollen zum Bahnhof" ist im Vergleich zu dem was das Gehirn für uns leistet ein Witz. Die Struktur eines Stück Käses setze ich also in Realtion zur Struktur des Gehirns. Wie kompliziert strukturiert müsste ein Stück Käse sein um überhaupt irgendwas anderes zu vollbringen als einfach nur zu sein und was müssen da erst in einem Stück Fleisch für Prozesse wirken um zu denken, zu sprechen, zu träumen, zu riechen, zu schmecken, sich zu verlieben, Wut und Trauer zu empfinden, sich zu langweilen oder Schach zu spielen ?

Hi Muggle

Ich gehe auch nicht davon aus, dass das Gehirn der Sitz der Persönlichkeit selbst ist. Für mich ist das Gehirn ein Organ, wodurch sich die eigenständig denkende Seele ausdrücken kann. Aber es ist schon nötig, die richtige Hardware dafür zu haben. Das bietet das Gehirn und das körperliche System, nicht jedoch ein Käse. Deshalb finde ich Dein Käse-Beispiel absolut unlogisch und ehrlich gesagt machst Du Dich damit eher unglaubwürdig. Deine anderen Beispiele sind besser.
 
Hi Muggle

Ich gehe auch nicht davon aus, dass das Gehirn der Sitz der Persönlichkeit selbst ist. Für mich ist das Gehirn ein Organ, wodurch sich die eigenständig denkende Seele ausdrücken kann. Aber es ist schon nötig, die richtige Hardware dafür zu haben. Das bietet das Gehirn und das körperliche System, nicht jedoch ein Käse. Deshalb finde ich Dein Käse-Beispiel absolut unlogisch und ehrlich gesagt machst Du Dich damit eher unglaubwürdig. Deine anderen Beispiele sind besser.

Eigentlich wollte ich durch diesen Vergleich nur die Komplexibilität des Hirns zum Ausdruck bringen, welches trotz aller Vorraussetzungen die es im Zusammenspiel mit der komplizierten Gesamtstruktur des Körpers mit sich bringt, unmöglich in der Lage sein kann einen Geist ohne die Wechselwirkung mit einem übergeordentem System zu beinhalten.

Gut, lassen wir mal den Käse weg. Ein Gehirn kann nicht denken und es ist auf keinen Fall der Sitz des Bewußtseins. Das ist es schlicht worauf ich hinaus wollte.
 
Mal ein kleiner Exkurs über die Zeit (noch bevor ich essen gehe und danach arbeite, was ich eigentlich jetzt schon sollte... aber mir kribbelt es so in den Fingern...): Man stelle sich eine rollende Billardkugel vor. Diesen Film lasse man dann rückwärts laufen. Welche Richtung ist die Richtige? Das lässt sich ohne Markierungen auf der Filmrolle nicht feststellen. Eine von links nach recht rollende Billardkugel ist genauso oft wie eine von recht nach links rollende. Die meisten kleinen Prozesse, die wir kennen, sind so zeitumkehrbar. Alle? Nein; zwei physikalische Prinzipien (eines ist leicht zu verstehen, das andere nicht) weigern sich, der Zeitumkehr gerecht zu werden.

  • Entropieerhöhung: Wenn ich anstelle einer Billardkugel eine Tasse filmen würde, die auf dem Boden zerbricht, so wäre es in der tat einfach im nachhbinein die richtige Richtung der Filmrolle herauszufinden; auch ohne markierungen.
  • In der Elementarteilchenphysik kann man zeigen, dass es simple Prozesse (auch ohne Entropieerhöhung) geben muss, bei denen diese Zeitumkehrsymmetrie ebenfalls verletzt ist, d.h. bei denen die Umkehrreaktionen anders aussehen. Soclhe Elementarteilchen-Prozesse hat man zwar noch nicht gefunden (ist auch irrsinnig schwer danach zu suchen), aber es gibt gute Argumente, dass es sie geben muss. (bei Interesse kann ich mal darüber etwas mehr schreiben).

Der mir hier wichtige Punkt ist aber die Entropie. Denken im Gehirn erhöht auch die Entropie (ist ja ebenso eine chemische und physikalische Reaktion mit vielen beteiligten Komponenten). Das einprägen von Erinnerungen ist auch so ein Prozess. Darum erinnern wir uns an die Vergangenheit und nicht an die Zukunft.


Was ist denn das für eine Unschärferelation. Die Unscharferelation von Heisenberg macht das mit Ort und Impuls eines Teilchens. Es gibt noch weitere Variablen-Paare, deren gemeinsame Vorhersage analoge Unschärfan aufweist; eines dieser Paare ist Energie und Zeit. Aber Ort und Zeit sind kein Problem. Deine Ausführungen da sind schlicht falsch.



Einspruch! Was spricht dagegen, dass das Bewusstsein ein Prozess ist, der auch von der Zeit abhängt? Ein Mensch, der mit annähernd Lichtgeschwindigkeit fliegen würde, denkt auch langsamer. Die Zeit steuert in diesem Fall das Bewusstsein und nicht umgekehrt. Denken und Gedächtnis sind Prozesse, die sowohl der Zeit als auch der Entropieerhöhung unterworfen sind. ich sehe keinen feststellbaren Grund, warum das Bewusstsein darüber stehen sollte. (Wenn wir jetzt wieder die Seele postulieren, so würde die wahrscheinlich schon drüber stehen. Aber auch, wenn ich daran glaube... hier geht es darum, was wir wissen)

Viele Grüße
Joey

Hi Joey

Präkognitionen muten tatsächlich oft wie Erinnerungen an die Zukunft an.

Den Unterschied zwischen Erinnerungen und Retrokognitionen sehe ich vor allem in zwei Punkten: Eine Retrokognition kann sehr intensiv und gegenwärtig empfunden werden. Auch ist sie nicht an eine erinnernde Person und deren subjektive Wahrnehmung von damals gebunden. Es ist ein Hellsehen in die Vergangenheit. So konnte ich ein schlimmes Ereignis aus meiner Babyzeit rekonstruieren, was von meiner Ma und meinem Bruder als richtig bestätigt wurde. Außerdem sah ich mich dabei von außen als Beobachter von heute.

Der Vergleich mit einem Film, den wir ja auch sehr intensiv miterleben können in seiner Bildkraft, kommt der Beschreibung von Retro- und Präkognition wirklich sehr nahe. Retrokognition als Zurückspulen des Films, Präkognition wäre ein Vorspulen unseres Lebensfilms. Wir sind die Regisseure und Hauptpersonen unseres Films und treffen aufgrund äußerer und innerer Faktoren die Entscheidung, wie der Film ausgeht. Und genau das wird auf dem Film sein, das, was faktisch passieren wird aufgrund unserer Entscheidungen. Unsere Seele ist nicht an Raum und Zeit gebunden, deshalb kann sie Raum und Zeit überwinden und ist in der Lage, in die Zukunft zu reisen.
 
Ein Licht am Ende des Tunnels ! :banane: Ich arbeite weiter daran :)

Besser wäre, wenn wir alle voneinander lernen würden. Ich sehe mich in dieser Diskussion irgendwo in der Mitte, interessiere mich sehr für Joeys astrophysikalisches Wissen, beschäftige mich aber auch mit der metaphysischen Seite des Lebens.

Aufgrund meiner bisherigen psychokinetischen Erfahrungswerte gehe ich auch davon aus, dass unser Bewusstsein nicht nur psychologisch und telepathisch, sondern auch psychokinetisch und telekinetisch auf die äußere Realität einwirken kann. Trotzdem sehe ich da keinen Widerspruch zur Physik, sondern betrachte es als die Andere Seite der Medaille.
 
Nun gut, aber es macht letztlich doch keinen Unterschied aus, ob ich mit nur einer Münze versuche irgendeinen Punkt zu treffen oder ob ich mit einer unerschöpflichen Anzahl von Münzen versuche einen ganz bestimmten Punkt zu treffen.

Doch, es macht einen gewaltigen Unterschied. Je mehr Münzen Du hast, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Du Erfolg hast. Und ab einer gewissen Anzahl wäre es ein Wunder, wenn Du keinen Erfolg hast.

Ne ganze Menge Vorraussetzungen würd ich sagen.

Aber aufgrund von diversen Mechanismen, die ich schon beschrieben habe, pro Plante wahrscheinlicher als die zitierte Lexikonbildung. Und wir haben eine irrsinnig große Anzahl an Planteten zur Verfügung. Analog zu den Münzen wäre es vielleicht ein Wunder, wenn es nirgendwo im Universum intelligentes Leben gäbe. Um das genau zu beurteilen müsste man die Wahrscheinlichkeit für Lebensbildung kennen. Die kenne ich nicht, Du aber auch nicht. Aufgrund der schon beschriebenen Mechanismen würde ich die Wahrscheinlichkeit aber als gar nicht mal so klein schätzen, wie Du.

Ne, hast du nicht. Hab` ich.

Da habe ich mich doch glatt verlesen. Da habe ich beim Lesen sogar mehrmals das "ungeachtet deiner Meinung" anstelle von "ungeachtet meiner Meinunge", was Du geschrieben hast.

Das ist aber auch ein Gegenargument zu Deinen Thesen. Ich war überzeugt, dass da "deiner Meinung" stand, so dass ich das auch so gelesen habe. Was stand nun da? Nach Deinen Thesen müsste es auch da gestanden haben... nach Deinen Thesen müsstest Du es auch geschrieben haben (k.A. in einer der vielen Welten der QM?) Oder habe ich mich doch einfach nur geirrt und aufgrund eiligen Lesens die objektive Bildschirmanzeige falsch wahrgenommen?

Ja, was wäre in der Lage Materie zu erschaffen wenn es nicht das Bewußtsein ist ?

Z.B. Energie. Keine Ahnung, was noch dazu in der Lage sein könnte. Aber das muss nicht heißen, dass es nur das Bewusstsein sein kann... das heißt nur, dass wir beide nicht wissen, was dazu noch in der Lage sein könnte.

Im Rahmen der durch das kollektive Bewußtsein gegebenen Gesetze kann man die Fähigkeit zur Erschaffung der Realität durch das Einzelbewußtsein durchaus überprüfen. Die Lebensumstände mit denen wir uns aktuell herumschlagen sind das Ergebnis unterbewusster Glaubensmuster. Fakt ist, dass sich Realitäten durch den Glauben manifestieren und nicht umgekehrt. Ein winziger Moment absoluten Glaubens kann eine Realität hervorrufen, die wir in einem anderen Zustand niemals in der Lage wäre zu erfahren. [Erlebnisberichte]

Und wie oft hattest Du solche Sicherheits-Gefühle und es hat nicht geklappt? Du erinnerst Dich bevorzugt an Deine Erfolge; an die Koinzidenz von Sicherheitsgefühl und Erfolg. Misserfolge werden in Deinen Gedanken bagatellisiert... die menschliche Psyche ist auf solche Koinzidenzen programmiert.

Ich selbst habe mal eine Zeit lang Karten gelegt und landete dabei schon sehr schnell erstaunliche Treffer. Zunächst war mir nicht ganz klar wie so etwas möglich sein kann. Inzwischen verzichte ich aber auf diese Zukunftsdeutungen weil sich in mir das Gefühl aufdrängt selbst Verursacher der Ereignisse zu sein, weil eine Beobachtung der Zukunft im Wesen nicht anders verläuft als eine Erinnerung an die Vergangenheit durch die sie sich zur Realität manifestiert.

Ja, viele Prognosen von Hellsehern treten ein, weil die Klienten unbewusst darauf zusteuern. Da ist aber nichts übernatürliches bei. Bei einem guten Test von Hellsehern bekommen die Klienten die prognosen auch nicht zu sehen, bevor der Prognosezeitraum nicht abgelaufen ist.

Muggle schrieb:
Eigentlich wollte ich durch diesen Vergleich nur die Komplexibilität des Hirns zum Ausdruck bringen, welches trotz aller Vorraussetzungen die es im Zusammenspiel mit der komplizierten Gesamtstruktur des Körpers mit sich bringt, unmöglich in der Lage sein kann einen Geist ohne die Wechselwirkung mit einem übergeordentem System zu beinhalten.

Warum nicht? Was weißt Du über die Prozesse im Gehirn? Was weißt Du über die Erkenntnisse der Gehirnforschung? Ohne diese Kenntnisse kannst Du das nicht so pauschal sagen. Das ist genauso rein rhetorisch dahergesagt wie der Vergleich mit der Druckerrei-Explosion... und mit genausowenig Ahnung von dem, was Du da ablehnst.

Viele Grüße
Joey
 
Hi Sunnygirl,

Der Vergleich mit einem Film, den wir ja auch sehr intensiv miterleben können in seiner Bildkraft, kommt der Beschreibung von Retro- und Präkognition wirklich sehr nahe. Retrokognition als Zurückspulen des Films, Präkognition wäre ein Vorspulen unseres Lebensfilms.
Wir sind die Regisseure und Hauptpersonen unseres Films und treffen aufgrund äußerer und innerer Faktoren die Entscheidung, wie der Film ausgeht.

Ja, sehe ich eigentlich auch so. Wobei ich vielleicht eher sagen würde, wir folgen einem "roten Faden" in unserem Lebensfilm mit einem geplanten Ende. Und können unsere "früheren" Entscheidungen aber jederzeit neu überdenken und damit unser Leben und unser Lebensende umgestalten/ändern. Wenn´s nicht so wäre, hätten wir keine Willensfreiheit.

Und genau das wird auf dem Film sein, das, was faktisch passieren wird aufgrund unserer Entscheidungen. Unsere Seele ist nicht an Raum und Zeit gebunden, deshalb kann sie Raum und Zeit überwinden und ist in der Lage, in die Zukunft zu reisen.

Und wenn sie in die Zukunft reisen kann, dann nimmt sie aufgrund der Bedingungen aus Vergangenheit und Gegenwart dort die wahrscheinlichst eintreffende Zukunft wahr. Aber es ist nur eine von vielen wahrscheinlichen Zukünften. Wird aufgrund der Zukunftsvision etwas Gravierendes in der Gegenwart geändert (Leben wird entscheidend "umgekrempelt"), dann verändert sich aufgrund dessen auch die Zukunftswahrscheinlichkeit. Wird keine Änderung in der Gegenwart vorgenommen, erfüllt sich die Zukunftsvision. Ich wiederhole mich: Wenn wir unsere Zukunft nicht von unserer Gegenwart heraus verändern könnten, hätten wir keine Willensfreiheit.

Und unsere Gegenwart - dieses ewige JETZT - ist alles, was letztendlich wirklich ist. Was wir als unsere Vergangenheit ansehen, ist das, was "früher" einmal Gegenwart war; und was wir als unsere Zukunft ansehen, ist die Gegenwart "von morgen".


Liebe Grüße
Abraxas

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Hallo Sunnygirl,

das sind interessante und schöne Gedanken, die Du in #315 geschrieben hast. Ich glaube da zwar nicht so dran, weil ich es nie erlebt habe und mir so meine Gedanken mache, wie das Erlebte rein irdisch erklärt werden kann (mein innerer Advocato Diaboli). Bei all meinen Gedanken darüber kann ich mich aber auch irren. Es mag zwar nicht immer so erscheinen, aber dem bin ich mir sehr bewusst.

Besser wäre, wenn wir alle voneinander lernen würden. Ich sehe mich in dieser Diskussion irgendwo in der Mitte, interessiere mich sehr für Joeys astrophysikalisches Wissen, beschäftige mich aber auch mit der metaphysischen Seite des Lebens.

Der Sinn einer guten Diskussion ist es auch selten, das gegenüber zu überzeugen. Das gelingt auch nur selten. Ich schrieb ja schon, dass ich wüsste, was passieren müsste, um meine Anschauung der Dinge zu ändern. Das ist aber das Stichwort; es müsste was passieren. Worte und Argumente reichen da wahrscheinlich nicht aus; es sei denn Muggle kann mit unumstößlichen Fakten aufwarten, die auf einem felsenfesten Fundament stehen.

Aufgrund meiner bisherigen psychokinetischen Erfahrungswerte gehe ich auch davon aus, dass unser Bewusstsein nicht nur psychologisch und telepathisch, sondern auch psychokinetisch und telekinetisch auf die äußere Realität einwirken kann. Trotzdem sehe ich da keinen Widerspruch zur Physik, sondern betrachte es als die Andere Seite der Medaille.

Meine Vorstellung von Seele etc. ist da wohl Deiner ähnlich. Ein Unterschied ist wohl, dass ich nach wie vor meine Zweifel daran habe und darum gerne die rein materialistische Position einnehme. Ich kenne leider nichts gesichertes, was dieses Weltbild aushebelt; nur Indizien.

Viele Grüße
Joey
 
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Nun gut, aber es macht letztlich doch keinen Unterschied aus, ob ich mit nur einer Münze versuche irgendeinen Punkt zu treffen oder ob ich mit einer unerschöpflichen Anzahl von Münzen versuche einen ganz bestimmten Punkt zu treffen.




Ne ganze Menge Vorraussetzungen würd ich sagen.




Ne, hast du nicht. Hab` ich.



Ja, was wäre in der Lage Materie zu erschaffen wenn es nicht das Bewußtsein ist ? Im Rahmen der durch das kollektive Bewußtsein gegebenen Gesetze kann man die Fähigkeit zur Erschaffung der Realität durch das Einzelbewußtsein durchaus überprüfen. Die Lebensumstände mit denen wir uns aktuell herumschlagen sind das Ergebnis unterbewusster Glaubensmuster. Fakt ist, dass sich Realitäten durch den Glauben manifestieren und nicht umgekehrt. Ein winziger Moment absoluten Glaubens kann eine Realität hervorrufen, die wir in einem anderen Zustand niemals in der Lage wäre zu erfahren. Ich nenne jetzt mal Beispiele aus meiner eigenen erlebten Praxis. Dazu gehe ich zurück und erinnere mich an ein Schlüsselerlebnis ( im wahrsten Sinne des Wortes !) aus meiner Schulzeit. Folgende Situation: Die Lehrerin kam zu spät zum Unterricht, den Schülern wurde ein Schlüsselbund ausgehändigt um den Klassenraum zu öffnen. Ich selbst bin verspätet erschienen und so kam mir die Unterrichtsverzögerung natürlich sehr gelegen. Vor dem Klassenraum bot sich mir folgendes Bild. Die Mädchen hielten einen Schlüsselbund in der Hand der so viele Schlüssel behinhaltete wie ich nie zuvor oder danach Bund gesehen habe und versuchten mit einem der Schlüssel den Raum zu öffnen. Alle Schlüssel sahen aber nahezu identisch aus und sie waren zum Zeitpunkt meines Eintreffens bereits an unzähligen Versuchen gescheitert weil man versäumt hatte ihnen zu erzählen welcher Schlüssel denn der richtige sei. Es war ein winziger Augenblick totaler Überzeugung der mich schliesslich dazu veranlasst hat die Schlüssel an mich zu nehmen und sogar noch rumzutönen wie blöde man sich doch anstellen kann um eine Tür zu öffnen. Ich nahm spontan einen der mindestens 30 nahezu identischen Schlüssel, steckte ihn in das Schloß und öffnete die Tür. Sesam öffne dich ! Die Tür war offen und ich lies mich einen Moment lang als Held feiern. Erst als ich mir später das Schlüsselbund noch einmal genau ansah und selbst feststellte wie viele identisch aussehende Schlüssel sich daran befanden wurde mir Angst und Bange beim Gedanken wie sehr ich mich hätte blamieren können. Ähnlich erging es mir, als mich vor vor ca. 1 Jahr in der Lage fand mit einem Engel zu kommunizieren. Ja, ihr habt schon ganz richtig gelesen ! Auch hier war ich für einen winzigen Moment in der Lage ein absolutes Vertrauen in seine Existenz zu entwickeln. Das anschliessende Erlebenis umfasste eine gefühlte Zeitspanne von ca. 15 Minuten und gehört zu den Beeindruckensten Erlebnissen die mir je vergönnt waren. Auch sonst kann ich behaupten Manifestationen einer Realität herbeigeführt zu haben, die die Annahme einer Realität vorraussetzen bevor sie sich in der Welt der physischen Realität zeigen. Durch das Gesetz dieser Anziehungskraft habe ich einen BMW 316 ti Sport-compact und auch meine heiss geliebte Freundin mit der ich mich seit Sylvester 2006/-07 verbunden fühle in die physiche Realität "gezaubert". Den Wagen habe ich inzwischen übrigens zu Schrott gefahren und soll ich euch was sagen ? - Auch das ist ein Ergebnis der Manifestation durch das Bewußtsein. Mir wurde dieses Geschehen nämlich durch eine Kartenlegerin wenige Wochen vor dem Unfall vorrausgesagt. In der Erwartung zweier Beobachter stellte sich das Ergebnis ein. Ich selbst habe mal eine Zeit lang Karten gelegt und landete dabei schon sehr schnell erstaunliche Treffer. Zunächst war mir nicht ganz klar wie so etwas möglich sein kann. Inzwischen verzichte ich aber auf diese Zukunftsdeutungen weil sich in mir das Gefühl aufdrängt selbst Verursacher der Ereignisse zu sein, weil eine Beobachtung der Zukunft im Wesen nicht anders verläuft als eine Erinnerung an die Vergangenheit durch die sie sich zur Realität manifestiert.



Nein, ich vermische das nicht. Diesen Unterschied habe ich durchaus verstanden.

Hi Muggle

Als Du bei Deinem Schlüsselbund-Erlebnis gleich den richtigen Schlüssel gezogen hast, war es ja tatsächlich derjenige, der real passte. Da könnte prinzipiell schon ein psychokinetischer oder hellsichtiger Effekt dahinter stecken, aber "erschaffen" hast Du den Schlüssel nicht. Er war ja schon da. Sonst hätte jeder Schlüssel passen müssen oder der von Dir gezogene Schlüssel wäre von Dir an den Bund gezaubert worden.

Anziehungskraft trifft es eher - Dein Bewusstsein hat die Materie höchstens manipuliert, aber nicht erschaffen.

Den Engel könntest Du schon erschaffen haben. Das wäre auch bei einer Imagination der Fall. Könnte natürlich auch ein Engel sein, der sich Dir gezeigt hat und auch außerhalb von Dir existiert. Das lässt sich schwer nachprüfen. Oder hat er sich irgendwie materiell manifestiert?

Auch den Wagen und Deine Freundin hast Du nicht erschaffen - oder hatte Deine Freundin kein Leben vor Dir? Und der Wagen wird seine Produktionsgeschichte haben, wenn er physisch real ist. Wie kamst Du zu ihm? Einfach da gewesen vor Deinem Haus oder so?

Ein psychokinetischer Effekt aufgrund eines starken Wunsches ist möglich, aber erschaffen hast Du nichts, es sei denn, Du gehst wirklich davon aus, dass Deine Freundin z.B. nur Manifestation Deines Wunsches ist und nicht wirklich real ist für andere, eine Art Phantasie- oder Geisterfrau oder dann vielleicht eine Astralgestalt. Der Wagen wohl kaum, sonst hättest Du ihn nicht schrottreif gekriegt. Oder wie lief das genau?

Dass beim Kartenlegen immer wieder persönlich Einfluss genommen wird oder es zumindest den Eindruck erweckt, höre ich öfter. Da wäre ebenfalls ein psychokinetischer Effekt möglich, aber auch hier erschaffst Du die Karten nicht, sondern manipulierst höchstens die Legung durch Deinen Willen. Das wäre mit der Würfel-Telekinese vergleichbar.

Auf die Zukunftsdeutungen würde ich auch verzichten, es könnte Dich tatsächlich negativ beeinflussen, weil Du Dich davon abhängig machst. Und ob die Zukunftsdeutungen korrekt sind, ist auch offen. Präkognitionen haben vor allem da einen Sinn, wo sie etwas verhindern können und Leben retten oder einen gewissen Trost bieten, maßgebend sind jedoch immer die Ergebnisse unserer Entscheidungen im Heute und nicht umgekehrt.
 
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