Das Leben - vorherbestimmt oder selbst erschaffen?

  • Ersteller Ersteller allesistgut
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So meine ich das. Also ich tue mir relativ schwer mir über das ich bin bewusst zu sein. Du?
Ja, das kenne ich gut. Dieses „Bewusst-Sein“ vom Ich ist oft flüchtig. Manchmal ist man nur im Tun, in Gedanken oder Gefühlen, und das Ich bleibt im Hintergrund. Es erfordert Übung oder Momente der Stille, um wirklich zu spüren: „Ich bin da.“
Man könnte sagen: Die Seele ist da, auch wenn das Gewahrsein des Ichs gerade mal nicht im Vordergrund steht.
 
Ja, das kenne ich gut. Dieses „Bewusst-Sein“ vom Ich ist oft flüchtig. Manchmal ist man nur im Tun, in Gedanken oder Gefühlen, und das Ich bleibt im Hintergrund. Es erfordert Übung oder Momente der Stille, um wirklich zu spüren: „Ich bin da.“
Man könnte sagen: Die Seele ist da, auch wenn das Gewahrsein des Ichs gerade mal nicht im Vordergrund steht.
"Ontologisch" lässt sich daraus nicht ableiten, eine Seele zu besitzen. Damit ist die Seele im Bereich der Theologie, nicht der Philosophie. Deshalb streitet der Buddhismus die Existenz einer Seele ab. Es gibt möglicherweise ein Selbst, das die Erkenntnis des Ich bins voraussetzt. Aber im Buddhismus muss folgerichtig das Selbst auch verneint werden, da es im Bereich "Möglichkeit zur Negation" in "Weniger als Nichts" fällt, also etwas, dass das Sein nicht betritt. Daraus folgt die Vergänglichkeit allen Seins.
 
"Ontologisch" lässt sich daraus nicht ableiten, eine Seele zu besitzen. Damit ist die Seele im Bereich der Theologie, nicht der Philosophie. Deshalb streitet der Buddhismus die Existenz einer Seele ab. Es gibt möglicherweise ein Selbst, das die Erkenntnis des Ich bins voraussetzt. Aber im Buddhismus muss folgerichtig das Selbst auch verneint werden, da es im Bereich "Möglichkeit zur Negation" in "Weniger als Nichts" fällt, also etwas, dass das Sein nicht betritt. Daraus folgt die Vergänglichkeit allen Seins.
Deswegen bin ich kein Buddhist. Ich möchte mein Selbst behalten.
 
"Ontologisch" lässt sich daraus nicht ableiten, eine Seele zu besitzen. Damit ist die Seele im Bereich der Theologie, nicht der Philosophie. Deshalb streitet der Buddhismus die Existenz einer Seele ab. Es gibt möglicherweise ein Selbst, das die Erkenntnis des Ich bins voraussetzt. Aber im Buddhismus muss folgerichtig das Selbst auch verneint werden, da es im Bereich "Möglichkeit zur Negation" in "Weniger als Nichts" fällt, also etwas, dass das Sein nicht betritt. Daraus folgt die Vergänglichkeit allen Seins.
Stimme dir zu. Das Ich ist vergänglich und nur innerhalb der Erfahrbarkeit präsent – ein Inhalt, der kommen und gehen kann, ohne das unveränderliche Vorhandensein zu betreten.
 
Deswegen bin ich kein Buddhist. Ich möchte mein Selbst behalten.
Der Buddhismus folgt daraus, man müsse sein Selbst negieren, um ins Nirvana zu kommen.
Da ontologisch das Selbst als Möglichkeit zur Negation des Ichs in den Bereich fällt, der das Sein nicht betreten kann, kann folgerichtig nur eine Negation zum Selbst führen. An dieser Stelle hört "dafür/dagegen" einfach auf zu sein.
 
Deswegen bin ich kein Buddhist. Ich möchte mein Selbst behalten.
Verstehe dich. Es geht hier nicht darum, dein Erleben oder dein Selbst „wegzunehmen“. Es geht nur darum zu erkennen, dass das Ich – wie auch immer wir es nennen – vergänglich ist und im Vorhandensein erscheint, ohne das grundlegende Sein selbst zu verändern. Dein Selbst kann also erfahren werden, ohne dass das unveränderliche Vorhandensein dadurch beeinträchtigt wird.
 
Stimme dir zu. Das Ich ist vergänglich und nur innerhalb der Erfahrbarkeit präsent – ein Inhalt, der kommen und gehen kann, ohne das unveränderliche Vorhandensein zu betreten.
Die eigentliche Frage, die sich hier stellt, ist, ob "das unveränderliche Vorhandensein" selbst auch (nach Äonen) vergeht. es deutet vieles darauf hin.
 
Die eigentliche Frage, die sich hier stellt, ist, ob "das unveränderliche Vorhandensein" selbst auch (nach Äonen) vergeht. es deutet vieles darauf hin.
Wenn das unveränderliche Vorhandensein selbst vergeht, wäre es nicht mehr das, was wir als Grundzustand bezeichnen. Aus meiner Sicht ist Vorhandensein das, was immer bleibt – unabhängig von Inhalten, Ich oder Selbst. Vergänglichkeit betrifft nur die erfahrbaren Inhalte, nicht das eigentliche Sein, das ihnen als Bühne dient.
 
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Verstehe dich. Es geht hier nicht darum, dein Erleben oder dein Selbst „wegzunehmen“. Es geht nur darum zu erkennen, dass das Ich – wie auch immer wir es nennen – vergänglich ist und im Vorhandensein erscheint, ohne das grundlegende Sein selbst zu verändern. Dein Selbst kann also erfahren werden, ohne dass das unveränderliche Vorhandensein dadurch beeinträchtigt wird.
Ich habe einen Kompromis geschlossen zwischen Ewigkeit und Vergänglichkeit. Ich bin in der Ewigkeit im Himmel und ab und zu wage ich ein Abenteuer herein in die Vergänglichkeit als Abwechslung.
 
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